elisabeth hauner

kunst

Biografie und Einstellung

Der Start im Büro nach dem Urlaub am letzten Montag war "überwältigend". Tiefenentspannung trifft auf Meeting Marathon und ellenlange ToDo Liste. Zum Glück konnte ich mich dann am Dienstag wieder beruhigen und ab Mittwoch wieder in mein Tempo kommen. Das Jahresendgespräch mit meinem Chef hatte ich schon im Dezember, aber die Gespräche mit meinen beiden Team Mitgliedern waren zum Ende der Woche terminiert. Ich mag diesen Austausch, der ja nicht nur auf diese Termine reduziert stattfindet. Mit einem guten Gefühl war ich so ins Wochenende gestartet. Und es ist auch ein Haken auf der ToDo Liste, die natürlich sofort neue Inhalte bekommt. Es ist nie fertig - das habe ich inzwischen verinnerlicht. Das hat mir geholfen mein Tempo zu finden und ein gewisses Selbstverständnis dafür zu entwickeln. Am Freitag ein Treffen mit Frauen mit denen ich seit der Coachingausbildung freundschaftlich verbunden bin. Intensive Gespräche. Lebensrückblick aus der Sicht einer bald 69 Jährigen, der uns neue Einblicke gab. Sie schreibt im Rahmen einer Logo Therapieausbildung gerade ihre Biografie. Sehr spannend. Entwicklung einer jahrzehntelangen Ehe. Auf die Frage, wie es denn da jetzt so sei, meinte sie ziemlich trocken: "Man hört nicht mehr so gut. Und man hört sich nicht mehr zu." Ich bin froh, dass ich zum einen noch ein paar Jährchen jünger bin und zum anderen eine doch im Vergleich sehr frische Beziehung führe. Das mit dem Hören und Zuhören funktioniert noch ganz gut 😉 Am Samstag waren wir bei...

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Kurz vor dem Alltag

Ich habe den Eindruck länger als eine Woche Urlaub gehabt zu haben. Das fühlt sich gut an und schenkt mir für den Start im homeoffice Leichtigkeit und Neugierde. Von letztem Dienstag bis Samstag Abend waren wir im Allgäu. Winterurlaub. Ferienwohnung. Toll! 🙃 Mit Schneestapfen, Kaminofen einheizen und auf dem Sofa rum lümmeln, tanzen, kochen und genießen. Rauhnachtsausklang. Eine andere Welt. Ich bekomme vorgelesen. Aus dem Buch "Hast Du uns endlich gefunden" von Edgar Selge. Wolfgang ist schon fast in der Mitte angekommen und gibt mir zum Einstieg eine Zusammenfassung über die wesentlichen Gegebenheiten und die Protagonisten. Edgar Selge hat eine frische Art zu schreiben. Offen und ohne (falsche?) Scham erzählt er aus seiner Kindheit - gut bürgerlich. Dieses Wort habe ich von Wolfgang erklärt bekommen - ich bin ein Arbeiterkind. Nachkriegszeit. Selge ist 17 Jahre älter als ich. In diesem Fall bin ich vom Glück der "späten" Geburt "gesegnet". Kein Krieg, kein Hunger, keine Vertreibung, keine direkte Schuld. Dankbarkeit. Meine Eltern waren 13 und 15, als der Krieg 1945 zu Ende ging. Ich kann mich nicht erinnern, dass sie je davon erzählt hätten. Muss mal meine Geschwister fragen, ob die vielleicht noch Erzähl-Erinnerungen zum Auskramen haben. Den ganzen Sonntag Zeit um anzukommen in meinen vier Wänden. Das mag ich gern, wenn zwischen Urlaub und Arbeit noch ein bisschen Luft ist. Eine lange Yoga- und Meditationsstrecke vor dem Frühstück. Rumsanteln während die Waschmaschine...

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Wohnt dem Anfang noch ein Zauber inne?

Ein gutes, neues Jahr wünsche ich Dir an diesem 3. Januar 2022. Lauter runde Zahlen in diesem Jahr - nichts eckiges - schreibt sich sehr geschmeidig. Und trotzdem werde ich, wie immer, ein paar Tage brauchen bis die neue Jahreszahl flüssig aufs Papier kommt. Ich übe sie schon mal in meinem selbst gebundenem Rauhnachtsheft, in dem es mir besonders viel Freude macht hineinzuschreiben, zu kleben und zu gestalten. Gestern war das Thema: Reichtum und Fülle. Folgende Fragen haben zum reflektieren eingeladen: Wer oder was bereichert Dich? Was erfüllt Dich?  In der  Wochenzeitung "Zeit" gibt es auf einer Seite eine Spalte mit der Überschrift: "Was mein Leben reicher macht". Ein nicht endend wollender Strom vom Gedanken und Erlebnissen der Leser schafft es immer wieder mich zu berühren. Im Oktober 2020 bekam ich einen Ausschnitt davon, aufgeklebt auf einer Postkarte (mit minimaler Änderung), zugeschickt.  Den Text verrate ich nicht, nur dass der Absender Wolfgang war und ich mich seeeehr darüber gefreut habe. Und was macht nun mein Leben reicher? Vor allem dieser Mann - ich finde wir sind ein cooles Paar 😎. Und darüber hinaus meine Familie, meine Freund*Innen, Austausch, Natur, Freiraum, Qualitätszeit, Kultur, Yoga, Musik, magisches Miteinander, Lebenslust, Selbstverständnis, gemeinsam kochen, Reisen, Kunst, Kreativität und Zuversicht. Ich fühle mich überreich beschenkt mit diesen Quellen, dieser Vielfalt! Vertrauen gehört noch dazu. Vertrauen das Menschen in mich haben, aber auch...

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Zwischen den Jahren

Am Sonntag kam in den Nachrichten, dass Desmond Tutu im Alter von 90 Jahren gestorben ist. Dieser Mann hat mich berührt, weil er sich berühren ließ. Er konnte unglaublich wütend werden, wenn es um Ungerechtigkeit ging und davon gab es sehr viel in Südafrika. Und er war ein Entertainer, ein Versöhner und ein Freund des Dalai Lama. Allein die beiden zusammen zu sehen ist schon eine Freude - beiden sitzt der Schalk im Nacken. Deshalb habe ich ein kleines Video beigefügt. Hast Du die Feiertage gut verbracht? Mit Festmenue, geistigen Getränken, Plätzchen, Geschenken und etwas Ruhe nach dem Stress der letzten Wochen? Ich hatte es dieses Jahr wirklich besonders gut.  Ich habe 2 x Weihnachten gefeiert. Erst einmal vorgefeiert mit Wolfgang, "in Begleitung" einer Dorade aus dem Backrohr und leckerem Pfannengemüse.  Mit einer "schönen Bescherung", die eine Idee zu einer weiten Reise unter der Schleife hatte - wenn es denn dann wieder unkompliziert geht. Es eilt nicht - und es ist eine schöne Vision mit Vorfreude, die Recherchierlust lebendig werden lässt. Wie schön! Und dann nochmal mit meiner Familie. Es gab viel zu essen und viel zu  lachen. Wir haben im Garten vor einer Feuerschale gesungen und damit die Nachbarn erschreckt 😇. Ich habe wirklich besonderes Glück, dass wir Geschwister plus jeweiliger Anhang so gut miteinander können! Am ersten Weihnachtsfeiertag habe ich dann meine 13 Wünsche für das nächste Jahr als eines der  Rauhnachtsrituale zusammen geschrieben. Erst wusste ich...

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Ab morgen wird es wieder heller ☀️

Ich finde die Zeit von Oktober bis Weihnachten vergeht besonders schnell. Im Büro ist das die heiße Phase, weil viel Energie in die Zielerreichung fließt und gefühlt jeder dieser Tage sein eigenes, gesteigertes Tempo inne hat. Ich habe jetzt nur noch drei Tage zu arbeiten, weil wir alle für den 23. Dezember einen zusätzlichen Arbeitstag von der Firma geschenkt bekommen haben. Das ist WUNDERbar 🙃. Ich arbeite zwar "zwischen den Jahren", aber da geht es darum aufzuräumen, zu archivieren, eine neue Ordnerstruktur für das neue Jahr anzulegen und das ein oder andere noch abzuschließen für das bisher keine Zeit war. Die Idee wäre, diese Tage diesmal sehr ruhig anzugehen und früh Schluß zu machen. Damit ich Zeit habe für die wichtigen Dinge im Leben... Z.B. die Rauhnächte (es gibt natürlich noch andere Wichtigkeiten 😉). Wenn Du Lust hast diese besondere Zeit auf eine sehr entspannte Weise zu erleben, dann kann ich Dir den Tipp geben Dich von Jenny inspirieren zu lassen. Ich habe unten den Link zur Anmeldung angefügt. Ich freue mich schon darauf. Es ist eine Zeit, die bestens geeignet ist "runter" zu kommen, das alte Jahr zu reflektieren und sich auf das neue Jahr auszurichten. Morgen Abend können sich die Rauhnachtsteilnehmer ihr eigenes Begleitbüchlein binden. Ich war gestern Nachmittag noch auf 2 Stündchen im Atelier und habe Papiere geschnitten. Mit Papierschneidemaschinchen ein reines Vergnügen. Glupperl habe ich auch bekommen (ich habe tatsächlich keine) und Inspiration für...

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(Noch) kein Weihnachtslied

Jetzt brennen schon 3 Kerzen auf dem Adventskranz, aber erst seit Sonntag. Aber wollen hätt ich eigentlich schon am Samstag in der Früh beim Frühstück. Es war ziemlich bewölkt und deshalb wären drei Lichter heller gewesen als zwei. Ich höre ab und zu am Samstag zum Frühstück Radio (Bayern 1 - damit ist dieses Coming out auch schon durch 😉) und der Wettermann hatte die gleiche Intention wie ich. Die wurde aber sofort von der Moderatorin abgewürgt, weil die nächste Kerze erst am Sonntag angezündigt werden dürfe. Kam mir sofort ertappt vor - obwohl ich noch gar nichts gemacht hatte. Am ersten Dezember Wochenende habe ich an einem Online Workshop zum Thema IFS (Inner Family System) teilgenommen. Es war super interessant und ich hab das ein oder andere für mich mitgenommen. Neben den Aspekten der Teilearbeit auch, dass ich solange ich hauptsächlich im Homeoffice bin keinen online Workshop mehr am Wochenende buchen werde. Ich bekomme eine regelrechte Bildschirmaversion und hatte letzten Sonntag keinen Nerv den early-bird vorzubereiten. Ich bin wirklich sehr gern analog unterwegs und genieße es in meiner Freizeit Zeitung (Papier) zu lesen. Dieses unhandliche Format unter Rascheln so zu formen, dass es gut in der Hand liegt. Aber auch andere gedruckte Seiten, die z.B. zu einem Buch gebunden wurden, zähle ich zu meinen analogen Freuden. Man könnte auch sagen, daß ich altmodisch bin und mich der Digitalisierung verschließe. Mag sein. Ich nenne es eher gesunde Abstinenz, weil im...

