elisabeth hauner

kunst

Ein Spagat in Nachhaltigkeit?

Die letzte Woche war sehr umtriebig. Lesung, Konzert, Treffen mit Kolleginnen, Handwerk, Kunst, Film und Kryptowährung. Kryptowährung passt so gar nicht in diese Erlebnisse - finde ich. Um ehrlich zu sein, habe ich den Sinn immer noch nicht verstanden, aber das mag daran liegen, dass dieses Thema es bisher nicht geschafft hat mein tiefstes Interesse zu wecken. Nun "infiltriert" diese Währung den Kunstmarkt und so ist sie mit einem sehr interessanten Projekt in mein Bewußtsein gerutscht. 39 internationale Künstler:Innen haben sich in einem Projekt zusammengefunden um mit unterschiedlichsten Portraits von Basquiat eine NFT-Kunstsammlung anzulegen. Und erwerben kann man diese digitalen Bilder ausschließlich mit dieser "virtuellen" Währung. Nachdem Wolfgang diesen Künstler, der bereits mit 28 Jahren gestorben ist, sehr schätzt und ich seine Bilder auch sehr ansprechend finde, sind wir am Sonntagmittag in die Daiserstraße 9 geradelt um diese Sammlung in der ARTESPACE GALLERY aus der Nähe zu betrachten und etwas über NFT (Non-Fungible Token = Nicht austauschbarer Token) zu erfahren. Den Begriff "Token" kenne ich im Zusammenspiel von Geldeinzug im e-Commerce business. Das heißt aber nicht, das ich weiß was es bedeutet. Das gehört zu dem Teil meiner Arbeit, die (ähnlich wie Zahlentapeten in Exceltabellen) eher Unbehagen auslösen. Hier die Erklärung von Wikipedia: Ein Non-Fungible Token (NFT) ist ein „kryptografisch eindeutiges, unteilbares, unersetzbares und überprüfbares Token,...

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Auch der Advent hat etwas mit Geduld zu tun

Das war jetzt eine etwas längere, gar nicht so geplante, Pause. Aber wir waren unterwegs. Erst ein Wochenende auf einer tollen Geburtstagsfeier in Bayreuth und dann das Wochenende darauf andere Freunde in Straßburg besuchen. Wunderbare Begegnungen und mal wieder eine Veränderung des Blickwinkels. Auf die Welt "da Draußen", aber auch auf das Innerste, ganz tief drinnen. Dieses Wochenende wieder hiesig - ein entspanntes "Nachklingen" und Reflektieren - mindestens genau so wertvoll. Mir ist auf jeden Fall (wieder einmal) sehr bewusst geworden, wie wichtig und wertvoll Freundschaften sind und wie bereichernd es ist, diese über Jahre und Jahrzehnte zu pflegen. Darauf zu vertrauen, dass sich mein Gegenüber wirklich freut mich zu sehen und dass es möglich ist, den Faden auch nach längerer Pause wieder aufzunehmen. Ich bin baff erstaunt über die Großzügigkeit und die Offenheit, die mir entgegengebracht wird. Und was mich ganz besonders freut, ist die Tatsache, dass sich Wolfgang so leicht in neue Kreise hinein bewegt. Das unterstützt mich, denn mit mir bzw. bei mir ist das nicht immer so "geschmeidig". Gemeinsam gelingt es besser. Und es braucht Geduld. Ein weites und doch so bekanntes Übungsfeld. Dranbleiben und wenn ich mich in anderen Themen/Dingen verliere, immer wieder darauf zurück kommen. Nicht hartnäckig, sondern mit einem langen Atem - einem langen Aus-Atem. Los lassen. Lebendigkeit statt Perfektion. Was für eine Erleichterung! Im aktuellen ZEITmagazin sind ein paar...

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Was ein Gewürzkorb über mich erzählt

Zu meinem 44ten Geburtstag habe ich von einer Freundin einen tollen Korb mit Duschgel, Bodylotion und einem Saunahandtuch bekommen. Die Kosmetikartikel waren schnell verbraucht, das Handtuch habe ich irgendwann bei einem Saunabesuch vergessen, aber den Korb hatte ich noch. Er stand bis vor ziemlich genau vier Wochen in der Küche, chaotisch gefüllt mit all meinen Gewürzen. Er hat einen großen Teil der Arbeitsfläche in Beschlag genommen und wenn ich ein spezielles Gewürz benötigt habe, musste ich ihn teilweise komplett ausräumen um fündig zu werden. Beides hat mich mehr als ein Jahrzehnt nicht gestört. Ich kann mir solche Kleinigkeiten ewig "ansehen" ohne auch nur den Hauch eines Wunsches nach Veränderung zu verspüren. Genauso mein Bücherregal, in dem Bücher scheinbar ohne jegliche Ordnung und einige auch davor auf dem Boden liegen... Erst mal zurück zu den Gewürzen. Es gab schon ein paar Anmerkungen von meinem Lieblings-Gastkoch, die mich jedoch völlig unberührt ließen. Meine Küche, meine Gewürz(un)ordnung. Aber am Freitag, bevor Kunst in Sendling startete, hat mich der Rappel gepackt. Ich habe eine Schublade ausgeräumt und alle Gewürze, alphabetisch geordnet, eingeräumt. Das sah sehr übersichtlich aus und hat mir auch sehr gut gefallen. Allerdings mussten nun das ausgeräumte Besteck einen neuen Platz finden. O.k. also eine andere Schublade ausräumen - Küchenutensilien lagen jetzt auf der Arbeitsfläche. Das Besteck bekam eine neue Heimat. Die Lösung für die Utensilien war...

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Einfach mal ausatmen

Ich habe es immer wieder mit der Beurteilung von Menschen zu tun. Einerseits will ich Menschen nicht in Schubladen stecken und andererseits passiert das immer wieder ganz automatisch - das Bewerten. Angeblich auch ein Relikt aus der Evolution, weil wir Situationen und Menschen blitzschnell einordnen mussten um zu entscheiden, ob dieser Mensch ein Freund oder ein Feind ist. Also ein ÜberlebensMECHANISMUS. Als ich vor einigen Jahren begann Meditation intensiver zu praktizieren dachte ich mir: "Du meine Güte, was bin ich für ein wertender Mensch!" Das lag aber einfach daran, dass ich angefangen habe meine Gedanken in der Stille der Meditation überhaupt erst mal bewusst mit zu bekommen. Das Etikettieren hat mir geholfen meine Gedanken zu "sortieren" und den Prozess des Bewertens zu entlarven. Ich bewerte immer noch blitzschnell, aber dann erinnere ich mich, dass Gedanken nur Vorschläge sind. Ich muss sie nicht glauben. Andererseits leben wir in einer Leistungsgesellschaft und im Job spielt die Bewertung eine große Rolle. In der Firma in der ich arbeite gibt es dafür einen ganzen Prozess mit einem System über das sich prächtig streiten lässt. Weil es natürlich nicht gerecht ist - nicht gerecht sein kann, weil Menschen die Bewertung vornehmen. Objektivität herrscht vielleicht in den Wissenschaften, wobei sich z.B. in der Quantenphysik herausgestellt hat, dass so ein Teilchen ganz anders reagiert bzw. sich zeigt, wenn es beobachtet wird. Halleluja! Wie soll es dann bei Menschen...

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Kunst bewegt

Unter diesem Motto leitet eine der Organisator:Innen von Kunst in Sendling (KiS) Führungen zu verschiedenen Stationen dieser 3-tägigen Veranstaltung. Ich greife dieses Motto auf, weil mich diese Tage sehr bewegt haben. Sie haben mich berührt, angezündet und nach knapp zwei Wochen Corona meine Lebendigkeit angeschubst. Es fühlte sich an, als ob alle Zellen wieder prall gefüllt und Freude und Lust am Leben wieder eingezogen sind. Es war ganz wunderbar, dass Freund*Innen, Bekannte und auch viele neue Interessierte die Station 01, Ateliergemeinschaft "Fugger 4" besucht, und sich interessante Gespräche ergeben haben. Eigentlich hatte ich ein bisschen Bedenken, dass ich noch nicht fit genug sei und wollte eigentlich nur stundenweise anwesend sein. Und dann bin ich nur einmal früher gegangen und war nicht angestrengt, sondern im Gegenteil sehr aufgeweckt und fit als am Sonntag kurz vor 19 Uhr alle Wegweiser wieder abgenommen und das Atelier wieder in den "Normalzustand" zurückverwandelt war. Eines der Highlight war, dass diesmal eine der Führungen am Sonntag den Weg zur Station 01 fand. Bereits am Freitag war G. bei uns um uns ein bisschen zu interviewen und sich für diesen Anlass vorzubereiten. Als sie dann am Sonntag gegen 13:30 mit ungefähr zehn Personen bei uns hereinmarschierte, gab es eine ganz kurze Einweisung von ihr. Dann führte Sie alle zuerst zu meinem Platz und bat, dann völlig überraschend darum, dass ich doch einige Worte zu meiner Kunst sagen sollte. Und ich habe...

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Wir sind Number One

Dieses Wochenende war ich echt produktiv. Und fleißig am üben und machen. Und am Lernen - bis hin zur Interpunktion 🤓 - das ist bei mir eher Bauchgefühl. Sorry falls euch da das ein oder andere auffällt. Mir fällt es oft erst dann auf, wenn das Rechtschreibeprogramm rote Kringel setzt. Und das Programm hat - glaub ich - auch seine Schwächen... Und mir fällt auf, dass einiges nicht mehr funktioniert, z.B. jemanden zu finden, der sich verantwortlich fühlt. Der Fachkräftemangel ist angekommen in einer Welt in der das Analoge einfach per "copy paste" in das Digitale "hineingepflanzt" wird. Ich bin weit davon entfernt diesen Spruch, der allen jenseits der 60 angedichtet wird, anzuführen "Früher war alles besser". War es nicht. Ich bin ja auch noch keine 60. Aber ich hatte einen Ansprechpartner, der Ahnung von dem hatte, was er tut und der seinerseits Kontakte hatte, die er anrufen konnte um direkt eine Antwort auf eine konkrete Frage zu bekommen. Heute schreibe ich an Sammel-Email-Boxen. Oder ich mache ein Ticket auf. Wenn ich "Glück habe",  dann gibt es eine Hotline. Diese "Zusammenarbeit" mit Callcentern weiter auszuführen, da fehlt mir tatsächlich der Humor. Das Thema Verantwortlichkeit hat meinen Chef und mich letzte Woche, einschließlich dem Wochenende, an den Rand der Verzweiflung gebracht. Leider ist es noch nicht zu Ende - wahrscheinlich wird das eine weitere Lebensaufgabe... Also zurück zu meiner Produktivität 😜Ich war im Atelier und habe an zwei Bildern gearbeitet....

