elisabeth hauner

kunst

Entspannt in den Urlaub

Am Freitag war mein letzter Arbeitstag vor einem längeren Urlaub. Eigentlich ein stressiger Tag. Diesmal nicht. Ich war so um 11 Uhr mit allem fertig inklusive Übergabe-E-Mail. Um 13:30 habe ich mein "Out of Office" eingestellt und den Laptop runter gefahren. Interessant. Ich bin auch nicht wirklich "urlaubsreif", weil die letzten beiden Wochen sehr entspannt waren. Der Chef auf den Malediven. Pfingstferien. Auch viele andere Kolleg*Innen im Urlaub und somit "Niemand" da, der dringend etwas gebraucht hätte. Wenn das so weiter geht, dann lande ich noch im "Bore Out" 😉 Ich freue mich tatsächlich auf ein bisschen "Action" und natürlich auf Sommer in Italien. Der Zug über Bologna nach Pesaro startet früh um halb acht Uhr. Schon das Packen hat die Vorfreude gezündet und jetzt kommt die Aufregung dazu, die zu jedem Urlaub dazu gehört. Perspektivwechsel. Ortswechsel. Sprachenwechsel. Am Schluss dann noch Kunst in Venedig. Biennale. Mein letzter großer Sommerurlaub, ab November gehe ich dann auf Reisen, aber muss dazu keinen Urlaub mehr nehmen. Ist das ein Unterschied? Ja, ich vermute schon. Wir werden sehen. Ich bin dann keine Arbeitsbiene mehr. Ich bin dann eine ATZ'lerin. Im Retreat Anfang Mai haben wir eine Übung zu Zweit gemacht. Einer hat erzählt, was er/sie alles ist. Z.B. Schwester, Freundin, Angestellter, Mutter, diszipliniert, aufmüpfig, glücklich etc. 5 Minuten lang. Der/die Andere hat zugehört. Wechsel. In der zweiten Runde hat man nacheinander immer den gleichen Satz...

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Theorie und Praxis der Veränderung

In der Theorie hab ich ja schon einiges verstanden. (Ich glaube diesen Satz habe ich schon mehrfach in einem early-bird angebracht!?) Taten folgen zu lassen ist das andere. Kurz vor Ostern hat es mich dann wieder erwischt.  Mitten in einem Meeting mit einem Dienstleister. Plötzlich: Starre, Enge und der Rückzug in die Verzweiflung. Lebenslust und Tatendrang - alles dahin. Wohin? Zum Glück hatte ich nach Ostern eine IFS (Inner Family System) Stunde bei Heike ausgemacht. Das hat mich wieder in mein Gefühl und in meinen Körper gebracht hat. Vor allem die Anteile Angst, Wut, Starre, Verzweiflung/Hoffnungslosigkeit hatten ihren Auftritt. Mit einem Ritual konnte ich zumindest die Starre in der Sonne schmelzen und die Verzweiflung/Hoffnungslosigkeit wurde durch den Wind "ausgeblasen". Ein Tag Auszeit von der Arbeit gab mir Gelegenheit mein Nervensystem zu beruhigen. Keine Migräne. Puh! Wieder zurück auf den Boden des Wesentlichen kommen. Geht gut mit Mitgefühl. Mit lieben Menschen. Mit meinem Lieblingsmenschen. Mit Bewegung. Mit Schreiben, Lesen und Collagen kleben. Mit dem Bewusstsein, dass ich nichts muss und dass das das Leben ist. Punkt. Meine Zeit nicht zu verschwenden mit Selbstzweifel und Hoffnungslosigkeit. Die Hoffnung stirbt gefälligst zuletzt! Und dann ein wundervolles Wochenende mit einer Fahrradtour Richtung Sommer und einer spannenden Geschichte zu einer jungen Frau, die 1785 in München aus Liebeskummer vom Nordturm der Frauenkirche gesprungen ist. Immer wieder zu...

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Die Komfortzone…

... ist, wie mein Wohnzimmer. Dort halte ich mich am liebsten auf. Der hellste Raum in meiner Wohnung. Wenn die Sonne scheint, ist es so unglaublich schön, dass ich oft gar nicht das Bedürfnis habe raus zu gehen. Vielleicht noch auf meinen Balkon, um dann festzustellen, dass es aber noch ganz schön kalt ist - der Jahreszeit angemessen. Meine Komfortzone ist ein Entwicklungshemmer (man könnte auch sagen EntwicklungsHAMMER), weil er alles Neue einfach ungespitzt in den Boden rammt. Es könnte ja gefährlich sein, wenn da so etwas aus dem Boden (Leben) ragt. Ich könnte darüber stolpern, könnte mich daran verletzen und an einer Blutvergiftung sterben... Dieses Neue könnte aber auch mit seiner Schärfe eine Schnur durchtrennen, was mich dann mit einem Ballon der Begeisterung in ungeahnte Höhen aufsteigen lässt. Auf dem Weg dahin könnte mich ein eisiger Wind durchrütteln und dabei meine Gedanken sortieren, und dann der Sonne näher bringen, die mich wärmt. Auf dem Flug zum/mit dem Neuen könnte ich in einen Regenschauer geraten, der mich völlig durchnässt, aber auch reinigt von all den übrig gebliebenen Glaubenssätzen, die bleischwer an mir hängen. Die dadurch entstandene Leichtigkeit hat das Potential mich mit meinem Ballon bis zum Strand meiner Freude und Lebendigkeit zu tragen und mich mit dem Ausruf: "Ja genau! Das ist das Leben!" juchzend in die Fluten des Ozeans zu stürzen um kraftvoll die neuen Möglichkeiten zu erkunden. Maximaler Erkenntnisgewinn in meinem letzten Arbeitsjahr...

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Wutprobe statt Herzöffnung

Die dritte Rauhnacht, das war am 27. Dezember 2023, steht für Wunder und Herzöffnung und für den Monat März im Folgejahr. Das entstandene Bild passt zu diesen Themen. Meine aktuelle März-Wut passt so gar nicht dazu. Der Redeanteil in "3 nach 9" (Diese Talkshow gibt es seit sage und schreibe 35 Jahren! Unglaublich! Jetzt erst von Wolfgang entdeckt) von Professor Volker Busch war in diesem Zusammenhang sehr interessant und so habe ich meine Ohren gespitzt und mir den Teil in der Mediathek nochmals angesehen und dazu reflektiert. Er sprach vom "Mentalen Immunsystem", das uns gegen "psychische" Krankheitserreger wie schlechte Gedanken, pessimistische Zukunftsprognosen, Ärger und Kränkungen schützt. All diese Dinge müssen verarbeitet und verdaut werden. Genau das leistet das Mentale Immunsystem. Er führte aus, dass Menschen dünnhäutiger und reizbarer geworden seien. Bei vielen ist die Zündschnur wahnsinnig kurz geworden.  Genau! Passt, wie die Faust aufs Auge. Ich explodiere im Moment wirklich bei jeder Gelegenheit, die sich mir im Arbeitsalltag bietet. Bei völligen "Nichtsituationen". Manchmal einfach nur, weil überhaupt eine Situation daher kommt. Auch Kolleg*Innen, die ich mag sind mir zu langsam oder zu dränglerisch, zu wichtigtuerisch oder zu wenig präsent. Also ist es grad völlig egal, wer wie ist - ALLES UND JEDER bringt mich auf die Palme. Eine Kollegin hat mir vorgeschlagen eine "Bullshitliste" zu erstellen. Auf die ich alles, was ich bis zum Antritt meiner Passiven...

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Wutprobe statt Herzöffnung

Die dritte Rauhnacht, das war am 27. Dezember 2023, steht für Wunder und Herzöffnung und für den Monat März im Folgejahr. Das entstandene Bild passt zu diesen Themen. Meine aktuelle März-Wut passt so gar nicht dazu. Der Redeanteil in "3 nach 9" (Diese Talkshow gibt es seit sage und schreibe 35 Jahren! Unglaublich! Jetzt erst von Wolfgang entdeckt) von Professor Volker Busch war in diesem Zusammenhang sehr interessant und so habe ich meine Ohren gespitzt und mir den Teil in der Mediathek nochmals angesehen und dazu reflektiert. Er sprach vom "Mentalen Immunsystem", das uns gegen "psychische" Krankheitserreger wie schlechte Gedanken, pessimistische Zukunftsprognosen, Ärger und Kränkungen schützt. All diese Dinge müssen verarbeitet und verdaut werden. Genau das leistet das Mentale Immunsystem. Er führte aus, dass Menschen dünnhäutiger und reizbarer geworden seien. Bei vielen ist die Zündschnur wahnsinnig kurz geworden.  Genau! Passt, wie die Faust aufs Auge. Ich explodiere im Moment wirklich bei jeder Gelegenheit, die sich mir im Arbeitsalltag bietet. Bei völligen "Nichtsituationen". Manchmal einfach nur, weil überhaupt eine Situation daher kommt. Auch Kolleg*Innen, die ich mag sind mir zu langsam oder zu dränglerisch, zu wichtigtuerisch oder zu wenig präsent. Also ist es grad völlig egal, wer wie ist - ALLES UND JEDER bringt mich auf die Palme. Eine Kollegin hat mir vorgeschlagen eine "Bullshitliste" zu erstellen. Auf die ich alles, was ich bis zum Antritt meiner Passiven...

