elisabeth hauner

kunst

Watermelone sugar high

Vielleicht lerne ich es doch noch - Momente intensiv zu genießen, wenn sie da sind. Bis zum Schluß. Ohne auf die Uhr zu sehen und daran zu denken, dass ich ja am nächsten Tag wieder arbeiten muß. Vielleicht gelingt es mir irgendwann doch in den Flow des Lebens zu gleiten. Wenn dann gelingt es mir im Sommer 😎 Ich hatte am Samstag schlechte Laune. Warum? Weil ich den Eindruck habe, dass es der Menschheit völlig egal ist, dass wir in einer nicht mehr zu übersehenden Klimakrise gelandet sind. Nicht unverschuldet, sondern unbewußt. Und ich bin natürlich ein Teil der Menschheit. Es wird auch davon gesprochen, dass es eine Menschheitskrise ist. Das hört sich für mich stimmiger an. Dem Klima ist es egal, wie es sich entwickelt. Aber für die Menschen ist das Klima ganz und gar nicht wurscht. Ausgelöst wurde der Miesepeter von einem Buch, das ich angefangen habe. Ein Sachbuch. Von Frank Schätzing. Ja genau der Schätzing der z.B. "Der Schwarm" geschrieben hat. Ich habe bisher kein einziges Buch von ihm gelesen. Im Gegensatz zum Durchschnittsdeutschen gucke ich auch keine Krimis (ich glaube den letzen Tatort habe ich vor ca 10 Jahren gesehen - den aus Münster). Schätzing skizziert im Einstieg des Buches, dass wir Deutschen gern Krimis gucken, weil da am Anfang ein Unrecht geschieht, dass im Laufe von 90 Minuten aufgeklärt und bestraft wird. Der Täter wird überführt und zur Rechenschaft gezogen. Damit wird die Illusion unterstützt, dass die Welt wieder in Ordnung ist. Man legt sich sich...

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Entschleunigung im Allgäu

Zu allererst eine Korrektur - eine Richtigstellung. Der Künstler, der gerade in der der Hypo Kunsthalle ausstellt heißt nicht Erich Oskar, sondern ERWIN OLAF. Die Anfangsbuchstaben des Vor- und Nachnamen stimmen. Ich finde es spannend, was sich mein Hirnkastel so zusammenspinnt. Der Oskar wurde schon einem heimlichen Verehrer zugedichtet, der sich seinen Freudschen Weg aus dem Unterbewusstsein in den early-Bird gebahnt hatte 😉 Die Pfingstferien und das lange Wochenende sind vorbei - ACHTUNG MONTAG! Der Mai hat sich sehr angestrengt seinem Beinamen Wonnemonat keine Beachtung zu schenken und dem Regen den Vorzug zu geben. Und so zeigt sich die Natur in ihrer vollen Pracht. In sattem Grün. Die Kerzen der Kastanien habe ich selten so prominent wahrgenommen wie in diesen Frühling. Wir hatten sehr entspannte 4 Tage im Allgäu. Ankommen in einer wunderschön gelegenen, neuen Ferienwohnung in Sulzschneid. Ein komfortables Zeitfenster ohne Regen,  mit Sonne und Ausblick auf einer mehr als großzügigen Terasse. Neue Normalität in der Außengastronomie. Eine Fahrradtour von Marktoberdorf  an den Elbsee hatte Sonnenbrandpotential ohne es dann auszuschöpfen. Am Freitag sind wir ins nahe gelegene Füssen gefahren um nach einer kleinen Wanderung über die Pöllatschlucht auf die Marienbrücke den gigantischen Blick auf das Schloß Neuschwanstein zu genießen. Leider war sowohl die Schlucht, als auch die Brücke gesperrt und so hat sich uns das Schloß auf eine andere Art gezeigt und die Wanderung...

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Mit 50 an 70 denken?

Das Wochenende war toll - endlich mal kein Regen und die Temperaturen gehen auch langsam nach oben. Zusätzlich sinken die Inzidenzwerte - wenn das, bei aller Vorsicht, kein Grund ist sich ein Lächeln ins Gesicht zu setzen! Gehandwerkert (also ich hab eher den Handlanger gegeben, aber das kann ich gut 😇), die Außengastronomie frequentiert, Kunst geguckt (Erich Oskar in der Kunsthalle - sehr empfehlenswert), geradelt  und Kaffee und Kuchen bzw. Tee mit Sonnenschein genossen 🙂 Zusätzlich hatte ich noch das Vergnügen ein Interview mit Wolfgang Schmidbauer (Psychotherapeut) vorgelesen zu bekommen. Ich liebe es vorgelesen zu bekommen - ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich als Kind viel vorgelesen bekommen hätte -  und genieße es um so mehr. Vor allem, wenn sich daraus zwischendrin immer wieder ein Faden der Diskussion und des Austauschs spinnt.  In dem Interview ging es darum wie Altern ohne Angst gelingen kann. Nachdem er gerade 80 Jahre alt geworden ist, kann W. Schmidbauer aus der eigenen Erfahrung und mit viel Humor auf dieses Thema blicken. Es ginge darum das Alter sowohl zu akzeptieren, als auch es zu vergessen. Also es solange zu vergessen wie möglich und wenn es dann unvermeidbar ist, es zu akzeptieren. Anzunehmen, dass Dinge nicht mehr so schnell oder vielleicht gar nicht mehr gehen. Sich vorwiegend mit Aktivitäten zu beschäftigen die Freude machen. Und wenn man sich dann doch mit Pflichtübungen der Art Steuererklärung auseinandersetzen muss, sich darauf zu...

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Wie findet man seinen Weg? 🌸

Um ehrlich zu sein bin ich keine Meisterin der Orientierung. Ein Freund hat einmal zu mir gesagt: "Ich kenne sonst niemanden, der so zielstrebig in die falsche Richtung läuft wie Du." Das ist jetzt mindestens 25 Jahre her. Das Navi war für mich dann tatsächlich eine Offenbarung. Ich nutze es auch heute regelmäßig um auf dem direkten Weg ans Ziel zu kommen - sei es mit dem Auto oder mit dem Fahrrad. Für den eigenen Weg gibt es auch eine Art Navi - die Intuition. Eine, zugegeben manchmal sehr leise Stimme, die leicht zu überhören ist. Die ich auch hin und wieder nicht ganz ernst nehme. Interessanterweise fühle ich mich dann nicht so gut und es geht auch mal schief. Ich habe also kein Patentrezept wie man SEINEN Weg findet. Nur die Idee regelmäßig nach Innen zu lauschen und sich damit ernst zu nehmen. Ich glaube, dass der Weg mit dem gehen entsteht. Sicherlich kann man ein Ziel anvisieren und sich damit motivieren. Und dabei kann es auch eine gute Strategie sein, immer wieder abzuweichen und Neues auszuprobieren mit der "Gefahr" dann irgendwann im Norden "anzukommen" anstatt im angepeilten Süden. Ist es nicht völlig "normal" sich im Leben umzuorientieren, oder zu justieren? Sich die Frage zu stellen: "Bin ich noch auf MEINEM Weg?" Ich glaube, dass es darum geht "einfach zu machen". Es geht darum Erfahrungen zu sammeln und zwischendrin immer wieder inne zu halten und zu überprüfen, wie es einem gerade geht - so beim gehen. Hin zu spüren. Passt es so? Für die/den, die/der ich...

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EINFACH sein

Die Bedeutung von "EINFACH sein" konnte ich letzte Woche im Gegenteil entdecken. Es geht wieder was - wir dürfen wieder mehr. So ein bisschen fast der Drang, das auch AUS ZU NUTZEN. Ich "musste" am Freitag in die Stadt um das Display meines Smartphones austauschen zu lassen. Voll geschreddert. Während dessen habe ich ein paar WIRKLICH wichtige Dinge besorgt. Seidenstrupfhosen, damit ich demnächst auch wieder mal einen Rock oder ein Kleid anziehen kann. Ohne geht bei mir erst ab 25 Grad - sonst gibts Gänsehaut. Brrr. Und dann noch schnell geguckt, ob es irgend ein nettes Teil gibt. Zwei Teile haben mich angesprungen. Schnell. Schnell. War zu schnell. Eins der Teile bringe ich wieder zurück. Schneller Fehlkauf. (Um ehrlich zu sein zwei schnelle Fehlkäufe, aber vom anderen Teil hab ich schon den Zettel abgeschnitten). Dann war die Idee mich spontan mit Wolfgang ganz gemütlich auf einen Kafffee zu treffen und ein bisschen zu gucken - irgendwo in der Stadt. Entweder es war kein Platz mehr, weil organisierte Menschen sofort nach Verklingen der Botschaft eine Platzreservierung vorgenommen hatten. Oder weil der genaue Wortlaut, oder die Bedeutung nicht bei allen richtig angekommen ist (Menschen eines Hausstandes dürfen auch ohne negativen Test an einem Tisch - im Freien - sitzen). Es wurde sofort kompliziert. Ich war innerlich "aufgewühlt" und fast ein bisschen gestresst. Von GEMÜTLICH keine Spur. Soviel zum Gegenteil von EINFACH 😉 Zum Glück kam gleich der Vorschlag Richtung...

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Eine Form (des Ausdrucks) finden

Gestern Vormittag war ein zweistündiger Online Workshop bei Jenny zum Thema Collagen mit Büchern bzw. Mixed Media. Ich war durcheinander und aufgewühlt und konnte mich gar nicht richtig einfinden ins Thema. Wir hatten jeder mehrere Buchseiten aus "ausgelesenen" bzw. abgelegten Büchern ausgerissen und die Idee war, über die Worte einzelne Buchstaben zu schwingen, zu wiederholen, zu variieren und darüber in eine Form zu finden. Ich habe mich an den Worten festgehalten und aus Buchstaben wurden wieder Worte, Namen und Satzteile. In mir war es eng und los lassen, um die Sinne zu öffnen, war nicht möglich. Das hat erst dann geklappt, als ich ich Worte auf den Buchseiten nachgezeichnet und schließlich zur Unkenntlichkeit überkritzelt habe. Inspiriert von dem was andere Teilnehmer*Innen kreiert hatten, mit farbigen Ölkreiden und flüssiger Farbe fand ich dann zu meiner Form des Ausdrucks und damit in den Körper und ins Gefühl. Manchmal muß man etwas anderes, als das vorgegebene, geplante tun um erst mal Anspannung und Blockaden zu lösen. Erst mal bei sich bleiben und ins FÜHLEN kommen. Was ist gerade los - in mir? Dabei ist es erlaubt sich unterstützen zu lassen. Im KLEINEN, wie im GROSSEN. Und dabei darf man auch die bekannten Wege verlassen. Den eigenen Ausdruck finden, sich ausdrücken, Worte finden, die das wiedergeben was innerlich da ist. Geduld, Mitgefühl, Mut und Vertrauen in sich und sein Gegenüber. Agieren oder eine Einladung annehmen. Hauptsache im Kontakt bleiben.  ...