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Alte Wunden brauchen neue Strategien

Manche Kindheitswunden brauchen lange um zu heilen und das tun sie nicht von alleine. Also nach dem Motto: "Die Zeit heilt ALLE Wunden". Es braucht hinschauen, hin spüren und annehmen. Das ist ziemlich schmerzhaft, hilft aber nichts. Viele erlebte, positive Gegenbeispiele sind nötig um glauben zu können, dass es jetzt anders ist und nicht so, wie die Kindheitserinnerung immer noch glauben machen will. Außerdem liegen Jahrzehnte dazwischen und in vielen Bereichen bin ich tatsächlich erwachsen geworden. Erwachsen werden, das war mein sehnlichster Wunsch als Kind. Nicht mehr abhängig zu sein von einer Familie in der ich nicht gewollt war. Das ist meine tiefe Wunde. Nicht gewollt zu sein. Es gibt einen Spruch, der Albert Schweitzer zugeordnet wird, den mein Meditationslehrer öfters zitiert hat: "Ich bin Leben, das leben will unter Leben, das leben will." Und heute verstehe ich, dass damit auch gemeint ist, seinen Platz einzufordern und einzunehmen. Nicht darauf zu warten, dass der rote Teppich ausgerollt wird, sondern mit Selbstverständnis mitten rein zu springen. "Hier bin ich!" Nicht klein werden und in die Opferhaltung gehen, sondern den Automatismus enttarnen. Etwas Neues ausprobieren. Dabei wahrscheinlich auch Mal auf die Nase fallen. O.k. Dann klappt es das nächste Mal schon besser. Üben. Geduld. Vielleicht auch Geduld üben. Und Grenzen anerkennen. Ich werde wohl nie eine Entertainerin werden, aber das ist ja auch gar nicht nötig. Einen Schritt nach dem anderen und dabei...

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Es ist wie es ist

Es gibt Situationen, da kann ich das, was ich doch immer wieder betone, nämlich dass es darum geht die Anderen so anzunehmen, wie sie sind, einfach nicht mehr hören. Dann geht mir mein Gegenüber (oft in einem Teams Call) sowas von auf die Nerven, dass ich an mich halten muss nicht die Fassung zu verlieren und völlig hysterisch und unreflektiert loszuschreien. Zuletzt geschehen am Freitag in einem Call mit unserem Dienstleister. Ich will gar nicht ins Detail gehen. Es war aber gleich überhaupt nix zu spüren von Gelassenheit oder Gleichmut. Geduld? Fehlanzeige. Leider hat es mir keine "Erleichterung" gebracht. Im Gegenteil. Ich habe den Quatsch auf die ganze Menschheit ausgeweitet und hätte einfach nur "kotzen" können. Sorry für die Wortwahl, aber der Zustand ist nicht anders beschreibbar. Nachdem ich meinen Laptop zugeklappt hatte, habe ich mich spontan dazu entschlossen in die Stadt zu radeln. Kompensationskauf. Im Hugendubel habe ich drei Kochbücher erstanden, weil mir nämlich grad auch das Essen nicht mehr schmeckt, dass ich mir selbst vorsetze. Als ich auf der riesigen, langen, grünen Couch meine Auswahl traf habe ich eine kleine Szene beobachtet. Eine verschleierte Dame saß mit zwei Jungs im Alter von ca. sechs oder sieben Jahren ein paar Meter weiter. Sie spielten mit Holz Jojo's. Als die Frau aufstand um den Buchladen zu verlassen, warfen sie die Jojo's auf die Couch und liefen mit ihr hinaus. Der bisher sehr freundliche Mitarbeiter vom Infostand lief laut schimpfend...

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“Wohin geht’s?”

Diese Frage war fett auf eine Postkarte gedruckt und einem meiner letzten Bücher als Einleger vom Diogenes Verlag beigefügt. Es gibt keine weitere Hilfestellung oder Anmerkung dazu. Einfach nur diese Frage. Also kann ich ihr meinen ganz eigenen Sinn geben um sie für mich zu beantworten und Du natürlich auch für Dich. Wohin geht's bei mir? Aus jetziger Sicht. Vor ein paar Jahren sollte es dringend und unbedingt in ein "Programm" gehen. In dem Konzern, bei dem ich arbeite, bedeutet das ab 54 Jahren mit einem hohen Prozentsatz des letzten Gehaltes bis zum frühestmöglichen Renteneintritt bezahlt zu werden, ohne einen Strich arbeiten zu müssen. Vor etwa 7 Jahren, als unsere Transformation begann war das eine sehr verlockende Aussicht und teilweise der einzige Hoffnungsschimmer am Ende des Tunnels. Ich konnte mich mit den Veränderungen überhaupt nicht identifizieren und wurde immer unzufriedener. Zum Glück ist mir der Absprung von diesem Gedanken gelungen und ich habe mich darauf besonnen, was gut daran ist, dass ich genau auf diesem Platz in dieser Firma bin. Seit dem macht es mir wieder überwiegend Spaß und es gelingt mir mich, und auch mein Team, immer wieder neu zu motivieren. Natürlich gibt es Momente, an denen ich völlig frustriert bin, weil mich die neue Art zu arbeiten (Buzzwords: Digitalisierung, AI, Cloudcomputing, Digital Storytelling etc.) überfordert und nervt. Aber es gelingt mir viel leichter aus so einem Frust wieder heraus zu steigen, weil ich aus Erfahrung weiß,...

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Zwischenmenschliches

kann zwischen den Menschen stehen bleiben und langsam aber sicher eine Mauer bauen. Stein für Stein. Unbewusst. Einfach drüber gehen, weil es bequemer erscheint. Ist es aber nicht. Irgendwann ist die Mauer dann so hoch, dass man nicht mehr drüber weg gehen kann. Man braucht eine Leiter. Manchmal sogar eine dritte Partei, die diese Leiter hält. Und wenn man diesen Zeitpunkt übersieht, kann es passieren, dass man gefangen ist und keinen Ausgang mehr findet, oder Zugang - je nachdem. Es braucht Mut, um mit Wörtern eine Brücke zu bauen, statt mit Schweigen eine Mauer. Die Unsicherheit überwinden, sich öffnen, erzählen und darauf vertrauen dass sein Gegenüber zuhört und sich einlässt. Danke Ich wünsche Dir einen guten Start in die neue Woche. Eine für mich sehr kurze Arbeitswoche. Eine Ein-Tages-Woche. Morgen wird aufgebaut in der Orangerie und am Mittwoch geht''s dann los 🙂   Diesmal die Zeitschnipsel aus der Wochenzeitung "Zeit" vom 28. Juli bis 03. August 2022 Das Lied "Hey there Delilah" von den Plain white t's habe ich live gehört am Samstag gegen 6 Uhr morgens. Ich habe bei Wolfgang übernachtet und in der Früh gemerkt, dass ich Migräne bekomme. Blöderweise hatte ich das sehr hilfreiche Mittel nicht dabei. Und so bin ich direkt los um es rechtzeitig einzunehmen und die Kurve zu bekommen.  Ich habe schon von der III. Etage die Musik gehört. Im I. Stock ist eine Jungs-WG, die wohl zusammen mit Freund:Innen die Nacht durchgemacht haben. Erst fühlte ich mich gestört und...

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Endlich Sommerferien! Und ein Bericht im Zeitmagazin, der mich beschäftigt…

Weder drücke ich die Schulbank, noch bin ich Lehrerin. Trotzdem freue ich mich immer, wenn die Sommerferien beginnen, weil sich München dann über Nacht leert. Das sieht man nicht zuletzt daran, dass es Parkplätze ohne Ende gibt - die ich gar nicht (mehr) brauche, weil ich fast alles mit dem Fahrrad oder den Öffis fahre. Aber vor allem fühlt es sich so an, als ob alles einen Gang runter geschalten wird. Und ich bin seit geraumer Zeit super gern langsam unterwegs. Im Job und auch privat. Mich beschäftigt ein Artikel aus dem Zeit Magazin. Ein sehr langer Artikel, den ich inzwischen drei Mal gelesen habe. Der Autor, mein Jahrgang, hat sich vor 5 Jahren dazu entschieden ein veganes Leben zu führen. Es geht nicht allein um die Ernährung, sondern inzwischen um die Haltung und die Lebensweise. Auch wenn ich keine Veganerin bin (ich bin eine 80% Vegetarierin und verzichte auf Milchprodukte, weil ich sie wegen der Lactoseintoleranz nicht gut vertrage) teile ich doch die Meinung, dass tierische Produkte mit dem Wissen um die Qual der Tiere eigentlich gar nicht mehr gehen. Und ja, auch wegen dem CO2 Ausstoß.  Trotzdem esse ich noch Eier und hin und wieder Fisch, ach ja und nicht zu vergessen auch mal Schinken zur Melone. Andererseits fahre ich weder einen SUV, noch jette ich permanent per Flugzeug durch die Weltgeschichte. Das müsste doch eigentlich reichen, als mein Beitrag gegen den Klimawandel? Es geht aber nicht um meinen Anteil, weil ich natürlich nicht die Welt retten kann. Es...

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Was geht? Sommerhighlights

Ich bin ja ein bekennender Fan dieser Jahreszeit. Endlich kann auch ich barfuß in den Schuhen und mit leichtem Gewand genusswandeln. Wärme verbreitet Urlaubsflair und lässt mich Performance Administration, Schnittstellenthemen und Survey Auswertungen mit regelrechtem Gleichmut betrachten. Wobei: Vorletzte Woche gab es auch arbeitstechnisch ein Highlight. Wir waren in der Nähe von Garmisch auf einer Hütte und haben gemeinsam gekocht. Mal nicht vor Wut, sondern in der Küche. Ein Vier Gänge Menue. Hohes Lob an die Organisatoren und alle Köch:Innen! Wunderbare Location (am Pfleger See), leckeres Essen und großartige Stimmung im ganzen Team. Am Samstag haben wir dann in der Akademie der Bildenden Künste die Semester- bzw. Abschlußarbeiten der Student:Innen bewundert. Besonders interessant war natürlich die Arbeit von Wolfgangs Sohn J. der zwischenzeitlich das vierte Semester abgeschlossen hat. Die Kreativität und die Phantasie der Studierenden hat mich begeistert. Diese sprühende Vielfalt stimmt mich sehr positiv für die Zukunft. Wenn sich Menschen mehr mit schönen Dingen beschäftigen, dann ist nicht mehr so viel Zeit für Power Shoppen oder andere Art des Hyperkonsums. Ein Hoch auf die Kreativität! Im August steht auch für M. und mich ein Event an. Wir stellen in der Orangerie im Englischen Garten aus. Vor über zwei Jahren hat uns M. einfach mal angemeldet und nun geht es am 10. August los. Es ist schon vieles organisiert und vorbereitet. Die Bilder ausgewählt, die Homepage auf...