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Spontan ist die neue Routine

Auf nichts ist mehr Verlass! Auch nicht darauf, dass der early-bird wenn, dann am Montag in der Früh kommt 😉 Es gibt nach wie vor keine richtige Routine in der Frequenz - und vielleicht ist das die neue Schiene: SPONTAN Es ist grade irgendwie viel los. Bzw. geplant und klappt dann doch nicht, was nicht schlimm ist, weil dann dadurch wieder Raum für was anderes entsteht und manchmal bleibt einfach der Raum übrig - ungefüllt. Erholung pur. Mit einem Hauch von "fast schon wohltuender Langeweile". Das Lichtermeer auf der Theresienwiese. Mit (Leucht)-Kraft und ohne Randale. Nicht leise, aber auch nicht mit viel Geschrei. Mit Gänsehaut, als die Teilnehmerzahl bekannt gegeben wurde. Die schweigende Mehrheit wird sicht- und hörbar. Es macht einen Unterschied! Gut so! Beinahe wären wir auf einem Konzert von "Jazzrausch" in der kleinen Olympiahalle gewesen und fast schon im Kino um den Film "Anatomie eines Falls" anzuschauen. Holen wir nach, läuft nicht davon. Geklappt hat der Workshop im Kloster Congregatio (bei den Englischen Fräulein) beim Nymphenburger Schloßpark. Es ging darum ein Thema, das einen gerade beschäftigt mit Wachsmalkreiden zu  "erfassen" und bildhaft vorzustellen. Dabei lag der Fokus nicht darauf malerische Kunstwerke abzuliefern, sondern mittels Bildsprache - ohne Worte -  zu erzählen.  Besonders spannend war folgende Übung: Aus dem "Themenbild" hat jeder einen Aspekt auf ein neues Blatt übernommen. Im Kreis von 7 Personen hat dann jeder diesen "Bildausschnitt"...

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Eigentlich

Ja, eigentlich hatte ich vor, all die Weisheiten, die W. Schmidbauer auf der letzten Seite im Zeit-Magazin hinterlassen hatte, monatlich nacheinander als Thema zu wählen und entsprechend für mich zu interpretieren. Aber das Wort "eigentlich" (übrigens überhaupt nicht erwünscht in Gefahrgutschulungen, ich nehme an weil darin schon ein gewisser Zweifel mitschwingt und in diesem Bereich in jedem Fall Klarheit und Eindeutigkeit erforderlich sind - schon zwecks der persönlichen Zuordnung drohender Bußgelder 😉 ) lässt schon erahnen, dass ich es mir anders überlegt habe. Eigentlich dachte ich auch, dass diese Gefahrgutschulung im Headquarter letzte Woche die letzte gewesen wäre, die sich von mir vorbereiten und organisieren lassen würde. Falsch gedacht. Unser externer Gefahrgutbeauftragte meinte, dass es dringend erforderlich sei, ein Training für die betroffenen Mitarbeiter in Berlin anzusetzen und mir das Wort "eigentlich" hier in keinster Weise aus meiner Verpflichtung heraushelfen würde. Na gut, dann fahr ich halt nochmal nach Berlin. Eine gute Gelegenheit sich von ein paar Kollegen direkt zu verabschieden und daraus ein langes Wochenende mit wunderbarer Begleitung zu planen. Apropos wunderbare Begleitung. Die führt mich zu meinem nächsten "Eigentlich". Denn eigentlich bin ich überhaupt keine Partyschnecke. Aber das Geburtstagsfest am vergangenen Freitag (Jahreszahlen werden aus Datenschutzgründen einfach weggelassen) war super Klasse. Ich habe lecker gegessen (und dabei die...

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Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

Nein, ich werde nicht das wunderbare Gedicht "Stufen" von Hermann Hesse zitieren. Ich starte mit ein paar Worten von Wolfgang Schmidtbauer, seines Zeichens Psychotherapeut und Schriftsteller. Die letzte Seite im Zeit Magazin wird jeweils von einem, meist bekannten, Menschen mit Weisheiten gestaltet. Sätze, die darüber erzählen, was der, oder diejenige gerne früher gewusst hätte. Die Auswahl von Wolfgang Schmidtbauer lädt dazu ein, sie immer wieder zu lesen und zu teilen. Meine absolute Nummer 1: "Wer im Leben alles richtig macht, wird nicht glücklich, sondern depressiv." Ich habe diese Weisheit für mich minimal angepasst: "Wer im Leben versucht alles richtig zu machen, wird nicht glücklich, sondern depressiv." Für mich birgt der Versuch es richtig zu machen, die Versuchung es allen Recht machen zu wollen, um ja nicht anzuecken. Bzw. um ja keine eigene Stellung zu beziehen um Angriffsfläche zu vermeiden. Da kenne ich mich ganz gut aus. Mein erster und an Jahren längster Chef, hat mal in einem Jahresendgespräch (Year End Review, für alle die wissen wovon ich spreche ;-)) zu mir gesagt: "Oh mei Elisabeth, Du willst es immer noch gut machen, oder?". Ich hab mir innerlich gedacht "Na klar, Du Hirsch, was denn sonst?". Die Weisheit in seiner Frage konnte ich damals noch nicht erkennen... Richtig machen. Die Frage ist, was ist denn das eigentlich, "richtig"? Auch wieder das Normale, das was die Mehrheit macht, weil man es so macht? Ist es das ethisch korrekte? Oder das...

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Noch nicht einmal mehr 1 Jahr…

... und dann bin ich eine "Freifrau" - also eine "von Erwerbsarbeit" freie Frau. WOW! Der 1. November 2024 wir zu meinem persönlichen Feiertag erkoren. Aber wie gesagt, bis dahin ist noch ein knappes Jahr und das wird wahrscheinlich ganz anders, als ich es mir gerade noch vorgestellt hatte. Weil, meine Nachfolge ist schon geregelt und ich gebe mein Team bereits step by step an sie ab. Zum 1. Januar wird das ganze dann im System und Organigramm offizialisiert. Dann ändert sich auch mein Titel. Von "Supervisor" zu "Senior Expert". Die beste aller Freundinnen hat mich gefragt, ob es mir jetzt zu schnell gehen würde? Und das kann ich mit einem klaren "Jein" beantworten. Ich hatte die vorzeitige Übergabe "angeregt". Aber Theorie und Praxis waren schon immer zwei paar Stiefel. Einerseits war ich nicht davon ausgegangen, dass ich noch dieses Jahr mit der Einarbeitung der Kollegin beginnen würde. Vor allem hatte ich nicht auf dem Schirm, dass die Wiedereingliederung eines Bereiches, den ich vor ziemlich genau zwei Jahren abgegeben hatte, damit einher gehen würde. Dies führt zu einer Doppelspitzen-Frauenpower. Zwei Kolleginnen, die in Teilzeit dann gemeinsam diese zwei Bereiche leiten werden. Ein Novum in diesem Konzern.  Andererseits bin ich total froh, dass die Verantwortung für das Team mit dem Jahresende auch zu Ende geht. Und natürlich ist es komisch. Die Vorwegnahme des Aufhörens. Und jeder macht das ja anders. Die Mitarbeiterführung und die fachliche Teamleitung. Es ist nicht...

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Eine Hochzeit und andere Mai-Lights

Der Wonnemonat Mai hat sich dieses Jahr wirklich sehr geziert. Wie eine Diva. Die sich ankündigt und dann doch noch eine interessantere Einladung bekommt und uns buchstäblich im Regen stehen lässt. Zähneklappernd und mit zunehmender Frühlingsresignation die warme Jeans und die dicke Winterjacke in die Verlängerung geschickt. Während der neue Hosenanzug immer noch im Schrank auf seinen ersten Auftritt warten muss. In diesem Kontext haben wir den Muttertag eingemummelt auf den Straßen Sendlings verbracht. Einstellige Temperaturen, aber immerhin trocken. Eine Stadtführung von A. Die zweite dieser Art. Nach dem Schlachthofviertel nun interessante und kurzweilige Geschichten zu dem Teil Münchens, in dem ich bereits seit  19 Jahren lebe. Von Architekten und vor allem einer ArchitekTIN. Von Wohnungsbaugenossenschaften. Von Trambahnen, die von Pferden die Lindwurmstrasse hinauf zum Stemmerhof und noch weiter gezogen worden waren. Fotos, die Schulen und andere Gebäude zeigen, die mitten in die Landschaft gepflanzt wurden. Stolpersteine, die an jüdische Schicksale erinnern sollen und aus anderer Perspektive mit Füßen getreten werden. Aufwärmen im Stemmerhof unter lauter Muttertagsgesellschaften und nach dem zweiten Teil der Führung - endlich die Sonne. Ins Gesicht zu Kaffee und Kuchen beim Café Stenz. Dann am Montag wieder Regen. Abschluss der Schreibwerkstatt in Pasing mit wunderbaren Geschichten über eine späte Liebe, die tragisch endet, einem Muttertagsevent mit veganer Ente und...