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Tue etwas was andere nicht tun

"Tue etwas, was andere nicht tun." Diesen Ausspruch hat Yorn getan, der mir bevor ich das Interview mit ihm in der Zeit gelesen hatte, kein wirklicher Begriff war. Er hat als Deutscher bei Dior in Paris seine Designerkarriere begonnen und dann später seine eigene Linie bei Karstadt kreiert. Dieser Satz hat mich zum nachdenken angeregt. Ich habe mich gefragt, ob ich etwas anders mache als die Masse der Menschen? Welche Erfahrungen habe ich über die Jahre und Jahrzehnte bis heute gesammelt? Welche Eigenschaften, Talente und Verhaltensweisen unterscheiden mich von anderen? Warum ist es so wichtig, dass ich mich von anderen unterscheide? Ist es das wirklich? Oder geht es einfach darum das zu tun, was für mich stimmig erscheint? Ich habe mich schon immer ein bisschen als Alien gefühlt, weil mich der Eindruck anders zu sein schon seit meiner Kindheit begleitet. Ich fand das nie so besonders toll. Ich wollte eigentlich immer mitschwimmen mit dem Mainstream, weil es mir so viel einfacher erschien. Und weil ich dazu gehören wollte. Allein gelingen wollte es mir nicht. Ich habe mich lange verbogen, bzw. zurück gehalten. Seit ein oder zwei Jahren habe ich den Eindruck immer mehr bei mir anzukommen. Veränderung. Kontinuierlich. Das ist gut so. Bei Nyanabodhi habe ich gestern in einem Vortrag von einem Ritual bei einer Beerdingung gehört. Da haben die Angehörigen den Erfahrungsschatz des Verstorbenen auf Steine geschrieben und jeder von den Trauergästen konnte sich so einen Stein...

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Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub

Nein! Ich bin nicht vor Glück geplatzt. Das war nicht der Grund, dass es gestern keine early-bird gab. Allerdings war ich sehr nah dran 😉 Ich hatte einfach noch Urlaub und habe spontan den Wecker ausgestellt. Ein Kurzurlaub in der eigenen Stadt kann wirklich Erholung sein, wenn diese Stadt München und der Wettergott mit einem ist. Na ja, wenn Engel reisen 😇 Ich hab mir Sonnenbrand geholt. Auf der Nase. Auf der Stirn. Vom Radeln. Beim Spazieren gehen und in der Sonne liegen. Passiert mir leider jedes Jahr, weil ich glaub ich ein bisschen süchtig bin - nach dieser Wärme und dem Licht. Werkeln auf dem Balkon hat zum gestrigen Abschluß auch noch dazu beigetragen die gute Laune auf das Ambiente zu übertragen. Ich war am Vormittag in einem Baumarkt, hab vorher geguckt wie das so geht mit Test und so. Ois easy. Da gibt es eine kleine Teststation. Dauer keine 10 Minuten. Im Baumarkt selber habe ich noch meine Kontaktdaten in ein Formular geschrieben. Derweil kamen zwei ältere Herren, die sich aufgrund ihrer Impfung Zugang - ohne Test - zum Baumarkt erstreiten wollten. Ich hab versucht die Wogen ein wenig zu glätten indem ich  ihnen gesagt hab, dass es ganz einfach ist und schnell geht - es hat sie nicht beeindruckt. Sie waren sehr erbost. Der junge Mann am Eingang war sehr höflich und trotzdem mussten die beiden weiter rum maulen. Manchmal weiß ich wirklich nicht, um was es eigentlich geht. Ich glaube manche Menschen wollen einfach schlechte Laune haben - sonst sind sie nicht...

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Lucy in the Sky

Was für ein großartiges Wochenende! Ich habe zwei Tage weder meditiert, noch Yoga gemacht - und es ist nix passiert 😉 Entspannte Disziplin - eine Begriffsschöpfung von Nyanabodhi. Eine Routine, oder vielleicht besser ein Ritual,  ist was schönes und hilfreiches, aber wenn man nicht aufpasst, kanns es starr und fad werden. Es besteht die Gefahr, dass man diese "automatisiert" abspult, ohne wirklich dabei zu sein und so kann es sehr lebendig sein diese Gewohnheiten (auch wenn sie grundsätzlich hilfreich sind),  mal zu durchbrechen und einfach etwas anderes zu tun. Sich überraschen lassen, was passiert. Sich auf dem Spaziergang im Westpark von der Nase zu einer Bude führen zu lassen, die Steckerlfische verkauft und spontan zu entscheiden den Plan fürs Abendessen zu ändern und sich "wie Bolle"  an diesem Abendessen zu erfreuen. Einen alten Zeichentrickfilm auszuwählen, den Beamer und die Mega Boom aufzubauen, das Bild abzuhängen  (wir verbessern von Mal zu Mal  unsere Bestzeit)   und bei "Yellow Submarine" in Musik, Farben und Muster einzutauchen und sich über die Einfachheit des Filmes und die Aussage zu freuen. "All you need is love". Dem Glove eins auf die Mütze zu geben und gleichzeitig die Blaumiesen zum schunkeln einladen.  Was für ein toller Film - wunderbar bizarr. Ich habe ihn tatsächlich noch nicht gesehen. 1966 war ich definitiv noch zu klein und dann ist er irgendwie an mir vorbei gegangen. Und am Sonntag bis 11 - ELF! Uhr im Bett zu bleiben! Einfach so, einen...

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Betrachtungen

Die letzte Woche war echt gut - mal bissi ruhiger im Online-Business und endlich mal wieder das Gefühl was geschafft zu haben 😊. Aktuell läuft wieder der Osterkurs vom Buddhahaus im Allgäu bzw. der Metta Vihara. Letztes Jahr hatte ich zu der Zeit Urlaub und habe alle Vorträge von Nyanabodhi angehört und einige Meditationen mitgemacht. Diesmal kann ich nicht so konzentriert dabei sein und höre mir die aufgenommenen Vorträge im nachhinein an, wenn es zeitlich für mich passt. Am Samstag Vormittag ging es um Sati (Achtsamkeit), das auch mit "einach da sein" übersetzt werden kann. Da sein, ohne zu benennen oder zu bewerten. Es geht darum eine offene Haltung zu entwickeln, die weder haben will noch ablehnt. Denn diese Aktionen holen einen sofort aus diesem Moment heraus, den man ja eigentlich wahrnehmen wollte (sollte). Ich hab das schon so oft gehört, versuche es immer wieder und manchmal weiß ich einfach nicht, wie ich es anstellen soll! Wie geht das, wenn ich da sitze und dem Gesang einer Amsel lausche, dass ich dann nicht "Wie schön!" denke? Geht es denn nicht auch darum mich an den schönen Dingen zu erfreuen? Und ist genießen schon ein anhaften? Ich glaube nein, nur wenn ich den Genuß unbedingt wieder haben will und nicht eher ruhe, bis ich ihn wieder erleben kann. Wie geht es, wenn ich am Samstag Nachmittag in der Stadt bin und so viele Menschen eng beinander sitzen (ohne Maske)? Ganz automatisch denke ich dann: "Muß das sein?" Und genau das ist es! Das automatische - ohne...

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Ostern die Zweite, Welle die Dritte

Vollkommen korrekt, heute ist nicht Montag und trotzdem gibt es heute einen early-bird, weil sich das Vögelchen gestern noch von der Migräne am Sonntag erholt hat. Das zweite Ostern in Pandemiezeiten - schon wieder rum. Notbremse - auch schon wieder rum. Lockerung ab heute, vielleicht auch gleich wieder rum. Wie auch immer, ich war am Samstag - mit Termin - in meiner bevorzugten Lieblingsboutique (nach mindestens  1  1/2 Jahren!) und wurde von Lisbeth freudig begrüßt. Ein bisschen Farbe und vor allem was neues sollte es sein. Sommerliches kam noch nicht in die Tüte bzw. in den Rucksack - dafür ist es für mich noch zu kalt. Beim heimradeln hätte ich mir eine Mütze gewünscht! Und über Nacht sind die Dächer wieder überzuckert - der Winter lässt uns dieses Jahr nicht so schnell los. Immer wieder bricht er durch, obwohl wir uns doch alle schon so auf den Frühling freuen! Über die Krokusse, die sich in ihrem farbigen Kleid zeigen, die Kirschblüten, die sich in dichten Röckchen an den Ästen ballen und die kräftigen Knospen der Magnolien und anderer Pflanzen, die sich gern entfalten wollen. Also nochmal innehalten - abwarten. Minusgrade in der Nacht. Ich habe meine Balkonblümchen, orange, pinke, gelbe und weiße Ranunkeln und einen Lavendel, sicherheitshalber an die Hauswand gestellt und mit einer Folie bedeckt. In der Migränenacht habe ich mich mal wieder gefragt, warum ich diesmal Migräne bekommen habe. Richtig schlafen kann ich da eh nicht, aber denken auch nicht wirklich. Der...

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Normalität? Echt jetzt? 🌷

Es ist eine verrückte Zeit. Finde ich. Und dabei wird alles irgendwie immer "normaler". Das Thema "Normal" hab ich im ersten Lockdown vor einem knappen Jahr schon ziemlich ausführlich "durchdacht". Aber damit scheine ich wohl nie fertig zu sein. Wie mit ein paar anderen Themen auch 😉 Ich habe mich daran gewöhnt mit der Maske,  erst Stoff-, dann OP-, dann FFP2-Maske unter Menschen zu gehen. Inzwischen habe ich immer eine dabei, vergessen habe ich das schon lange nicht mehr. Es ist zur Routine geworden. Es hilft und das zählt. Es ist auch normal geworden, Freunde und Familie nur noch über Zoom oder maximal im Freien (0der auch bei weit geöffnetem Fenster bei 0 Grad)  zu sehen und auch das nicht so oft. Für mich hat es auch an Normalität gewonnen, nicht genau zu wissen, was ich jetzt eigentlich darf und mit wem bzw. wann. Zum Beispiel einkaufen - alles andere außer Lebensmittel. Einen Termin vereinbaren um Klamotten einzukaufen 🤡 Da war ich interessanter Weise immer spontan: Kleiderschrank über Nacht leer -> Zur Lisbeth fahren -> Powershopping -> Endlich wieder was zum anziehen haben 😎. Die permanenten Änderungen, getrieben durch den Inzidenzwert und nun wohl bald durch eine erneute Notbremse komplett zum Stillstand gebracht,  machen mich ein wenig müde und rauben mir meinen letzten Rest an Spontanität.  Vor jeder Aktion gilt es zu klären, ob und in welcher Form jetzt gerade was genau geht. Außer homeoffice, das geht immer 😜. Zum Glück war an diesem Wochenende der...