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Die Kunst oder die Reismühle ist 6€ Fahrradmitnahme wert

Vom Urlaub nur so viel: Pesaro ist eine (Zug) Reise wert! Wir waren im 7. Urlaubshimmel und haben uns an der Adria ganz wunderbar erholt. Sommer, Sonne, Strand, Ausflüge, leckeres Essen und die Erfahrung, dass Italiener zum einen selbst sehr gemütlich Fahrrad fahren und zum anderen als Autofahrer erstaunlich rücksichtsvoll und zuvorkommend sind.  😊 Resümee: Wiederholung baldmöglichst! Aber jetzt erst mal Sommer in München und Umgebung. Wir haben auch im Urlaub Kunst geguckt. In Rimini. An der Piazza Cavour. Tolle Räume - tolle zeitgenössische, italienische Künstler. An diesem Samstag haben wir deutsche, zeitgenössische Künstler*Innen in der Reismühle in Gauting besucht. Tag der offenen Tür.  Ich war zum ersten Mal dort und bin schwer begeistert. Eine Künstlerenklave ähnlich der Wiedefabrik, aber deutlich "schicker" von den Räumen und sehr interessant von den "Schaffenden" dort. Wir haben mit den Bildern von Bianca Artope begonnen, eine wirklich bemerkenswerte Frau. Sie kreiert Bilder indem sie verschiedenen Fotos am Rechner zusammen und übereinander legt, druckt und dann mit (ich glaube) Epoxidharz auffüllt. Großartig! Ich packe dir unten den Link mit ein - es lohnt sich wirklich! Gelohnt hat sich auch die Fahrt mit der S-Bahn unter Mitnahme der Fahrräder. Auf der Webside angepriesen für € 3,10 und am Automaten kostete es dann fast das doppelte, € 6,--. Oder haben wir das falsche Ticket gezogen? Na, wie auch immer, es war super praktisch mit dem Radl zu S-Bahn und von dort...

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Aus der Zeit gefallen

Was war das für ein wundervoller Sommer-Sonnen-Sonntag! Da kommt Italienfeeling auf - gerade richtig um die Vorfreude so richtig anzuheizen. Nur noch diesen Tag im Homeoffice arbeiten, am Dienstag noch ein bissal was erledigen, packen und am Mittwoch in den Zug einsteigen 🙃 Warum wir mit dem Zug fahren? Wir wollen CO2 sparen - mit irgendwas muss man ja anfangen. Auch der Samstag konnte sich sehen lassen, wettermäßig und auch sonst. Wir sind mit einem leichten Umweg über ein ganz nettes Cafe in der Nymphenburger Straße  zur Olympiahalle geradelt. Sonne getankt und dann ab in die Arena zu "The new Roses", "Saga" und vor allem zu "Foreigner". Die Karten dafür gab es für lau von meinem Bruder, weil der vergessen hatte, dass an diesem Abend ein sechzigster Geburtstag gefeiert werden wollte. MIT ihm und seiner Frau. Und so kamen wir in den Genuss dieses Rockkonzerts. Für dieses Publikum (mindestens Ü-50) hat die Vorband bereits um 18:30 Uhr zu spielen begonnen 🤭  Ein richtiges Konzert mit ein paar Tausend Menschen, ohne Mundschutz und der Abstand hätte beim nachmessen auch verloren. Das waren keine Einmeterfünfzig mehr. Die Zeit des Abstandnehmens kommt im Herbst wohl von alleine wieder... Jetzt aber erst mal Party und das kann Foreigner auf jeden Fall 💃 🕺 Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Hits sie rausgebracht haben und wie textsicher ich bei vielen Liedern mitsingen kann. Und die Füße und Hände still halten geht sowas von überhaupt nicht. Alles in Bewegung und das dann...

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Santeln am Pfingstmontag

An diesem Pfingstmontag hab ich ein altes Hobby wieder entdeckt: Santeln Ich bin erst um 11 Uhr aufgestanden, hab mir ein Feiertagsfrühstück gemacht und mit dem Kaffee habe ich mich dann auf den Balkon gesetzt und gelesen. Ohne Punkt und Komma. Stundenlang. Einen Roman bis zum Schluss. O.k. ich hatte die letzte Woche schon ein paar Seiten angelesen. Das Buch hat mir M. bei ihrem Geburtstag in die Hand gedrückt. Sie hatte es schon und bekam von der Schenkerin die Erlaubnis es direkt weiter zu geben. Der Titel "Vom Ende der Einsamkeit" erschien mir im ersten Moment ein bisschen kitschig und so habe ich es erst mal auf die Fensterbank gelegt. Heute hat es mich völlig gepackt und in seinen Bann geschlagen. Eine Geschichte von drei Geschwistern, die aus der Sicht des jüngsten Sohnes mit sieben Jahren ihre Eltern bei einem Verkehrsunfall verlieren. Es war sehr berührend erzählt, was die drei mitgenommen haben in ihr Leben und wie sehr sie ihre Familiengeschichte geprägt hat. "Es sind die Brüche in denen man sich erkennt." Brüche, oder Umbrüche. Veränderungen, die wir selbst nie so initiiert hätten. Und eben deshalb sind wir so, wie wir sind. Zum Teil aber auch, weil wir genau zu dem Zeitpunkt mit diesem "Geistesfunken" in eben diese Familie hinein geboren wurden. Nachdem mein Bruder demnächst seinen sechzigsten Geburtstag feiert, beschäftige ich mich wieder mal ein wenig damit. Fotos sichten. Was war damals so los in der Welt und herangezoomt, was war in unserer Familie? Wie...

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Älter werden ist nichts für Weicheier,

nur leider gehöre ich zu den Sensibelchen unter dieser Kategorie 🙄 Mir fällt es immer wieder bei anderen auf. Das letzte Mal auf dem Konzert am vergangenen Montag in den Kammerspielen habe ich es bei  Werner Schmidbauer festgestellt. Übrigens ein sehr gelungener Abend, mit einem kleinen Ehemaligen Treff 🤠. Ein ganz anderer Typ, als vor sieben Jahren in der Arena von Verona. So lang ist das schon her. Ja mei. Es gibt Sprünge beim älter werden. Kein Grund für Luftsprünge, aber auch keiner dafür im Boden zu versinken. Wobei. Manchmal auch eine nicht zu verachtende Variante. Nein, nein. Keine Jammerei. Oder warum nicht auch mal jammern? Oder Fakten, die halt sehr emotional daher kommen 😉.  Es braucht einen aktualisierten Abgleich zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung. Der berühmte Schritt, den man zurück zu treten hat, um sich ein Bild machen zu können. Irgendwann funktioniert das mit dem viel zitierten Vogel Strauß einfach nicht mehr. Nicht nur im Außen, auch im Innen gibt es Veränderungen, die erst mal verdaut werden müssen. Neben der Vergesslichkeit - vor allem Namen könnten sich zu einem Drama aufbauschen, wenn ich das zulassen würde - sind Bewegungsabläufe nicht mehr ganz so geschmeidig wie noch vor, sagen wir mal 2 Jahren. Nach wie vor funktioniert das mit der "Namensfindung" noch mit Umschreibungen, genau so wie früher im Englisch Unterricht, wenn mir die ein oder andere Vokabel nicht eingefallen ist. Da lag es aber dran, dass ich nicht gscheid gelernt hatte. Was in jedem...

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Es braucht wieder mehr Leichtigkeit

Dieses Wochenende hat auf ganz einfache Weise klar gemacht, was es braucht: Mehr Leichtigkeit. Das wunderbare Wetter hat schon mal die Grundlage geschaffen. Dann die spontane Entscheidung am Samstag Nachmittag ein bissl rum zu radeln, sich in einen Biergarten in Gräfelfing zu setzten, Steckerlfisch und eine Brezen zu essen. Zu ratschen und dabei die Sonne auf der Haut zu spüren. Nix kompliziertes - ganz einfach. Der Rückweg über den Pasinger Stadtpark, immer wieder wunderschön und im Moment eine Augenweide der besonderen, grünen Art. Eine bezaubernde Kolumne von Axel Hacke vorgelesen bekommen, die von einem Buch erzählt, das ihn am Abend zur Ruhe kommen und die aktuell heftigen Themen für kurze Zeit vergessen läßt. Am Sonntag schon vor dem Frühstück eine Runde im Westpark drehen und direkt bei Öffnung vom Cafe Gans am Wasser einen Traumplatz finden und einen groooßen Cappuccino zelebrieren. Am Nachmittag zu Kaffee und Kuchen in den Garten von M. mit angenehm unbeschwerten Themen und dem Anstupsen der Vorfreude zu unserer Ausstellung im August in der Orangerie. Recht viel mehr braucht so ein Wochenende nicht, damit es einem leicht ums Herz wird. Vielleicht noch ein bisschen Nachrichten fasten und einen fokussierten Blick auf die Dinge, die richtig gut laufen. Und die Aussicht am Montag Abend mit dem Liebsten auf ein Benefizkonzert in den Kammerspielen zu gehen mit Künstlern wie Konstatin Wecker, Pipo Polina und Werner Schmidtbauer um nur einige zu nennen. Da kommt...

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Einfach mal Ruhe geben

Dieses Wochenende waren wir am Samstag nicht bei der "Langen Nacht der Musik" und am Sonntag nicht auf der Maidult um eine Pfanne für mich zu kaufen. Ich war nicht so richtig gut beinander.  Müdigkeit und irgendwie hat mir alles weh getan. Der Hals, der Rücken, das ganze Gestell. Erkältung? Oder was kann das sonst sein? Was hab ich falsch gemacht? Es war wohl zu viel an drei Abende hintereinander aus zu gehen. Oder brauche ich einfach einen Tag für mich und kann das nicht formulieren? Bla, bla, bla - bla, bla.... Na, ja am Samstag hat Wolfgang meinen neuen Kühlschrank eingebaut 😍, weil das bei der Lieferung mangels Verlängerungskabel nicht geklappt hat. Und wir haben leckeres Spargelrisotto gekocht. Am Sonntag wars dann bei mir nicht wirklich gut und ich hab mich nach dem Frühstück wieder ins Bett gelegt. Nochmal mehr als zwei Stunden geschlafen. Kurzer Spaziergang und kurz im Atelier um die Zeitschnipsel zu kleben. Dann hab ich mich mit einer dicken Decke auf die Couch gelegt und mir das Webinar von Stefanie Stahl zu ihrem Buch "Das Kind in dir muss Heimat finden" angesehen. Es ging um Bindung, Autonomie, die Glaubenssätze des Schattenkindes und die positiven Aspekte, die über das Sonnenkind ihren Ausdruck finden. Und vor allem um den Punkt, wenn man das alles doch verstanden hat, warum man dann die negativen Glaubenssätze nicht "einfach" los lassen, und aus seinen Mustern aussteigen kann? Auch ganz "einfach": WEIL MAN ETWAS DAVON HAT. AHA! Wo trifft das denn bei mir zu?...

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Kindheitserinnerungen und die Brücke in die Gegenwart

Ich war schon lange nicht mehr auf einer Beerdigung. Und ich war schon lange nicht mehr bei der Verwandtschaft in Niederbayern - 9 Jahre um genau zu sein. Da war Tante Frieda's achtzigster Geburtstag. Am letzten Freitag war ich auf ihrer Beerdigung in Oberköllnbach. Auf dem Weg vom Parkplatz zum Friedhof konnte ich feststellen, dass es den Kramerladen bei der Kirche immer noch gibt. Der hatte früher am Sonntag vor und nach der Messe auch offen. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir das was eingekauft haben. Denn an den Samstagen kam "Der Beck" am späten Nachmittag mit dem Kombi voller Lebensmittel auf den Hof. Riesige Laibe Brot, Mehl, dies und dass und vor allem aber Süßigkeiten. In Kindertagen war ich in den Sommerferien jeden Sonntag in der Messe. Und mindestens einmal wurde ich vom Weihrauch und/oder vom langen Stehen ohnmächtig. Der Messner hat mich rausgetragen und an der frischen Luft "abgesetzt". Ich hatte noch nie großes Stehvermögen. Am Freitag ist alles gut gegangen. Während der Trauerfeier habe ich mich erinnert. An die Zeit, als ich die großen Ferien bei Tante Frieda und Onkel Alois auf dem Bauernhof in Hölskofen verbracht hatte. Sie war eine kleine, energische Frau, die gern lachte und dabei rote Bäckchen bekam. Ein kleines Dorf. Milchkühe, Schweine, Bummerl und Hühner und Felder für Weizen, Kartoffeln und Mais, wenn ich mich recht erinnere. Und es gab Katzen. Tante Frieda hat mich immer "Katzenmama" genannt.  Ich habe stundenlang mit einem Wollfaden mit...