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Von der Seele schreiben

Ich nehme seit Ende April an einem Schreibkurs bei der Volkshochschule teil. Vier Abende. Der Titel "Von der Seele schreiben" hatte mich angesprochen. Und vielleicht auch etwas versprochen. Die vordergründige Idee war "Schreibstoff"  zu sammeln und Techniken zu lernen um damit wieder eine Regelmäßigkeit in den "early-Bird" zu bekommen. Neue Themen, die mich begeistern, die mir wichtig sind (oder das Potential dazu haben).  Am ersten Abend haben wir unter anderem ein "Elfchen" geschrieben. Das war mir bekannt aus einem Kurs bei Jenny. Als Hausaufgabe bis zum nächsten Kursabend sollten wir einen Text schreiben z.B. über Tische, an denen wir gesessen haben. Oder Frisuren, die wir in unserem Leben schon hatten. Eine andere Idee war über eine Erinnerung zu schreiben. Ich erinnerte mich an das erste Nachtmalen mit Nachtmahl am Karfreitag 2012. Es wurde ein ellenlanger Text, völlig uninspiriert und ohne Emotionalität. Im Nachhinein betrachtet habe ich ein Protokoll geschrieben. Gespickt mit Daten und Fakten. Keine Geschichte. Tatsächlich schreibe ich gerne Protokolle im Büro (wer schreibt, der bleibt). Ich fand es immer sehr hilfreich mich nochmals mit dem besprochenem zu beschäftigen und Struktur in Themen zu bringen. Aufgaben zuzuordnen und Timings zu benennen. Völlig unemotional. Sachlich. Total ungefährlich. Für den dritten Abend sollten wir Listen über Räume und Orte in unserem Leben anfertigen. Verluste, die wir in unserem Leben gehabt haben. Nie gestellte Fragen und nie...

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Retreat mit Nebenwirkungen

Die Osterferien sind rum und zum Glück scheint sich auch der grippale Infekt, der mich jetzt 2 Wochen ohne mein Einverständnis "begleitet" hat, langsam zu verabschieden. Zumindest hat er letzte Woche schon das Fieber und die Gliederschmerzen in den Koffer gepackt und am Freitag den Husten dazu gelegt. Fehlt nur noch die Schnupfnase und der letzte Rest zum ganz gesund sein. Dann verfrachte ich ihn eigenhändig zum Bahnhof und setzte ihn in den Zug nach "Nirgendwo" 😉 Die Woche vor der Karwoche bin ich am Mittwoch über Gauting gefahren um eine andere Teilnehmerin des Retreats einzusammeln, und mit ihr gemeinsam Richtung Augsburg, um genau zu sein nach Altenmünster zu fahren. Zuletzt hatte ich im Sommer 2019, während meines Sabbaticals, an einem Präsenz-Schweige-Retreat teilgenommen. Wir waren früh dran und konnten in Ruhe unsere Zimmer und die Betten beziehen und hatten noch einen Moment bis zum Start mit dem Abendessen. Irritiert hat mich beim Eintreten in den Speiseraum der Anblick einer medizinischen Maske auf dem Gesicht von B., die ich beim "Women of the heart" Wochenende kennen gelernt hatte. Sie hustete und nieste was das Zeug hielt und ich fragte mich im Stillen, warum manche Menschen einfach alles teilen müssen. Und konkreter, warum sich B. nicht einfach ins Bett gelegt hatte um sich auszukurieren sondern anscheinend ganz "bewusst" das Risiko eingegangen war (dann auch ohne Maske), alle Teilnehmer anzustecken. Frechheit! Leider habe ich es nicht direkt zu ihr gesagt....

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Nein, ich bin kein Alien – meine Bedürfnisse werden nur anders erfüllt

Allerdings fühle ich mich manchmal völlig fremd und nicht dazu gehörig. Zuletzt in der vorherigen Woche. Ich war zu einem Projekt-Ende-Abendessen eingeladen.  Der Anlass war eigentlich noch gar nicht erreicht und Projektleitung (die ich sehr schätze) in einem Meeting, lt. verschiedenen Quellen aus diesem Grund massiv von der Geschäftsleitung angegangen worden. Dass ein Dienstleisterwechsel immer Minimum 6 bis 12 Monate braucht bis aus eckigen Annäherung wieder runde Prozesse werden, ist eigentlich völlig klar. Gerade dann, wenn völlig verkünstelt eine eierlegende Wollmilchsau für kleines Geld im Lastenheft definiert wurde.  Sei's drum. Ich fand mich also letzten Donnerstag in einem schicken Chinesen in Schwabing wieder. Ich hatte im Grunde nur im Ausschreibungsprozess mitgearbeitet und kannte die Hälfte der Gesellschaft nicht. Die Gespräche drehten sich um tolle neue Projekte, tolle Flugreisen, das tolle bevorstehende Event in Berlin, tolle Selbstdarstellungen und noch tolleres Vokabular um diese tollen Geschichten "zu posten". Die gefühlt fünfzigseitige Speisekarte habe ich nur bis dahin gelesen, bis mir das erste Gericht zugesagt hat. Das habe ich dann bestellt, sonst hätte ich nie zu einer Entscheidung gefunden. In solchen Momenten frage ich mich, was ich da, wo ich gerade bin, eigentlich soll. Das veranlasst mich dann meistens dazu, erst ein Mal die Toilette aufzusuchen - um Zeit zu gewinnen.  Na ja ein Lottogewinn ist es nicht gerade - einfach eine kurze Pause. O.k....

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Hühnersuppe gehört nicht in die Tastatur

Nein, nicht mal ein Tropfen. Leider hatte ich beim Kochen den Laptop genutzt um das Rezept anzuzeigen und jetzt geht die Leertaste nicht mehr geschmeidig, weil ich beim Kochen immer "rumtritschel". Kann ich nix dafür - habe ich von meiner Mutter geerbt. Aber weil ich das weiß, hätte ich besser das Pad genutzt. Gerade bei der Serie, die ich gerade hinter mir habe, wäre es vorteilhaft sich zu konzentrieren, zu überlegen und dann zu machen und nicht andersherum. Aber es hilft nicht über verschüttete Hühnersuppe zu jammern, dafür muss man schon Milch verschütten. Und selbst da hilft lamentieren eher wenig. Und so will ich meine Zeit nicht damit verschwenden, sondern komme zum Punkt. Zum Schmerzpunkt. Allerdings wird auch das darüber schreiben nicht wo viel bringen, außer vielleicht ein bisschen Erhellung oder Ärger bei Dir und Luft bei mir. Wobei ich gar nicht ärgern will, sondern aufmerksam machen. Es geht um Retourenlogistik. Davon verstehe ich ein bisschen was, weil ich das bei uns im Unternehmen seit ein paar Jahren mache. Interessiert im Grunde keinen, außer man kann sich damit Nachhaltigkeit auf die Fahnen schreiben. Machen auch viele. Wir auch. Wenn gemogelt wird, nennt man das dann "Greenwashing". Dann wars aber natürlich wieder keiner. Was aber eine Marke die mit Z anfängt, veranstaltet ist einfach perfide. Ich war gerade eben zum ersten Mal auf deren Website. Der Versand ist kostenlos und man hat sage und schreibe 100 Tage Rückgaberecht. Interessanterweise...

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Gehirnforschung und KI

Heute habe ich gar keinen richtigen Plan - macht aber nix. Ich fange jetzt einfach mal an. Schaun ma moi, dann seng ma's scho. Aber von irgendwo muss ich ja starten... Ah ja, da gibt es etwas. Ich habe von R. einen Link zu einem Jahresauftagskongress bekommen, den Veit Lindau mit dem Titel "zukunftsWERK" im Januar initiiert hat. Er steht kostenlos online zur Verfügung und hält Gespräche mit ein paar mir bekannten und vielen neuen Namen bereit. Begonnen habe ich mit dem Interview mit Gerald Hüther, einem Hirnforscher, der nicht müde wird zu postulieren, dass man bis ins hohe Alter Neues lernen und vor allem die eigenen Denkstrukturen verändern kann. Davon muss er mich tatsächlich nicht mehr überzeugen, das hat bereits Rick Hanson, ein Neuropsychologe aus Kalifornien geschafft, der Ergebnisse seiner Hirnforschung im Zusammenhang mit dem Thema Achtsamkeit in die Welt trägt. Ich war vor etwa 15 Jahren bei einem Vortrag von ihm in der Schweisfurth Stiftung am Nymphenburger Schlosspark. Ich bin immer wieder verblüfft, wie viel Englisch ich verstehe, wenn es um für mich interessante Themen geht. Im beruflichen Kontext fehlen mir oft die Worte, aber das könnte auch noch andere Ursachen haben 😉 Das erinnere ich wahrscheinlich nicht zum ersten Mal...  Deshalb nun zu dem Video mit Gerald Hüther, da ich mir ein zweites Mal zusammen mit Wolfgang in der schönsten Ferienwohnung ever im Allgäu vor einem knisternden Feuer im Ofen angehört habe. Gerald Hüther vermittelt seine Beobachtung,...