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Eine wertvolle Erfahrung

Wie wichtig und wertvoll die Erfahrung im Gegensatz zur Theorie und dem Erzähltem ist, darauf weist Heinz, mein Meditationslehrer immer wieder hin. Es ist ein Unterschied, ob mir jemandem vorschwärmt, wie saftig eine Mango ist oder ob er/sie mich hineinbeissen lässt. Nur durch die eigene Erfahrung kann ich feststellen, ob sie mir schmeckt. Ich hatte die letzte Woche zwei ganz besondere Erfahrungen,  der "anderen" Art, die zwar nicht so angenehm, aber dafür um so wertvoller waren. Die eine war im geschäftlichen Kontext angesiedelt. Es ging darum eine Aufgabe mit einer gewissen Genauigkeit umzusetzen. Ich habe meine Anforderung auch begründet und habe als Antwort gehört: "Du hast keine Ahnung. Lass mich mal machen". Also das kam bei mir an. Hat er nicht gesagt. So reflektiert war ich selbst in der Situation. Wut ist ein Gefühl, dass ich mir nicht so oft erlaube. Ich habe eine große Beschwichtigerin in mir, die diese nicht zulässt oder zumindest auf ein Minimumm herunter regelt. Die war früher, und ist auch heute,  in der ein oder anderen Situation sehr hilfreich. Diesmal nicht. Keine Ahnung was passiert ist. Heutzutage kann man ja nicht mal mehr den Hörer aufknallen - Teams beendet man einfach. Schade auch. Direkt danach hatte ich meine IFS Stunde und Heike hat meine Wut - einen schnaubenden, hufescharrenden Stier und die Beschwichtigerin auf die Bühne geholt. Wow! Wie schnell dieser Stier in ein Häufchen Elend zusammenfällt! In ein "Ja stimmt, der andere hat recht. Ich habe...

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Santeln ist auch eine Kunst

Eigentlich bin ein Frühaufsteher - pardon - eine Frühaufsteherin. Gendersprache hört sich für mich nach wie vor ein bisschen gespreizt an. Wahrscheinlich ist es einfach ungewohnt die Worte im weiblichen Sinn zu benutzen. Fast ein bisschen zickig. Aber vielleicht braucht auch die Zicke in mir einen Platz auf der Bühne. Was wollte ich eigentlich sagen? Dass ich heute gerne länger liegen geblieben wäre. Bin ich auch - ein Viertelstündchen 😎 Die letzte Woche war anstrengend - im Büro ist gerade sehr viel zu tun. Wobei, es ist ja immer viel zu tun. Am Samstag bin ich mit "fast schon Panikgefühlen" aufgewacht und habe an all das gedacht, was ich letzte Woche NICHT geschafft habe. Dabei habe ich ein paar wesentliche Teilschritte erfolgreich abgeschlossen. Ich frage mich, warum ich nach wie vor unregelmäßig in dieser Stressfalle lande. Mein ehemaliger Chef hat bei einem Gespräch darüber, dass es oft einfach zu viel ist gemeint: "Elisabeth, Du willst es immer noch gut machen, oder?" Ja klar! Wollte ich. Will ich bis zu einem bestimmten Grad immer noch. Aber inzwischen wird mir immer öfters klar, dass das gar nicht gehen kann. Nicht mal annähernd, auch wenn ich jeden Tag 10 Stunden arbeiten würde. Und mich abends noch zu bestimmten beruflichen Themen schlau machen würde. Mache ich aber nicht, weil mich das total aus der Balance bringt. Leider ist das nach wie vor nicht selbstverständlich für mich. Das "schlechte Gewissen" meldet sich. Hab ich wirklich genug gemacht? Hätte ich den...

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Kein Thema🌺

Ich hab mich gerade gefragt: "Was für ein Thema steht heute an?" Ich bekomme keine (innere) Antwort. AHA! Da stehe ich schön blöd da, bzw. sitze ich da mit keinem Thema. Hätte ich doch auf den Tipp von Daniela Esch gehört, dann hätte ich in meinem Tagebuch zwei Seiten frei gelassen um Themen, zu denen ich schon immer mal was sagen/schreiben wollte, zu notieren. Und diese zwei Seiten natürlich auch gefüllt. Für den Fall der Fälle - also für diesen Fall. Kann dieses "Nichts" mein Thema sein? Ich hab ja wohl keine andere Wahl, ansonsten bleibt der early-bird heute leer - bis auf die Collage der Zeit. Hat mich vielleicht irgend etwas sprachlos gemacht? Oder bin ich blockiert? Ist deshalb dieses "Nichts" als Themenvakuum so präsent? Puh, das fühlt sich an wie ein Verhör. "Wo ist das Thema? Haben Sie es um die Ecke gebracht, weil es Ihnen zu unbequem war? Wurden Sie bedroht von dem Thema? Wo waren Sie gestern zwischen 07 und 21 Uhr? In diesem Zeitraum ist das Thema abhanden gekommen. Haben Sie ein Alibi?" Nein - ich habe kein Alibi. Ich habe gestern lange Yoga geübt, meditiert und dann ausgiebig gefrühstückt. Mir beim Kaffee auf YouTube von Nyanabodhi die Botschaften des Herzens angehört/-gesehen. Aus der Metta Sutta (Lehrrede zur Liebenden Güte). Er begann damit die Zuhörer aufzufordern sich bewußt zu machen, was denn ihr Lebensziel sei. Denn nur wenn wir uns das immer wieder ins Gedächtnis rufen, können wir unserem inneren Ziel auch folgen. Uns darauf ausrichten. So, als...

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Was wendet die Stimmung? 🌺

Ich frage mich immer wieder, wie es vor sich geht, dass die Stimmung eine Wende nimmt. Sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung. Wenn ich die Ursache ausmachen kann, habe ich schon "gewonnen". Erkenntnis gewonnen. Aktuell ist die Stimmung gut, die Freude nach wie vor präsent. Ich weiß, dass es nichts bringt diese Freude festhalten zu wollen, damit hätte ich schon "verloren". Die Leichtigkeit verloren. Wenn ich mit der Freude mit schwinge, ist es als ob ich mit einer Lupe auf die Welt schaue und kleine Freuden vergrößere - einfach indem ich sie überhaupt wahrnehme. Offenheit. Den Blick schärfen und das wahrnehmen, was schon da ist. Bin ich deshalb kurzsichtig um meinen Blick nicht permanent in die Ferne schweifen zu lassen? Beim Malen vom Bild zurück zu treten und aus Distanz darauf schauen (ohne Brille) eröffnet völlig neue Perspektiven. Und was ist das dann mit der Altersweitsichtigkeit - die sich langsam bemerkbar macht? Und was mit der rosaroten Brille, die egal in welchem Alter, zu einer völlig anderen Sichtweise führt? In der Achtsamkeit gibt es 4 Säulen: Die Achtsamkeit auf den Körper, die Achtsamkeit auf die Emotionen, die Achtsamkeit auf die Stimmung und die Achtsamkeit auf die Gedanken. Es pinnen 4 Post its im Bad neben dem Spiegel, damit ich mich direkt in der Früh daran erinnere. Es erhöht die Wahrscheinlichkeit die Auslöser, oder die Ursache zu erkennen, woran es liegt. Ursache und Wirkung. Das hat mich lange Zeit verrückt gemacht hat - dieses...

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Fastenzeit – oh je schon wieder verzichten! 🌸

Winterrückzug - Narrische Zeit - Fastenzeit - FRÜHLING! Wenn sich der Winter zurückzieht, wird die Zeit narrisch. Um nicht völlig überzuschnappen verzichtet sie klirrend auf Kälte und Schnee. Die Sonne steigt strahlend wieder höher am Himmel und zaubert ein Lächeln auf die Gesichter der Menschen. Sie fasten jetzt und und verzichten auf : Schlechte Laune ☺️ FRÜHLING! Am letzten Donnerstag kam von Jenny ein Tutspirations-Newsletter mit Wortspielereien zur Fastenzeit - ich musste lachen und fühlte mich beschwingt.  Energetisiert. Auf was werde ich mich fokussieren in der Fastenzeit? Ich hatte letzte Woche eine Stunde bei H. einer wunderbaren Achtsamkeitstrainerin und Meditationslehrerin. Sie hat sich in ihrem therapeutischen Tun auf IFS (InnerFamilySystem) spezialisiert. Es war an diesem Tag so viel Freude da, dass wir uns diesen Teil in mir mal genauer angesehen haben. Eine sehr berührende Stunde, die mich auch noch mit anderen Teilen in Verbindung gebracht hat. H. hat mich an die 4 Grossen Anstrengungen - eine Übung aus der Buddhistischen Lehre - erinnert. "Einen unheilsamen Gedanken, der noch nicht hochgekommen ist, vermeiden. Einen unheilsamen Gedanken, der hochgekommen ist, überwinden. Einen heilsamen Gedanken, der noch nicht hochgekommen ist, entfalten und schließlich einen heilsamen Gedanken, der bereits hochgekommen ist, erhalten." VERMEIDEN, ÜBERWINDEN, ENTFALTEN, ERHALTEN. Oft bin ich damit beschäftigt unheilsame Gedanken, also Ungeduld, Stress, Ärger, schlechte...

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Die Akzeptanz des Wechsels 🌞

Was war das für ein tolles Wochenende! Schnee, klirrende Kälte und Sonnenschein 🌞 Die letzte Woche war es nicht ganz so leicht dem Prinzip "Lieblingstag" zu folgen. Migräne. Ein alter Bekannter, ein Glaubenssatz, der gern dann vorbei schaut, wenn ich nicht ganz fit bin: "Das schaffst Du nie!" Ein kurzes überschnappen. Gefolgt von der Einsicht: "Es ist eh nicht zu schaffen. Es ist nie fertig".  Und gerade noch rechtzeitig vor dem Wochenende die Erfahrung, dass das was ich da mache gar nicht so schlecht - vielleicht sogar ganz gut ist 😊 Ein Bericht in der aktuellen Zeit geht darauf ein, dass es möglich wäre, dass wir es mit Covid 19 mit einer transformatorischen Pandemie zu tun haben könnten. Schon wieder dieses Wort. Transformation begleitet mich im Job seit Jahren. Hier bedeutet es in der Digitalisierung anzukommen (was für uns als Deutsche Affiliate mit immer mehr manuellen Eingriffen in eine sehr komplexe Systemlandschaft verbunden ist. Digitalisierung ist auch so ein dehnbarer Begriff...) Also eine Pandemie, die elementare Veränderungen mit sich bringt (bringen muß). Ein Virus, das  uns erst "in Ruhe läßt", wenn wir neben AHA Regeln und durchimpfen auch ein paar grundlegende Dinge auf den Prüfstand stellen und annehmen, dass diese nicht mehr haltbar - weil nicht nachhaltig - sind. Verzichten. Böses Wort. Geht auch schon los. Verzichten auf den Osterurlaub. Verzichten auf die neuesten, modischen Klamotten und Accessoires für diesen Frühling. In einer Doku zum Thema "Fast...