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Was wäre, wenn es so wie es jetzt ist genau richtig wäre?

Diese Frage von Byron Katie war (neben einem super leckeren Apfel-Mohn Kuchen) die Begleitung zum Cappuccino in einem winzigen Cafe in der Südlichen Auffahrtsallee.  Da wollte ich schon ewig mal rein und nachdem die Ampel auf dem Weg zum Cafe Ruffini rot war, hab ich zu G. gesagt, lass doch mal schauen, ob wir da ein Plätzchen finden. Haben wir ☺️. Das war wohl früher mal ein Schreibwarenladen (steht zumindest außen drauf). Innen nur Platz für ca. 8 Personen und draußen nochmal doppelt so viele. "The Work" ist eine tolle Möglichkeit alles was einem im Leben so passiert, mit dem man nicht so ganz einverstanden ist, tiefer und vor allem auch von den verschiedensten Seiten zu beleuchten. Ich kann hier nur bedingt aus eigener Erfahrung sprechen, aber die obige Frage hat etwas in Gang gesetzt. In jedem Fall einen freundschaftlich-philosophischen Diskurs über 1 1/2 Stunden in dem wir den Faden in einer anderen Farbe weiter spannen, den wir auf dem Spaziergang im Nymphenburger Schlosspark aufgenommen hatten. Es geht ja im Grund immer um diesen einen Moment in der Gegenwart. Es ist schon so viel darüber geschrieben und gesprochen worden, und doch kann es Sinn machen diese "Wahrheit" immer wieder mal aus der "Weisheitschublade" zu ziehen. Weil man sich verändert und irgendwann steht man vielleicht an einem Punkt an dem einen dieser Satz wie ein Blitz treffen kann. Man hat etwas verstanden. Also nicht nur kognitiv, sondern auch emotional und spirituell. Und die Wahrscheinlichkeit vom...

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Eine flache Sinuskurve ohne große Ausschläge

Im Westen nichts Neues. Ich wußte nicht, dass dieser Spruch ein Buchtitel ist. Hier beschreibt Oskar Maria Remarque den 1. Weltkrieg aus Sicht eines "einfachen" Soldaten. Gut, dass ich den Ursprung gegoogelt habe, sonst hätte ich diese Worte heute als Überschrift verwendet um vorweg zusammen zufassen, dass sich in der letzten Woche bei mir nichts Großartiges getan hat. Ich bin am Donnerstag Mittag ganz unspektakulär umgeknickt und habe mir dabei das rechte Außenband angerissen. Die nächsten 6 Wochen trage ich eine Schiene, die mir eine Entscheidung abnimmt. Nämlich die Wahl der Schuhe. Damit passe ich ausschließlich in meine Trackingschuhe. Das ist jetzt nicht wirklich kommod, aber es ist auch nicht richtig schlimm. Bis zu unserem Urlaub im Juni sollte alles wieder passen, also kein Problem. Am Donnerstag Abend hatten wir ein Ateliertreffen an dem vier von sechs der kreativen Gemeinschaft anwesend waren. Es hat mir gut getan zu erzählen, dass ich grad überhaupt nicht weiß was ich gestalten soll. Ich sollte doch in diesen Zeiten eine Aussage mit dem treffen, was ich kreiere. Damit boykottiere ich mich selbst total. Und so seziere ich die "Zeit" und füge Überschriften in einen neuen Kontext zusammen. Worte schienen mir die letzten Monate wichtiger zu sein. Ein intellektueller Umgang mit dem Zeitgeschehen. In der Diskussion, die einen weiten Bogen spannte von meiner kreativen Blockade zu den aktuellen Krisen in der Welt und wieder zurück wurde mir klar, dass ich, ob ich es nun...

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Eye wei(d) open

Urlaub ist was wunderbares. Kunst auch. Die Kombination ist großARTIG - auch mit Wintereinbruch in Begleitung von Kälteeinbruch im April. Und vor allem zusammen mit Wolfgang. Zeit für eine Liebeserklärung 😍 Wir waren in Wien. Von Donnerstag bis Sonntag nur K+K: Kunst und Kaffeehäuser. Nicht ausschließlich, aber doch überwiegend 😉 In Wien kostet ein 3-Tages Nahverkehrsticket € 17,10 und das haben wir bei dem Wetter auch sehr stark genutzt. Mit der U-Bahn und oberirdisch mit der Tram. Unterirdisch ist, dass es bei uns sowas gar nicht gibt. Grade mal ein Tagesticket für € 8,20 - arme München-Touristen. Aber es geht hier ja nicht um München, und schon gar nicht um den MVG - es geht darum, wie man seine Zeit in Wien (auch) verbringen kann. Ich war schon ein paar mal in Wien. Privat und geschäftlich. Zuletzt mit der Firma im Januar 2019 mit Festessen, Falco Musical und Abtanzen in der Hofburg. Ganz GROSSES Kino. Diesmal sehr privat, auch wenn wir uns den IQOS Store in der Kärtner Straße (von außen) angeschaut haben. Kein "Blowing in the wind", sondern ein "blowing wind" bei gefühlten 4 Grad. Wir waren auch nicht in einem der alteingesessenen Kaffeehäusern mit diesen "raunzenden" Obern - ich weiß gar nicht, ob es die überhaupt noch gibt? Wir waren kurz im "Schwarzen Kamel" nur gerade so lange um festzustellen, dass das nicht unsere Welt ist um dann im Cafe Aida in Rosa, in Sahneschnittchen und Mohnbeugerl mit Kaffeebegleitung einzutauchen. Dort gibt es dafür ältere, hektische...

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Warum alte Sorten so lebendig sind

Bücher waren als Kind und Jugendliche für mich die ganze Welt. Ich habe mir diese Zeit in Romanen erlesen. Ich selbst habe wenig erlebt. Ich habe in der Pubertät nicht aufbegehrt und meine Eltern und damit Streit herausgefordert, sondern ich habe Geschichten über Erwachsene gelesen. Ich wollte nie Kind sein, sondern ERWACHSEN. Dann würde ich all das können - ich müsste nur einfach 18 Jahre alt werden. Dann würde mir die Welt mit all seinen Möglichkeiten offen stehen. Dann würde mir keiner sagen, was ich zu tun hätte und ich bräuchte nicht mehr dauernd darauf zu achten ob mein Verhalten Konsequenzen für meine Mutter hätte. Das ist ja mal total schief gegangen. Ich habe auch mit der Volljährigkeit keine wilden Partys gefeiert, keine Nächte durchgemacht, bin nicht spontan mit dem Auto für zwei Nächte an den Gardasee (oder sonst wo hin) gefahren. Nichts. Meine Revolution bestand darin aus der Kirche auszutreten und zu Hause nicht darüber zu reden. In Sachen Leben bin ich lange eine Theoretikerin geblieben. Die Praxis war mir immer zu gefährlich - es hätte echt was passieren können. Ich habe mit 18 meine zweite Ausbildung angefangen, bin während der Ausbildung von zu Hause aus- und mit einem Kollegen und einem seiner Freunde in eine WG eingezogen. Dann wurde ich bei Etienne Aigner übernommen, habe fleissig und gern gearbeitet und bin da auch voran gekommen. Privat war ich nicht sonderlich "erfolgreich". Ich hatte eine 14 jährige Beziehung, an der das Beste für mich das Ende...

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Werte und rote Linien

Letzte Woche war ich mit meinem early-bird völlig unzufrieden. Ich hatte das Gefühl, dass er einfach unpassend, banal und völlig daneben war. Dass ich daneben war. Und das stimmt auch - ich stand noch neben mir. Gerade aus der Starre erwacht. Ich hatte den Wunsch etwas besonderes zu schreiben und habe mich völlig überfordert damit. Aus heutiger Sicht hätte ich schreiben können, dass ich es erst einmal  lasse, weil ich den Eindruck habe, dass nichts von dem was bei mir gerade passiert wirklich passend ist. Ich habe überlegt den early-bird insgesamt zu lassen, weil ehrlich - was habe ich in diesen Zeiten schon wesentliches zu berichten? Ich habe angefangen mich zu vergleichen mit Menschen, die ich persönlich kenne. Die ebenfalls einen Newsletter schreiben. Keine gute Idee. Im Team werde ich nicht müde meinen Jungs zu sagen, dass sie sich nicht vergleichen sollen - das bringt nur Unzufriedenheit. Ha! Erwischt! Dann habe ich mir mehrere Podcasts angehört. Habe mein Rauhnachtstagebuch 2021/2022 rausgezogen, mich auf den Balkon gesetzt und etwas gemacht, das ich mir eigentlich für den Januar vorgenommen hatte. Meine Werte aufzuschreiben. Und zu jedem Wert, was ich denn genau damit meine? Was bedeutet der Wert Spiritualität für mich? Oder der Wert Freundschaft? Was fällt mir zur Partnerschaft ein? Zu Familie, Gesundheit, Nachhaltigkeit/Bioökologie und Tierwohl? Was bedeutet Frieden, Soziale Gerechtigkeit, Kultur/Kreativität und Neues lernen für mich? Und wo sind diese roten...

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Achtsamkeit in dieser Zeit

Ich bekomme ein paar wenige Newsletter zum Thema Achtsamkeit, Good News, Yoga und Meditation. Alle Verfasser*Innen haben sich die Frage gestellt, ob es in diesen Zeiten angemessen ist, zu diesen Themen zu schreiben. Alle bewegt die Situation in der Ukraine, in die der Krieg  in Europa - direkt vor unsere Haustüre, die Menschen vor Ort gebracht hat. Alle sind der Meinung, dass es sehr wohl wichtig ist auch unter diesen Umständen die eigene spirituelle und persönliche Entwicklung nicht beiseite zu schieben. Es hilft niemandem, wenn wir eine Nachrichtensendung und ein Spezial nach dem anderen "konsumieren" und alles andere vernachlässigen. Frieden beginnt immer in uns selbst. Und wenn wir in uns selbst keinen Frieden haben, dann ist die Eskalation im Außen fast eine Konsequenz. In einem sehr emotionalen Video von Veith Lindau, dass mir J. (DANKE!) geschickt hatte geht es auch genau darum. Sich mit der Meditation "weg zu beamen" ist keine Lösung. Es gibt gute und böse Menschen und beide Ausprägungen sind in uns allen angelegt. In mir. In Dir. Die große Hilfs- und Spendenbereitschaft aller angrenzenden Länder, aber auch gerade der deutschen Bevölkerung für die Flüchtenden macht Hoffnung, dass die guten Anteile überwiegen. In der Coaching Ausbildung ging es um die verschiedenen Stimmen und Qualitäten in uns. Bela, unsere Ausbilderin meinte, dass jede davon im Rampenlicht stehen wolle. Es würde nichts helfen, sie unter die Bühne zu verbannen, denn dort würden sie die Revolution...