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Es geht: Um die Liebe

In dem Adventskalender, den ich bekommen habe war unter anderem ? ein Band mit Liebesgedichten. Ausgewählt von Konstantin Wecker. Wir lesen immer wieder ein paar und staunen über die Worte, die teils sehr tiefgründig, teils frivol (auch ein schönes Wort), aber auch mal derb daher kommen. Es gibt ein Einmerkerbändchen (das ist für mich mit ein Grund um mich für ein Buch zu entscheiden - ich weiß das ist jetzt eher banal) und das ist bei dem Gedicht von Christian Morgenstern "Es ist Nacht" eingelegt. Eigentlich wollte ich eines der Gedichte raussuchen, die ich am Sonntag vorgelesen bekam. Aber wie gesagt, so ein Einmerkerbändchen ist einfach unwiderstehlich. Es ist Nacht von Christian Morgenstern Es ist Nacht, und mein Herz kommt zu dir, hälts nicht aus, hälts nicht aus mehr bei mir. Legt sich dir auf die Brust, wie ein Stein, sinkt hinein, zu dem deinen hinein. Dort erst, dort erst kommt es zur Ruh, liegt am Grund seines ewigen Du. Das war eines der ersten Gedichte, die wir aus dem Band gemeinsam gelesen hatten. Ich kannte es nicht und war sehr berührt. Im Herzen des anderen zur Ruhe zu kommen - erkannt oder gespiegelt im eigenen Sein. Wunderschön. Verliebt man sich und liebt man anders, wenn man jenseits der Fünfzig ist? Ich denke ja, weil ganz andere Dinge wichtig werden. Es ist nicht mehr so wesentlich Recht zu haben und seine Art, Dinge zu tun, zu verteidigen. Man kann sich sehr viel offener begegnen und braucht sich nichts (mehr) vorzumachen.  Jeder hat schon das ein...

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Wünsche, die sich in Asche transformiert erfüllen (hoffentlich)

Die Rauhnächte sind rum und damit sind 12 Wünsche auf Zetteln dem Feuer übergeben und zu Asche verbrannt. Ein letzter Wunsch ist übrig geblieben um den ich mich selbst kümmern darf. Ich finde es schön, dass genau dieser Wunsch nicht in Flammen aufgegangen ist - er handelt von Freundschaft.  Alle anderen Wünsche kann ich einfach dem Universum überlassen und mich um die Erfüllung dieses einen kümmern. Somit kann ich mir die guten Vorsätze fürs neue Jahr sparen und gehe direkt in die Aktion der kleinen Schritte. Ich habe mal im Google eingegeben: Synonyme für Wunsch und folgende Worte sind dazu aufgeploppt: Interesse, Verlangen, Streben, Anliegen, Sehnsucht, Illusion, Bedürfnis, Begehren, Ersuchen, Begierde, Ansinnen, Ansuchen. Die Bedeutung des Wortes wurde in SIEBENUNDZWANZIG !! Kategorien aufgegliedert. WOW! Zwei davon hier als eine Art amuse gueule. Absicht. Innerer Antrieb. Das sind schon mal zwei gute Kräfte, wenn man Routinen ändern will. Gewohnheiten sind sehr mächtig und brauchen einfach Zeit und viel Geduld zur Umwandlung. Denn sie haben eine Funktion und geben einen Rahmen, aus dem man nicht unbedingt fallen will - womöglich ohne Netz und doppelten Boden. Deshalb prüfe, wer sich auf eine solche Änderung einlässt vorab sein Selbstmitgefühl und die Freundlichkeit zu sich selbst, damit ein kleiner Ausrutscher nicht gleich zum Abbruch der Aktion führt. Hilfreich ist eine Art "Notfallkoffer" mit Gedulds- und Nachsichtpflastern, damit man dabei bleiben kann, wenn der neue...

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Ein Jahreswechsel, mitten in Frühlingsgefühlen

Sylvester/Neujahr von 2021 auf 2022 war auch schon mild und sonnig, aber der Jahreswechsel auf 2023 hat nochmal eine Schippe drauf gelegt. Von 10 bis 12 Grad auf 16 Grad (in Stuttgart angeblich 20 Grad!) Ich habe in meinen Rauhnachtsheften nachgesehen. Es sind aktuell eher Mildnächte anstatt Rauhnächte. Der Wunsch nach Rückzug und Reflektion ist nicht so dringlich, wenn die Sonne lacht... Trotzdem setzen wir uns jeden Abend so ein halbes Stündchen, oder länger an den Tisch und schreiben und gestalten das Rauhnachtsheft 2022 auf 2023. Dazu gehört eine Karte aus einem Stapel Tarot zu ziehen und sich gegenseitig die Geschichte dazu vorzulesen. An Sylvester zog ich die Karte "Tun". Die Geschichte dazu wird vorab mit dem Satz,  "Vertraue auf Allah, aber binde zuerst Dein Kamel an", zusammengefasst. Im Grunde geht es darum sich für die eigenen Belange einzusetzen, sich anzustrengen und alles zu tun was möglich ist. Sich nicht vor der eigenen Verantwortung zu drücken und wenn etwas schief geht, das Schicksal dafür verantwortlich zu machen. Dann aber auch los zu lassen und mit dem was daraus erwächst o.k. zu sein.  Das gilt im Kleinen, wie im Großen. Das heißt auch den inneren Schweinehund zu überwinden und mit "lieb gewordenen" Gewohnheiten zu brechen, um den selbst gesetzten Zielen näher zu kommen. Sich für Neues zu öffnen um nicht im Stillstand zu versinken. Das ist in jeder Lebensphase etwas völlig anderes. Da ist es wichtig genau hin zu schauen, für was man seine Kraft...

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Manchmal wäre es mir lieber etwas zu umgehen, als damit umgehen zu müssen…

Sonntag Abend, meist die Zeit um den early-Bird zu schreiben, oder zumindest vorzubereiten. Ganz selten entsteht er direkt am Montag in der Früh. Diesmal sicher nicht. Um was geht es? Was beschäftigt mich gerade am meisten? Gesundheit bzw. die Abwesenheit der selbigen beschäftigt mich immer wieder. Eine entzündete Schulter mit "angeriffelter" Sehne, Fersensporn dem nun hoffentlich mit der fünften Stoßwellentherapiebehandlung der Garaus gemacht wurde, Schmerzen im unteren Rücken, in den Muskeln oder Sehnen, aufflammende Erkältung - ach nein das war dann doch eine Migräne. Und jetzt scheint sich von jetzt auf gleich eine Blasenentzündung anzukündigen. Es geht mir sowas von auf die Nerven! Ja klar, es gibt immer Menschen denen es viel schlechter geht als mir. Und trotzdem jammere und schimpfe ich jetzt einfach mal, weil sich damit vielleicht die Erinnerung an das letzte urologische Erlebnis etwas in den Hintergrund schieben lässt. Nebenher werde ich viel trinken, soviel wie eben geht. Neben dem Spezialtee noch homöopathisches Cantharis in Wasser gelöst. Cranberrysaft wäre gut - habe ich aber nicht da. Verdammt! 4. Advent, es brennen nicht nur die 4 orange farbigen Kerzen auf dem Adventskranz... Eine Blasenentzündung hätte Frida Kahlo sicher mit Handkuss genommen. Neben einer angeborenen Erkrankung der Wirbelsäule hatte sie auch noch als ganz junge Frau einen heftigen Unfall in einer Straßenbahn, bei dem sie von einer Haltestange durchbohrt worden war... Unzählige Operationen...

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Ein Spagat in Nachhaltigkeit?

Die letzte Woche war sehr umtriebig. Lesung, Konzert, Treffen mit Kolleginnen, Handwerk, Kunst, Film und Kryptowährung. Kryptowährung passt so gar nicht in diese Erlebnisse - finde ich. Um ehrlich zu sein, habe ich den Sinn immer noch nicht verstanden, aber das mag daran liegen, dass dieses Thema es bisher nicht geschafft hat mein tiefstes Interesse zu wecken. Nun "infiltriert" diese Währung den Kunstmarkt und so ist sie mit einem sehr interessanten Projekt in mein Bewußtsein gerutscht. 39 internationale Künstler:Innen haben sich in einem Projekt zusammengefunden um mit unterschiedlichsten Portraits von Basquiat eine NFT-Kunstsammlung anzulegen. Und erwerben kann man diese digitalen Bilder ausschließlich mit dieser "virtuellen" Währung. Nachdem Wolfgang diesen Künstler, der bereits mit 28 Jahren gestorben ist, sehr schätzt und ich seine Bilder auch sehr ansprechend finde, sind wir am Sonntagmittag in die Daiserstraße 9 geradelt um diese Sammlung in der ARTESPACE GALLERY aus der Nähe zu betrachten und etwas über NFT (Non-Fungible Token = Nicht austauschbarer Token) zu erfahren. Den Begriff "Token" kenne ich im Zusammenspiel von Geldeinzug im e-Commerce business. Das heißt aber nicht, das ich weiß was es bedeutet. Das gehört zu dem Teil meiner Arbeit, die (ähnlich wie Zahlentapeten in Exceltabellen) eher Unbehagen auslösen. Hier die Erklärung von Wikipedia: Ein Non-Fungible Token (NFT) ist ein „kryptografisch eindeutiges, unteilbares, unersetzbares und überprüfbares Token,...