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Musik, die Gänsehaut hervorruft

Der erste Advent - auch schon wieder vorbei. Ich habe gestern zum Frühstück die erste der vier orangenen Kerzen angezündet - sie leuchtet ganz wunderschön zwischen den getrockneten, lila Hortensien. Ich hab mir wieder nur Kerzen auf meinen weiß gestrichenem, aus Weiden gebundenen Kranz stecken lassen und den Rest selbst geschmückt. Advent braucht Adventskranz - ohne geht nicht. Und es geht auch nicht ohne Musik. Ich kann mich erinnern, dass ich Lieder, die mir gut gefallen haben in Dauerschleife so lange gehört habe, bis ich völlig durchtränkt war von der Melodie und dem Text. Ich habe in meinem Wohnzimmer schon viel getanzt, weil es Lieder gibt die mich nicht still sitzen lassen, sondern einen Ausdruck brauchen. Ausdruck der Freude, der Wut, der Hilflosikeit oder anderer Emotionen. Es gibt Lieder, bei denen ich bei den ersten Takten schon eine Gänsehaut bekomme. Weil Erlebnisse damit verbunden sind. Dazu gehört sicherlich "Rolling in the deep" von Adele. Mit diesem Lied haben wir 2012 beim Abschluß der Coaching Ausbildung die ca. 100 Gästen vom ofiziellen Teil verabschiedet. Und wir haben sie mit diesen Takten wenige Stunden später zur Party auf einem Schiff am Starnberger See wieder begrüßt. Die 5 Jahre der Ausbildung war eine sehr intensive Zeit in meinem Leben. Ich habe alle Gefühle rauf und runter mehrfach bei jedem Modul "durchgemacht". War, wie die anderen auch "durchgewalkt". Auf die Frage,  wie es einem denn so geht, haben wir geantwortet: "Man heult sich so...

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“Das Schicksal

mag unseren Weg bestimmen. Aber wir entscheiden selber, ob wir kriechen oder aufrecht gehen." Dieses Zitat von Girls Heart las uns G. zum Abschluß der Yogastunde letzten Mittwoch vor. Auf dem Tablett mit einer Tasse Tee lag der Spruch in ausgedruckter Form zum mitnehmen bereit. To go. Nach mehr oder minder einheitlichem Stöhnen während des Übens über all die Körperteile, die sich bei der ein oder anderen Übung schmerzlich bemerkbar machten, traf uns dieses Zitat mitten in unserem "Jammergeist". Wir haben alle den Spruch mitgenommen. Zum nachwirken. Es ist gut, immer mal wieder einen Spiegel vorgehalten zu bekommen - auch in dieser Form 😉. In einem Interview mit der 94-jährigen Sybil Gräfin Schönfeld (eine Germanistin, die ihr Leben lang Kochbücher, Kochkolumnen und Kalender geschrieben hat) wird gegen Ende das Alter der Protagonistin thematisiert. Ein Bekannter hätte ihr neulich gesagt, dass sie die einzige "Alte" sei, die nicht jammert. Sie hat darauf geantwortet, dass sie damit nur ihre Zeit verschwenden würde. Warum sollte sie jammern? Sie wüßte wer sie sei und was ihr geschenkt wird; jeden Tag wieder. Sie müsse nicht überrascht sein, dass die Finger nicht mehr so funktionieren, sie müsse nicht überrascht sein, dass sie nicht mehr ordentlich laufen könne und auch nicht, dass dies oder jenes nicht mehr ginge. Sie hätte zum Glück freundliche Ärzte, die ihr helfen und es ihr erleichtern. Also warum sollte sie sich beklagen? Im Gegenteil: Sie müsse froh sein und danken, dass...

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Offline ist auch keine Lösung

Lansam verwandle ich mich immer mehr zu einem "Morgenmuffel". Ich dachte die Umstellung auf die Winter (Normal-) Zeit hilft mir dabei wieder mit dem bekannten Elan um 5 Uhr aus dem Bett zu springen. Hat nicht wirklich geklappt. Ich brauche mindestens eine halbe Stunde bis ich mich dann zum Aufstehen überredet habe. Ab morgen stelle ich den Wecker gleich auf 5:30 Uhr. Vielleicht ist das die Lösung. Offline gehen ist z.B. keine Lösung und trotzdem geht mein Drucker einfach "offline" und drucken vom Handy funktioniert  nicht mehr. Einfach so. Ich hätte gestern noch einen Ausdruck fürs Atelier gebraucht. Hab fast 20 Minuten rumgedrückt an dem Ding. Wollte einach nicht. Na dann halt nicht. Zum Start erst mal ein paar Worte zu Heike's Kurs zum Thema "In mir sicher und zu Hause - Selbstregulation und Selbstmitgefühl". Es ist ja ein Onlinekurs, was für alle "Nicht-Münchner" ,und aufgrund der aktuellen Coronaentwicklung sowieso, ein Glück ist.  Mit Zoom bin ich einigermaßen vertraut, wobei mir mein Mikro immer wieder einen Streich spielt. Aber inzwischen habe ich gelernt auch damit besser umgehen. Und trotzdem wird das Thema Technik und ich nie ein Dream Team werden 😉. Wir haben erst mal ein paar Infos zur Entwicklung des Gehirns bekommen. Es war zwar jetzt nichts neues, dass das Ganze mit dem Rückenmark anfing. Die Infos zur Weiterentwicklung über das Reptiliengehirn zum Limbischen System (Amygdala/Hippocampus) bis hin zum Präfrontalen Cortex hatte ich auch schon gehört. Allerdings...

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Mit Erkundung den Horizont erweitern

Wir haben am Sonntag unseren Atelierplatz eingerichtet. Alles in das Regal geräumt, das Wolfgang schon aufgebaut hatte. Farben, Pinsel, Utensilien. Sehr ordentlich sieht das aus. Ich muss unbedingt noch ein Foto machen. Damit sich der Teil in mir, der nicht so ordentlich ist daran ein Beispiel nehmen kann😉 Am Montag war ich dann zum ersten Mal im Atelier - auf meinem Atelierplatz und habe zwei Mal Zeit "geschnipselt". Die letzen beiden Wochen bin ich nicht so intensiv zum lesen gekommen und so habe ich das beim Reißen und Schneiden ein wenig nachgeholt. Unter anderem die Kolumne von Peter Dausend. Mit zwei Zitaten daraus möchte ich diesmal starten. Zum einen von dem Lyriker Stanislaw Jerzy Lec: "Wer den Himmel auf Erden erwartet, hat im Erdkundeunterricht nicht richtig aufgepasst". Als ich das gelesen habe, musste ich schmunzeln. Ich hatte es grade die Tage über Geographie - das hat mich in der Schule nicht die Bohne interessiert. Dementsprechend fällt es mir auch schwer mich auf der Weltkarte zu orientieren. Orientierung - ein Kapitel für sich. In der gleichen Kolumne wird auch noch Konrad Adenauer zitiert: "Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont." Da war mir nicht mehr zum Lachen zumute, weil sich mein Horizont die letzte Zeit immer wieder stark verengt. Es gibt Momente in denen ich, durch einen mir nicht unbedingt nachvollziebaren Auslöser, von einem auf den anderen Moment völlig in mir eingesperrt bin. Das Hirn ist in...

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Freunde

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub! Eine kleine Abwandlung eines Fußballspruchs von Sepp Herberger, der sogar bei mir (Fußball interessiert mich jetzt nicht wirklich) hängen geblieben ist. Ich fahre am Mittwoch Richtung Bozen um dort zusammen mit meiner besten Lieblingsfreundin an einem Yoga / ChiGong / Meditationsretreat teilzunehmen. Hintergrund sind zwei Geburtstage: Der von M. und der unserer Freundschaft. Wir kennen uns jetzt 20 Jahre - wenn das kein Grund ist zu feiern! Wir haben doch schon einiges zusammen erlebt und "durchgestanden". Ich hab ihr Jahre lang zu einem Thema das Ohr abgekaut - aber als Kinder- und Jungendpsychologin ist sie einiges gewohnt 😘 Ich habe nur noch zwei Freunde die ich länger kenne. Einen aus der Berufsschule zum Groß- und Außenhandelskfm. und den anderen hab ich während der dazugehörigen Ausbildung bei Etienne Aigner in der Abteilung ZTV (Zoll/Transport/Versand) - wir haben manchmal im Spaß ZentralerTrottelVerein daraus gemacht. Die beiden kenne ich bald doppelt so lang - 40 Jahre. O.k. das muss ich mir notieren. Darauf müssen wir auf alle Fälle anstoßen 😉 Ich habs mal wieder eilig - irgendwie ist momentan alles immer wichtig und zeitkritisch zugleich. Vor dem Urlaub heißt auch immer im Büro möglichst viel "fertig" zu bekommen, bzw. zu übergeben. Wobei ich diesmal eigentlich niemanden habe, dem ich viel "aufs Auge drücken" kann. Na, ja dann wird der Rest eben auf die Woche drauf verschoben - richtig wichtig sind eh andere Dinge. Das hört...

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The Sound of Silence

Das Wochenende war irgendwie zu kurz - gefühlt nur ein paar Stunden. Trotzdem mit einem "Tschakka" aufgestanden, weil es ja eh nix hilft  😉 Das wird jetzt ein kurzer early-bird. Sogar sehr kurz. Macht aber nix, weil es so viel zu lesen und zu hören gibt, dass ein bisschen Stille am Montag Morgen auch ganz erfrischend sein kann. Ich wünsch Dir einen guten Start in diese Woche 🤗   Die Collage zeigt spontan ausgewählte Wörter und Bilder aus der Wochenzeitung "Zeit" vom 30.09. bis zum 06.10.2021 Meditation: Einfach da sein - 5 Minuten Emma Louise & Husky: The Sounds of Silence (mal anders)  

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Herbstgedöns

Ich hab von der Family Fotos bekommen von der Amalfiküste und von Sardinien: Traumwetter, Traumstrände, Spätsommer. Hier in München ist der Herbst angekommen. Sowas von. Wie Lava fließt ein roter Strom durch die Blätter an Bäumen und schlängelt sich durch Sträucher - die Farben der Natur sind unerreichbar an einem sonnig/warmen Herbsttag. So geht Herbst! 😎 In meinem Bad hängen rechts neben dem Spiegel vier Post-It's - die Grundlagen der Achtsamkeit: "Achtsamkeit auf den Körper", "Achtsamkeit auf die Emotionen", "Achtsamkeit auf die Stimmung", "Achtsamkeit auf die Gedanken". Wolfgang hat mich am Wochenende gefragt, ob ich die eigentlich noch wahrnehme. "Ja", hab ich geantwortet, weil ich tatsächlich die Tage genau drauf geschaut und dabei festgestellt habe, dass meine Achtsamkeit ein bisschen nach hinten gerutscht ist in der Priorität. Seit geraumer Zeit war ich nicht mehr online bei der "fortgeschrittenen" Meditationsgruppe. Mir ging die Arbeit mit den Lehrreden ein bisschen "auf den Senkel". Ich fand keine Brücke über die ich gehen konnte um diese mit dem heutigen Leben, mit der Realität in Verbindung zu bringen. Ich wurde so müde dabei, dass ich kaum die Augen offen halten konnte und mich mittendrin aus dem Zoommeeting abgemeldet habe um auf direktem Weg ins Bett zu gehen. Teilweise um 20 Uhr! Das ist selbst für mich verdammt früh 😉. Müdigkeit ist ein sehr deutliches Zeichen von Widerstand und unterdrückter Wut. Ich habe einige Zeit tapfer die Stunden weiter online...