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Was macht diesen Montag zu Deinem Lieblingstag? 🌷

Einen wunderschönen guten Morgen wünsche ich Dir! Was kann diesen Montag zu Deinem Lieblingstag machen? Der letzte Montag ist mir mit dem Ansatz des Lieblingstages sehr gut gelungen. Mit dem Gedanken, dass ich arbeiten kann und somit Austausch stattfindet und Sinnstiftung möglich ist, bin ich gut in die letzte Woche gestartet. So gut, dass ich mir überlegt habe den Dienstag auch zu meinem Lieblingstag zu machen, aus einem anderen Grund und dann den Mittwoch, den Donnerstag und schließlich den Freitag. Für jeden Tag einen Grund finden mich zu freuen. Letzte Woche hat das super gut geklappt. Es gab den ein oder anderen Moment an dem es hätte kippen können, weil natürlich die Welt nicht nur freudig ist. Aber aus dieser Haltung heraus, an jedem Tag mühelos einen Grund zu finden, warum dieser Tag ein guter Tag werden kann,  hat mich durch die Woche getragen. Meinen Tag aus dieser Perspektive zu sehen ist auf alle Fälle eine Möglichkeit. Mal sehen, wie sich diese zweite Februarwoche gestaltet. Mich beschäftigt immer wieder das Thema des Konsumverhaltens und der damit einhergehenden Massen- bzw. Überproduktion. Die ganz selbstverständliche Haltung,  dass uns das alles zusteht. Dabei ganz explizit mir auf die Schliche zu kommen, was hier mein "Beitrag" ist. Wo mache ich mit um dazu zu gehören? Wo schwimme ich gegen den Strom? Kann ich mich nur, weil ich nichts mehr bei Amazon bestelle, versuche alles was geht mit dem Fahrrad zu erledigen (warum geht da nicht mehr?) und im Bioladen...

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Start des wöchentlichen early-bird 🌷

Guten Morgen an diesem Montag, den 1. Februar 2021 ⛅ Heute startet der wöchentliche early-bird - mit Achtsamkeit durch den Alltag. Ich habe mich gestern gefragt, warum ich ausgerechnet jetzt wieder einsteige in diesen Blog. Inzwischen ist der Lock-Down zum "Normalzustand" geworden, das Highlight ist der (hoffentlich) tägliche Spaziergang und es scheint so als ob eine gewisse Langeweile, aber auch ein Umdenken aufkommt. IM LOCKDOWN ZUM WUNSCH EGO. Der eigene Aktionsradius ist begrenzt und so gibt  es nicht unbedingt spannenden Erlebnisse zu berichten. Und vielleicht ist gerade das der beste Zeitpunkt wieder zu starten und mich am Montag in der Früh für die anstehende Woche zu sortieren. Ich habe gestern mit meinem Bruder telefoniert und er sagte doch glatt, dass wir ja wenigstens noch arbeiten können, ansonsten wäre es ganz schön öde. Spannend. Ich werde diese Woche diesen Standpunkt einnehmen und mich überraschen lassen, was ich von dort aus alles sehen kann. Der Montag ist ja genau wegen der Arbeit nicht unbedingt mein Lieblingstag. Vielleicht wird er das ja mit dieser Sichtweise? Wer weiß? Letzte Woche habe ich eine langjährige Mitarbeiterin in den Vor-Vor-Ruhestand verabschiedet. Das gibt es in dem Konzern für den ich arbeite nach wie vor und hin und wieder ereilen mich Phantasien, was ich denn alles machen würde, wenn ich nicht mehr arbeiten müsste 😉 Sie war 36 Jahre und 5 Monate in der Firma und meine Rede war entsprechend gefüllt und wurde durch den Dialog mit ihr...

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Die zwölfte Rauhnacht – Reflektion * Dankbarkeit

Es hat geschneit heute Nacht. Ich hab das glitzern in der Dunkelheit sofort erkannt - es erhellt die Nacht. Die Balkontür aufgemacht. Brrrrrr - kalt. Gelauscht. Die Stille ist anders, wenn es geschneit hat. Alles ist gedämpft - schon mit 2 cm Schnee! Die Rauhnächte sind um 24 Uhr zu Ende gegangen und mit ihnen auch der dafür bereitete Raum des Rückzugs und der Stille. Du hast vielleicht schon die letzten zwei Tage gearbeitet und weißt was ich meine. Ich starte am Donnerstag wieder. Heute noch ein völlig freier Tag, der so was von versantelt wird 😉  Ich habe nichts konkretes vor und werde mich einfach mitnehmen lassen von den Inspirationen, die der Schnee mitgebracht hat. Hier noch der Blick zurück auf die zwölfte Rauhnacht die ganz im Zeichen der Reflektion und der Dankbarkeit stand. Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren die glücklich sind (Francis Bacon) Dankbarkeit ist ein Gefühl, das ich gut kenne.  Wenn sie mich "ergreift" durchströmt sie meinen ganzen Körper und ich habe den Eindruck völlig privilegiert zu sein. Die letzten zwölf Tage waren besonders - ein Retreat der anderen ART. Mein Rauhnachtstagebuch ist prall gefüllt. Fünfundsiebzig einerseits strukturierte und andererseits völlig frei gestaltete Seiten DIN A5. Text, Kritzelei, Tagesfakten, Zitate und Einsichten. Es wird mich durch dieses Jahr 2021 begleiten und ich bin sehr gespannt, ob ich in den Monaten etwas entdecken kann, was sich an den einzelnen Rauhnachts-Tagen gezeigt hat. Insgesamt...

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Die elfte Rauhnacht – Endlichkeit

Wir alle haben zwei Leben. Das zweite beginnt, wenn wir realisieren, dass wir nur eines haben. Ein starker Impuls. Dieses Zitat von Tom Hiddleston fand ich vor kurzem in dem von M. kreierten Jahreskalender. Seit vielen Jahren bekomme ich diese wunderbare Inspiration geschenkt. Der neue hängt schon an der Wand 🙂 Ich schaffe es tatsächlich mir  nur den aktuellen Monat anzuschauen und freue mich immer schon am letzten Tag des Monats auf das neue Kalenderblatt... Mein Orakel zur elften Rauhnacht - Der Narr Der Narr im Archetypus des VERrückten schenkt Dir die Gewissheit, dass das Leben für Dich sorgt. Seine Natur ist das außergewöhnliche, neue, ja sogar das absurde. Im Sinne einer höheren Weisheit handelt der Narr im Auftrag des großen Ganzen. Diese Energie bewegt Deine Aufmerksamkeit weg von den Grenzen, hin zu den Möglichkeiten. Sie unterstützt Dich beim ausprobieren Deiner Fähigkeiten. Er läßt Dich Dinge völlig neuartig angehen, bringt Spaß und Schabernack in Dein Leben und die Gabe über Dich selbst ganz herzhaft lachen zu können. Das passt ja ganz wunderbar zusammen! Die ENDlichkeit und der NARR. Praktisch ein DREAM TEAM! Im kreativen Impuls habe ich entdeckt, dass ich andere Handschrift-ARTEN nutzen kann um für Worte eine andere Aufmerksamkeit zu erwirken. Das hört sich ziemlich banal an. Ich habe das bisher selbst auf dem PC nur rudimentär genutzt. Eine ganz neue Dimension.  Es lockert auf und unterbricht die Monotonie meiner zwar schönen, aber mit der Zeit dann auch...

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Die zehnte Rauhnacht – Vision * Eingebung

Es gibt ein Zitat von Helmut Schmidt zu diesem Thema, bei dem ich immer wieder schmunzeln muss: "Wer Visionen hat sollte zum Arzt gehen" Ich gehöre zu den Menschen, die keine großen Visionen haben und der Welt mit ihren Schöpfungen ihren Stempel aufdrücken wollen. Und doch gibt es den Teil in mir der an einem Großen und Ganzen mitwirken will. Der Wunsch mit meinem DA SEIN einen Unterschied zu machen. Das funktioniert natürlich nur, wenn ich präsent bin, mich zeige und andere an meinen Schätzen teilhaben lasse. Aber auch für meine Werte zu stehen und zu streiten, falls nötig. Dabei immer wieder  Offenheit und Toleranz für andere Sichten und Meinungen zu zeigen, mich bereichern zu lassen und mir dabei im Kern treu zu bleiben. Ich ziehe am ersten Januar immer drei Tarot Karten - für drei Themen die mir wichtig sind. Liebe und Beziehung, Beruf / Berufung und Spiritualität. Die Karten haben Bezeichnungen und dazu gibt es jeweils eine Beschreibung und eine Geschichte. Gestern habe ich mich mit der Karte zum Bereich "Beruf / Berufung" näher beschäftigt. Es ist wunderbar vorgelesen zu bekommen und dann das zu teilen, was von dem Text etwas in mir berührt und zum klingen bringt. Die Karte "Authentisch sein / Vertrauen" erzählt davon, dass es nicht wirklich wichtig ist, welchen Weg man geht. Sondern WIE man ihn geht. Ehrlich, aufrichtig und authentisch führt jeder Weg zum Ziel. Der starke Partner an der Seite ist VERTRAUEN. In sich, aber auch in die anderen. Kein blindes Vertrauen,...

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Die neunte Rauhnacht – Natur * Reichtum

Gestern war ein Santlertag - ein Pausentag. RauhnachtsAUSZEIT 🙂 Ich habe mir das Orakel für diese neunte Rauhnacht angehört und dabei sogar ein bisschen geschummelt 😉 Ich wollte die Karte Nummer 1 nehmen. Das war der Held. Den hatte ich schon. Also auf die zwei vorgespult und dann war.... ...mein Orakel zur neunten Rauhnacht - Der Krokus Mit dem Text habe ich mich beschäftigt. Die Essenz herausgefiltert - eine Übung, die sich für mich immer wieder lohnt. Was ist die Kernaussage (für mich)? Der Krokus zeigt Dir, dass Dir viel gelingen kann. Mit dieser Kraft der Erneuerung schaffst Du, wie der Krokus durch den halbgefroren Boden, den Durchbruch und folgst der machtvollen Inspiration Deiner innersten Impulse. Wissensdurst und Neugierde tragen Dich und verleihen Dir den Mut unerschrocken nach draußen zu schauen und neues, noch ungeahntes zu wagen und voran zu gehen. Als echte Überlebenskünstlerin trotzt sie Schwierigkeite und Rückschlägen. Sie lässt Dich die Herausforderungen annehmen, die Dich zu Deiner Sehnsucht führen... Ganz schön mächtig so eine Essenz. Erneuerung - heut zu Tage wird immer von Transformation gesprochen um zu verdeutlichen, dass es sich um einen tiefgreifenden Prozess handelt, der nicht von jetzt auf gleich stattfindet. Ein Durchbruch durch die Schallmauer liebgewonnener Gewohnheiten und durch geprägte Vorurteile. MUT und EINSATZFREUDE sind gefordert. Und zwischendrin INNEHALTEN. Ich habe einen Spaziergang gemacht mit schnellen Schritten um mich warm zu...