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Auch der Advent hat etwas mit Geduld zu tun

Das war jetzt eine etwas längere, gar nicht so geplante, Pause. Aber wir waren unterwegs. Erst ein Wochenende auf einer tollen Geburtstagsfeier in Bayreuth und dann das Wochenende darauf andere Freunde in Straßburg besuchen. Wunderbare Begegnungen und mal wieder eine Veränderung des Blickwinkels. Auf die Welt "da Draußen", aber auch auf das Innerste, ganz tief drinnen. Dieses Wochenende wieder hiesig - ein entspanntes "Nachklingen" und Reflektieren - mindestens genau so wertvoll. Mir ist auf jeden Fall (wieder einmal) sehr bewusst geworden, wie wichtig und wertvoll Freundschaften sind und wie bereichernd es ist, diese über Jahre und Jahrzehnte zu pflegen. Darauf zu vertrauen, dass sich mein Gegenüber wirklich freut mich zu sehen und dass es möglich ist, den Faden auch nach längerer Pause wieder aufzunehmen. Ich bin baff erstaunt über die Großzügigkeit und die Offenheit, die mir entgegengebracht wird. Und was mich ganz besonders freut, ist die Tatsache, dass sich Wolfgang so leicht in neue Kreise hinein bewegt. Das unterstützt mich, denn mit mir bzw. bei mir ist das nicht immer so "geschmeidig". Gemeinsam gelingt es besser. Und es braucht Geduld. Ein weites und doch so bekanntes Übungsfeld. Dranbleiben und wenn ich mich in anderen Themen/Dingen verliere, immer wieder darauf zurück kommen. Nicht hartnäckig, sondern mit einem langen Atem - einem langen Aus-Atem. Los lassen. Lebendigkeit statt Perfektion. Was für eine Erleichterung! Im aktuellen ZEITmagazin sind ein paar...

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Was ein Gewürzkorb über mich erzählt

Zu meinem 44ten Geburtstag habe ich von einer Freundin einen tollen Korb mit Duschgel, Bodylotion und einem Saunahandtuch bekommen. Die Kosmetikartikel waren schnell verbraucht, das Handtuch habe ich irgendwann bei einem Saunabesuch vergessen, aber den Korb hatte ich noch. Er stand bis vor ziemlich genau vier Wochen in der Küche, chaotisch gefüllt mit all meinen Gewürzen. Er hat einen großen Teil der Arbeitsfläche in Beschlag genommen und wenn ich ein spezielles Gewürz benötigt habe, musste ich ihn teilweise komplett ausräumen um fündig zu werden. Beides hat mich mehr als ein Jahrzehnt nicht gestört. Ich kann mir solche Kleinigkeiten ewig "ansehen" ohne auch nur den Hauch eines Wunsches nach Veränderung zu verspüren. Genauso mein Bücherregal, in dem Bücher scheinbar ohne jegliche Ordnung und einige auch davor auf dem Boden liegen... Erst mal zurück zu den Gewürzen. Es gab schon ein paar Anmerkungen von meinem Lieblings-Gastkoch, die mich jedoch völlig unberührt ließen. Meine Küche, meine Gewürz(un)ordnung. Aber am Freitag, bevor Kunst in Sendling startete, hat mich der Rappel gepackt. Ich habe eine Schublade ausgeräumt und alle Gewürze, alphabetisch geordnet, eingeräumt. Das sah sehr übersichtlich aus und hat mir auch sehr gut gefallen. Allerdings mussten nun das ausgeräumte Besteck einen neuen Platz finden. O.k. also eine andere Schublade ausräumen - Küchenutensilien lagen jetzt auf der Arbeitsfläche. Das Besteck bekam eine neue Heimat. Die Lösung für die Utensilien war...

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Einfach mal ausatmen

Ich habe es immer wieder mit der Beurteilung von Menschen zu tun. Einerseits will ich Menschen nicht in Schubladen stecken und andererseits passiert das immer wieder ganz automatisch - das Bewerten. Angeblich auch ein Relikt aus der Evolution, weil wir Situationen und Menschen blitzschnell einordnen mussten um zu entscheiden, ob dieser Mensch ein Freund oder ein Feind ist. Also ein ÜberlebensMECHANISMUS. Als ich vor einigen Jahren begann Meditation intensiver zu praktizieren dachte ich mir: "Du meine Güte, was bin ich für ein wertender Mensch!" Das lag aber einfach daran, dass ich angefangen habe meine Gedanken in der Stille der Meditation überhaupt erst mal bewusst mit zu bekommen. Das Etikettieren hat mir geholfen meine Gedanken zu "sortieren" und den Prozess des Bewertens zu entlarven. Ich bewerte immer noch blitzschnell, aber dann erinnere ich mich, dass Gedanken nur Vorschläge sind. Ich muss sie nicht glauben. Andererseits leben wir in einer Leistungsgesellschaft und im Job spielt die Bewertung eine große Rolle. In der Firma in der ich arbeite gibt es dafür einen ganzen Prozess mit einem System über das sich prächtig streiten lässt. Weil es natürlich nicht gerecht ist - nicht gerecht sein kann, weil Menschen die Bewertung vornehmen. Objektivität herrscht vielleicht in den Wissenschaften, wobei sich z.B. in der Quantenphysik herausgestellt hat, dass so ein Teilchen ganz anders reagiert bzw. sich zeigt, wenn es beobachtet wird. Halleluja! Wie soll es dann bei Menschen...

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Kunst bewegt

Unter diesem Motto leitet eine der Organisator:Innen von Kunst in Sendling (KiS) Führungen zu verschiedenen Stationen dieser 3-tägigen Veranstaltung. Ich greife dieses Motto auf, weil mich diese Tage sehr bewegt haben. Sie haben mich berührt, angezündet und nach knapp zwei Wochen Corona meine Lebendigkeit angeschubst. Es fühlte sich an, als ob alle Zellen wieder prall gefüllt und Freude und Lust am Leben wieder eingezogen sind. Es war ganz wunderbar, dass Freund*Innen, Bekannte und auch viele neue Interessierte die Station 01, Ateliergemeinschaft "Fugger 4" besucht, und sich interessante Gespräche ergeben haben. Eigentlich hatte ich ein bisschen Bedenken, dass ich noch nicht fit genug sei und wollte eigentlich nur stundenweise anwesend sein. Und dann bin ich nur einmal früher gegangen und war nicht angestrengt, sondern im Gegenteil sehr aufgeweckt und fit als am Sonntag kurz vor 19 Uhr alle Wegweiser wieder abgenommen und das Atelier wieder in den "Normalzustand" zurückverwandelt war. Eines der Highlight war, dass diesmal eine der Führungen am Sonntag den Weg zur Station 01 fand. Bereits am Freitag war G. bei uns um uns ein bisschen zu interviewen und sich für diesen Anlass vorzubereiten. Als sie dann am Sonntag gegen 13:30 mit ungefähr zehn Personen bei uns hereinmarschierte, gab es eine ganz kurze Einweisung von ihr. Dann führte Sie alle zuerst zu meinem Platz und bat, dann völlig überraschend darum, dass ich doch einige Worte zu meiner Kunst sagen sollte. Und ich habe...

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Wir sind Number One

Dieses Wochenende war ich echt produktiv. Und fleißig am üben und machen. Und am Lernen - bis hin zur Interpunktion ? - das ist bei mir eher Bauchgefühl. Sorry falls euch da das ein oder andere auffällt. Mir fällt es oft erst dann auf, wenn das Rechtschreibeprogramm rote Kringel setzt. Und das Programm hat - glaub ich - auch seine Schwächen... Und mir fällt auf, dass einiges nicht mehr funktioniert, z.B. jemanden zu finden, der sich verantwortlich fühlt. Der Fachkräftemangel ist angekommen in einer Welt in der das Analoge einfach per "copy paste" in das Digitale "hineingepflanzt" wird. Ich bin weit davon entfernt diesen Spruch, der allen jenseits der 60 angedichtet wird, anzuführen "Früher war alles besser". War es nicht. Ich bin ja auch noch keine 60. Aber ich hatte einen Ansprechpartner, der Ahnung von dem hatte, was er tut und der seinerseits Kontakte hatte, die er anrufen konnte um direkt eine Antwort auf eine konkrete Frage zu bekommen. Heute schreibe ich an Sammel-Email-Boxen. Oder ich mache ein Ticket auf. Wenn ich "Glück habe",  dann gibt es eine Hotline. Diese "Zusammenarbeit" mit Callcentern weiter auszuführen, da fehlt mir tatsächlich der Humor. Das Thema Verantwortlichkeit hat meinen Chef und mich letzte Woche, einschließlich dem Wochenende, an den Rand der Verzweiflung gebracht. Leider ist es noch nicht zu Ende - wahrscheinlich wird das eine weitere Lebensaufgabe... Also zurück zu meiner Produktivität ?Ich war im Atelier und habe an zwei Bildern gearbeitet....

