elisabeth hauner

kunst

Ein Spagat in Nachhaltigkeit?
5. Dezember 2022

Die letzte Woche war sehr umtriebig. Lesung, Konzert, Treffen mit Kolleginnen, Handwerk, Kunst, Film und Kryptowährung.

Kryptowährung passt so gar nicht in diese Erlebnisse – finde ich. Um ehrlich zu sein, habe ich den Sinn immer noch nicht verstanden, aber das mag daran liegen, dass dieses Thema es bisher nicht geschafft hat mein tiefstes Interesse zu wecken. Nun “infiltriert” diese Währung den Kunstmarkt und so ist sie mit einem sehr interessanten Projekt in mein Bewußtsein gerutscht. 39 internationale Künstler:Innen haben sich in einem Projekt zusammengefunden um mit unterschiedlichsten Portraits von Basquiat eine NFT-Kunstsammlung anzulegen. Und erwerben kann man diese digitalen Bilder ausschließlich mit dieser “virtuellen” Währung.

Nachdem Wolfgang diesen Künstler, der bereits mit 28 Jahren gestorben ist, sehr schätzt und ich seine Bilder auch sehr ansprechend finde, sind wir am Sonntagmittag in die Daiserstraße 9 geradelt um diese Sammlung in der ARTESPACE GALLERY aus der Nähe zu betrachten und etwas über NFT (Non-Fungible Token = Nicht austauschbarer Token) zu erfahren. Den Begriff “Token” kenne ich im Zusammenspiel von Geldeinzug im e-Commerce business. Das heißt aber nicht, das ich weiß was es bedeutet. Das gehört zu dem Teil meiner Arbeit, die (ähnlich wie Zahlentapeten in Exceltabellen) eher Unbehagen auslösen.

Hier die Erklärung von Wikipedia: Ein Non-Fungible Token (NFT) ist ein „kryptografisch eindeutiges, unteilbares, unersetzbares und überprüfbares Token, das einen bestimmten Gegenstand, sei er digital oder physisch, in einer Blockchain repräsentiert“.

Ganz ehrlich? Für mich liest sich das wie eine Gleichung mit mehreren Unbekannten.

Im Kellergewölbe des Ateliers hingen dann ca. 20 kleinformatige Drucke aus dem reichen Portfolio der digitalen Brüder und Schwestern. Da sind tolle Bilder dabei. Sehr inspirierend. Die beiden Künstler, die dieses Projekt in die Welt gebracht haben, waren sehr freundlich und sind  mit uns mit großer Begeisterung in die Untiefen dieser Kunstform abgetaucht.

Wie gesagt, es sind tolle Bilder dabei. Aber ich verstehe nicht, warum ich mir zum Erwerb eine Währung anschaffen soll, die einer unvorstellbaren Rechenleistung bedarf und dabei unglaublich viel Energie verbraucht, die sehr viel sinnvoller eingesetzt, oder einfach gespart werden könnte? Warum kann ich diese Bilder nicht einfach mit Euros bezahlen und mir dann ein Bild an die Wand hängen. Möglicherweise in einem digitalen Bilderrahmen.

Aber nur, wenn ich nicht dafür frieren muß.

Andererseits wäre die Anschaffung des extravaganten Mantels, der in Indien von Frauen aus abgelegten Saris (sehr nachhaltig) genäht worden ist dann doch verargumentierbar.

 

Ich wünsch Dir einen guten Start in die zweite Adventswoche.

Hier der Link zur Basquy Sammlung: BASQUY – Collection | OpenSe

Simply Red:  “You make me feel brand new”    Ein geniales Konzert letzten Mittwoch in der Olympiahalle!

Filmempfehlung: “Don’t look up” Realsatiere von Adam Mc Key.  Sehr sehenswert!

 

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