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Auch ein später Vogel kann einen Wurm “reinbringen”

Es sieht so aus, als ob ich mich ans spätere Aufstehen gewöhnen könnte 😉 Und - ich habe heute noch Urlaub. Großartig! Ich kann mir vorstellen, dass heute sowieso ein Thema vorherrschen wird: Die Bundestagswahl und deshalb ist ein später early-bird sicherlich zu verkraften. Es fühlt sich so an, als ob ich schon ewig Urlaub hätte - das liegt sicher an der Vielfalt die wir genossen haben. Venedig ist immer wieder bezaubernd und bietet allen Sinnen die Möglichkeit aufzugehen in einem Potpourri von Farben und Formen. Die Architektur Biennale hat bei mir eher Fragen aufgeworfen, als inspiriert. Und mir mal wieder gezeigt, dass mein Englisch ganz viel Luft nach oben hat. Trotzdem war der Besuch der Giardini, aber vor allem des Arsenale ein Highlight. Wir haben "die Hände" von Lorenzo Quinn bestaunt und waren überrascht herauszufinden, dass er der Sohn des Schauspielers Anthony Quinn ist.  Damit die Kunst nicht zu kurz kommt haben wir dieses Bedürfnis zusätzlich noch im Peggy Guggenheim Museum "gestillt". Ein Abstecher nach Murano und ein Strandspaziergang am Lido waren für mich weitere neue Erlebnisse, die ich nicht missen möchte. Es gibt noch vieles zu erkunden und so werden wir sicherlich wieder kommen. Was die Touristenmassen angeht würde sagen, dass sie noch nicht wieder zurück sind, aber es war doch einiges los. Der zweite Urlaubsstopp am Gardasee in einem Ferienhaus 😘 war beschaulich. Einkaufen, kochen, durch die Städtchen Desenzano und Riva flanieren und den neuen Weg von...

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early-bird pur

Heute muss es tatsächlich schnell gehen - schneller als sonst 😉 Gestern war volles Programm und so war nicht die Zeit den early-bird in Ruhe vorzubereiten, bevor ich heute in der Früh nur nochmal drüber gehe um das was sich über Nacht gewandelt hat noch anzupassen, zu korrigieren oder zu ergänzen. Heute kommt das, was jetzt zwischen 5 und 6 Uhr da ist. early-bird pur. Gestern waren wir mit meiner family beim Bluesfrühshoppen im niederbayrischen Eberstall. Wie sich der in diese Region verirrt hat? Da hat mein Schwager mitgeholfen. Inzwischen gibt es eine kleine "Fangemeinde", die einmal im Jahr den Klängen von Gitarre, Mundharmonika und Banjo lauscht und auch mal ganz spontan ein Tänzchen wagt. Black Patti - gute Laune inbegriffen. Kaffee und Kuchen im Garten meiner Schwester. Familie, vertraut und doch im neuen Kontext - gestern habe ich es besonders genossen. Aktuelle Themen. Zuhören. Verschiedene Sichten. Scherzen. Ich habe wirklich Glück, weil wir keine "Grabenkämpfe" haben, sondern uns über die Jahrzehnte immer mehr so sein lassen können, wie wir sind. Und abends dann das TRIELL. Auch wenn die CDU jetzt kämpfersicher auftritt, kann ich einfach mit dem Typen nichts, aber schon gleich gar nichts anfangen. Diese "persönliche" Animosität muss ich mir bei Gelegenheit mal genauer anschauen. Denn, dass was uns an anderen stört hat ja immer was mit einem selbt zu tun und sagt in dem Fall sehr viel mehr über mich aus, als mir lieb sein kann. Punkte konnte bei mir neben der...

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Alles Gute passiert immer langsam

Schwupps und schon ist September. Dieses Wochenende mit wunderbarem Sonnenschein. Wie toll ist das denn! Nach der langen Regenstrecke eine wahre Wohltat. Motorrad fahren, Spazieren gehen, Biergarten und Balkon - die vier Optionen, die wir aus dem Spätsommer Potpourrie gewählt haben. Was für ein Luxus - das wird mir gerade bewußt. Ich habe erst gestern meinen Kalender 😘 auf September umgestellt und folgenden Text von der jungen Schauspielerin, Poetry Slammerin und Sängerin Julia Engelmann gefunden: "Alles Gute passiert immer langsam. Also warum hab ich nie Geduld? Ich denke viel zu viel an alle anderen. Und ich gebe mir zu oft die Schuld." Poetry Slam habe ich noch nicht live gesehen, nur mal kurz einen Ausschnitt in einer Aufzeichnung. Und so habe ich auf einer Plattform nach Julia Engelmann gesucht und zwei kurze Ausschnitte angeklickt. Ich finde es ganz unglaublich, wie sie mit Worten jongliert und dabei ihre Welt hinterfragt. Die einen malen, die anderen machen Musik, andere wählen Schreiben als Ausdruck für ihr innerstes Sein. Jede Form ist willkommen und Poetry Slam möchte ich unbedingt demnächst mal live sehen, wenn das möglich ist. Also die Geduld. Ein Dauerbrenner. Wenn wir in Bewerbungsgesprächen junge Leute nach ihren Stärken und Schwächen befragen, dann ist auch immer die Ungeduld ein Thema. Es ist wohl ein Privileg der Jugend ungeduldig sein zu dürfen. Ist es umgekehrt auch ein Vorzug des Reifens geduldiger zu werden? Ich glaube schon. Manchmal führt aber auch...

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Die zwei Seiten der Medaille

Wenn ich gut drauf bin, dann kann ich sie sehen - beide Seiten der Medaille. Wenn ich schlecht drauf bin sehe ich nur die eine - die "negative" Seite der Vergänglichkeit. Zum Glück passt das grade mit der Stimmung und mein Blick ist offen für das "sowohl als auch". Am Samstag war das Malatelier "himmelsgrün" zum letzten Mal für eine Atelierzeit geöffnet. Es war "full house" - dem Anlass angemessen. Ein letztes Mal mit anderen zusammen - natürlich unter Corona-Auflagen - Kreativität, Inspiration und Austausch. Neuneinhalb Jahre, mit Lockdown - Unterbrechung, so schnell vergangen und doch schon so lange her. Ich kann mich noch gut erinnern, an mein erstes Nachtmalen mit Nachtmahl am Karfreitag kurz nach der Eröffnung. Ich saß in der Nische und wollte unbedingt was österliches auf die Leinwand bringen - hat sowas von nicht funktioniert 😉. Viele Kurse später, vor allem durch die "machART" (ein sehr schönes Format über einen längeren Zeitraum mit den gleichen Teilnehmer*Innen) habe ich begriffen, worum es eigentlich geht. Darum sich einzulassen, loszulassen von Vorstellungen, auszuprobieren, zu spielen und genau das zu machen, was grade dran ist ohne ein Ergebnis erzielen zu müssen. Und hinzuspüren, was dabei passiert. Daraus zu lernen, aber nicht schulisch sondern seelisch. Eine Möglichkeit zu wachsen und Flügel zu bekommen um abzuheben vom Alltag und den dazugehörigen Sorgen und Ängsten. Es geht ums Tun. Etwas das erfüllt und einem die Seele weitet. Ansonsten wird das Leben...

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Ich war noch nie eine Nachteule

Ich war am Sonntag im Stadtmuseum. Hab mir zum einen den Teil "Typisch München" angeschaut. Es war interessant zu erfahren, dass 1966, als klar war, dass die Olympiade in München stattfinden würde ein ganzer Schwung Hilfskräfte aus dem damaligen Jugoslawien nach München kam. Einem Filmausschnitt kann man entnehmen, wie Menschenmassen am Münchner Hauptbahnhof ankommen. Ansonsten wäre es wohl nichts geworden mit der erforderlichen Infrastruktur und den benötigten Stadien. Bei den Spielen war ich 7 Jahre alt und kann mich nicht erinnern irgend etwas davon mitbekommen zu haben. Tja, da war ich einfach zu jung und meine Eltern hatten für Sport nicht viel übrig. Außer Fußball. Natürlich. Mein Vater war  - ein 60er Fan. Der Hauptgrund, warum ich zum St.-Jakobs-Platz geradelt bin, war die Ausstellung: "Nachts. Clubkultur in München". Ich war wirklich bass erstaunt, was ich alles verpasst habe!  Vorne weg das "Atomic Cafe". Muß wohl eine Institution gewesen sein, die 2015 schließen musste, weil die Miete nicht mehr bezahlbar war. Von den vorgestellten Clubs kenne ich noch das "Feierwerk" - das ist direkt bei mir ums Eck. Zu einem Konzert habe ich es trotz der Nähe bisher nicht geschaftt, vielleicht klappt das ja nochmal. Im "Cord" war ich mal mit A. einer zu der Zeit sehr guten Freundin. Das muss mindestens 10 Jahre her sein. An dem Abend spielten "Ginger Redcliff", Keyboard und Bass. Die gefielen mir und so hab ich direkt die CD gekauft. Ansonsten habe ich leider nie wieder was von...

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Sommerloch

Fast könnte man meinen, dass die Münchner in einem Sommerloch verschwunden sind. Aber den Staumeldungen vom Samstag nach, haben sich nun wohl vor allem Familien in den wohlverdienten Urlaub Richtung Süden aufgemacht. Ein Grund warum ich den August in München so gern mag. Weil so viele weg sind 😉 Man bekommt in (fast) allen Restaurants ohne Reservierung einen Platz. Und so haben wir am Freitag spontan Italien-Flair bei "Da Bruno" im Mühlenviertel genossen. Ein super schöner, lauer Abend mit leckerer Pasta und angeregtem Gespräch. Auch der Samstag war entspannt bei einem Konzert von "Trio Lias" in der ersten Reihe auf dem S-Beach vom Tollwood. Zwei Gitarren, eine Trompete und Gesang. In solchen Momenten tut es mir immer leid, dass ich nie ein Instrument gelernt habe. Musik ist was ganz wunderbares und berührt auf einzigartige Weise. Und jetzt spring ich mal (thematisch). Ich bin sehr betroffen von der Gesamtaussage des neuen Weltklimaberichtes. Ich glaube, dass sehr viel getan und noch mehr gelassen werden muss, um zukünftigen Generationen ein Leben auf diesem Planeten zu ermöglichen. Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten und mich nicht hinter der Aussage verstecken, dass ich als Einzelne eh nichts bewirken kann. Das glaube ich nicht. Ich fahre kaum mehr mit dem Auto, sondern fast alles mit dem Fahrrad. O.k. jetzt ist Sommer. Es wird sich zeigen, wie ich im Herbst und Winter mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln klar komme. Ich bin auf "grünen" Strom umgestiegen und versuche...