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Alte Wunden brauchen neue Strategien

Manche Kindheitswunden brauchen lange um zu heilen und das tun sie nicht von alleine. Also nach dem Motto: "Die Zeit heilt ALLE Wunden". Es braucht hinschauen, hin spüren und annehmen. Das ist ziemlich schmerzhaft, hilft aber nichts. Viele erlebte, positive Gegenbeispiele sind nötig um glauben zu können, dass es jetzt anders ist und nicht so, wie die Kindheitserinnerung immer noch glauben machen will. Außerdem liegen Jahrzehnte dazwischen und in vielen Bereichen bin ich tatsächlich erwachsen geworden. Erwachsen werden, das war mein sehnlichster Wunsch als Kind. Nicht mehr abhängig zu sein von einer Familie in der ich nicht gewollt war. Das ist meine tiefe Wunde. Nicht gewollt zu sein. Es gibt einen Spruch, der Albert Schweitzer zugeordnet wird, den mein Meditationslehrer öfters zitiert hat: "Ich bin Leben, das leben will unter Leben, das leben will." Und heute verstehe ich, dass damit auch gemeint ist, seinen Platz einzufordern und einzunehmen. Nicht darauf zu warten, dass der rote Teppich ausgerollt wird, sondern mit Selbstverständnis mitten rein zu springen. "Hier bin ich!" Nicht klein werden und in die Opferhaltung gehen, sondern den Automatismus enttarnen. Etwas Neues ausprobieren. Dabei wahrscheinlich auch Mal auf die Nase fallen. O.k. Dann klappt es das nächste Mal schon besser. Üben. Geduld. Vielleicht auch Geduld üben. Und Grenzen anerkennen. Ich werde wohl nie eine Entertainerin werden, aber das ist ja auch gar nicht nötig. Einen Schritt nach dem anderen und dabei...

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Es ist wie es ist

Es gibt Situationen, da kann ich das, was ich doch immer wieder betone, nämlich dass es darum geht die Anderen so anzunehmen, wie sie sind, einfach nicht mehr hören. Dann geht mir mein Gegenüber (oft in einem Teams Call) sowas von auf die Nerven, dass ich an mich halten muss nicht die Fassung zu verlieren und völlig hysterisch und unreflektiert loszuschreien. Zuletzt geschehen am Freitag in einem Call mit unserem Dienstleister. Ich will gar nicht ins Detail gehen. Es war aber gleich überhaupt nix zu spüren von Gelassenheit oder Gleichmut. Geduld? Fehlanzeige. Leider hat es mir keine "Erleichterung" gebracht. Im Gegenteil. Ich habe den Quatsch auf die ganze Menschheit ausgeweitet und hätte einfach nur "kotzen" können. Sorry für die Wortwahl, aber der Zustand ist nicht anders beschreibbar. Nachdem ich meinen Laptop zugeklappt hatte, habe ich mich spontan dazu entschlossen in die Stadt zu radeln. Kompensationskauf. Im Hugendubel habe ich drei Kochbücher erstanden, weil mir nämlich grad auch das Essen nicht mehr schmeckt, dass ich mir selbst vorsetze. Als ich auf der riesigen, langen, grünen Couch meine Auswahl traf habe ich eine kleine Szene beobachtet. Eine verschleierte Dame saß mit zwei Jungs im Alter von ca. sechs oder sieben Jahren ein paar Meter weiter. Sie spielten mit Holz Jojo's. Als die Frau aufstand um den Buchladen zu verlassen, warfen sie die Jojo's auf die Couch und liefen mit ihr hinaus. Der bisher sehr freundliche Mitarbeiter vom Infostand lief laut schimpfend...

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“Wohin geht’s?”

Diese Frage war fett auf eine Postkarte gedruckt und einem meiner letzten Bücher als Einleger vom Diogenes Verlag beigefügt. Es gibt keine weitere Hilfestellung oder Anmerkung dazu. Einfach nur diese Frage. Also kann ich ihr meinen ganz eigenen Sinn geben um sie für mich zu beantworten und Du natürlich auch für Dich. Wohin geht's bei mir? Aus jetziger Sicht. Vor ein paar Jahren sollte es dringend und unbedingt in ein "Programm" gehen. In dem Konzern, bei dem ich arbeite, bedeutet das ab 54 Jahren mit einem hohen Prozentsatz des letzten Gehaltes bis zum frühestmöglichen Renteneintritt bezahlt zu werden, ohne einen Strich arbeiten zu müssen. Vor etwa 7 Jahren, als unsere Transformation begann war das eine sehr verlockende Aussicht und teilweise der einzige Hoffnungsschimmer am Ende des Tunnels. Ich konnte mich mit den Veränderungen überhaupt nicht identifizieren und wurde immer unzufriedener. Zum Glück ist mir der Absprung von diesem Gedanken gelungen und ich habe mich darauf besonnen, was gut daran ist, dass ich genau auf diesem Platz in dieser Firma bin. Seit dem macht es mir wieder überwiegend Spaß und es gelingt mir mich, und auch mein Team, immer wieder neu zu motivieren. Natürlich gibt es Momente, an denen ich völlig frustriert bin, weil mich die neue Art zu arbeiten (Buzzwords: Digitalisierung, AI, Cloudcomputing, Digital Storytelling etc.) überfordert und nervt. Aber es gelingt mir viel leichter aus so einem Frust wieder heraus zu steigen, weil ich aus Erfahrung weiß,...

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Zwischenmenschliches

kann zwischen den Menschen stehen bleiben und langsam aber sicher eine Mauer bauen. Stein für Stein. Unbewusst. Einfach drüber gehen, weil es bequemer erscheint. Ist es aber nicht. Irgendwann ist die Mauer dann so hoch, dass man nicht mehr drüber weg gehen kann. Man braucht eine Leiter. Manchmal sogar eine dritte Partei, die diese Leiter hält. Und wenn man diesen Zeitpunkt übersieht, kann es passieren, dass man gefangen ist und keinen Ausgang mehr findet, oder Zugang - je nachdem. Es braucht Mut, um mit Wörtern eine Brücke zu bauen, statt mit Schweigen eine Mauer. Die Unsicherheit überwinden, sich öffnen, erzählen und darauf vertrauen dass sein Gegenüber zuhört und sich einlässt. Danke Ich wünsche Dir einen guten Start in die neue Woche. Eine für mich sehr kurze Arbeitswoche. Eine Ein-Tages-Woche. Morgen wird aufgebaut in der Orangerie und am Mittwoch geht''s dann los 🙂   Diesmal die Zeitschnipsel aus der Wochenzeitung "Zeit" vom 28. Juli bis 03. August 2022 Das Lied "Hey there Delilah" von den Plain white t's habe ich live gehört am Samstag gegen 6 Uhr morgens. Ich habe bei Wolfgang übernachtet und in der Früh gemerkt, dass ich Migräne bekomme. Blöderweise hatte ich das sehr hilfreiche Mittel nicht dabei. Und so bin ich direkt los um es rechtzeitig einzunehmen und die Kurve zu bekommen.  Ich habe schon von der III. Etage die Musik gehört. Im I. Stock ist eine Jungs-WG, die wohl zusammen mit Freund:Innen die Nacht durchgemacht haben. Erst fühlte ich mich gestört und...

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Endlich Sommerferien! Und ein Bericht im Zeitmagazin, der mich beschäftigt…

Weder drücke ich die Schulbank, noch bin ich Lehrerin. Trotzdem freue ich mich immer, wenn die Sommerferien beginnen, weil sich München dann über Nacht leert. Das sieht man nicht zuletzt daran, dass es Parkplätze ohne Ende gibt - die ich gar nicht (mehr) brauche, weil ich fast alles mit dem Fahrrad oder den Öffis fahre. Aber vor allem fühlt es sich so an, als ob alles einen Gang runter geschalten wird. Und ich bin seit geraumer Zeit super gern langsam unterwegs. Im Job und auch privat. Mich beschäftigt ein Artikel aus dem Zeit Magazin. Ein sehr langer Artikel, den ich inzwischen drei Mal gelesen habe. Der Autor, mein Jahrgang, hat sich vor 5 Jahren dazu entschieden ein veganes Leben zu führen. Es geht nicht allein um die Ernährung, sondern inzwischen um die Haltung und die Lebensweise. Auch wenn ich keine Veganerin bin (ich bin eine 80% Vegetarierin und verzichte auf Milchprodukte, weil ich sie wegen der Lactoseintoleranz nicht gut vertrage) teile ich doch die Meinung, dass tierische Produkte mit dem Wissen um die Qual der Tiere eigentlich gar nicht mehr gehen. Und ja, auch wegen dem CO2 Ausstoß.  Trotzdem esse ich noch Eier und hin und wieder Fisch, ach ja und nicht zu vergessen auch mal Schinken zur Melone. Andererseits fahre ich weder einen SUV, noch jette ich permanent per Flugzeug durch die Weltgeschichte. Das müsste doch eigentlich reichen, als mein Beitrag gegen den Klimawandel? Es geht aber nicht um meinen Anteil, weil ich natürlich nicht die Welt retten kann. Es...

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Was geht? Sommerhighlights

Ich bin ja ein bekennender Fan dieser Jahreszeit. Endlich kann auch ich barfuß in den Schuhen und mit leichtem Gewand genusswandeln. Wärme verbreitet Urlaubsflair und lässt mich Performance Administration, Schnittstellenthemen und Survey Auswertungen mit regelrechtem Gleichmut betrachten. Wobei: Vorletzte Woche gab es auch arbeitstechnisch ein Highlight. Wir waren in der Nähe von Garmisch auf einer Hütte und haben gemeinsam gekocht. Mal nicht vor Wut, sondern in der Küche. Ein Vier Gänge Menue. Hohes Lob an die Organisatoren und alle Köch:Innen! Wunderbare Location (am Pfleger See), leckeres Essen und großartige Stimmung im ganzen Team. Am Samstag haben wir dann in der Akademie der Bildenden Künste die Semester- bzw. Abschlußarbeiten der Student:Innen bewundert. Besonders interessant war natürlich die Arbeit von Wolfgangs Sohn J. der zwischenzeitlich das vierte Semester abgeschlossen hat. Die Kreativität und die Phantasie der Studierenden hat mich begeistert. Diese sprühende Vielfalt stimmt mich sehr positiv für die Zukunft. Wenn sich Menschen mehr mit schönen Dingen beschäftigen, dann ist nicht mehr so viel Zeit für Power Shoppen oder andere Art des Hyperkonsums. Ein Hoch auf die Kreativität! Im August steht auch für M. und mich ein Event an. Wir stellen in der Orangerie im Englischen Garten aus. Vor über zwei Jahren hat uns M. einfach mal angemeldet und nun geht es am 10. August los. Es ist schon vieles organisiert und vorbereitet. Die Bilder ausgewählt, die Homepage auf...