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Die achte Rauhnacht – Fülle * Das Neue

Die Türen des Jahres öffnen sich, wie die der Sprache dem Unbekannten entgegen.  Dieses Zitat von Octavio Paz habe ich in einer Sonderausgabe der "Zeit" entdeckt. Wie wunderbar, wenn mit wenigen Worten eine ganze Dimension zum Ausdruck gebracht werden kann. Worte haben für mich eine große Kraft - und im richtigen Kontext zur richtigen Zeit gewählt können sie ihr ganzes Potential in mir verströmen und mich völlig erfüllen. Mit der Fülle und dem Neuen habe ich so meine Themen. Zu Veränderungen habe ich schon einiges geschrieben. Die Fülle überfordert mich ganz schnell, ich weiß nicht was davon ich wählen soll. STRESS. Das beginnt bei seitenlangen Speisekarten und endet für mich im Chaos der Unübersichtlichkeit des Internets. Aus Angst mich darin zu verlieren war meine Strategie damit umzugehen bisher einfach das nehmen, was mir als erstes positiv ins Auge sticht.  Ich stoppe dort, freue mich und genieße meine Wahl. Das an nächster oder übernächster Stelle ein noch viel stimmigeres oder erfüllenderes Angebot auf mich warten könnte vernachlässige ich dafür. Die Qualität der Fülle konnte ich in der Vorbereitung der Rauhnächte durch die Herangehensweise von Jenny erkennen. Mit Begeisterung, Hingabe und viel Freude wählt sie die Inhalte aus und feilt so lange daran, bis etwas völlig rundes entstanden ist. Sie nennt es ein Buffet, an dem sich jeder das auswählen kann, was im Moment gerade stimmig und mit der verfügbaren Zeit vereinbar ist. Das kann mal nur eine Inspiration durch...

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Die siebte Rauhnacht – Hingabe * Flow

Ein gutes, neues Jahr wünsch ich Dir! Auf ein lichtes, leichtes und vor allem gesundes 2021! In den lezten Jahren war ich an Silvester im Retreat im Buddhahaus. Meine Rettung 😉 So konnte ich mich vor Parties drücken, die nicht wirklich mein Ding sind. Davor war ich ein oder zweimal im himmelsgrün beim malen - das war auch total schön 🙂 Dieses Jahr wieder eine andere Art für mich den Jahresübergang zu erleben. Ganz nah an den Rauhnächten und zu zweit. Mit dem Radl zum Viktualienmark um 8 Uhr morgens um mich dann in die Witte-Schlange einzureihen. Eine Dorade sollte in den Ofen zusammen mit Pesto-Kartoffel-Gratin. Ein besonderes Essen für diesen Abend. Die kreative Übung ließ eine Stunde wie nichts vergehen und doch noch Zeit für Power Napping um den Jahreswechsel nicht zu verschlafen. Am frühen Abend mit dem Radl zu St. Korbinian um eine Lichtandacht zu besuchen.  Eine Möglichkeit der Zentrierung um mit kindlicher Freude und staunen, begleitet von Livemusik, in den Flow zu kommen. Beifall! Und ein Dankeschön für den Tipp 🙂 Ein stilles Silvester - fast keine Böller vor Mitternacht und ein paar wenigen Raketen zum Jahreswechsel, die im Zusammenspiel mit Kirchenglocken in einem fast noch Vollmondhimmel ihre Sterne entfalten ließen. Wunderkerzen DIE ATTRAKTION an diesem Silvester. Eine WG schräg gegenüber auf dem Balkon mit Musik, freier Interpretation und ausgelassener Performanceeinlage. Es ist gut, dass diese Jahr 2020 zu Ende ist - abgeschlossen. Ein Jahr mit hoher...

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Die sechste Rauhnacht – Loslassen

Die Kunst eines erfüllten Lebens ist die Kunst des Lassens: Zulassen.Weglassen.Loslassen (Ernst Fenstl) Dieses Zitat kannte ich bis zu diesen Rauhnächten nicht. Ich finde es großartig! Offenheit, Reduktion auf das Wesentliche und gehen lassen was uns schwer macht. Eine Kunst? Ja eine große Kunst, weil es auch nicht darum geht als Asket ein Leben voller Entbehrungen zu fristen. Es geht aus meiner Sicht eher darum sich in der Mitte einzupendeln, nachdem man beide Extreme ausprobiert und festgestellt hat, dass weder das eine noch das andere der Weisheits letzter Schluß ist. Dazu ist es jedoch wesentlich erst mal innezuhalten und wahrzunehmen wo man sich befindet. Und dann sich dann an ein Rezept von Ayya Khema, einer ganz wunderbaren Weisheitslehrererin und Mystikerin erinnern: Erkennen, nicht tadeln - ändern. Ein ganz normaler Impuls ist etwas loshaben zu wollen, es anders haben zu wollen. Aus meiner Erfahrung funktioniert das nicht wirklich, sondern ist verbunden mit Widerstand, Enge und viel Anstrengung. Den eigenen Wachstums- und Entwicklungsprozess im Fluß zu halten hat viel damit zu tun sich mit den inneren Schatten auseinander zu setzten. Den Anteilen in uns, die wir nicht so besonders gern mögen und deshalb lieber auf andere Menschen projezieren und kritisieren. Ich will z.B. ein Gutmensch sein, klimaneutral und ressourcenschonend. Ja sicher ich bemühe mich. Dabei bin ich auch schon in das Extrem des völligen Vermeidens abgedriftet und habe die Gleichgültigkeit der...

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Die fünfte Rauhnacht – Freundschaft

Ein Freund ist ein Mensch, der die Melodie Deines Herzens kennt und sie Dir vorspielt, wenn Du sie vergessen hast. Dieses Zitat von Albert Einstein habe ich in meinem ersten Sylvester Retreat 2016 auf 2017 im Buddhahaus München geschenkt bekommen. In diesem Retreat habe ich mir Heinz zu meinem Meditationslehrer gewählt und zusammen mit zwei anderen Teilnehmerinnen darauf hingewirkt, dass er in München eine Meditationsgruppe außerhalb des Buddhahauses gründet. Seitdem treffen wir uns 14 tägig um etwas über das Dhamma - die Buddhalehre - zu erfahren. Ich bin keine Buddhistin um diese mögliche Frage proaktiv zu beantworten. Ich kann nur sehr viel anfangen mit dem Inhalt der von Selbsterfahrung geprägten, nicht auf blinden Glauben basierten, Philosopie. Seit März diesen Jahres wurden diese Treffen auf Zoom umgestellt, dafür wöchentlich. Heinz gibt uns als Übung eine Wochenreflektion mit. Anfangs habe ich die Aufgaben schlichtweg vergessen. Also ich wußte nicht mehr über was ich reflektieren sollte - ein sehr beliebter Abwehrmechanismus von mir neben Müdigkeit und "nicht verstehen". Irgendwann habe ich B. eine Teilnehmerin danach gefragt, weil ich wußte, dass sie mitschreibt. Geduldig hat sie mir lange Zeit die Übung per WhatsApp übermittelt, bis ich endlich anfing mir die Wochenreflektion selbst aufzuschreiben - in mein  Meditationsheft... In der Buddhalehre gibt es den Begriff des "Edlen Freundes" mit dem man sich über die Fragen des Lebens austauscht. Dazu eine  kleine...

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Die vierte Rauhnacht – Veränderung

Wir müssen bereit sein, uns von dem Leben zu lösen, das wir geplant haben, damit wir das Leben finden, das auf uns wartet - Oscar Wilde Ich bin immer wieder erstaunt, dass ein Tag so voller Widerstand, Trauer, Wut und Verzweiflung sein kann und der nächste kommt in völliger Unschuld daher mit einem Lächeln auf den Lippen. Ohne schweres Gepäck und voller Freude auf das was kommen mag. Allerdings habe ich schon am Abend des einen Tages den schweren Rucksack abgestellt um in die Leichtigkeit hineinzuschlafen. Ich habe die Veränderung eingeladen. ABER - ich habe eine TraumBLOCKADE. Egal ob ich gut, schlecht, lang oder kurz schlafe - einfach nix wundersames, tiefgreifendes da, um es mir zu merken und in mein Rauhnachtstagebuch zu schreiben. Dabei sollen die Träume in den Rauhnächten wegweisend und besonders sein. Na gut. Wenn ich dafür bewußt dazu beitragen kann meine Stimmung zu verwandeln bzw. die Offenheit habe sie durch einen kleinen Schubs oder aufmunternde, verständnisvolle Worte von Außen loszulassen,  werde ich mich jetzt mal nicht beschweren. Das allein ist schon MAGIC, da ich aus der Vergangenheit auch die Spirale kenne, die immer tiefer in den Widerstand führt... Nobody is perfect - auch die Rauhnächte nicht. Mit den Veränderungen ist das so eine Sache - schon seit der Schulzeit werde ich immer wieder damit konfrontiert, dass im Umgang damit Luft nach oben da ist. In meinem ersten  Zeugnis, das keine Noten sondern ein paar Sätze über mich enthielt, stand schon drin,...

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Die dritte Rauhnacht – Herzöffnung und Wunder

Heute war ich sehr früh wach - und trotzdem nicht die Erste in der Straße. Um 3:45 Uhr war schon (oder noch) Licht in zwei Wohnungen, die im Blickfeld meines Schlafzimmerfensters liegen und sicherlich noch in einigen anderen Wohnungen in München und ganz Deutschland. Ich mag diese Morgenstunden - der Tag birgt noch sein ganzens Potential in sich. Da kommt mir das Bild von der Mohnblume in den Sinn. Die Kapsel die in einem Moment aufspringt und zerknitterte Blütenblätter frei gibt, die sich in ihrem Tempo entfalten und glätten. So empfinde ich den frühen Morgen. Das erscheint mir gerade als ein sehr großes Wunder. Jeden Tag aufs Neue, was für ein Geschenk! Der gestrige Tag war eine komplette Themaverfehlung. Setzten - 6. Da kann der Tag natürlich nichts dafür, sondern meine unbewußte Erwartungshaltung, dass dieser Tag der Herzöffnung und Wunder ganz besonders sein MÜSSE. Diese Haltung hat mich eng gemacht. HerzVERSCHLUSS und WunderFLUCHT... Eigentlich wollte ich schreiben, dass ich das erst abends im Gespräch gemerkt habe. Jetzt passt für mich besser: "Zum Glück konnte ich das abends im Gespräch noch reflektieren". Die richtigen Fragen und viel Zeit um die Antworten kommen zu lassen - Geduld mit mir. DANKE. Sind die Erwartungen, die ich von anderen aufnehme vielleicht meine eigenen? Zu hohe Erwartungen, wie ich zu sein habe um in diese Gesellschaft zu passen und nicht anzuecken? Mit zu schwimmen im Strom der Allgemeingültigkeiten und dem was per se als gesellschaftlich...

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Fazit und Aufbruch

Ein herbstlich, sonniger Tag war das gestern. Ich hatte schon um 10 Uhr meine Behandlung - einen Stirnguß. So war ich früh mit den Pflichtterminen durch und bin direkt nach dem Mittagessen nach Bad Wimpfen gewandert. Hab mir die kleine, historische Altstadt angeguckt. Seehr hübsch 😍 Und dann war auch noch Kunst- und Kulturtag mit kleinen Ausstellungen in den Geschäften und ein offenes Atelier habe ich auch entdeckt. Das war ein gelungener Abschluß für diese zwei Wochen. Apropos Abschluß. Mein Gespräch mit Dr. Shine war gut. Ernährungstechnisch soll ich auf "die fünf Weissen" verzichten. Das sind: Industriezucker (schwierig, weil in Kuchen drin - muß ich also wieder vermehrt selber backen 😉 ), Industriesalz (nehme ich nicht her und wenn ich essen gehe, werde ich das überleben) Weizen (versuche ich eh zu vermeiden, aber Brezen sind einfach lecker) , Milchprodukte (geht sowieso nicht - Kuhmilchunverträglichkeit) und Parboiled Reis (pfui-bäh). Zusätzlich soll ich Rohkost möglichst vermeiden - besser 3 x am Tag was warmes.  Mittags ein Blattsalat zum warmen Essen wäre o.k. Ich bekomme von ihm dazu noch was per E-Mail. Ansonsten Bewegung die Spaß macht. Zwei bis drei Mal die Woche komplette einölen (hmmm - ich schätze das schaffe ich realistisch 1 x die Woche). Ich werde das machen was leicht geht. Weil, das hat er auch noch gesagt, Ayurveda nichts verbietet. Genuß und Freude sind wichtig. Glücklich sein ist die Devise. Das ist doch mal was 🙂 Die Kur war für mein Empfinden...