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Widersprüchlich

Der Mensch ist ein einziger Widerspruch - vor allem,  wenn er den Mund aufmacht. Ich weiß nicht mehr von wem dieser Ausspruch stammt - auch googlen war nicht erfolgreich. Na, ich will sagen, dass er nicht von mir ist. Aber ich möchte ihn bestätigen. Aus eigenem Erleben und Reflektieren. Ich bin damit nicht allein, was mich einerseits entspannt und andererseits sehr beunruhigt. Denn, wenn ich mir vorstelle, dass sehr viele, oder vielleicht alle Menschen von Widersprüchen gebeutelt oder sogar zerissen werden, dann wird das nicht ganz so easy mit einer friedvollen und nachhaltigen Welt. Wir waren von Mittwoch bis Samstag in Salzburg - mit dem Zug. Das war sehr bequem und völlig entspannt. Der Ort war nicht aufgrund der gerade laufenden Festspiele gewählt. Aber weil diese aktuell stattfinden , hat Wolfgang Karten für "Richard den Dritten" erstanden um dann auch ein bisschen Kultur "mitzunehmen". Es war eine sehr relaxte Städtereise. Nicht nur aufgrund der für uns zu Beginn irritierenden Corona Lockerungen in Österreich. Masken nur noch in den Öffentlichen Verkehrsmitteln.  Ah ja, und bei den Festspielen. Sondern vor allem, weil wir ein ähnliches Tempo haben, uns gerne treiben lassen um Ideen aufzunehmen um dann den ein oder anderen Anker auszuwerfen. Es waren viele Galerien geöffnet, teilweise auch in PopUP Manier - nur für den Zeitraum der Festspiele. Klar, da tummelt sich auch entsprechendes Klientel, das vielleicht noch das ein oder andere Bild für den Zweitwohnsitz erstehen...

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Vom Konsumieren zum Produzieren

Wir haben uns am Sonntag zum ersten Kaffee mal wieder einen Podcast von der "Zeit" angehört. Das Thema: "Die Schreibwerkstatt" mit Doris Dörrie. In diesem Podcast, in dem sich zwei Journalisten über ein Interview mit ihr unterhielten, bekam sie in Einblendungen auch immer wieder Raum. Sie berichtete darüber, wie sie als Vielreisende und permanent "Machende" mit dem Lockdown zurecht gekommen war und welche Gefahr sie in der, durch die Pandemie rasant in Fahrt gekommene, Digitale Welt sieht. Die Gesellschaft könnte zu  Konsumenten "verkümmern". Es geht darum vom reinen Konsumieren hin zum Produzieren zu kommen. Zum Erleben, Erfahren und eigenen Tun, anstatt anderen dabei zuzusehen was sie tun. Diese Frau verehre ich ja tatsächlich sehr. Sie wirkt auf mich sehr aktiv, neugierig, "weltmännisch" (was ist den hier bitteschön die korrekte Genderform 🤔?) und lebenslustig, und dabei völlig unprätentiös. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele verschiedene Projekte man gleichzeitig bearbeiten, und Bälle in der Luft halten kann. Meine beste Freundin M. kann das auch - unglaublich. Mir wird schon beim zuhören schwindlig und nur bei der Hälfte hätte ich schon Bedenken aus der Kurve zu fliegen. Ich brauche zwischendrin immer wieder Erholungsinseln und versuche eins nach dem anderen zu machen in einem eher moderatenTempo. Ich finde die Filme, aber auch die Bücher von Doris Dörrie große Klasse und so habe ich auch "LEBEN SCHREIBEN ATMEN" in meinem Bücherregal. Untertitel: "Eine Einladung...

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Pause

Bin nicht fit heute. M. meint eine Sommergrippe? Wird sich zeigen. Ich wünsche Dir einen guten Start in diese neue Woche 🌞   Die Collage zeigt spontan ausgewählte Wörter und Bilder aus der Wochenzeitung "Zeit" vom 15.07. bis zum 21.07.2021  

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Intuition

In der aktuellen Zeit endet ein Bericht zum Thema "Die Macht des Bauchgefühls" mit einem, Albert Einstein zugeordnetem, Zitat: "Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk, und der rationale Verstand ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat." Ich habe den über 2 Seiten ausgeführten, kritischen Text zweimal gelesen. Einmal für mich allein und einmal laut vorgelesen - wodurch sich ein sehr intensives Gespräch entwickelt hat. Ich bin kein Zahlenmensch, in Sachen Intuition ging und geht es darum meinem spontanen Gefühl zu vertrauen und den Mut zu haben damit "zu gehen". Fakten spielen schon auch eine Rolle, aber eine untergeordnete. Die Intuition ist eine sehr leise Stimme, die ich leicht überhören kann. Manchmal nur die Andeutung von einem Zeigefinger, der sich heben will und den ich nicht wirklich ernst nehme. Wo ich mir und meiner Erfahrung nicht "vertraue". Und ganz oft bedeutet sie zu hören, unangenehme Entscheidungen treffen zu müssen. Oder noch eine Runde in einem Gespräch zu drehen. Mich zu zumuten mit einer inneren Haltung, die nicht dem Mainstream entspricht und damit der unterschwellige Angst ins Gesicht zu sehen, dass mich Andere dafür bewerten. Aus dem Bericht hat sich für mich als Essenz herauskristallisiert, daß Intuition über die Jahre erworbenes, transformiertes Wissen ist. Dies erlaubt den Schluß, dass man in Bereichen in denen man ein Experte/Expertin ist auch verstärkt auf seine Intuition...

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Mitgefühl

Auf meinen letzten early-bird bekam ich unter anderen eine Rückmeldung zum Thema Migräne. Ich will jetzt dieses Thema nicht weiter strapazieren, sondern mich für den Hinweis auf ein Buch bedanken, das ich vor etwa 2 bis 3 Jahren bereits gelesen habe. "Zart besaitet" hatte mir glaub ich ein Arbeitskollege empfohlen (ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber es ist auch nicht so entscheidend). Auf jeden Fall war das nach einer Situation, die mich in der Gruppe im Arbeitskontext überrumpelt hat und auf die ich mit einer längeren Phase von Erschöpfung reagiert habe. Ich war noch nie sonderlich robust, weder körperlich noch mental und empfand das auch eher als Makel. Aber ich bin zäh und so habe ich mich in "jungen" Jahren oft überfordert, weil ich dachte, dass ich doch genauso viel wie die anderen beitragen müsste. Damit habe ich es bis zu einer Erschöpfungsdepression "gebracht" - das war 2007. Seit dem hat sich viel getan. Beim ersten Lesen hatte ich ganz viele AHA Erlebnisse und war zum einen erleichtert, weil es mir eine Perspektive gab. Zum anderen wollte ich diese Erkenntnis aber nicht wahrhaben, weil ich mich nicht in den Bereich der Hochsensiblen einreihen wollte. Und so habe ich das Buch auf die Seite gelegt, weil es mir "peinlich" war. Habe weiter gemacht und es schlicht  "vergessen". Wahrscheinlich eher verdrängt. Nun habe ich das Buch auf diesen Hinweis hin in der zweiten Reihe im Bücherregal wieder gefunden und die letzten Tage nochmals darin gelesen. Ich bin...

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Eigentlich ist doch schon alles gesagt

Letzten Sonntag lag ich mit Migräne flach und am Montag gings mir immer noch so miserabel, dass ich bis zum Nachmittag im Bett geblieben bin. Am Dienstag hatte ich dann das Gefühl nichts zu erzählen zu haben. Irgendwie ist alles gesagt. Ich will mich ja nicht permanent wiederholen und Gähnattacken auslösen. Andererseits müssten dann irgendwie alle die Klappe halten und das wäre auch fad. Und so findest Du heute wieder einen early-bird in Deinem Postfach 😎 Wegen der Migräne war ich ja schon vor ein paar Wochen bei meinem Hausarzt, der mir unter zwei verschiedenen Ansätzen Vorschläge gemacht hat, wie man da dran gehen könnte. Zum einen ohne Medikation mit einer nächtlichen Beißschiene und/oder einem Seitenschläferkissen. Das Seitenschläferkissen hatte ich schon mal, das hab ich vor ca. zwei Jahren rausgeschmissen aus meinem Bett. Also zum Zahnarzt. Die Schiene habe ich jetzt seit 2 Wochen. Trage ich nächtlich außer am Wochenende, wenn Wolfgang da ist 😉 Wahrscheinlich braucht das auch seine Zeit bis sich mein System darauf einstellt und entspannt. Dazu habe ich tatsächlich Physio bzw. Ostheopathie von der Zahnärztin verschrieben bekommen. Die fuhrwerkt jetzt hauptsächlich an meinem Kopf, insbesondere an meinem Kiefer rum und versucht auf diesem Weg Entspannung einzuladen. Die Medikamentenversion habe ich zu Hause mit der Sicherheit, dass ich sie nie anwenden werde. Die Hoffnung war, dass sich die Migräne nicht "rein traut", wenn ich diese Hämmer im Küchenschrank habe. Hat...

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Mit Leichtigkeit in den Sommer

Ich hab ja mit Fußball so rein gar nix am Hut - trotzdem freu ich mich wenn die Deutsche Mannschaft gewinnt. Es sind dann alle so gut gelaunt und Optimismus breitet sich aus, wie der Duft der Pfingstrosen, die in meinem Wohnzimmer zusammen mit Katzenminze in der Vase stehen. Was ich dagegen tatsächlich super gern mag sind die Temperaturen im Sommer. Da bin ich mir mit meiner Freundin M. völlig einig - bei Mitte, Ende 20 Grad geht es mir so richtig gut. O.k. über 30 Grad kann es dann auch mal zuviel werden, das braucht aber ein paar Tage. Sommer macht mir wirklich gute Laune. Am Balkon frühstücken, eine Fahrradtour unernehmen, grillen, sonnen, werkeln - Summertime 😎 Beim Baden war ich noch nicht - na man braucht ja auch im Sommer noch Ziele. Ich bin tatsächlich letzte Woche mit dem Fahrrad ins Büro gefahren und habe die Wellness-Oase im zweiten UG getestet. Kein Witz - ich kam mir vor wie im Urlaub. In weiß und grau gehalten mit Spinden, wie man sie aus dem Fitnesscenter kennt. Schwall-Dusche. Handtücher. Duschgel und Conditioner. Großzügige Umkleide mit Handtüchern. Ich hab mir dann auch richtig Zeit gelassen. Danach hoch in den vierten Stock in mein Büro, die Kiste an und erst Mal eine Runde Meditation mit Heike. Und dann kam die große Enttäuschung - ich mußte dann trotzdem arbeiten 😉 Und ich stelle wieder und wieder fest, dass es für mich gut ist 2 bis 3 Mal die Woche ins Büro zu gehen. Allein schon die Tatsache, dass ich mich auf den Weg machen muß, lässt mich mit mehr...