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“Auge um Auge”

bedeutet, dass die ganze Welt erblindet.  Mahatma Gandhi Dieses Zitat habe ich am Sonntag Abend bei einer Zoom Veranstaltung des Buddha Hauses Berlin gehört. Neben Gandhi hat Dr. W. Reuther, der dieses Zentrum leitet, noch Zitate von Martin Luther King und dem Dalai Lama in seinen Vortrag über Gewaltlosigkeit eingewoben. Er hat mich unter anderen mit den Worten erreicht, das Gewaltlosigkeit immer bei uns selbst anfängt. Denn ich bin immer Teil des Problems, aber auch ein Teil der Lösung. Es braucht die Entscheidung und den Mut ein Teil der Lösung sein zu wollen. Wie gehe ich mit mir um, und wie mit Menschen in meiner Umgebung? Vermittle ich anderen ein Gefühl der Schuld oder Angst? Persönlichkeitsentwicklung hört nie auf. Es braucht eine innere Haltung von Mitgefühl. Mit mir und mit allen Menschen. Ich bin sehr betroffen. Ich habe Angst. Und ich bin wütend. Das ist alles o.k. Aber ich möchte mich nicht überwältigen lassen, von diesen Gefühlen. Ich kann in der großen Welt nichts ausrichten, nur in meiner nächsten Umgebung - da kommt es allerdings auf mich an. Und darauf, dass ich klar und da bin - mich auf meine Stärken besinne. M. hat gemeint, da hilft nur atmen und im Hier und Jetzt leben. Liebe einatmen und Mitgefühl ausatmen.   Ich wünsche Dir einen guten Start in die neue Woche!  Leider klappt es diesmal aus technischen Gründen nicht mit den Zeitschnipseln. Ich werde das lösen und sie dann beim nächsten early-bird dran hängen.    ...

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Hautsache

Puh, waren wir aktiv dieses Wochenende. Am Freitag hat Wolfgang für ein befreundetes Paar und mich gekocht. Am Samstag waren wir im Haus der Kunst in der Ausstellung von Heidi Bucher "Metamorphosen" und am Sonntag haben wir den Stand der "Umbaustelle" bei einem meiner beiden Neffen gecheckt. Wow, die sind so fleißig und haben schon so viel geschafft in diesen 6 Wochen. Bis Ende April bekommen die das mit der Unterstützung ihrer vielen Helfer sicherlich hin und können einziehen in ihr neues Nest. Die Ausstellung im Haus der Kunst war beeindruckend. Ich bin immer wieder begeistert, auf welche Ideen Menschen kommen. Heidi Bucher war eine 1926 in der Schweiz geborene Frau aus "gutbürgerlichem" Hause. Ihre Basis bildete eine Ausbildung (da hieß es noch Lehre - bei mir auch noch) zur Damenschneiderin. Es sind auch ein paar kleine Fundstücke zu diesem Thema in einem Schaukasten zu sehen. Das Werk, das hier fast 20 Jahre nach ihrem Tod ausgestellt wird ist wirklich bemerkenswert. Sie hat die Oberflächen von Räumen mit  flüssigem Kautschuk bestrichen und nach der Trocknung wieder abgezogen. Wie eine Haut. Eine Arbeit, die vollen körperlichen Einsatz erfordert hat, wie in verschiedenen Videos zu sehen ist. Anschließend hat sie sich eingehüllt in die Latexbahnen, wie in einez zweite Haut. Begonnen hat sie mit ihrem 4-stöckigem Elternhaus. Die Hintergrundbeschreibungen sind interessant und wir haben uns die Frage gestellt, ob sie zu der Zeit möglicherweise für ein bisschen verrückt...

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Menschen, die es können,

sollten ihrem Herzen folgen. Unter anderen mit diesem Satz, hat uns Sophie Passmann mit ihrer fast schon euphorischen Filmkritik ins Kino gelockt.  "Licorice Pizza". Also Lakrize auf der Pizza. Geht gar nicht! Und dieser Film erweist sich als ziemlich durchgeknallter, nie langweiliger und temporeicher MGM Streifen. Hin und wieder war ich etwas ratlos, wie die ein oder andere Szene nun in die Geschichte passte, aber die Musik aus den 70er Jahren in denen sie spielt, lässt einen einfach weiter springen in den nächsten Abschnitt. Tolles Kino! Allerdings, wie alles im Leben eine Frage des Geschmacks. Uns hat der Film "angezündet". Wir waren genau zu siebt im Filmsaal und ich hoffe für die Kinobetreiber, dass das ausschließlich der Uhrzeit (Start um 17 Uhr) geschuldet war. Der eingehende Satz hat mich durch die letzte Woche begleitet. Viele Fragen sind aufgetaucht. Tue ich es? Meinem Herzen folgen? Was soll das heißen: "...wer kann"? Nach dem Motto: "Rette sich wer kann"? Geht es darum etwas können zu müssen? Geht es um Geschicklichkeit, oder darum für sich zu erkennen, was es bedeutet dem eigenen Herzen zu folgen?  Und wenn man es dann weiß, was braucht es , um es auch zu tun? Geld? Mut? Talent? Glaube an sich selbt, Selbstverständnis, Geduld, ein bisschen Verrücktheit, oder am Ende Lebenserfahrung? Muß ich immer wieder nach Innen horchen, ob das was ich tue, nach wie vor mein Herz erfreut? Kann ich diese leise Stimme in mir hören, oder übertöne ich sie mit Aktionismus oder...

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Unverschämt gut

Mit den Worten "Es geht mir unverschämt gut" habe ich letzte Woche eine Nachricht an meine Heilpraktiker Freundin D. begonnen. Um dann im nächsten Satz zu hinterfragen, ob ich die Einnahmefrequenz des homöopathischen Mittels, das sie in detektivischer Detailarbeit für mich herausgefunden hatte, von täglich auf wöchentlich oder gar 14-tägig verändern solle? Die Antwort war : "Auf wöchentlich." Und nun werde ich beobachten, wie sich mein Seinszustand damit verhält. Was heißt unverschämt gut? Was bedeutet es genau und woher kommt das? Damit beschäftigte ich mich nun seit einigen Wochen, weil ich es zum einen nicht glauben kann, dass es schon so lange anhält und zum anderen doch alles berücksichtigen möchte, was darauf einzahlt. Beginnt vielleicht "einfach" die jahrelange Yoga- und Meditationspraxis und meine Art der Lebensführung, die sowohl ausreichend Schlaf, als auch einigermaßen vernünftige Ernährung berücksichtigt, Wirksamkeit zu zeigen? Ist es der Kurs bei Heike zum Thema Selbstmitgefühl und Selbstregulation bzw. die Therapie-Stunden im Kontext des IFS (Inner Family System)? Was hat das Bild mit dem "aufsteigenden Mittelfinger", dem Ausdruck der Wut, damit zu tun? Unvollendet wie es ist? Welchen Einfluß hat meine Partnerschaft (ich wähle dieses Wort ganz bewußt) mit Wolfgang? Und welche Rolle spielen diese vermaledeiten Wechseljahre in diesem Gefüge? Brauchte es all diese "Komponenten" im Verbund? Bedingen sie sich gegenseitig? Ich habe beschlossen, in Sherlock Holmes...

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Biografie und Einstellung

Der Start im Büro nach dem Urlaub am letzten Montag war "überwältigend". Tiefenentspannung trifft auf Meeting Marathon und ellenlange ToDo Liste. Zum Glück konnte ich mich dann am Dienstag wieder beruhigen und ab Mittwoch wieder in mein Tempo kommen. Das Jahresendgespräch mit meinem Chef hatte ich schon im Dezember, aber die Gespräche mit meinen beiden Team Mitgliedern waren zum Ende der Woche terminiert. Ich mag diesen Austausch, der ja nicht nur auf diese Termine reduziert stattfindet. Mit einem guten Gefühl war ich so ins Wochenende gestartet. Und es ist auch ein Haken auf der ToDo Liste, die natürlich sofort neue Inhalte bekommt. Es ist nie fertig - das habe ich inzwischen verinnerlicht. Das hat mir geholfen mein Tempo zu finden und ein gewisses Selbstverständnis dafür zu entwickeln. Am Freitag ein Treffen mit Frauen mit denen ich seit der Coachingausbildung freundschaftlich verbunden bin. Intensive Gespräche. Lebensrückblick aus der Sicht einer bald 69 Jährigen, der uns neue Einblicke gab. Sie schreibt im Rahmen einer Logo Therapieausbildung gerade ihre Biografie. Sehr spannend. Entwicklung einer jahrzehntelangen Ehe. Auf die Frage, wie es denn da jetzt so sei, meinte sie ziemlich trocken: "Man hört nicht mehr so gut. Und man hört sich nicht mehr zu." Ich bin froh, dass ich zum einen noch ein paar Jährchen jünger bin und zum anderen eine doch im Vergleich sehr frische Beziehung führe. Das mit dem Hören und Zuhören funktioniert noch ganz gut 😉 Am Samstag waren wir bei...

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Kurz vor dem Alltag

Ich habe den Eindruck länger als eine Woche Urlaub gehabt zu haben. Das fühlt sich gut an und schenkt mir für den Start im homeoffice Leichtigkeit und Neugierde. Von letztem Dienstag bis Samstag Abend waren wir im Allgäu. Winterurlaub. Ferienwohnung. Toll! 🙃 Mit Schneestapfen, Kaminofen einheizen und auf dem Sofa rum lümmeln, tanzen, kochen und genießen. Rauhnachtsausklang. Eine andere Welt. Ich bekomme vorgelesen. Aus dem Buch "Hast Du uns endlich gefunden" von Edgar Selge. Wolfgang ist schon fast in der Mitte angekommen und gibt mir zum Einstieg eine Zusammenfassung über die wesentlichen Gegebenheiten und die Protagonisten. Edgar Selge hat eine frische Art zu schreiben. Offen und ohne (falsche?) Scham erzählt er aus seiner Kindheit - gut bürgerlich. Dieses Wort habe ich von Wolfgang erklärt bekommen - ich bin ein Arbeiterkind. Nachkriegszeit. Selge ist 17 Jahre älter als ich. In diesem Fall bin ich vom Glück der "späten" Geburt "gesegnet". Kein Krieg, kein Hunger, keine Vertreibung, keine direkte Schuld. Dankbarkeit. Meine Eltern waren 13 und 15, als der Krieg 1945 zu Ende ging. Ich kann mich nicht erinnern, dass sie je davon erzählt hätten. Muss mal meine Geschwister fragen, ob die vielleicht noch Erzähl-Erinnerungen zum Auskramen haben. Den ganzen Sonntag Zeit um anzukommen in meinen vier Wänden. Das mag ich gern, wenn zwischen Urlaub und Arbeit noch ein bisschen Luft ist. Eine lange Yoga- und Meditationsstrecke vor dem Frühstück. Rumsanteln während die Waschmaschine...