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Ganz gemütlich ausgebremst

Das war gestern ein gemütlicher Tag. Ich war erschöpft, hatte eine Art Dauermuskelkater und fröstelte. Die warme Ölmassage und das Dampfbad war sehr willkommen. Der Termin bei Dr. Shine ergab, dass er sehr zufrieden ist mit mir - die Behandlung spricht an. Wenn ich ihm erzählt hätte, dass ich Bäume ausreißen könne, dann wäre ihm das sehr suspekt gewesen. Na gut. Das Abschlußgespräch habe ich schon heute, weil er am Samstag nicht in der Klinik ist. Er meinte, dass er mit mir die nächsten Wochen und MONATE 😳 durchgehen würde. Ernährung. Bewegung etc. Also noch kein Schweinsbraten die nächste Zeit 😉 Ich lümmelte den Großteil des Nachmittages mit Wärmflasche und Decke auf meinem gemütlichen Ohrensessel rum. Habe mir einen Vortrag von Ayya Khema (Buddhistische Nonne, Meditationslehrerin, Gründerin des Buddhahauses München und noch anderer Niederlassungen) über "Rechte Erkenntnis" und "Rechte Gesinnung" angehört. Fazit: Auf die Motivation mit der man etwas tut kommt es an. Handle ich aus egoistischen Gründen, oder achte ich darauf, dass mein Handeln auch meinem Gegenüber zu gute kommt? Im business würde man von einer "Win-Win Situation" sprechen. Man kann sich da vieles schön reden. Tricky Mind. Das passt auch ganz gut mit der Wochenaufgabe von meinem Meditationslehrer zusammen. Da geht es um Weisheit/Wissen und Liebe/Hingabe. Dazu erzählt er gerne eine kleine Geschichte vom blinden Riesen (der Liebe) der Berge versetzen kann. Weil blind weiß er nur nicht welche. Das Pendant dazu...

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Ein entspannter Geist lädt Kreativität ein

Ich hatte gestern in der Früh eine Einzelstunde bei Dr. Hari Raj. Atemübungen - auf yogisch "Pranayama". Nicht weil ich sie gebucht hätte, sondern weil ich seit gestern alleine im EG bin. Wegen Corona geht es abwechselnd immer stockwerkweise - gestern war das EG dran. Laut dem Koch ist ab heute Abend wieder "Full House". Atemübungen sind was ganz meditatives und können in einen wunderbaren Flow führen. Nicht umsonst gibt es in der stillen Meditation auch eine Atembetrachtung, die dem Zweck dient Gedanken mit der Aufmerksamkeit auf den Atem zu ersetzen. Eine spannende Übung, die man mit viel Freude am Scheitern am leichtesten üben kann 😉 KEIN Scherz! Genau das wird empfohlen. Sich zu freuen immer dann wenn sich wieder ein Gedanke eingeschlichen hat und man es MERKT. Dann nicht vergessen sich zu freuen. Denn man bleibt nur bei den Aktivitäten an denen man Freude hat. Das ist auch der Grund warum die vielen guten Vorsätze so schnell versanden. Man vergisst dabei SPASS ZU HABEN! Nach einem kurzen Spaziergang konnte ich ein bisschen früher zur Behandlung, weil sich eine der Gästinnen ihren Termin falsch gemerkt hat und nicht aufzufinden war. Gut, dass ich schon zurück war, so konnte ich einspringen. Stirnguss. Schöne Stirn, weil bei einer hohen Stirn viel Gießfläche da ist 🤣 Ruhen, duschen, Mittagessen. GARTEN. Heute bewölkt und ein bissi schwül-warm. Einem Impuls folgend das  Grobkonzept für den nächsten Blog erstellt und eine liebe, kreative Freundin angeschrieben, ob wir da...

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Vom Wichtigen zum Wesentlichen

Ja, ich kann jeden Tag etwas tun. Etwas wesentliches. Reflektieren. Das geht am besten, wenn ich nichts wichtiges tun muß. Also z.B. jetzt hier bei meiner Kur. Ansonsten hätte ich auch immer mal Zeit, aber ganz oft lasse ich mich einspannen von der Arbeit oder noch besser ich spanne mich selber ein. Ablenkungen gibt es gar viele. ToDo Listen verschaffen mir Distanz zu mir selbst. Manchmal ist das auch gut so. Im Moment aber nicht, weil ich es gerade wissen will. Was dieser Stau in meinem Brustbereich ist. Präzise fühlen will, weil eine Ahnung habe ich inzwischen. Behandlung und Ruhephase. Dann raus in diesen unglaublich schönen Spätsommertag. Eine Runde zu meinem Lieblingsplatz vor einem Maisfeld unter einen wunderschönen Baum - eine Linde. Die mag ich extra gern. Erinnern mich daran, dass ich als Kind Lindenblüten gezupft und zum trocknen auf Zeitungspapier im Speicher ausgelegt habe. Für den Winter. Geschrieben über das von dem ich glaube, das mich traurig macht und die Tränen haben es bestätigt. Keine Kopfgeschichte mehr, sondern gefühlt. Angenommen. Loslassen mit jeder Träne. Eine heilige Flüssigkeit sagt mein Meditationslehrer. Ja, das glaube ich auch, dass Tränen heil machen können. Die Angst, dass sie mich wegschwemmen habe ich nicht mehr. Eher, dass es zu einem Stau führt, so wie über die letzten Wochen geschehen. Alles gut. Keine Panik. Ich muß mir dringend was einfallen lassen, damit ich mir mehr Zeit nehme für das wesentliche. Nicht nur im Urlaub - bei einer Kur...

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Es gibt nichts wichtiges zu tun

Yoga war ein sanfter Flow. Gerda hat heute angeleitet nicht der Doktor. Kurze Abläufe, die man sich gut merken kann - die einen am Morgen den Schlaf aus den Gliedern dehnen. So wie ich es von G. kenne. Teilweise die gleichen Worte: "Einatmen.... Und ganz und gar ausatmen..."  🙂 Zur Behandlung gibt es nichts zu berichten - die gleiche wie am Sonntag und heute auch nochmal. Außer vielleicht, dass ich mich ziemlich wohl fühle und dass ich intensiv geträumt und mir das seit langem mal wieder gemerkt habe. Das mag ich ganz gern, da ein bisschen rum zu deuteln was das denn bedeuten könnte. Ich mach da jetzt keine Philosophie draus - eher ein Spiel. Ah - obwohl - vielleicht doch eine klitzekleine Philosophie 😇 Nach dem Ruhen bin ich zu Fuß in den kleinen Ort gelaufen. In einen Buch- und Geschenkeladen "Passepartout" . Sehr hübsch. Gute Auswahl, wahrscheinlich wegen der vielen Kurgäste. Ein neues Buch von Doris Dörrie "Die Welt auf dem Teller". Sie schreibt darin nur Geschichten über leckeres Essen. Hab ich gleich wieder zugemacht 😉 Besorge ich mir dann zu Hause. Finde die Frau genial. Natürlich noch nach Büchern zum Thema Yoga, Achtsamkeit ect. geguckt. Sehr wenig. Interessant. Eines von Abt Muho (ein Deutscher, der in Japan als Zenmeister ein Kloster führt).  "Das Meer weist keinen Fluß zurück" . Kenne ich nicht. Werde ich mal googeln. Zurück im Ayurveda Garden direkte auf die Liege in den Schatten unter bzw. versetzt von einem Baum - ansonsten ist die Gefahr von Fallobst...

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Reinigung der anderen Art

Die Behandlung am Samstag war eine Quark-Kräuter-Kopfpackung. Unspektakulär. Abgesehen von der Wirkung. Zumindest wüsste ich keinen anderen Auslöser - für die heftige Migräneattacke am späten Nachmittag. Volles Programm. Kein Abendessen, sondern Bettruhe. Unbewußte Vorbereitung für den Sonntag. Reinigungstag - der erste von insgesamt mindestens dreien. Die Behandlung: Erst einmal ein Dampfbad . WUNDERBAR. Ich habe schon überlegt, ob ich mir so ein Teil machen lasse. Abgesehen von der Investition - keinen Schimmer was das kostet -  fehlt mir der Platz zu Hause.  Zweiter Teil: Einlauf. Nicht so schlimm, wie es sich anhört. Glaubersalz ist x-fach grausliger 😉 Eine Stunde ruhen und dann ab ins Bad... Ein gemütlicher Vormittag auf der Liege im Garten. Worte aus einer alten "Zeit" ausgeschnippelt und zwei anderen Gästinnen beim Fallobstweitwurf auf den Komposthaufen zugeguckt. Auf was für Ideen man kommen kann 😉 Am Nachmittag Besuch einer Freundin, die in der Nähe wohnt. Wir haben uns 2017 bei meiner letzten Ayurvedakur auf Sri Lanka kennen gelernt. Bei einem Spaziergang und auf einer Schattenbank  den Zeitraum von 16 Monaten ausgetauscht. Immer wieder gut zu erfahren, dass Freundschaft auch wie ein Kaktus sein kann: Ohne viel gießen blüht er doch zur rechten Zeit in kräftigen, wärmenden Farben. Das war heute ein ganz wunderbares durchbrechen des Ayurveda Rituals bei reichlich Sonnenschein, der auch für die ganze kommende Woche prognostiziert wird. Ich scheine ein Glückskind...

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Struktur durch Ayurveda

"Es geht darum seelischen Ballast loszulassen und seelische Eigenart zu behalten." Den Satz von gestern finde ich spannend. Wert darüber nachzusinnieren. Ihn einzukreisen, von jeder Richtung zu betrachten in der Hoffnung, dass er mein Geheimnis preis gibt und meinem blinden Fleck Klarheit verleiht. Analog dem Gordischen Knoten den Alexander der Große mit einem Schwerthieb durchtrennte um die Herrschaft von ganz Asien zu erlangen. Gibt es die Möglichkeit des spontanen verstehens oder braucht die Frage nach "Was ist der Ballast bzw. was die seelische Eigenart?" noch Dranbleiben und Hingabe? Aber vielleicht kann ich den Knoten ein bisschen lockern um eine Ahnung davon zu bekommen, wie der gelöste Zustand aussehen könnte. Inzwischen hat sich ein Tagesablauf etabliert. Kein überlegen. Alles Wege bekannt. Einzig die Behandlungszeit variiert. Gegen 5:00 Uhr aufwachen. Auf leisen Sohlen ins WLAN Zimmer im Nebenhaus schleichen. Den am Vorabend vorbereiteten Blog nochmal checken, ergänzen, ändern. Prüfen ob der Übertragunsschlüssel aktiv ist und der Newsletter rausgeht. Yoga. Meditation. 8:00 Uhr Frühstück. Spaziergang und Behandlung bzw. anders herum. Ruhen. Mittagessen zwischen 12:30 und 13:00 Uhr. Ruhen, möglichst auf der Liege im Garten - Sonne genießen. Duschen um das nicht eingezogene Öl abzuspülen nach 3 Stunden. Lesen, schreiben, reflektieren, zeichnen. 18:00 Uhr Abendessen. Angenehme Unterhaltung als Beilage. Spaziergang. Blog vorbereiten. Meditation. Schlafen. Mehr ist es...