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Watermelone sugar high

Vielleicht lerne ich es doch noch - Momente intensiv zu genießen, wenn sie da sind. Bis zum Schluß. Ohne auf die Uhr zu sehen und daran zu denken, dass ich ja am nächsten Tag wieder arbeiten muß. Vielleicht gelingt es mir irgendwann doch in den Flow des Lebens zu gleiten. Wenn dann gelingt es mir im Sommer 😎 Ich hatte am Samstag schlechte Laune. Warum? Weil ich den Eindruck habe, dass es der Menschheit völlig egal ist, dass wir in einer nicht mehr zu übersehenden Klimakrise gelandet sind. Nicht unverschuldet, sondern unbewußt. Und ich bin natürlich ein Teil der Menschheit. Es wird auch davon gesprochen, dass es eine Menschheitskrise ist. Das hört sich für mich stimmiger an. Dem Klima ist es egal, wie es sich entwickelt. Aber für die Menschen ist das Klima ganz und gar nicht wurscht. Ausgelöst wurde der Miesepeter von einem Buch, das ich angefangen habe. Ein Sachbuch. Von Frank Schätzing. Ja genau der Schätzing der z.B. "Der Schwarm" geschrieben hat. Ich habe bisher kein einziges Buch von ihm gelesen. Im Gegensatz zum Durchschnittsdeutschen gucke ich auch keine Krimis (ich glaube den letzen Tatort habe ich vor ca 10 Jahren gesehen - den aus Münster). Schätzing skizziert im Einstieg des Buches, dass wir Deutschen gern Krimis gucken, weil da am Anfang ein Unrecht geschieht, dass im Laufe von 90 Minuten aufgeklärt und bestraft wird. Der Täter wird überführt und zur Rechenschaft gezogen. Damit wird die Illusion unterstützt, dass die Welt wieder in Ordnung ist. Man legt sich sich...

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Entschleunigung im Allgäu

Zu allererst eine Korrektur - eine Richtigstellung. Der Künstler, der gerade in der der Hypo Kunsthalle ausstellt heißt nicht Erich Oskar, sondern ERWIN OLAF. Die Anfangsbuchstaben des Vor- und Nachnamen stimmen. Ich finde es spannend, was sich mein Hirnkastel so zusammenspinnt. Der Oskar wurde schon einem heimlichen Verehrer zugedichtet, der sich seinen Freudschen Weg aus dem Unterbewusstsein in den early-Bird gebahnt hatte 😉 Die Pfingstferien und das lange Wochenende sind vorbei - ACHTUNG MONTAG! Der Mai hat sich sehr angestrengt seinem Beinamen Wonnemonat keine Beachtung zu schenken und dem Regen den Vorzug zu geben. Und so zeigt sich die Natur in ihrer vollen Pracht. In sattem Grün. Die Kerzen der Kastanien habe ich selten so prominent wahrgenommen wie in diesen Frühling. Wir hatten sehr entspannte 4 Tage im Allgäu. Ankommen in einer wunderschön gelegenen, neuen Ferienwohnung in Sulzschneid. Ein komfortables Zeitfenster ohne Regen,  mit Sonne und Ausblick auf einer mehr als großzügigen Terasse. Neue Normalität in der Außengastronomie. Eine Fahrradtour von Marktoberdorf  an den Elbsee hatte Sonnenbrandpotential ohne es dann auszuschöpfen. Am Freitag sind wir ins nahe gelegene Füssen gefahren um nach einer kleinen Wanderung über die Pöllatschlucht auf die Marienbrücke den gigantischen Blick auf das Schloß Neuschwanstein zu genießen. Leider war sowohl die Schlucht, als auch die Brücke gesperrt und so hat sich uns das Schloß auf eine andere Art gezeigt und die Wanderung...

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Mit 50 an 70 denken?

Das Wochenende war toll - endlich mal kein Regen und die Temperaturen gehen auch langsam nach oben. Zusätzlich sinken die Inzidenzwerte - wenn das, bei aller Vorsicht, kein Grund ist sich ein Lächeln ins Gesicht zu setzen! Gehandwerkert (also ich hab eher den Handlanger gegeben, aber das kann ich gut 😇), die Außengastronomie frequentiert, Kunst geguckt (Erich Oskar in der Kunsthalle - sehr empfehlenswert), geradelt  und Kaffee und Kuchen bzw. Tee mit Sonnenschein genossen 🙂 Zusätzlich hatte ich noch das Vergnügen ein Interview mit Wolfgang Schmidbauer (Psychotherapeut) vorgelesen zu bekommen. Ich liebe es vorgelesen zu bekommen - ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich als Kind viel vorgelesen bekommen hätte -  und genieße es um so mehr. Vor allem, wenn sich daraus zwischendrin immer wieder ein Faden der Diskussion und des Austauschs spinnt.  In dem Interview ging es darum wie Altern ohne Angst gelingen kann. Nachdem er gerade 80 Jahre alt geworden ist, kann W. Schmidbauer aus der eigenen Erfahrung und mit viel Humor auf dieses Thema blicken. Es ginge darum das Alter sowohl zu akzeptieren, als auch es zu vergessen. Also es solange zu vergessen wie möglich und wenn es dann unvermeidbar ist, es zu akzeptieren. Anzunehmen, dass Dinge nicht mehr so schnell oder vielleicht gar nicht mehr gehen. Sich vorwiegend mit Aktivitäten zu beschäftigen die Freude machen. Und wenn man sich dann doch mit Pflichtübungen der Art Steuererklärung auseinandersetzen muss, sich darauf zu...

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Wie findet man seinen Weg? 🌸

Um ehrlich zu sein bin ich keine Meisterin der Orientierung. Ein Freund hat einmal zu mir gesagt: "Ich kenne sonst niemanden, der so zielstrebig in die falsche Richtung läuft wie Du." Das ist jetzt mindestens 25 Jahre her. Das Navi war für mich dann tatsächlich eine Offenbarung. Ich nutze es auch heute regelmäßig um auf dem direkten Weg ans Ziel zu kommen - sei es mit dem Auto oder mit dem Fahrrad. Für den eigenen Weg gibt es auch eine Art Navi - die Intuition. Eine, zugegeben manchmal sehr leise Stimme, die leicht zu überhören ist. Die ich auch hin und wieder nicht ganz ernst nehme. Interessanterweise fühle ich mich dann nicht so gut und es geht auch mal schief. Ich habe also kein Patentrezept wie man SEINEN Weg findet. Nur die Idee regelmäßig nach Innen zu lauschen und sich damit ernst zu nehmen. Ich glaube, dass der Weg mit dem gehen entsteht. Sicherlich kann man ein Ziel anvisieren und sich damit motivieren. Und dabei kann es auch eine gute Strategie sein, immer wieder abzuweichen und Neues auszuprobieren mit der "Gefahr" dann irgendwann im Norden "anzukommen" anstatt im angepeilten Süden. Ist es nicht völlig "normal" sich im Leben umzuorientieren, oder zu justieren? Sich die Frage zu stellen: "Bin ich noch auf MEINEM Weg?" Ich glaube, dass es darum geht "einfach zu machen". Es geht darum Erfahrungen zu sammeln und zwischendrin immer wieder inne zu halten und zu überprüfen, wie es einem gerade geht - so beim gehen. Hin zu spüren. Passt es so? Für die/den, die/der ich...

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EINFACH sein

Die Bedeutung von "EINFACH sein" konnte ich letzte Woche im Gegenteil entdecken. Es geht wieder was - wir dürfen wieder mehr. So ein bisschen fast der Drang, das auch AUS ZU NUTZEN. Ich "musste" am Freitag in die Stadt um das Display meines Smartphones austauschen zu lassen. Voll geschreddert. Während dessen habe ich ein paar WIRKLICH wichtige Dinge besorgt. Seidenstrupfhosen, damit ich demnächst auch wieder mal einen Rock oder ein Kleid anziehen kann. Ohne geht bei mir erst ab 25 Grad - sonst gibts Gänsehaut. Brrr. Und dann noch schnell geguckt, ob es irgend ein nettes Teil gibt. Zwei Teile haben mich angesprungen. Schnell. Schnell. War zu schnell. Eins der Teile bringe ich wieder zurück. Schneller Fehlkauf. (Um ehrlich zu sein zwei schnelle Fehlkäufe, aber vom anderen Teil hab ich schon den Zettel abgeschnitten). Dann war die Idee mich spontan mit Wolfgang ganz gemütlich auf einen Kafffee zu treffen und ein bisschen zu gucken - irgendwo in der Stadt. Entweder es war kein Platz mehr, weil organisierte Menschen sofort nach Verklingen der Botschaft eine Platzreservierung vorgenommen hatten. Oder weil der genaue Wortlaut, oder die Bedeutung nicht bei allen richtig angekommen ist (Menschen eines Hausstandes dürfen auch ohne negativen Test an einem Tisch - im Freien - sitzen). Es wurde sofort kompliziert. Ich war innerlich "aufgewühlt" und fast ein bisschen gestresst. Von GEMÜTLICH keine Spur. Soviel zum Gegenteil von EINFACH 😉 Zum Glück kam gleich der Vorschlag Richtung...

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Eine Form (des Ausdrucks) finden

Gestern Vormittag war ein zweistündiger Online Workshop bei Jenny zum Thema Collagen mit Büchern bzw. Mixed Media. Ich war durcheinander und aufgewühlt und konnte mich gar nicht richtig einfinden ins Thema. Wir hatten jeder mehrere Buchseiten aus "ausgelesenen" bzw. abgelegten Büchern ausgerissen und die Idee war, über die Worte einzelne Buchstaben zu schwingen, zu wiederholen, zu variieren und darüber in eine Form zu finden. Ich habe mich an den Worten festgehalten und aus Buchstaben wurden wieder Worte, Namen und Satzteile. In mir war es eng und los lassen, um die Sinne zu öffnen, war nicht möglich. Das hat erst dann geklappt, als ich ich Worte auf den Buchseiten nachgezeichnet und schließlich zur Unkenntlichkeit überkritzelt habe. Inspiriert von dem was andere Teilnehmer*Innen kreiert hatten, mit farbigen Ölkreiden und flüssiger Farbe fand ich dann zu meiner Form des Ausdrucks und damit in den Körper und ins Gefühl. Manchmal muß man etwas anderes, als das vorgegebene, geplante tun um erst mal Anspannung und Blockaden zu lösen. Erst mal bei sich bleiben und ins FÜHLEN kommen. Was ist gerade los - in mir? Dabei ist es erlaubt sich unterstützen zu lassen. Im KLEINEN, wie im GROSSEN. Und dabei darf man auch die bekannten Wege verlassen. Den eigenen Ausdruck finden, sich ausdrücken, Worte finden, die das wiedergeben was innerlich da ist. Geduld, Mitgefühl, Mut und Vertrauen in sich und sein Gegenüber. Agieren oder eine Einladung annehmen. Hauptsache im Kontakt bleiben.  ...