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Wohnt dem Anfang noch ein Zauber inne?

Ein gutes, neues Jahr wünsche ich Dir an diesem 3. Januar 2022. Lauter runde Zahlen in diesem Jahr - nichts eckiges - schreibt sich sehr geschmeidig. Und trotzdem werde ich, wie immer, ein paar Tage brauchen bis die neue Jahreszahl flüssig aufs Papier kommt. Ich übe sie schon mal in meinem selbst gebundenem Rauhnachtsheft, in dem es mir besonders viel Freude macht hineinzuschreiben, zu kleben und zu gestalten. Gestern war das Thema: Reichtum und Fülle. Folgende Fragen haben zum reflektieren eingeladen: Wer oder was bereichert Dich? Was erfüllt Dich?  In der  Wochenzeitung "Zeit" gibt es auf einer Seite eine Spalte mit der Überschrift: "Was mein Leben reicher macht". Ein nicht endend wollender Strom vom Gedanken und Erlebnissen der Leser schafft es immer wieder mich zu berühren. Im Oktober 2020 bekam ich einen Ausschnitt davon, aufgeklebt auf einer Postkarte (mit minimaler Änderung), zugeschickt.  Den Text verrate ich nicht, nur dass der Absender Wolfgang war und ich mich seeeehr darüber gefreut habe. Und was macht nun mein Leben reicher? Vor allem dieser Mann - ich finde wir sind ein cooles Paar 😎. Und darüber hinaus meine Familie, meine Freund*Innen, Austausch, Natur, Freiraum, Qualitätszeit, Kultur, Yoga, Musik, magisches Miteinander, Lebenslust, Selbstverständnis, gemeinsam kochen, Reisen, Kunst, Kreativität und Zuversicht. Ich fühle mich überreich beschenkt mit diesen Quellen, dieser Vielfalt! Vertrauen gehört noch dazu. Vertrauen das Menschen in mich haben, aber auch...

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Zwischen den Jahren

Am Sonntag kam in den Nachrichten, dass Desmond Tutu im Alter von 90 Jahren gestorben ist. Dieser Mann hat mich berührt, weil er sich berühren ließ. Er konnte unglaublich wütend werden, wenn es um Ungerechtigkeit ging und davon gab es sehr viel in Südafrika. Und er war ein Entertainer, ein Versöhner und ein Freund des Dalai Lama. Allein die beiden zusammen zu sehen ist schon eine Freude - beiden sitzt der Schalk im Nacken. Deshalb habe ich ein kleines Video beigefügt. Hast Du die Feiertage gut verbracht? Mit Festmenue, geistigen Getränken, Plätzchen, Geschenken und etwas Ruhe nach dem Stress der letzten Wochen? Ich hatte es dieses Jahr wirklich besonders gut.  Ich habe 2 x Weihnachten gefeiert. Erst einmal vorgefeiert mit Wolfgang, "in Begleitung" einer Dorade aus dem Backrohr und leckerem Pfannengemüse.  Mit einer "schönen Bescherung", die eine Idee zu einer weiten Reise unter der Schleife hatte - wenn es denn dann wieder unkompliziert geht. Es eilt nicht - und es ist eine schöne Vision mit Vorfreude, die Recherchierlust lebendig werden lässt. Wie schön! Und dann nochmal mit meiner Familie. Es gab viel zu essen und viel zu  lachen. Wir haben im Garten vor einer Feuerschale gesungen und damit die Nachbarn erschreckt 😇. Ich habe wirklich besonderes Glück, dass wir Geschwister plus jeweiliger Anhang so gut miteinander können! Am ersten Weihnachtsfeiertag habe ich dann meine 13 Wünsche für das nächste Jahr als eines der  Rauhnachtsrituale zusammen geschrieben. Erst wusste ich...

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Ab morgen wird es wieder heller ☀️

Ich finde die Zeit von Oktober bis Weihnachten vergeht besonders schnell. Im Büro ist das die heiße Phase, weil viel Energie in die Zielerreichung fließt und gefühlt jeder dieser Tage sein eigenes, gesteigertes Tempo inne hat. Ich habe jetzt nur noch drei Tage zu arbeiten, weil wir alle für den 23. Dezember einen zusätzlichen Arbeitstag von der Firma geschenkt bekommen haben. Das ist WUNDERbar 🙃. Ich arbeite zwar "zwischen den Jahren", aber da geht es darum aufzuräumen, zu archivieren, eine neue Ordnerstruktur für das neue Jahr anzulegen und das ein oder andere noch abzuschließen für das bisher keine Zeit war. Die Idee wäre, diese Tage diesmal sehr ruhig anzugehen und früh Schluß zu machen. Damit ich Zeit habe für die wichtigen Dinge im Leben... Z.B. die Rauhnächte (es gibt natürlich noch andere Wichtigkeiten 😉). Wenn Du Lust hast diese besondere Zeit auf eine sehr entspannte Weise zu erleben, dann kann ich Dir den Tipp geben Dich von Jenny inspirieren zu lassen. Ich habe unten den Link zur Anmeldung angefügt. Ich freue mich schon darauf. Es ist eine Zeit, die bestens geeignet ist "runter" zu kommen, das alte Jahr zu reflektieren und sich auf das neue Jahr auszurichten. Morgen Abend können sich die Rauhnachtsteilnehmer ihr eigenes Begleitbüchlein binden. Ich war gestern Nachmittag noch auf 2 Stündchen im Atelier und habe Papiere geschnitten. Mit Papierschneidemaschinchen ein reines Vergnügen. Glupperl habe ich auch bekommen (ich habe tatsächlich keine) und Inspiration für...

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(Noch) kein Weihnachtslied

Jetzt brennen schon 3 Kerzen auf dem Adventskranz, aber erst seit Sonntag. Aber wollen hätt ich eigentlich schon am Samstag in der Früh beim Frühstück. Es war ziemlich bewölkt und deshalb wären drei Lichter heller gewesen als zwei. Ich höre ab und zu am Samstag zum Frühstück Radio (Bayern 1 - damit ist dieses Coming out auch schon durch 😉) und der Wettermann hatte die gleiche Intention wie ich. Die wurde aber sofort von der Moderatorin abgewürgt, weil die nächste Kerze erst am Sonntag angezündigt werden dürfe. Kam mir sofort ertappt vor - obwohl ich noch gar nichts gemacht hatte. Am ersten Dezember Wochenende habe ich an einem Online Workshop zum Thema IFS (Inner Family System) teilgenommen. Es war super interessant und ich hab das ein oder andere für mich mitgenommen. Neben den Aspekten der Teilearbeit auch, dass ich solange ich hauptsächlich im Homeoffice bin keinen online Workshop mehr am Wochenende buchen werde. Ich bekomme eine regelrechte Bildschirmaversion und hatte letzten Sonntag keinen Nerv den early-bird vorzubereiten. Ich bin wirklich sehr gern analog unterwegs und genieße es in meiner Freizeit Zeitung (Papier) zu lesen. Dieses unhandliche Format unter Rascheln so zu formen, dass es gut in der Hand liegt. Aber auch andere gedruckte Seiten, die z.B. zu einem Buch gebunden wurden, zähle ich zu meinen analogen Freuden. Man könnte auch sagen, daß ich altmodisch bin und mich der Digitalisierung verschließe. Mag sein. Ich nenne es eher gesunde Abstinenz, weil im...

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Musik, die Gänsehaut hervorruft

Der erste Advent - auch schon wieder vorbei. Ich habe gestern zum Frühstück die erste der vier orangenen Kerzen angezündet - sie leuchtet ganz wunderschön zwischen den getrockneten, lila Hortensien. Ich hab mir wieder nur Kerzen auf meinen weiß gestrichenem, aus Weiden gebundenen Kranz stecken lassen und den Rest selbst geschmückt. Advent braucht Adventskranz - ohne geht nicht. Und es geht auch nicht ohne Musik. Ich kann mich erinnern, dass ich Lieder, die mir gut gefallen haben in Dauerschleife so lange gehört habe, bis ich völlig durchtränkt war von der Melodie und dem Text. Ich habe in meinem Wohnzimmer schon viel getanzt, weil es Lieder gibt die mich nicht still sitzen lassen, sondern einen Ausdruck brauchen. Ausdruck der Freude, der Wut, der Hilflosikeit oder anderer Emotionen. Es gibt Lieder, bei denen ich bei den ersten Takten schon eine Gänsehaut bekomme. Weil Erlebnisse damit verbunden sind. Dazu gehört sicherlich "Rolling in the deep" von Adele. Mit diesem Lied haben wir 2012 beim Abschluß der Coaching Ausbildung die ca. 100 Gästen vom ofiziellen Teil verabschiedet. Und wir haben sie mit diesen Takten wenige Stunden später zur Party auf einem Schiff am Starnberger See wieder begrüßt. Die 5 Jahre der Ausbildung war eine sehr intensive Zeit in meinem Leben. Ich habe alle Gefühle rauf und runter mehrfach bei jedem Modul "durchgemacht". War, wie die anderen auch "durchgewalkt". Auf die Frage,  wie es einem denn so geht, haben wir geantwortet: "Man heult sich so...

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“Das Schicksal

mag unseren Weg bestimmen. Aber wir entscheiden selber, ob wir kriechen oder aufrecht gehen." Dieses Zitat von Girls Heart las uns G. zum Abschluß der Yogastunde letzten Mittwoch vor. Auf dem Tablett mit einer Tasse Tee lag der Spruch in ausgedruckter Form zum mitnehmen bereit. To go. Nach mehr oder minder einheitlichem Stöhnen während des Übens über all die Körperteile, die sich bei der ein oder anderen Übung schmerzlich bemerkbar machten, traf uns dieses Zitat mitten in unserem "Jammergeist". Wir haben alle den Spruch mitgenommen. Zum nachwirken. Es ist gut, immer mal wieder einen Spiegel vorgehalten zu bekommen - auch in dieser Form 😉. In einem Interview mit der 94-jährigen Sybil Gräfin Schönfeld (eine Germanistin, die ihr Leben lang Kochbücher, Kochkolumnen und Kalender geschrieben hat) wird gegen Ende das Alter der Protagonistin thematisiert. Ein Bekannter hätte ihr neulich gesagt, dass sie die einzige "Alte" sei, die nicht jammert. Sie hat darauf geantwortet, dass sie damit nur ihre Zeit verschwenden würde. Warum sollte sie jammern? Sie wüßte wer sie sei und was ihr geschenkt wird; jeden Tag wieder. Sie müsse nicht überrascht sein, dass die Finger nicht mehr so funktionieren, sie müsse nicht überrascht sein, dass sie nicht mehr ordentlich laufen könne und auch nicht, dass dies oder jenes nicht mehr ginge. Sie hätte zum Glück freundliche Ärzte, die ihr helfen und es ihr erleichtern. Also warum sollte sie sich beklagen? Im Gegenteil: Sie müsse froh sein und danken, dass...