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Man kann nicht zweimal in den gleichen Fluß steigen…

...denn andere Wasser strömen nach. HERAKLIT. Der vorsokratische griechische Philosoph hat sich schon gut 500 Jahre vor unserer Zeitrechnung mit dem Wandel beschäftigt und kritisierte wohl nachhaltig die oberflächliche Realitätswahrnehmung und Lebensart der meisten Menschen. Ich hatte die gleiche Behandlung wie am Tag zuvor und versucht ganz offen für die Unterschiede und meine Warhrnehmung darauf zu sein. Ganz vorsichtig hat mir S. das diesmal inteniv riechende und von der Farbe tief goldbraune, warme Öl aufgetragen. Das Kräuterstempeln war ganz fein, teilweise eher ein sanftes stupsen. Die Wirkung im kurzen Nachruhen unterschied sich ebenfalls vom Vortag. Flüchtiger, leichter. Keine intensive Reizüberflutung durch "Multi Taskink", Nachrichten oder Internet.  Ruhe, Bewegung an der frischen Luft, Yoga, Meditation und die Behandlungen haben mich schon ganz schön "runter gebracht". Mit dem Mittagessen hat sich meine Tischnachbarin verabschiedet. Ich war ein bisschen traurig. Geruht. Geduscht. Spazieren gegangen bei heute bedecktem Himmel. Etwas angestrengt in meinen super bequemen Ohrensessel abgelegt. Gelesen, gezeichnet, geschrieben. Abendessen. Keine besonderen Vorkommnisse. Fast ein wenig Langeweile. Gut so, dann kann die Erholung noch tiefer sinken.  Vielleicht doch ein bisschen Ablenkung? Den Nachrichten um 19 Uhr ohne große Anstrengung widerstanden 😉 Den Abend locker ausklingen lassen mit Medi und einer Bettdecke, in die ich mich sehr früh gekuschelt habe. Nachdem...

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Volle Kraft voraus!

Jeder Tag mit all seinen schönen und ungeliebten Momenten vergeht und macht Platz für einen neuen Morgen. Das ist für mich der Glanz der Vergänglichkeit - damit kann ich echt was anfangen. Das Durchdringen der Vergänglichkeit ist eines der Tore ins Nirwana. Es besteht Hoffnung 😉 Dieser Mittwoch war in jeder Hinsicht GROSSartig und wenn Du eine Idee dafür bekommen magst, wie sich das für mich an diesem Tag angefühlt hat, dann kannst Du Dir das Video von BAP (heißt übrigens Vater. Wie in Niederbayern - da würde man es aber eher so schreiben "Bapp" ) unten angucken.  Das kommt dem ganzen schon sehr nah. Interessanterweise hat mir schon das Frühstück geschmeckt. Danach noch Zeit für einen Spaziergang im noch kühlen, aber schon sonnigen Morgen und dann die heutige Behandlung. PANDASWEDAM. Kräuterstempeln. Erst mal auf der Liege sitzend den Kopf mit warmem Kokosöl massiert bekommen. Dann wird der Rücken mit angewärmten Sesamöl "übergossen" und dieses sanft verstrichen. Anschließend wird mit gut warmen Kräuterstempeln der ganze Rücken abgestempelt. Danach in der Bauchlage die ganze Rückseite. Beim zweiten Durchgang habe ich gemerkt, dass ich mich verspanne, wenn sie in die Nierengegend kommt. Aha zu viel des guten! Gesagt. Geändert. Genossen. Dabei kam mir die Erinnerung an mein Sabbattical letztes Jahr. Da hatte ich mir mehrmals eine Thaimassage "gegönnt". Es tat immer höllisch weh und ich dachte: Frau was bist Du verspannt. Bis ich es mal U. meinem Ostheopathen erzählt habe....

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Heilkrise – Der Prozess geht los

So schnell gehts. Am Montag noch voller Elan und Freude und am Dienstag schon in der "Kurkrise". Kenn ich. Kein Drama. Unangenehm - ja. Aber dass ich da dran nicht vorbei komme war auch klar. Die gute Nachricht dazu ist: "Der Prozess hat eingesetzt". Welcher? Na der Heilungsprozess. Nennt man ja auch Heilkrise. Nachdem ich gestern Worte für zwei Tage geschrieben habe wird das jetzt eher eine kürzere Angelegenheit. Ein paar Fakten zum "warm werden" - für mich 😉                                                                                                                                                                                                                Nach meiner eigenen Yoga und Medipraxis, die ich heute gekürzt hatte bin ich um 8 Uhr in die Yogastunde gegangen. Dr. Hari Raj hat die (halbe) Stunde angeleitet. Wobei die Ansagen eher rudimentär um nicht zu sagen zu vernachlässigen waren. Das was er gesagt hat war (für mich) rein akustisch nicht zu verstehen. Indischer Singsang auf deutsch. Aber nachdem er die Übungen vorgemacht hat und sie mir zudem  bekannt waren, konnte ich durch hingucken und nachmachen leicht in die Übungen finden. Dynamisches Yoga. Mag ich gern. Danach direkt zum Frühstück. Der eine Auslöser der Krise. Bow eh! Ich esse ja normalerweise schon wirklich sehr gesund, aber das bricht alle Rekorde. Ich werde sowas von gereinigt und gesund aus diesen 2 Wochen hervorgehen, dass es nicht zum aushalten sein wird 😉 Und wieder mal die Wahrnehmung...

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Mit “Vierzig Wagen westwärts” in Ayurveda eintauchen

Der zweite Tag hatte etwas von eintauchen und mich breit machen hier im Ayurveda Garden inmitten des Kurparks und einer wunderschönen sanft hügeligen und spätsommerlichen Fülle - schönes Gefühl Cool Frühstück: Bitterkrauttee und dann Chai Tee, dazu Reisnudeln mit Kokosmilch. Sehr kreativ auf die Idee wäre ich bisher nicht gekommen. Mal sehen, ob ich zuhause auf diese Idee kommen MAG 😉 Der Chai hat zum wiederholten mal bestätigt, dass ich nach wie vor an einer Kuhmilcheiweisunverträglichkeit leide. SZ (Selbst Zschuid). Der schnelle Gang zurück in mein Zimmer wurde von der gerade anwesenden Putzfrau gebremst, die mir versicherte sofort fertig zu sein. Waiting. Warm anziehen, gscheide Schuah, Sonnenbrille auf und los gings die Gegend zu erkunden. Ausblicke und die Bewegung genossen. Fotos gemacht. Man könnte hier super joggen. Nur leider haben die Sportsachen nicht ums verrecken mehr in den Überseekoffer gepasst 😉 Wieder im Zimmer hatte ich noch eine Stunde Zeit zum schreiben und zeichnen und dann... ...in den Bademantel geschlüpft und los gings zur 4-händigen Abyanga (Massage mit sehr viel Öl) mit anschließendem Dampfbad. Der Massagetisch aus Holz von dem vielen Öl durchtränkt und gedunkelt sieht nicht wirklich bequem aus - wäre er auch nicht, wenn nicht diese Massage wäre - ein Traum! Start in der Rückenlage. Nach wenigen Minuten hatte ich das Gefühl immer flacher werdend in den Tisch einzusinken und die Illustration aus einem Märchenbuch über "Max und Moritz" fand den...

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Ankommen im Ayurveda

Angekommen im Sinne von angereist bin ich gestern, am Sonntag um 12:15 im Ayurvedagarden mitten im Kurpark von Bad Rappenau. In Natura sieht ja vieles nicht ganz so hochglänzend aus - trifft hier eher zu. Und schon habe ich verglichen - Bäh!! Ich konnte relativ schnell in mein Zimmer im EG,  wobei mein Koffer noch im Auto und mein Auto ein paar hundert Meter weg war. Habe es nicht gewagt auf einem als Fußgängerweg beschilderten Weg mit dem Auto vorzufahren. Deshalb gings erst zum Essen - pünktlich um 13 Uhr. Sehr lecker! Also alles gut? Vor dem Arztgespräch noch schnell mein Auto geholt, den Koffer rausgehievt. Nein es gibt keinen Portier oder so. Um 13:30 Uhr der Termin bei Dr. Shine - ein sehr feinfühliger Mann Mitte - schwer zu sagen - Mitte 40? Muß ich G. fragen, die kennt ihn und weiß das vielleicht. Mal sehen, ob es wichtig genug ist um dran zu denken. Er hat mich über eine Stunde befragt und nachdem ich vorbereitet war konnte ich alles beantworten 😉 Dann hat er  meine Hände angesehen und nach der Brüchigkeit der Nägel gefragt. Ja, weil sehr fest und nicht biegsam. Dann hat er meinen Puls gefühlt (also per Hand ohne Instrument) und stellte die Frage nach Venenproblemen? Nein. Besenreißer? Ja. Zum Schluß kam die Augendiagnose. Danach die Aussage, dass ich einen emotionalen Stau im Brustbereich hätte. Darauf gehe ich jetzt nicht näher ein... Und Blasenentzündung wird oft von emotionalen Themen ausgelöst. Wußte ich auch schon, aber das Thema weiß ich deswegen noch...

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Anfängergeist

Es ist 4:55 und es regnet. Tröpfelt vor sich hin. Ansonsten Stille und Dunkelheit - kein einziges Fenster ist beleuchtet. An so einem Sonntag kann man gut länger schlafen, sich nochmal einkuscheln. "Nachbacken" haben wir das früher als Kinder genannt. Bei mir geht es heute los Richtung Bad Rappenau über die A8. Das Navi sagt knapp drei Stunden. Um 12 Uhr soll ich einchecken, dann bekomme ich schon mal ein Mittagessen und am Nachmittag den ärtztlichen Eingangscheck bei Dr. Shine oder Dr. Hari Raj (beide aus Kerala). Ich hab mich vorbereitet, bin ja schließlich kein Anfänger in Sachen Ayurveda Kur. Habe meine komplette Krankheitsgeschichte und alle Zipperlein aufgeschrieben. Für die Länge der Liste könnte ich auch 75 sein 😉 Von dem Immunologen, der mich die letzten drei Monate zum Thema Nahrungsmittelunverträglichkeit und Histaminintoleranz begleitet hat, habe ich einen Bericht dabei.  Als ich 2012 zum ersten Mal nach Sri Lanka geflogen bin, hatte ich nichts dabei und habe versucht auf Englisch zu erklären um was es geht. Hat auch funktioniert. Damals hat mich C. zum Flughafen gebracht. "Das geht nicht! Auf so eine weite Reise und dann allein zum Flughafen!" Wir haben noch einen Kaffee getrunken und zum Abschied hat sie mir ein Stofftier geschenkt. "Damit Du nicht so allein bist". Es hat nach wie vor keinen Namen, reist aber als Begleitung wieder mit. Im großen Überseekoffer. "Ach stimmt! Ich vergaß dass Du 6 Wochen unterwegs bist 😉 " Manno! Ich habe neben Klamotten,...