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Tue etwas was andere nicht tun

"Tue etwas, was andere nicht tun." Diesen Ausspruch hat Yorn getan, der mir bevor ich das Interview mit ihm in der Zeit gelesen hatte, kein wirklicher Begriff war. Er hat als Deutscher bei Dior in Paris seine Designerkarriere begonnen und dann später seine eigene Linie bei Karstadt kreiert. Dieser Satz hat mich zum nachdenken angeregt. Ich habe mich gefragt, ob ich etwas anders mache als die Masse der Menschen? Welche Erfahrungen habe ich über die Jahre und Jahrzehnte bis heute gesammelt? Welche Eigenschaften, Talente und Verhaltensweisen unterscheiden mich von anderen? Warum ist es so wichtig, dass ich mich von anderen unterscheide? Ist es das wirklich? Oder geht es einfach darum das zu tun, was für mich stimmig erscheint? Ich habe mich schon immer ein bisschen als Alien gefühlt, weil mich der Eindruck anders zu sein schon seit meiner Kindheit begleitet. Ich fand das nie so besonders toll. Ich wollte eigentlich immer mitschwimmen mit dem Mainstream, weil es mir so viel einfacher erschien. Und weil ich dazu gehören wollte. Allein gelingen wollte es mir nicht. Ich habe mich lange verbogen, bzw. zurück gehalten. Seit ein oder zwei Jahren habe ich den Eindruck immer mehr bei mir anzukommen. Veränderung. Kontinuierlich. Das ist gut so. Bei Nyanabodhi habe ich gestern in einem Vortrag von einem Ritual bei einer Beerdingung gehört. Da haben die Angehörigen den Erfahrungsschatz des Verstorbenen auf Steine geschrieben und jeder von den Trauergästen konnte sich so einen Stein...

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Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub

Nein! Ich bin nicht vor Glück geplatzt. Das war nicht der Grund, dass es gestern keine early-bird gab. Allerdings war ich sehr nah dran 😉 Ich hatte einfach noch Urlaub und habe spontan den Wecker ausgestellt. Ein Kurzurlaub in der eigenen Stadt kann wirklich Erholung sein, wenn diese Stadt München und der Wettergott mit einem ist. Na ja, wenn Engel reisen 😇 Ich hab mir Sonnenbrand geholt. Auf der Nase. Auf der Stirn. Vom Radeln. Beim Spazieren gehen und in der Sonne liegen. Passiert mir leider jedes Jahr, weil ich glaub ich ein bisschen süchtig bin - nach dieser Wärme und dem Licht. Werkeln auf dem Balkon hat zum gestrigen Abschluß auch noch dazu beigetragen die gute Laune auf das Ambiente zu übertragen. Ich war am Vormittag in einem Baumarkt, hab vorher geguckt wie das so geht mit Test und so. Ois easy. Da gibt es eine kleine Teststation. Dauer keine 10 Minuten. Im Baumarkt selber habe ich noch meine Kontaktdaten in ein Formular geschrieben. Derweil kamen zwei ältere Herren, die sich aufgrund ihrer Impfung Zugang - ohne Test - zum Baumarkt erstreiten wollten. Ich hab versucht die Wogen ein wenig zu glätten indem ich  ihnen gesagt hab, dass es ganz einfach ist und schnell geht - es hat sie nicht beeindruckt. Sie waren sehr erbost. Der junge Mann am Eingang war sehr höflich und trotzdem mussten die beiden weiter rum maulen. Manchmal weiß ich wirklich nicht, um was es eigentlich geht. Ich glaube manche Menschen wollen einfach schlechte Laune haben - sonst sind sie nicht...

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Lucy in the Sky

Was für ein großartiges Wochenende! Ich habe zwei Tage weder meditiert, noch Yoga gemacht - und es ist nix passiert 😉 Entspannte Disziplin - eine Begriffsschöpfung von Nyanabodhi. Eine Routine, oder vielleicht besser ein Ritual,  ist was schönes und hilfreiches, aber wenn man nicht aufpasst, kanns es starr und fad werden. Es besteht die Gefahr, dass man diese "automatisiert" abspult, ohne wirklich dabei zu sein und so kann es sehr lebendig sein diese Gewohnheiten (auch wenn sie grundsätzlich hilfreich sind),  mal zu durchbrechen und einfach etwas anderes zu tun. Sich überraschen lassen, was passiert. Sich auf dem Spaziergang im Westpark von der Nase zu einer Bude führen zu lassen, die Steckerlfische verkauft und spontan zu entscheiden den Plan fürs Abendessen zu ändern und sich "wie Bolle"  an diesem Abendessen zu erfreuen. Einen alten Zeichentrickfilm auszuwählen, den Beamer und die Mega Boom aufzubauen, das Bild abzuhängen  (wir verbessern von Mal zu Mal  unsere Bestzeit)   und bei "Yellow Submarine" in Musik, Farben und Muster einzutauchen und sich über die Einfachheit des Filmes und die Aussage zu freuen. "All you need is love". Dem Glove eins auf die Mütze zu geben und gleichzeitig die Blaumiesen zum schunkeln einladen.  Was für ein toller Film - wunderbar bizarr. Ich habe ihn tatsächlich noch nicht gesehen. 1966 war ich definitiv noch zu klein und dann ist er irgendwie an mir vorbei gegangen. Und am Sonntag bis 11 - ELF! Uhr im Bett zu bleiben! Einfach so, einen...

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Betrachtungen

Die letzte Woche war echt gut - mal bissi ruhiger im Online-Business und endlich mal wieder das Gefühl was geschafft zu haben 😊. Aktuell läuft wieder der Osterkurs vom Buddhahaus im Allgäu bzw. der Metta Vihara. Letztes Jahr hatte ich zu der Zeit Urlaub und habe alle Vorträge von Nyanabodhi angehört und einige Meditationen mitgemacht. Diesmal kann ich nicht so konzentriert dabei sein und höre mir die aufgenommenen Vorträge im nachhinein an, wenn es zeitlich für mich passt. Am Samstag Vormittag ging es um Sati (Achtsamkeit), das auch mit "einach da sein" übersetzt werden kann. Da sein, ohne zu benennen oder zu bewerten. Es geht darum eine offene Haltung zu entwickeln, die weder haben will noch ablehnt. Denn diese Aktionen holen einen sofort aus diesem Moment heraus, den man ja eigentlich wahrnehmen wollte (sollte). Ich hab das schon so oft gehört, versuche es immer wieder und manchmal weiß ich einfach nicht, wie ich es anstellen soll! Wie geht das, wenn ich da sitze und dem Gesang einer Amsel lausche, dass ich dann nicht "Wie schön!" denke? Geht es denn nicht auch darum mich an den schönen Dingen zu erfreuen? Und ist genießen schon ein anhaften? Ich glaube nein, nur wenn ich den Genuß unbedingt wieder haben will und nicht eher ruhe, bis ich ihn wieder erleben kann. Wie geht es, wenn ich am Samstag Nachmittag in der Stadt bin und so viele Menschen eng beinander sitzen (ohne Maske)? Ganz automatisch denke ich dann: "Muß das sein?" Und genau das ist es! Das automatische - ohne...

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Ostern die Zweite, Welle die Dritte

Vollkommen korrekt, heute ist nicht Montag und trotzdem gibt es heute einen early-bird, weil sich das Vögelchen gestern noch von der Migräne am Sonntag erholt hat. Das zweite Ostern in Pandemiezeiten - schon wieder rum. Notbremse - auch schon wieder rum. Lockerung ab heute, vielleicht auch gleich wieder rum. Wie auch immer, ich war am Samstag - mit Termin - in meiner bevorzugten Lieblingsboutique (nach mindestens  1  1/2 Jahren!) und wurde von Lisbeth freudig begrüßt. Ein bisschen Farbe und vor allem was neues sollte es sein. Sommerliches kam noch nicht in die Tüte bzw. in den Rucksack - dafür ist es für mich noch zu kalt. Beim heimradeln hätte ich mir eine Mütze gewünscht! Und über Nacht sind die Dächer wieder überzuckert - der Winter lässt uns dieses Jahr nicht so schnell los. Immer wieder bricht er durch, obwohl wir uns doch alle schon so auf den Frühling freuen! Über die Krokusse, die sich in ihrem farbigen Kleid zeigen, die Kirschblüten, die sich in dichten Röckchen an den Ästen ballen und die kräftigen Knospen der Magnolien und anderer Pflanzen, die sich gern entfalten wollen. Also nochmal innehalten - abwarten. Minusgrade in der Nacht. Ich habe meine Balkonblümchen, orange, pinke, gelbe und weiße Ranunkeln und einen Lavendel, sicherheitshalber an die Hauswand gestellt und mit einer Folie bedeckt. In der Migränenacht habe ich mich mal wieder gefragt, warum ich diesmal Migräne bekommen habe. Richtig schlafen kann ich da eh nicht, aber denken auch nicht wirklich. Der...

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Normalität? Echt jetzt? 🌷

Es ist eine verrückte Zeit. Finde ich. Und dabei wird alles irgendwie immer "normaler". Das Thema "Normal" hab ich im ersten Lockdown vor einem knappen Jahr schon ziemlich ausführlich "durchdacht". Aber damit scheine ich wohl nie fertig zu sein. Wie mit ein paar anderen Themen auch 😉 Ich habe mich daran gewöhnt mit der Maske,  erst Stoff-, dann OP-, dann FFP2-Maske unter Menschen zu gehen. Inzwischen habe ich immer eine dabei, vergessen habe ich das schon lange nicht mehr. Es ist zur Routine geworden. Es hilft und das zählt. Es ist auch normal geworden, Freunde und Familie nur noch über Zoom oder maximal im Freien (0der auch bei weit geöffnetem Fenster bei 0 Grad)  zu sehen und auch das nicht so oft. Für mich hat es auch an Normalität gewonnen, nicht genau zu wissen, was ich jetzt eigentlich darf und mit wem bzw. wann. Zum Beispiel einkaufen - alles andere außer Lebensmittel. Einen Termin vereinbaren um Klamotten einzukaufen 🤡 Da war ich interessanter Weise immer spontan: Kleiderschrank über Nacht leer -> Zur Lisbeth fahren -> Powershopping -> Endlich wieder was zum anziehen haben 😎. Die permanenten Änderungen, getrieben durch den Inzidenzwert und nun wohl bald durch eine erneute Notbremse komplett zum Stillstand gebracht,  machen mich ein wenig müde und rauben mir meinen letzten Rest an Spontanität.  Vor jeder Aktion gilt es zu klären, ob und in welcher Form jetzt gerade was genau geht. Außer homeoffice, das geht immer 😜. Zum Glück war an diesem Wochenende der...