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Offline ist auch keine Lösung

Lansam verwandle ich mich immer mehr zu einem "Morgenmuffel". Ich dachte die Umstellung auf die Winter (Normal-) Zeit hilft mir dabei wieder mit dem bekannten Elan um 5 Uhr aus dem Bett zu springen. Hat nicht wirklich geklappt. Ich brauche mindestens eine halbe Stunde bis ich mich dann zum Aufstehen überredet habe. Ab morgen stelle ich den Wecker gleich auf 5:30 Uhr. Vielleicht ist das die Lösung. Offline gehen ist z.B. keine Lösung und trotzdem geht mein Drucker einfach "offline" und drucken vom Handy funktioniert  nicht mehr. Einfach so. Ich hätte gestern noch einen Ausdruck fürs Atelier gebraucht. Hab fast 20 Minuten rumgedrückt an dem Ding. Wollte einach nicht. Na dann halt nicht. Zum Start erst mal ein paar Worte zu Heike's Kurs zum Thema "In mir sicher und zu Hause - Selbstregulation und Selbstmitgefühl". Es ist ja ein Onlinekurs, was für alle "Nicht-Münchner" ,und aufgrund der aktuellen Coronaentwicklung sowieso, ein Glück ist.  Mit Zoom bin ich einigermaßen vertraut, wobei mir mein Mikro immer wieder einen Streich spielt. Aber inzwischen habe ich gelernt auch damit besser umgehen. Und trotzdem wird das Thema Technik und ich nie ein Dream Team werden 😉. Wir haben erst mal ein paar Infos zur Entwicklung des Gehirns bekommen. Es war zwar jetzt nichts neues, dass das Ganze mit dem Rückenmark anfing. Die Infos zur Weiterentwicklung über das Reptiliengehirn zum Limbischen System (Amygdala/Hippocampus) bis hin zum Präfrontalen Cortex hatte ich auch schon gehört. Allerdings...

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Mit Erkundung den Horizont erweitern

Wir haben am Sonntag unseren Atelierplatz eingerichtet. Alles in das Regal geräumt, das Wolfgang schon aufgebaut hatte. Farben, Pinsel, Utensilien. Sehr ordentlich sieht das aus. Ich muss unbedingt noch ein Foto machen. Damit sich der Teil in mir, der nicht so ordentlich ist daran ein Beispiel nehmen kann😉 Am Montag war ich dann zum ersten Mal im Atelier - auf meinem Atelierplatz und habe zwei Mal Zeit "geschnipselt". Die letzen beiden Wochen bin ich nicht so intensiv zum lesen gekommen und so habe ich das beim Reißen und Schneiden ein wenig nachgeholt. Unter anderem die Kolumne von Peter Dausend. Mit zwei Zitaten daraus möchte ich diesmal starten. Zum einen von dem Lyriker Stanislaw Jerzy Lec: "Wer den Himmel auf Erden erwartet, hat im Erdkundeunterricht nicht richtig aufgepasst". Als ich das gelesen habe, musste ich schmunzeln. Ich hatte es grade die Tage über Geographie - das hat mich in der Schule nicht die Bohne interessiert. Dementsprechend fällt es mir auch schwer mich auf der Weltkarte zu orientieren. Orientierung - ein Kapitel für sich. In der gleichen Kolumne wird auch noch Konrad Adenauer zitiert: "Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont." Da war mir nicht mehr zum Lachen zumute, weil sich mein Horizont die letzte Zeit immer wieder stark verengt. Es gibt Momente in denen ich, durch einen mir nicht unbedingt nachvollziebaren Auslöser, von einem auf den anderen Moment völlig in mir eingesperrt bin. Das Hirn ist in...

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Freunde

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub! Eine kleine Abwandlung eines Fußballspruchs von Sepp Herberger, der sogar bei mir (Fußball interessiert mich jetzt nicht wirklich) hängen geblieben ist. Ich fahre am Mittwoch Richtung Bozen um dort zusammen mit meiner besten Lieblingsfreundin an einem Yoga / ChiGong / Meditationsretreat teilzunehmen. Hintergrund sind zwei Geburtstage: Der von M. und der unserer Freundschaft. Wir kennen uns jetzt 20 Jahre - wenn das kein Grund ist zu feiern! Wir haben doch schon einiges zusammen erlebt und "durchgestanden". Ich hab ihr Jahre lang zu einem Thema das Ohr abgekaut - aber als Kinder- und Jungendpsychologin ist sie einiges gewohnt 😘 Ich habe nur noch zwei Freunde die ich länger kenne. Einen aus der Berufsschule zum Groß- und Außenhandelskfm. und den anderen hab ich während der dazugehörigen Ausbildung bei Etienne Aigner in der Abteilung ZTV (Zoll/Transport/Versand) - wir haben manchmal im Spaß ZentralerTrottelVerein daraus gemacht. Die beiden kenne ich bald doppelt so lang - 40 Jahre. O.k. das muss ich mir notieren. Darauf müssen wir auf alle Fälle anstoßen 😉 Ich habs mal wieder eilig - irgendwie ist momentan alles immer wichtig und zeitkritisch zugleich. Vor dem Urlaub heißt auch immer im Büro möglichst viel "fertig" zu bekommen, bzw. zu übergeben. Wobei ich diesmal eigentlich niemanden habe, dem ich viel "aufs Auge drücken" kann. Na, ja dann wird der Rest eben auf die Woche drauf verschoben - richtig wichtig sind eh andere Dinge. Das hört...

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The Sound of Silence

Das Wochenende war irgendwie zu kurz - gefühlt nur ein paar Stunden. Trotzdem mit einem "Tschakka" aufgestanden, weil es ja eh nix hilft  😉 Das wird jetzt ein kurzer early-bird. Sogar sehr kurz. Macht aber nix, weil es so viel zu lesen und zu hören gibt, dass ein bisschen Stille am Montag Morgen auch ganz erfrischend sein kann. Ich wünsch Dir einen guten Start in diese Woche 🤗   Die Collage zeigt spontan ausgewählte Wörter und Bilder aus der Wochenzeitung "Zeit" vom 30.09. bis zum 06.10.2021 Meditation: Einfach da sein - 5 Minuten Emma Louise & Husky: The Sounds of Silence (mal anders)  

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Herbstgedöns

Ich hab von der Family Fotos bekommen von der Amalfiküste und von Sardinien: Traumwetter, Traumstrände, Spätsommer. Hier in München ist der Herbst angekommen. Sowas von. Wie Lava fließt ein roter Strom durch die Blätter an Bäumen und schlängelt sich durch Sträucher - die Farben der Natur sind unerreichbar an einem sonnig/warmen Herbsttag. So geht Herbst! 😎 In meinem Bad hängen rechts neben dem Spiegel vier Post-It's - die Grundlagen der Achtsamkeit: "Achtsamkeit auf den Körper", "Achtsamkeit auf die Emotionen", "Achtsamkeit auf die Stimmung", "Achtsamkeit auf die Gedanken". Wolfgang hat mich am Wochenende gefragt, ob ich die eigentlich noch wahrnehme. "Ja", hab ich geantwortet, weil ich tatsächlich die Tage genau drauf geschaut und dabei festgestellt habe, dass meine Achtsamkeit ein bisschen nach hinten gerutscht ist in der Priorität. Seit geraumer Zeit war ich nicht mehr online bei der "fortgeschrittenen" Meditationsgruppe. Mir ging die Arbeit mit den Lehrreden ein bisschen "auf den Senkel". Ich fand keine Brücke über die ich gehen konnte um diese mit dem heutigen Leben, mit der Realität in Verbindung zu bringen. Ich wurde so müde dabei, dass ich kaum die Augen offen halten konnte und mich mittendrin aus dem Zoommeeting abgemeldet habe um auf direktem Weg ins Bett zu gehen. Teilweise um 20 Uhr! Das ist selbst für mich verdammt früh 😉. Müdigkeit ist ein sehr deutliches Zeichen von Widerstand und unterdrückter Wut. Ich habe einige Zeit tapfer die Stunden weiter online...

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Auch ein später Vogel kann einen Wurm “reinbringen”

Es sieht so aus, als ob ich mich ans spätere Aufstehen gewöhnen könnte 😉 Und - ich habe heute noch Urlaub. Großartig! Ich kann mir vorstellen, dass heute sowieso ein Thema vorherrschen wird: Die Bundestagswahl und deshalb ist ein später early-bird sicherlich zu verkraften. Es fühlt sich so an, als ob ich schon ewig Urlaub hätte - das liegt sicher an der Vielfalt die wir genossen haben. Venedig ist immer wieder bezaubernd und bietet allen Sinnen die Möglichkeit aufzugehen in einem Potpourri von Farben und Formen. Die Architektur Biennale hat bei mir eher Fragen aufgeworfen, als inspiriert. Und mir mal wieder gezeigt, dass mein Englisch ganz viel Luft nach oben hat. Trotzdem war der Besuch der Giardini, aber vor allem des Arsenale ein Highlight. Wir haben "die Hände" von Lorenzo Quinn bestaunt und waren überrascht herauszufinden, dass er der Sohn des Schauspielers Anthony Quinn ist.  Damit die Kunst nicht zu kurz kommt haben wir dieses Bedürfnis zusätzlich noch im Peggy Guggenheim Museum "gestillt". Ein Abstecher nach Murano und ein Strandspaziergang am Lido waren für mich weitere neue Erlebnisse, die ich nicht missen möchte. Es gibt noch vieles zu erkunden und so werden wir sicherlich wieder kommen. Was die Touristenmassen angeht würde sagen, dass sie noch nicht wieder zurück sind, aber es war doch einiges los. Der zweite Urlaubsstopp am Gardasee in einem Ferienhaus 😘 war beschaulich. Einkaufen, kochen, durch die Städtchen Desenzano und Riva flanieren und den neuen Weg von...

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early-bird pur

Heute muss es tatsächlich schnell gehen - schneller als sonst 😉 Gestern war volles Programm und so war nicht die Zeit den early-bird in Ruhe vorzubereiten, bevor ich heute in der Früh nur nochmal drüber gehe um das was sich über Nacht gewandelt hat noch anzupassen, zu korrigieren oder zu ergänzen. Heute kommt das, was jetzt zwischen 5 und 6 Uhr da ist. early-bird pur. Gestern waren wir mit meiner family beim Bluesfrühshoppen im niederbayrischen Eberstall. Wie sich der in diese Region verirrt hat? Da hat mein Schwager mitgeholfen. Inzwischen gibt es eine kleine "Fangemeinde", die einmal im Jahr den Klängen von Gitarre, Mundharmonika und Banjo lauscht und auch mal ganz spontan ein Tänzchen wagt. Black Patti - gute Laune inbegriffen. Kaffee und Kuchen im Garten meiner Schwester. Familie, vertraut und doch im neuen Kontext - gestern habe ich es besonders genossen. Aktuelle Themen. Zuhören. Verschiedene Sichten. Scherzen. Ich habe wirklich Glück, weil wir keine "Grabenkämpfe" haben, sondern uns über die Jahrzehnte immer mehr so sein lassen können, wie wir sind. Und abends dann das TRIELL. Auch wenn die CDU jetzt kämpfersicher auftritt, kann ich einfach mit dem Typen nichts, aber schon gleich gar nichts anfangen. Diese "persönliche" Animosität muss ich mir bei Gelegenheit mal genauer anschauen. Denn, dass was uns an anderen stört hat ja immer was mit einem selbt zu tun und sagt in dem Fall sehr viel mehr über mich aus, als mir lieb sein kann. Punkte konnte bei mir neben der...