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Die Kunst oder die Reismühle ist 6€ Fahrradmitnahme wert

Vom Urlaub nur so viel: Pesaro ist eine (Zug) Reise wert! Wir waren im 7. Urlaubshimmel und haben uns an der Adria ganz wunderbar erholt. Sommer, Sonne, Strand, Ausflüge, leckeres Essen und die Erfahrung, dass Italiener zum einen selbst sehr gemütlich Fahrrad fahren und zum anderen als Autofahrer erstaunlich rücksichtsvoll und zuvorkommend sind.  ? Resümee: Wiederholung baldmöglichst! Aber jetzt erst mal Sommer in München und Umgebung. Wir haben auch im Urlaub Kunst geguckt. In Rimini. An der Piazza Cavour. Tolle Räume - tolle zeitgenössische, italienische Künstler. An diesem Samstag haben wir deutsche, zeitgenössische Künstler*Innen in der Reismühle in Gauting besucht. Tag der offenen Tür.  Ich war zum ersten Mal dort und bin schwer begeistert. Eine Künstlerenklave ähnlich der Wiedefabrik, aber deutlich "schicker" von den Räumen und sehr interessant von den "Schaffenden" dort. Wir haben mit den Bildern von Bianca Artope begonnen, eine wirklich bemerkenswerte Frau. Sie kreiert Bilder indem sie verschiedenen Fotos am Rechner zusammen und übereinander legt, druckt und dann mit (ich glaube) Epoxidharz auffüllt. Großartig! Ich packe dir unten den Link mit ein - es lohnt sich wirklich! Gelohnt hat sich auch die Fahrt mit der S-Bahn unter Mitnahme der Fahrräder. Auf der Webside angepriesen für € 3,10 und am Automaten kostete es dann fast das doppelte, € 6,--. Oder haben wir das falsche Ticket gezogen? Na, wie auch immer, es war super praktisch mit dem Radl zu S-Bahn und von dort...

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Aus der Zeit gefallen

Was war das für ein wundervoller Sommer-Sonnen-Sonntag! Da kommt Italienfeeling auf - gerade richtig um die Vorfreude so richtig anzuheizen. Nur noch diesen Tag im Homeoffice arbeiten, am Dienstag noch ein bissal was erledigen, packen und am Mittwoch in den Zug einsteigen ? Warum wir mit dem Zug fahren? Wir wollen CO2 sparen - mit irgendwas muss man ja anfangen. Auch der Samstag konnte sich sehen lassen, wettermäßig und auch sonst. Wir sind mit einem leichten Umweg über ein ganz nettes Cafe in der Nymphenburger Straße  zur Olympiahalle geradelt. Sonne getankt und dann ab in die Arena zu "The new Roses", "Saga" und vor allem zu "Foreigner". Die Karten dafür gab es für lau von meinem Bruder, weil der vergessen hatte, dass an diesem Abend ein sechzigster Geburtstag gefeiert werden wollte. MIT ihm und seiner Frau. Und so kamen wir in den Genuss dieses Rockkonzerts. Für dieses Publikum (mindestens Ü-50) hat die Vorband bereits um 18:30 Uhr zu spielen begonnen ?  Ein richtiges Konzert mit ein paar Tausend Menschen, ohne Mundschutz und der Abstand hätte beim nachmessen auch verloren. Das waren keine Einmeterfünfzig mehr. Die Zeit des Abstandnehmens kommt im Herbst wohl von alleine wieder... Jetzt aber erst mal Party und das kann Foreigner auf jeden Fall ? ? Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Hits sie rausgebracht haben und wie textsicher ich bei vielen Liedern mitsingen kann. Und die Füße und Hände still halten geht sowas von überhaupt nicht. Alles in Bewegung und das dann...

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Santeln am Pfingstmontag

An diesem Pfingstmontag hab ich ein altes Hobby wieder entdeckt: Santeln Ich bin erst um 11 Uhr aufgestanden, hab mir ein Feiertagsfrühstück gemacht und mit dem Kaffee habe ich mich dann auf den Balkon gesetzt und gelesen. Ohne Punkt und Komma. Stundenlang. Einen Roman bis zum Schluss. O.k. ich hatte die letzte Woche schon ein paar Seiten angelesen. Das Buch hat mir M. bei ihrem Geburtstag in die Hand gedrückt. Sie hatte es schon und bekam von der Schenkerin die Erlaubnis es direkt weiter zu geben. Der Titel "Vom Ende der Einsamkeit" erschien mir im ersten Moment ein bisschen kitschig und so habe ich es erst mal auf die Fensterbank gelegt. Heute hat es mich völlig gepackt und in seinen Bann geschlagen. Eine Geschichte von drei Geschwistern, die aus der Sicht des jüngsten Sohnes mit sieben Jahren ihre Eltern bei einem Verkehrsunfall verlieren. Es war sehr berührend erzählt, was die drei mitgenommen haben in ihr Leben und wie sehr sie ihre Familiengeschichte geprägt hat. "Es sind die Brüche in denen man sich erkennt." Brüche, oder Umbrüche. Veränderungen, die wir selbst nie so initiiert hätten. Und eben deshalb sind wir so, wie wir sind. Zum Teil aber auch, weil wir genau zu dem Zeitpunkt mit diesem "Geistesfunken" in eben diese Familie hinein geboren wurden. Nachdem mein Bruder demnächst seinen sechzigsten Geburtstag feiert, beschäftige ich mich wieder mal ein wenig damit. Fotos sichten. Was war damals so los in der Welt und herangezoomt, was war in unserer Familie? Wie...

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Älter werden ist nichts für Weicheier,

nur leider gehöre ich zu den Sensibelchen unter dieser Kategorie ? Mir fällt es immer wieder bei anderen auf. Das letzte Mal auf dem Konzert am vergangenen Montag in den Kammerspielen habe ich es bei  Werner Schmidbauer festgestellt. Übrigens ein sehr gelungener Abend, mit einem kleinen Ehemaligen Treff ?. Ein ganz anderer Typ, als vor sieben Jahren in der Arena von Verona. So lang ist das schon her. Ja mei. Es gibt Sprünge beim älter werden. Kein Grund für Luftsprünge, aber auch keiner dafür im Boden zu versinken. Wobei. Manchmal auch eine nicht zu verachtende Variante. Nein, nein. Keine Jammerei. Oder warum nicht auch mal jammern? Oder Fakten, die halt sehr emotional daher kommen ?.  Es braucht einen aktualisierten Abgleich zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung. Der berühmte Schritt, den man zurück zu treten hat, um sich ein Bild machen zu können. Irgendwann funktioniert das mit dem viel zitierten Vogel Strauß einfach nicht mehr. Nicht nur im Außen, auch im Innen gibt es Veränderungen, die erst mal verdaut werden müssen. Neben der Vergesslichkeit - vor allem Namen könnten sich zu einem Drama aufbauschen, wenn ich das zulassen würde - sind Bewegungsabläufe nicht mehr ganz so geschmeidig wie noch vor, sagen wir mal 2 Jahren. Nach wie vor funktioniert das mit der "Namensfindung" noch mit Umschreibungen, genau so wie früher im Englisch Unterricht, wenn mir die ein oder andere Vokabel nicht eingefallen ist. Da lag es aber dran, dass ich nicht gscheid gelernt hatte. Was in jedem...

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Es braucht wieder mehr Leichtigkeit

Dieses Wochenende hat auf ganz einfache Weise klar gemacht, was es braucht: Mehr Leichtigkeit. Das wunderbare Wetter hat schon mal die Grundlage geschaffen. Dann die spontane Entscheidung am Samstag Nachmittag ein bissl rum zu radeln, sich in einen Biergarten in Gräfelfing zu setzten, Steckerlfisch und eine Brezen zu essen. Zu ratschen und dabei die Sonne auf der Haut zu spüren. Nix kompliziertes - ganz einfach. Der Rückweg über den Pasinger Stadtpark, immer wieder wunderschön und im Moment eine Augenweide der besonderen, grünen Art. Eine bezaubernde Kolumne von Axel Hacke vorgelesen bekommen, die von einem Buch erzählt, das ihn am Abend zur Ruhe kommen und die aktuell heftigen Themen für kurze Zeit vergessen läßt. Am Sonntag schon vor dem Frühstück eine Runde im Westpark drehen und direkt bei Öffnung vom Cafe Gans am Wasser einen Traumplatz finden und einen groooßen Cappuccino zelebrieren. Am Nachmittag zu Kaffee und Kuchen in den Garten von M. mit angenehm unbeschwerten Themen und dem Anstupsen der Vorfreude zu unserer Ausstellung im August in der Orangerie. Recht viel mehr braucht so ein Wochenende nicht, damit es einem leicht ums Herz wird. Vielleicht noch ein bisschen Nachrichten fasten und einen fokussierten Blick auf die Dinge, die richtig gut laufen. Und die Aussicht am Montag Abend mit dem Liebsten auf ein Benefizkonzert in den Kammerspielen zu gehen mit Künstlern wie Konstatin Wecker, Pipo Polina und Werner Schmidtbauer um nur einige zu nennen. Da kommt...