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Eine wertvolle Erfahrung

Wie wichtig und wertvoll die Erfahrung im Gegensatz zur Theorie und dem Erzähltem ist, darauf weist Heinz, mein Meditationslehrer immer wieder hin. Es ist ein Unterschied, ob mir jemandem vorschwärmt, wie saftig eine Mango ist oder ob er/sie mich hineinbeissen lässt. Nur durch die eigene Erfahrung kann ich feststellen, ob sie mir schmeckt. Ich hatte die letzte Woche zwei ganz besondere Erfahrungen,  der "anderen" Art, die zwar nicht so angenehm, aber dafür um so wertvoller waren. Die eine war im geschäftlichen Kontext angesiedelt. Es ging darum eine Aufgabe mit einer gewissen Genauigkeit umzusetzen. Ich habe meine Anforderung auch begründet und habe als Antwort gehört: "Du hast keine Ahnung. Lass mich mal machen". Also das kam bei mir an. Hat er nicht gesagt. So reflektiert war ich selbst in der Situation. Wut ist ein Gefühl, dass ich mir nicht so oft erlaube. Ich habe eine große Beschwichtigerin in mir, die diese nicht zulässt oder zumindest auf ein Minimumm herunter regelt. Die war früher, und ist auch heute,  in der ein oder anderen Situation sehr hilfreich. Diesmal nicht. Keine Ahnung was passiert ist. Heutzutage kann man ja nicht mal mehr den Hörer aufknallen - Teams beendet man einfach. Schade auch. Direkt danach hatte ich meine IFS Stunde und Heike hat meine Wut - einen schnaubenden, hufescharrenden Stier und die Beschwichtigerin auf die Bühne geholt. Wow! Wie schnell dieser Stier in ein Häufchen Elend zusammenfällt! In ein "Ja stimmt, der andere hat recht. Ich habe...

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Santeln ist auch eine Kunst

Eigentlich bin ein Frühaufsteher - pardon - eine Frühaufsteherin. Gendersprache hört sich für mich nach wie vor ein bisschen gespreizt an. Wahrscheinlich ist es einfach ungewohnt die Worte im weiblichen Sinn zu benutzen. Fast ein bisschen zickig. Aber vielleicht braucht auch die Zicke in mir einen Platz auf der Bühne. Was wollte ich eigentlich sagen? Dass ich heute gerne länger liegen geblieben wäre. Bin ich auch - ein Viertelstündchen 😎 Die letzte Woche war anstrengend - im Büro ist gerade sehr viel zu tun. Wobei, es ist ja immer viel zu tun. Am Samstag bin ich mit "fast schon Panikgefühlen" aufgewacht und habe an all das gedacht, was ich letzte Woche NICHT geschafft habe. Dabei habe ich ein paar wesentliche Teilschritte erfolgreich abgeschlossen. Ich frage mich, warum ich nach wie vor unregelmäßig in dieser Stressfalle lande. Mein ehemaliger Chef hat bei einem Gespräch darüber, dass es oft einfach zu viel ist gemeint: "Elisabeth, Du willst es immer noch gut machen, oder?" Ja klar! Wollte ich. Will ich bis zu einem bestimmten Grad immer noch. Aber inzwischen wird mir immer öfters klar, dass das gar nicht gehen kann. Nicht mal annähernd, auch wenn ich jeden Tag 10 Stunden arbeiten würde. Und mich abends noch zu bestimmten beruflichen Themen schlau machen würde. Mache ich aber nicht, weil mich das total aus der Balance bringt. Leider ist das nach wie vor nicht selbstverständlich für mich. Das "schlechte Gewissen" meldet sich. Hab ich wirklich genug gemacht? Hätte ich den...

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Kein Thema🌺

Ich hab mich gerade gefragt: "Was für ein Thema steht heute an?" Ich bekomme keine (innere) Antwort. AHA! Da stehe ich schön blöd da, bzw. sitze ich da mit keinem Thema. Hätte ich doch auf den Tipp von Daniela Esch gehört, dann hätte ich in meinem Tagebuch zwei Seiten frei gelassen um Themen, zu denen ich schon immer mal was sagen/schreiben wollte, zu notieren. Und diese zwei Seiten natürlich auch gefüllt. Für den Fall der Fälle - also für diesen Fall. Kann dieses "Nichts" mein Thema sein? Ich hab ja wohl keine andere Wahl, ansonsten bleibt der early-bird heute leer - bis auf die Collage der Zeit. Hat mich vielleicht irgend etwas sprachlos gemacht? Oder bin ich blockiert? Ist deshalb dieses "Nichts" als Themenvakuum so präsent? Puh, das fühlt sich an wie ein Verhör. "Wo ist das Thema? Haben Sie es um die Ecke gebracht, weil es Ihnen zu unbequem war? Wurden Sie bedroht von dem Thema? Wo waren Sie gestern zwischen 07 und 21 Uhr? In diesem Zeitraum ist das Thema abhanden gekommen. Haben Sie ein Alibi?" Nein - ich habe kein Alibi. Ich habe gestern lange Yoga geübt, meditiert und dann ausgiebig gefrühstückt. Mir beim Kaffee auf YouTube von Nyanabodhi die Botschaften des Herzens angehört/-gesehen. Aus der Metta Sutta (Lehrrede zur Liebenden Güte). Er begann damit die Zuhörer aufzufordern sich bewußt zu machen, was denn ihr Lebensziel sei. Denn nur wenn wir uns das immer wieder ins Gedächtnis rufen, können wir unserem inneren Ziel auch folgen. Uns darauf ausrichten. So, als...

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Was wendet die Stimmung? 🌺

Ich frage mich immer wieder, wie es vor sich geht, dass die Stimmung eine Wende nimmt. Sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung. Wenn ich die Ursache ausmachen kann, habe ich schon "gewonnen". Erkenntnis gewonnen. Aktuell ist die Stimmung gut, die Freude nach wie vor präsent. Ich weiß, dass es nichts bringt diese Freude festhalten zu wollen, damit hätte ich schon "verloren". Die Leichtigkeit verloren. Wenn ich mit der Freude mit schwinge, ist es als ob ich mit einer Lupe auf die Welt schaue und kleine Freuden vergrößere - einfach indem ich sie überhaupt wahrnehme. Offenheit. Den Blick schärfen und das wahrnehmen, was schon da ist. Bin ich deshalb kurzsichtig um meinen Blick nicht permanent in die Ferne schweifen zu lassen? Beim Malen vom Bild zurück zu treten und aus Distanz darauf schauen (ohne Brille) eröffnet völlig neue Perspektiven. Und was ist das dann mit der Altersweitsichtigkeit - die sich langsam bemerkbar macht? Und was mit der rosaroten Brille, die egal in welchem Alter, zu einer völlig anderen Sichtweise führt? In der Achtsamkeit gibt es 4 Säulen: Die Achtsamkeit auf den Körper, die Achtsamkeit auf die Emotionen, die Achtsamkeit auf die Stimmung und die Achtsamkeit auf die Gedanken. Es pinnen 4 Post its im Bad neben dem Spiegel, damit ich mich direkt in der Früh daran erinnere. Es erhöht die Wahrscheinlichkeit die Auslöser, oder die Ursache zu erkennen, woran es liegt. Ursache und Wirkung. Das hat mich lange Zeit verrückt gemacht hat - dieses...

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Fastenzeit – oh je schon wieder verzichten! 🌸

Winterrückzug - Narrische Zeit - Fastenzeit - FRÜHLING! Wenn sich der Winter zurückzieht, wird die Zeit narrisch. Um nicht völlig überzuschnappen verzichtet sie klirrend auf Kälte und Schnee. Die Sonne steigt strahlend wieder höher am Himmel und zaubert ein Lächeln auf die Gesichter der Menschen. Sie fasten jetzt und und verzichten auf : Schlechte Laune ☺️ FRÜHLING! Am letzten Donnerstag kam von Jenny ein Tutspirations-Newsletter mit Wortspielereien zur Fastenzeit - ich musste lachen und fühlte mich beschwingt.  Energetisiert. Auf was werde ich mich fokussieren in der Fastenzeit? Ich hatte letzte Woche eine Stunde bei H. einer wunderbaren Achtsamkeitstrainerin und Meditationslehrerin. Sie hat sich in ihrem therapeutischen Tun auf IFS (InnerFamilySystem) spezialisiert. Es war an diesem Tag so viel Freude da, dass wir uns diesen Teil in mir mal genauer angesehen haben. Eine sehr berührende Stunde, die mich auch noch mit anderen Teilen in Verbindung gebracht hat. H. hat mich an die 4 Grossen Anstrengungen - eine Übung aus der Buddhistischen Lehre - erinnert. "Einen unheilsamen Gedanken, der noch nicht hochgekommen ist, vermeiden. Einen unheilsamen Gedanken, der hochgekommen ist, überwinden. Einen heilsamen Gedanken, der noch nicht hochgekommen ist, entfalten und schließlich einen heilsamen Gedanken, der bereits hochgekommen ist, erhalten." VERMEIDEN, ÜBERWINDEN, ENTFALTEN, ERHALTEN. Oft bin ich damit beschäftigt unheilsame Gedanken, also Ungeduld, Stress, Ärger, schlechte...

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Die Akzeptanz des Wechsels 🌞

Was war das für ein tolles Wochenende! Schnee, klirrende Kälte und Sonnenschein 🌞 Die letzte Woche war es nicht ganz so leicht dem Prinzip "Lieblingstag" zu folgen. Migräne. Ein alter Bekannter, ein Glaubenssatz, der gern dann vorbei schaut, wenn ich nicht ganz fit bin: "Das schaffst Du nie!" Ein kurzes überschnappen. Gefolgt von der Einsicht: "Es ist eh nicht zu schaffen. Es ist nie fertig".  Und gerade noch rechtzeitig vor dem Wochenende die Erfahrung, dass das was ich da mache gar nicht so schlecht - vielleicht sogar ganz gut ist 😊 Ein Bericht in der aktuellen Zeit geht darauf ein, dass es möglich wäre, dass wir es mit Covid 19 mit einer transformatorischen Pandemie zu tun haben könnten. Schon wieder dieses Wort. Transformation begleitet mich im Job seit Jahren. Hier bedeutet es in der Digitalisierung anzukommen (was für uns als Deutsche Affiliate mit immer mehr manuellen Eingriffen in eine sehr komplexe Systemlandschaft verbunden ist. Digitalisierung ist auch so ein dehnbarer Begriff...) Also eine Pandemie, die elementare Veränderungen mit sich bringt (bringen muß). Ein Virus, das  uns erst "in Ruhe läßt", wenn wir neben AHA Regeln und durchimpfen auch ein paar grundlegende Dinge auf den Prüfstand stellen und annehmen, dass diese nicht mehr haltbar - weil nicht nachhaltig - sind. Verzichten. Böses Wort. Geht auch schon los. Verzichten auf den Osterurlaub. Verzichten auf die neuesten, modischen Klamotten und Accessoires für diesen Frühling. In einer Doku zum Thema "Fast...