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Alles Gute passiert immer langsam

Schwupps und schon ist September. Dieses Wochenende mit wunderbarem Sonnenschein. Wie toll ist das denn! Nach der langen Regenstrecke eine wahre Wohltat. Motorrad fahren, Spazieren gehen, Biergarten und Balkon - die vier Optionen, die wir aus dem Spätsommer Potpourrie gewählt haben. Was für ein Luxus - das wird mir gerade bewußt. Ich habe erst gestern meinen Kalender 😘 auf September umgestellt und folgenden Text von der jungen Schauspielerin, Poetry Slammerin und Sängerin Julia Engelmann gefunden: "Alles Gute passiert immer langsam. Also warum hab ich nie Geduld? Ich denke viel zu viel an alle anderen. Und ich gebe mir zu oft die Schuld." Poetry Slam habe ich noch nicht live gesehen, nur mal kurz einen Ausschnitt in einer Aufzeichnung. Und so habe ich auf einer Plattform nach Julia Engelmann gesucht und zwei kurze Ausschnitte angeklickt. Ich finde es ganz unglaublich, wie sie mit Worten jongliert und dabei ihre Welt hinterfragt. Die einen malen, die anderen machen Musik, andere wählen Schreiben als Ausdruck für ihr innerstes Sein. Jede Form ist willkommen und Poetry Slam möchte ich unbedingt demnächst mal live sehen, wenn das möglich ist. Also die Geduld. Ein Dauerbrenner. Wenn wir in Bewerbungsgesprächen junge Leute nach ihren Stärken und Schwächen befragen, dann ist auch immer die Ungeduld ein Thema. Es ist wohl ein Privileg der Jugend ungeduldig sein zu dürfen. Ist es umgekehrt auch ein Vorzug des Reifens geduldiger zu werden? Ich glaube schon. Manchmal führt aber auch...

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Die zwei Seiten der Medaille

Wenn ich gut drauf bin, dann kann ich sie sehen - beide Seiten der Medaille. Wenn ich schlecht drauf bin sehe ich nur die eine - die "negative" Seite der Vergänglichkeit. Zum Glück passt das grade mit der Stimmung und mein Blick ist offen für das "sowohl als auch". Am Samstag war das Malatelier "himmelsgrün" zum letzten Mal für eine Atelierzeit geöffnet. Es war "full house" - dem Anlass angemessen. Ein letztes Mal mit anderen zusammen - natürlich unter Corona-Auflagen - Kreativität, Inspiration und Austausch. Neuneinhalb Jahre, mit Lockdown - Unterbrechung, so schnell vergangen und doch schon so lange her. Ich kann mich noch gut erinnern, an mein erstes Nachtmalen mit Nachtmahl am Karfreitag kurz nach der Eröffnung. Ich saß in der Nische und wollte unbedingt was österliches auf die Leinwand bringen - hat sowas von nicht funktioniert 😉. Viele Kurse später, vor allem durch die "machART" (ein sehr schönes Format über einen längeren Zeitraum mit den gleichen Teilnehmer*Innen) habe ich begriffen, worum es eigentlich geht. Darum sich einzulassen, loszulassen von Vorstellungen, auszuprobieren, zu spielen und genau das zu machen, was grade dran ist ohne ein Ergebnis erzielen zu müssen. Und hinzuspüren, was dabei passiert. Daraus zu lernen, aber nicht schulisch sondern seelisch. Eine Möglichkeit zu wachsen und Flügel zu bekommen um abzuheben vom Alltag und den dazugehörigen Sorgen und Ängsten. Es geht ums Tun. Etwas das erfüllt und einem die Seele weitet. Ansonsten wird das Leben...

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Ich war noch nie eine Nachteule

Ich war am Sonntag im Stadtmuseum. Hab mir zum einen den Teil "Typisch München" angeschaut. Es war interessant zu erfahren, dass 1966, als klar war, dass die Olympiade in München stattfinden würde ein ganzer Schwung Hilfskräfte aus dem damaligen Jugoslawien nach München kam. Einem Filmausschnitt kann man entnehmen, wie Menschenmassen am Münchner Hauptbahnhof ankommen. Ansonsten wäre es wohl nichts geworden mit der erforderlichen Infrastruktur und den benötigten Stadien. Bei den Spielen war ich 7 Jahre alt und kann mich nicht erinnern irgend etwas davon mitbekommen zu haben. Tja, da war ich einfach zu jung und meine Eltern hatten für Sport nicht viel übrig. Außer Fußball. Natürlich. Mein Vater war  - ein 60er Fan. Der Hauptgrund, warum ich zum St.-Jakobs-Platz geradelt bin, war die Ausstellung: "Nachts. Clubkultur in München". Ich war wirklich bass erstaunt, was ich alles verpasst habe!  Vorne weg das "Atomic Cafe". Muß wohl eine Institution gewesen sein, die 2015 schließen musste, weil die Miete nicht mehr bezahlbar war. Von den vorgestellten Clubs kenne ich noch das "Feierwerk" - das ist direkt bei mir ums Eck. Zu einem Konzert habe ich es trotz der Nähe bisher nicht geschaftt, vielleicht klappt das ja nochmal. Im "Cord" war ich mal mit A. einer zu der Zeit sehr guten Freundin. Das muss mindestens 10 Jahre her sein. An dem Abend spielten "Ginger Redcliff", Keyboard und Bass. Die gefielen mir und so hab ich direkt die CD gekauft. Ansonsten habe ich leider nie wieder was von...

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Sommerloch

Fast könnte man meinen, dass die Münchner in einem Sommerloch verschwunden sind. Aber den Staumeldungen vom Samstag nach, haben sich nun wohl vor allem Familien in den wohlverdienten Urlaub Richtung Süden aufgemacht. Ein Grund warum ich den August in München so gern mag. Weil so viele weg sind 😉 Man bekommt in (fast) allen Restaurants ohne Reservierung einen Platz. Und so haben wir am Freitag spontan Italien-Flair bei "Da Bruno" im Mühlenviertel genossen. Ein super schöner, lauer Abend mit leckerer Pasta und angeregtem Gespräch. Auch der Samstag war entspannt bei einem Konzert von "Trio Lias" in der ersten Reihe auf dem S-Beach vom Tollwood. Zwei Gitarren, eine Trompete und Gesang. In solchen Momenten tut es mir immer leid, dass ich nie ein Instrument gelernt habe. Musik ist was ganz wunderbares und berührt auf einzigartige Weise. Und jetzt spring ich mal (thematisch). Ich bin sehr betroffen von der Gesamtaussage des neuen Weltklimaberichtes. Ich glaube, dass sehr viel getan und noch mehr gelassen werden muss, um zukünftigen Generationen ein Leben auf diesem Planeten zu ermöglichen. Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten und mich nicht hinter der Aussage verstecken, dass ich als Einzelne eh nichts bewirken kann. Das glaube ich nicht. Ich fahre kaum mehr mit dem Auto, sondern fast alles mit dem Fahrrad. O.k. jetzt ist Sommer. Es wird sich zeigen, wie ich im Herbst und Winter mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln klar komme. Ich bin auf "grünen" Strom umgestiegen und versuche...

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Widersprüchlich

Der Mensch ist ein einziger Widerspruch - vor allem,  wenn er den Mund aufmacht. Ich weiß nicht mehr von wem dieser Ausspruch stammt - auch googlen war nicht erfolgreich. Na, ich will sagen, dass er nicht von mir ist. Aber ich möchte ihn bestätigen. Aus eigenem Erleben und Reflektieren. Ich bin damit nicht allein, was mich einerseits entspannt und andererseits sehr beunruhigt. Denn, wenn ich mir vorstelle, dass sehr viele, oder vielleicht alle Menschen von Widersprüchen gebeutelt oder sogar zerissen werden, dann wird das nicht ganz so easy mit einer friedvollen und nachhaltigen Welt. Wir waren von Mittwoch bis Samstag in Salzburg - mit dem Zug. Das war sehr bequem und völlig entspannt. Der Ort war nicht aufgrund der gerade laufenden Festspiele gewählt. Aber weil diese aktuell stattfinden , hat Wolfgang Karten für "Richard den Dritten" erstanden um dann auch ein bisschen Kultur "mitzunehmen". Es war eine sehr relaxte Städtereise. Nicht nur aufgrund der für uns zu Beginn irritierenden Corona Lockerungen in Österreich. Masken nur noch in den Öffentlichen Verkehrsmitteln.  Ah ja, und bei den Festspielen. Sondern vor allem, weil wir ein ähnliches Tempo haben, uns gerne treiben lassen um Ideen aufzunehmen um dann den ein oder anderen Anker auszuwerfen. Es waren viele Galerien geöffnet, teilweise auch in PopUP Manier - nur für den Zeitraum der Festspiele. Klar, da tummelt sich auch entsprechendes Klientel, das vielleicht noch das ein oder andere Bild für den Zweitwohnsitz erstehen...

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Vom Konsumieren zum Produzieren

Wir haben uns am Sonntag zum ersten Kaffee mal wieder einen Podcast von der "Zeit" angehört. Das Thema: "Die Schreibwerkstatt" mit Doris Dörrie. In diesem Podcast, in dem sich zwei Journalisten über ein Interview mit ihr unterhielten, bekam sie in Einblendungen auch immer wieder Raum. Sie berichtete darüber, wie sie als Vielreisende und permanent "Machende" mit dem Lockdown zurecht gekommen war und welche Gefahr sie in der, durch die Pandemie rasant in Fahrt gekommene, Digitale Welt sieht. Die Gesellschaft könnte zu  Konsumenten "verkümmern". Es geht darum vom reinen Konsumieren hin zum Produzieren zu kommen. Zum Erleben, Erfahren und eigenen Tun, anstatt anderen dabei zuzusehen was sie tun. Diese Frau verehre ich ja tatsächlich sehr. Sie wirkt auf mich sehr aktiv, neugierig, "weltmännisch" (was ist den hier bitteschön die korrekte Genderform 🤔?) und lebenslustig, und dabei völlig unprätentiös. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele verschiedene Projekte man gleichzeitig bearbeiten, und Bälle in der Luft halten kann. Meine beste Freundin M. kann das auch - unglaublich. Mir wird schon beim zuhören schwindlig und nur bei der Hälfte hätte ich schon Bedenken aus der Kurve zu fliegen. Ich brauche zwischendrin immer wieder Erholungsinseln und versuche eins nach dem anderen zu machen in einem eher moderatenTempo. Ich finde die Filme, aber auch die Bücher von Doris Dörrie große Klasse und so habe ich auch "LEBEN SCHREIBEN ATMEN" in meinem Bücherregal. Untertitel: "Eine Einladung...

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