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Der Blick zurück

Alles endet irgendwann, das ist gut so. Ausnahmslos? Weiß ich noch nicht, aber für den Moment zeigt es sich als stimmig. Möglicherweise kann alles gut sein, wenn es AusGekostet, AusGefühlt und AusGelebt wurde? Gestern haben wir zum letzten Mal für diese Ausstellung die Tür vom Geranienhaus aufgesperrt, die Aufsteller platziert und die Stühle nach draußen gestellt. In den vergangenen vier Tagen hatten wir uns intensiv ausgetauscht - nicht die Lebensgeschichte, die kennen wir voneinander - sondern über die aktuellen Themen. Alle wesentlilchen Worte AusGeSprochen. Ich hatte die Zeit dabei und Michaela hat gedaddelt. Sehr frühes Mittagessen und dann die Fragen: "Wie war es?" "Hat es sich gelohnt?" Michaela hat mehrere Postkarten und ein kleines Bild verkauft, damit war sie sehr zufrieden. Aus kommerzieller Sicht war die Ausstellung kein Erfolg, aber das war auch gar nicht der Anspruch. Es ging darum die Bilder zu zeigen - und damit sich zu zeigen. Jedes Bild hat eine Geschichte und die Floskel "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte" bekommt eine Bedeutung. Der Betrachter sieht von seinem Standpunkt aus, blickt aus seiner Brille darauf und es entstehen ganz andere Welten. Vielleicht braucht es eine Bestätigung der eigenen Geschichte, ein Bezeugen. Ein WahrNehmen. Ich habe die Tage sehr genossen. Der Austausch mit Michaela. Die Gelegenheit Freunde, Familie, Bekannte und Arbeitskollegen zu sehen, ihr Feedback zu erhalten und einen kurzen oder längeren Schwatz zu halten....

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Anspruchsvolle Tagesaufgabe

Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen - Johann Wolfgang von Goethe- Keine banale Aufgabe das Ansinnen von unserem großen Dichter und Naturforscher. Das mit dem kleinen Lied sollte noch die einfachste aller Übungen sein im Zeitalter von Spotify und Apple Music. Das kann man locker einbauen beim Frühstück oder kann als beliebte "Badvariante" unter der Dusche einfach mit geträllert werden. Was ist ein "gutes" Gedicht und wie wähle ich es aus Tag für Tag? Das braucht dann auch Zeit und Muße um sich auf die Worte einzulassen und sie zu durchdringen um den Sinn der Übung zu erfüllen. Ähnlich herausfordernd ist das Ansinnen mit dem Gemälde. Muß ich jeden Tag in eine Galerie oder ein Museum gehen um dem gerecht zu werden? Am intensivsten wirkt ein Bild, wenn es in einem ansprechenden, inspirierenden Rahmen gezeigt an einer großzügigen Wand präsentiert wird. Das Licht spielt eine große Rolle und wieder wiegt der Faktor Zeit schwer auf der Tageslast. Und schließlich die höchste aller Künste, die größte der Herausforderungen, einige vernünftige Worte sprechen. Im (Arbeits)-Alltag meine ich oft wider der Vernunft zu handeln. Die in diesem Kontexte eine andere zu sein scheint. Der Ursprung der Handlungen ist auf die Worte zurück zu führen und diese können ihre Herkunft in den Gedanken nicht verleugnen. Also hier ansetzen. Gedanken sortieren,...

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Strich für Strich ein Gesamtkunstwerk

Ups! Ich bin heute noch ganz schön müde. Kein Energie sprühender early bird, sondern eher ein müder Krieger. Wie hat Karl Valentin gesagt "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" - und das nicht nur beim kreativen Akt, sondern auch das drum herum 😉 Per Zufall haben wir es geschickt eingefädelt einen Feiertags-Samstag mit in unserer Ausstellungszeit zu haben. 71 Besucher waren gestern im Geranienhaus, darunter unsere Familien, Freunde und ehemalige Arbeitskolleginnen von mir. Die Familie war zum Geburtstagsfrühstück im Palmenhaus Cafe eingeladen - mein Bruder hat 1 Jahr "zugelegt". Steht im gut 😉 Bei dem Ambiente (traumhaft!) und in dieser Runde kommt einfach Freude auf. Fotos gemacht von Michaela und von mir um sie auf die Website zu stellen. Leider habe ich dann gestern Abend doch nicht mehr meinen E-Mail Acount "repariert" und so haben sie den Weg noch nicht geschafft von meinem Smartphone auf die Seite. Ein langer Tag und trotzdem wie im Flug vergangen. Kleine Momente aneinandergereiht, Sätze die hängen bleiben, Fragen die klären, schöne Gespräche, viel Wohlwollen, schnelle Pausen 😉 Lachen und Scherzen. Hier noch die kleine Geschichte zu "Fragmentiert und doch ganz: Letztes Jahr, Ende April habe ich eine Wanderung von Florenz nach Assisi gemacht - geplant war bis nach Rom zu pilgern, aber da kam mir ein Fersensporn dazwischen. Vorbereitung mit Italienischkurs, Hometrainer, Schneeschuhwanderungen, Ausrüstung zusammenstellen - alles sehr aufregend! Nach Florenz bin...

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Der Knospenvogel

Der erste Tag hatte mich dann doch ganz schön geschafft - Sommergrippe noch in den Knochen. Und so habe ich mit Michaela vereinbart erst am frühen Nachmittag ins Geranienhaus zu kommen. Urlaubsgefühl! Großartig! Im bioSupermarkt meines Vertrauens hat mir gleich zu Beginn meines Einkaufs der nette junge Mann bei den Backwaren einen schönen Feiertag gewünscht, was mich dazu bewog meinen Einkaufszettel zu erweitern. Stimmt am Samstag ist Feiertag - im Urlaubstaumel fast übersehen! Sonntagsfrühstück am Freitag auf dem Balkon - mit der "Zeit" auf dem Tisch. AirBnB in der eigenen Wohnung 😉 Wir hatten gestern 22 Besucher - alle super freundlich und interessiert. Gespräche über Technik, Binder, Collage. Freude über unsere Bereitschaft zu erzählen. "Sie wollen doch verkaufen und nicht erzählen". Ja klar ist es schön ein Bild zu verkaufen, aber in erster Linie geht es ums zeigen - sich zeigen. Komplimente zu unserer Hängung bekommen 😉 Auch das Wetter hat mitgespielt - geregnet hat es dann erst in der Nacht - zur Abkühlung. Die Geschichte zum Early Bird, der ein Knospenvogel ist. Das Bild ist im Rahmen eines Kurses zum Thema "Drucken" entstanden. Wir sollten ein möglichst einfaches Foto mitbringen, das uns gefällt. Das haben wir dann auf Butterbrotpapier durchgepaust und davon auf Styreneplatte geritzt. Meine Vorlage war eine aufspringende Knospe - die sich über diesen Prozess zum Knospenvogel entwickelt hat. Er steht für pure Lebensfreude! Beim Drucken produziert man, man muß...

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Gar kein Vergleich – es lebe die Vielfalt!

Wir haben gestern lange Stunden zum hängen der Bilder gebraucht - obwohl wir die Gegebenheiten vor Ort kennen. Ich habe mich auch direkt gefragt, wieso ich mich darauf gefreut habe? Wir haben beide geflucht und mit uns selbst gesprochen, wie bescheuert das doch ist und dass wir keinen Bock haben 🙁 Den Anfang zu finden, das ist die Kunst - und sich dabei nicht in das übliche Gedankenwirrwarr zu verstricken. Das ist gestern wieder erst nach den üblichen Anlaufschwierigkeiten gelungen. Mir haben meine Bilder nicht mehr gefallen. Ich war mir sicher, dass bei Michaela die letzten fünf Jahre künstlerisch sehr viel mehr passiert ist als bei mir. Ich habe viel zu wenig Bilder! Und sie passen vom Format nicht zusammen und überhaupt; wie um Himmelswillen wollen wir in zwei Jahren die Orangerie im Englischen Garten bespielen? Da muß ich ja nochmal so viele Bilder malen! Und überhaupt... Dann habe ich mich zum Glück daran erinnert, wie ich beim Malen vorgehe: Erst mal ausprobieren und noch nichts wollen, sondern völlig spielerisch und frei dem folgen was gerade da ist. Den Boden bereiten. Dann haben wir auf Michaela's Vorschlag erst mal die Mitte und somit den Übergang von ihren zu meinen Bildern gefunden. Danach ging es schon etwas besser. Bilder erst mal hinstellen, passt es farblich? Thematisch? Nach 4 Stunden waren wir dann soweit. Michaela hat dann erst mal Mittag gemacht und ich hab in der Zeit schon mal die "Blebbels" bei meinen Bildern angebracht. Was für Dinger? Na Blebbels...

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Aufregung pur

Es ist 4:35 und der Blick aus dem Wohnzimmerfenster in den Innenhof zeigt noch die Dunkelheit der Nacht. Der Baukran, der in der Hansastrasse hilft ein neues Wohnhaus entstehen zu lassen, sendet einen roten Punkt in den frühen Sendlinger Morgen. Ich war kurz nach 3 Uhr aufgewacht und die Aufregung war sehr präsent. Aufregung ist Leben pur! Puh! Wenn das stimmt, dann lebe ich nur wenige Momente meines Lebens. Ich bin immer froh, wenn Aufregung vorbei ist! Man könnte fast sagen, dass ich Aufregung vermeide. Und wenn sie da ist, mache ich sofort eine beruhigende Meditation 😉 Vermeide ich das Leben? Heute hängen Michaela und ich die Bilder im Geranienhaus für die Ausstellung. Vorgestern war ich nicht so sicher, ob es klappen kann. Ich bin am Donnerstag letzter Woche mit Halsschmerzen und Schnupfen aufgewacht. Bis Freitag Vormittag hab ich noch im homeoffice gearbeitet und dann war klar, dass ich mich einfach ablegen muss. Fieber bekommen. Die Diagnose vom ärztlichen Bereitschaftsdiense: Sommergrippe (eine eigene kleine Geschichte in Coronazeiten). Schlafen, erholen, viel trinken, Hühnersuppe bei 28 Grad. Homöopathische Maßnahmen und sehr pragmatische und liebevolle Unterstützung bzw. Aufmunterung. Hilfe beim Bilder ins Auto packen. Geschafft! Alle Punkte der ToDo Liste abgehakt und in einem Kuchendiagramm alle bearbeiteten Punkte als Fläche ausgemalt. Hilfreich. Fühle mich seit gestern sehr viel besser und freue mich auf den Prozess des Bilder aufhängens. Was passt...

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