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Was macht diesen Montag zu Deinem Lieblingstag? 🌷

Einen wunderschönen guten Morgen wünsche ich Dir! Was kann diesen Montag zu Deinem Lieblingstag machen? Der letzte Montag ist mir mit dem Ansatz des Lieblingstages sehr gut gelungen. Mit dem Gedanken, dass ich arbeiten kann und somit Austausch stattfindet und Sinnstiftung möglich ist, bin ich gut in die letzte Woche gestartet. So gut, dass ich mir überlegt habe den Dienstag auch zu meinem Lieblingstag zu machen, aus einem anderen Grund und dann den Mittwoch, den Donnerstag und schließlich den Freitag. Für jeden Tag einen Grund finden mich zu freuen. Letzte Woche hat das super gut geklappt. Es gab den ein oder anderen Moment an dem es hätte kippen können, weil natürlich die Welt nicht nur freudig ist. Aber aus dieser Haltung heraus, an jedem Tag mühelos einen Grund zu finden, warum dieser Tag ein guter Tag werden kann,  hat mich durch die Woche getragen. Meinen Tag aus dieser Perspektive zu sehen ist auf alle Fälle eine Möglichkeit. Mal sehen, wie sich diese zweite Februarwoche gestaltet. Mich beschäftigt immer wieder das Thema des Konsumverhaltens und der damit einhergehenden Massen- bzw. Überproduktion. Die ganz selbstverständliche Haltung,  dass uns das alles zusteht. Dabei ganz explizit mir auf die Schliche zu kommen, was hier mein "Beitrag" ist. Wo mache ich mit um dazu zu gehören? Wo schwimme ich gegen den Strom? Kann ich mich nur, weil ich nichts mehr bei Amazon bestelle, versuche alles was geht mit dem Fahrrad zu erledigen (warum geht da nicht mehr?) und im Bioladen...

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Start des wöchentlichen early-bird 🌷

Guten Morgen an diesem Montag, den 1. Februar 2021 ⛅ Heute startet der wöchentliche early-bird - mit Achtsamkeit durch den Alltag. Ich habe mich gestern gefragt, warum ich ausgerechnet jetzt wieder einsteige in diesen Blog. Inzwischen ist der Lock-Down zum "Normalzustand" geworden, das Highlight ist der (hoffentlich) tägliche Spaziergang und es scheint so als ob eine gewisse Langeweile, aber auch ein Umdenken aufkommt. IM LOCKDOWN ZUM WUNSCH EGO. Der eigene Aktionsradius ist begrenzt und so gibt  es nicht unbedingt spannenden Erlebnisse zu berichten. Und vielleicht ist gerade das der beste Zeitpunkt wieder zu starten und mich am Montag in der Früh für die anstehende Woche zu sortieren. Ich habe gestern mit meinem Bruder telefoniert und er sagte doch glatt, dass wir ja wenigstens noch arbeiten können, ansonsten wäre es ganz schön öde. Spannend. Ich werde diese Woche diesen Standpunkt einnehmen und mich überraschen lassen, was ich von dort aus alles sehen kann. Der Montag ist ja genau wegen der Arbeit nicht unbedingt mein Lieblingstag. Vielleicht wird er das ja mit dieser Sichtweise? Wer weiß? Letzte Woche habe ich eine langjährige Mitarbeiterin in den Vor-Vor-Ruhestand verabschiedet. Das gibt es in dem Konzern für den ich arbeite nach wie vor und hin und wieder ereilen mich Phantasien, was ich denn alles machen würde, wenn ich nicht mehr arbeiten müsste 😉 Sie war 36 Jahre und 5 Monate in der Firma und meine Rede war entsprechend gefüllt und wurde durch den Dialog mit ihr...

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Die zwölfte Rauhnacht – Reflektion * Dankbarkeit

Es hat geschneit heute Nacht. Ich hab das glitzern in der Dunkelheit sofort erkannt - es erhellt die Nacht. Die Balkontür aufgemacht. Brrrrrr - kalt. Gelauscht. Die Stille ist anders, wenn es geschneit hat. Alles ist gedämpft - schon mit 2 cm Schnee! Die Rauhnächte sind um 24 Uhr zu Ende gegangen und mit ihnen auch der dafür bereitete Raum des Rückzugs und der Stille. Du hast vielleicht schon die letzten zwei Tage gearbeitet und weißt was ich meine. Ich starte am Donnerstag wieder. Heute noch ein völlig freier Tag, der so was von versantelt wird 😉  Ich habe nichts konkretes vor und werde mich einfach mitnehmen lassen von den Inspirationen, die der Schnee mitgebracht hat. Hier noch der Blick zurück auf die zwölfte Rauhnacht die ganz im Zeichen der Reflektion und der Dankbarkeit stand. Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren die glücklich sind (Francis Bacon) Dankbarkeit ist ein Gefühl, das ich gut kenne.  Wenn sie mich "ergreift" durchströmt sie meinen ganzen Körper und ich habe den Eindruck völlig privilegiert zu sein. Die letzten zwölf Tage waren besonders - ein Retreat der anderen ART. Mein Rauhnachtstagebuch ist prall gefüllt. Fünfundsiebzig einerseits strukturierte und andererseits völlig frei gestaltete Seiten DIN A5. Text, Kritzelei, Tagesfakten, Zitate und Einsichten. Es wird mich durch dieses Jahr 2021 begleiten und ich bin sehr gespannt, ob ich in den Monaten etwas entdecken kann, was sich an den einzelnen Rauhnachts-Tagen gezeigt hat. Insgesamt...

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Die elfte Rauhnacht – Endlichkeit

Wir alle haben zwei Leben. Das zweite beginnt, wenn wir realisieren, dass wir nur eines haben. Ein starker Impuls. Dieses Zitat von Tom Hiddleston fand ich vor kurzem in dem von M. kreierten Jahreskalender. Seit vielen Jahren bekomme ich diese wunderbare Inspiration geschenkt. Der neue hängt schon an der Wand 🙂 Ich schaffe es tatsächlich mir  nur den aktuellen Monat anzuschauen und freue mich immer schon am letzten Tag des Monats auf das neue Kalenderblatt... Mein Orakel zur elften Rauhnacht - Der Narr Der Narr im Archetypus des VERrückten schenkt Dir die Gewissheit, dass das Leben für Dich sorgt. Seine Natur ist das außergewöhnliche, neue, ja sogar das absurde. Im Sinne einer höheren Weisheit handelt der Narr im Auftrag des großen Ganzen. Diese Energie bewegt Deine Aufmerksamkeit weg von den Grenzen, hin zu den Möglichkeiten. Sie unterstützt Dich beim ausprobieren Deiner Fähigkeiten. Er läßt Dich Dinge völlig neuartig angehen, bringt Spaß und Schabernack in Dein Leben und die Gabe über Dich selbst ganz herzhaft lachen zu können. Das passt ja ganz wunderbar zusammen! Die ENDlichkeit und der NARR. Praktisch ein DREAM TEAM! Im kreativen Impuls habe ich entdeckt, dass ich andere Handschrift-ARTEN nutzen kann um für Worte eine andere Aufmerksamkeit zu erwirken. Das hört sich ziemlich banal an. Ich habe das bisher selbst auf dem PC nur rudimentär genutzt. Eine ganz neue Dimension.  Es lockert auf und unterbricht die Monotonie meiner zwar schönen, aber mit der Zeit dann auch...

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Die zehnte Rauhnacht – Vision * Eingebung

Es gibt ein Zitat von Helmut Schmidt zu diesem Thema, bei dem ich immer wieder schmunzeln muss: "Wer Visionen hat sollte zum Arzt gehen" Ich gehöre zu den Menschen, die keine großen Visionen haben und der Welt mit ihren Schöpfungen ihren Stempel aufdrücken wollen. Und doch gibt es den Teil in mir der an einem Großen und Ganzen mitwirken will. Der Wunsch mit meinem DA SEIN einen Unterschied zu machen. Das funktioniert natürlich nur, wenn ich präsent bin, mich zeige und andere an meinen Schätzen teilhaben lasse. Aber auch für meine Werte zu stehen und zu streiten, falls nötig. Dabei immer wieder  Offenheit und Toleranz für andere Sichten und Meinungen zu zeigen, mich bereichern zu lassen und mir dabei im Kern treu zu bleiben. Ich ziehe am ersten Januar immer drei Tarot Karten - für drei Themen die mir wichtig sind. Liebe und Beziehung, Beruf / Berufung und Spiritualität. Die Karten haben Bezeichnungen und dazu gibt es jeweils eine Beschreibung und eine Geschichte. Gestern habe ich mich mit der Karte zum Bereich "Beruf / Berufung" näher beschäftigt. Es ist wunderbar vorgelesen zu bekommen und dann das zu teilen, was von dem Text etwas in mir berührt und zum klingen bringt. Die Karte "Authentisch sein / Vertrauen" erzählt davon, dass es nicht wirklich wichtig ist, welchen Weg man geht. Sondern WIE man ihn geht. Ehrlich, aufrichtig und authentisch führt jeder Weg zum Ziel. Der starke Partner an der Seite ist VERTRAUEN. In sich, aber auch in die anderen. Kein blindes Vertrauen,...

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Die neunte Rauhnacht – Natur * Reichtum

Gestern war ein Santlertag - ein Pausentag. RauhnachtsAUSZEIT 🙂 Ich habe mir das Orakel für diese neunte Rauhnacht angehört und dabei sogar ein bisschen geschummelt 😉 Ich wollte die Karte Nummer 1 nehmen. Das war der Held. Den hatte ich schon. Also auf die zwei vorgespult und dann war.... ...mein Orakel zur neunten Rauhnacht - Der Krokus Mit dem Text habe ich mich beschäftigt. Die Essenz herausgefiltert - eine Übung, die sich für mich immer wieder lohnt. Was ist die Kernaussage (für mich)? Der Krokus zeigt Dir, dass Dir viel gelingen kann. Mit dieser Kraft der Erneuerung schaffst Du, wie der Krokus durch den halbgefroren Boden, den Durchbruch und folgst der machtvollen Inspiration Deiner innersten Impulse. Wissensdurst und Neugierde tragen Dich und verleihen Dir den Mut unerschrocken nach draußen zu schauen und neues, noch ungeahntes zu wagen und voran zu gehen. Als echte Überlebenskünstlerin trotzt sie Schwierigkeite und Rückschlägen. Sie lässt Dich die Herausforderungen annehmen, die Dich zu Deiner Sehnsucht führen... Ganz schön mächtig so eine Essenz. Erneuerung - heut zu Tage wird immer von Transformation gesprochen um zu verdeutlichen, dass es sich um einen tiefgreifenden Prozess handelt, der nicht von jetzt auf gleich stattfindet. Ein Durchbruch durch die Schallmauer liebgewonnener Gewohnheiten und durch geprägte Vorurteile. MUT und EINSATZFREUDE sind gefordert. Und zwischendrin INNEHALTEN. Ich habe einen Spaziergang gemacht mit schnellen Schritten um mich warm zu...

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