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Einfach mal Ruhe geben

Dieses Wochenende waren wir am Samstag nicht bei der "Langen Nacht der Musik" und am Sonntag nicht auf der Maidult um eine Pfanne für mich zu kaufen. Ich war nicht so richtig gut beinander.  Müdigkeit und irgendwie hat mir alles weh getan. Der Hals, der Rücken, das ganze Gestell. Erkältung? Oder was kann das sonst sein? Was hab ich falsch gemacht? Es war wohl zu viel an drei Abende hintereinander aus zu gehen. Oder brauche ich einfach einen Tag für mich und kann das nicht formulieren? Bla, bla, bla - bla, bla.... Na, ja am Samstag hat Wolfgang meinen neuen Kühlschrank eingebaut ?, weil das bei der Lieferung mangels Verlängerungskabel nicht geklappt hat. Und wir haben leckeres Spargelrisotto gekocht. Am Sonntag wars dann bei mir nicht wirklich gut und ich hab mich nach dem Frühstück wieder ins Bett gelegt. Nochmal mehr als zwei Stunden geschlafen. Kurzer Spaziergang und kurz im Atelier um die Zeitschnipsel zu kleben. Dann hab ich mich mit einer dicken Decke auf die Couch gelegt und mir das Webinar von Stefanie Stahl zu ihrem Buch "Das Kind in dir muss Heimat finden" angesehen. Es ging um Bindung, Autonomie, die Glaubenssätze des Schattenkindes und die positiven Aspekte, die über das Sonnenkind ihren Ausdruck finden. Und vor allem um den Punkt, wenn man das alles doch verstanden hat, warum man dann die negativen Glaubenssätze nicht "einfach" los lassen, und aus seinen Mustern aussteigen kann? Auch ganz "einfach": WEIL MAN ETWAS DAVON HAT. AHA! Wo trifft das denn bei mir zu?...

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Kindheitserinnerungen und die Brücke in die Gegenwart

Ich war schon lange nicht mehr auf einer Beerdigung. Und ich war schon lange nicht mehr bei der Verwandtschaft in Niederbayern - 9 Jahre um genau zu sein. Da war Tante Frieda's achtzigster Geburtstag. Am letzten Freitag war ich auf ihrer Beerdigung in Oberköllnbach. Auf dem Weg vom Parkplatz zum Friedhof konnte ich feststellen, dass es den Kramerladen bei der Kirche immer noch gibt. Der hatte früher am Sonntag vor und nach der Messe auch offen. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir das was eingekauft haben. Denn an den Samstagen kam "Der Beck" am späten Nachmittag mit dem Kombi voller Lebensmittel auf den Hof. Riesige Laibe Brot, Mehl, dies und dass und vor allem aber Süßigkeiten. In Kindertagen war ich in den Sommerferien jeden Sonntag in der Messe. Und mindestens einmal wurde ich vom Weihrauch und/oder vom langen Stehen ohnmächtig. Der Messner hat mich rausgetragen und an der frischen Luft "abgesetzt". Ich hatte noch nie großes Stehvermögen. Am Freitag ist alles gut gegangen. Während der Trauerfeier habe ich mich erinnert. An die Zeit, als ich die großen Ferien bei Tante Frieda und Onkel Alois auf dem Bauernhof in Hölskofen verbracht hatte. Sie war eine kleine, energische Frau, die gern lachte und dabei rote Bäckchen bekam. Ein kleines Dorf. Milchkühe, Schweine, Bummerl und Hühner und Felder für Weizen, Kartoffeln und Mais, wenn ich mich recht erinnere. Und es gab Katzen. Tante Frieda hat mich immer "Katzenmama" genannt.  Ich habe stundenlang mit einem Wollfaden mit...

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Was wäre, wenn es so wie es jetzt ist genau richtig wäre?

Diese Frage von Byron Katie war (neben einem super leckeren Apfel-Mohn Kuchen) die Begleitung zum Cappuccino in einem winzigen Cafe in der Südlichen Auffahrtsallee.  Da wollte ich schon ewig mal rein und nachdem die Ampel auf dem Weg zum Cafe Ruffini rot war, hab ich zu G. gesagt, lass doch mal schauen, ob wir da ein Plätzchen finden. Haben wir ☺️. Das war wohl früher mal ein Schreibwarenladen (steht zumindest außen drauf). Innen nur Platz für ca. 8 Personen und draußen nochmal doppelt so viele. "The Work" ist eine tolle Möglichkeit alles was einem im Leben so passiert, mit dem man nicht so ganz einverstanden ist, tiefer und vor allem auch von den verschiedensten Seiten zu beleuchten. Ich kann hier nur bedingt aus eigener Erfahrung sprechen, aber die obige Frage hat etwas in Gang gesetzt. In jedem Fall einen freundschaftlich-philosophischen Diskurs über 1 1/2 Stunden in dem wir den Faden in einer anderen Farbe weiter spannen, den wir auf dem Spaziergang im Nymphenburger Schlosspark aufgenommen hatten. Es geht ja im Grund immer um diesen einen Moment in der Gegenwart. Es ist schon so viel darüber geschrieben und gesprochen worden, und doch kann es Sinn machen diese "Wahrheit" immer wieder mal aus der "Weisheitschublade" zu ziehen. Weil man sich verändert und irgendwann steht man vielleicht an einem Punkt an dem einen dieser Satz wie ein Blitz treffen kann. Man hat etwas verstanden. Also nicht nur kognitiv, sondern auch emotional und spirituell. Und die Wahrscheinlichkeit vom...

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Eine flache Sinuskurve ohne große Ausschläge

Im Westen nichts Neues. Ich wußte nicht, dass dieser Spruch ein Buchtitel ist. Hier beschreibt Oskar Maria Remarque den 1. Weltkrieg aus Sicht eines "einfachen" Soldaten. Gut, dass ich den Ursprung gegoogelt habe, sonst hätte ich diese Worte heute als Überschrift verwendet um vorweg zusammen zufassen, dass sich in der letzten Woche bei mir nichts Großartiges getan hat. Ich bin am Donnerstag Mittag ganz unspektakulär umgeknickt und habe mir dabei das rechte Außenband angerissen. Die nächsten 6 Wochen trage ich eine Schiene, die mir eine Entscheidung abnimmt. Nämlich die Wahl der Schuhe. Damit passe ich ausschließlich in meine Trackingschuhe. Das ist jetzt nicht wirklich kommod, aber es ist auch nicht richtig schlimm. Bis zu unserem Urlaub im Juni sollte alles wieder passen, also kein Problem. Am Donnerstag Abend hatten wir ein Ateliertreffen an dem vier von sechs der kreativen Gemeinschaft anwesend waren. Es hat mir gut getan zu erzählen, dass ich grad überhaupt nicht weiß was ich gestalten soll. Ich sollte doch in diesen Zeiten eine Aussage mit dem treffen, was ich kreiere. Damit boykottiere ich mich selbst total. Und so seziere ich die "Zeit" und füge Überschriften in einen neuen Kontext zusammen. Worte schienen mir die letzten Monate wichtiger zu sein. Ein intellektueller Umgang mit dem Zeitgeschehen. In der Diskussion, die einen weiten Bogen spannte von meiner kreativen Blockade zu den aktuellen Krisen in der Welt und wieder zurück wurde mir klar, dass ich, ob ich es nun...

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Eye wei(d) open

Urlaub ist was wunderbares. Kunst auch. Die Kombination ist großARTIG - auch mit Wintereinbruch in Begleitung von Kälteeinbruch im April. Und vor allem zusammen mit Wolfgang. Zeit für eine Liebeserklärung ? Wir waren in Wien. Von Donnerstag bis Sonntag nur K+K: Kunst und Kaffeehäuser. Nicht ausschließlich, aber doch überwiegend ? In Wien kostet ein 3-Tages Nahverkehrsticket € 17,10 und das haben wir bei dem Wetter auch sehr stark genutzt. Mit der U-Bahn und oberirdisch mit der Tram. Unterirdisch ist, dass es bei uns sowas gar nicht gibt. Grade mal ein Tagesticket für € 8,20 - arme München-Touristen. Aber es geht hier ja nicht um München, und schon gar nicht um den MVG - es geht darum, wie man seine Zeit in Wien (auch) verbringen kann. Ich war schon ein paar mal in Wien. Privat und geschäftlich. Zuletzt mit der Firma im Januar 2019 mit Festessen, Falco Musical und Abtanzen in der Hofburg. Ganz GROSSES Kino. Diesmal sehr privat, auch wenn wir uns den IQOS Store in der Kärtner Straße (von außen) angeschaut haben. Kein "Blowing in the wind", sondern ein "blowing wind" bei gefühlten 4 Grad. Wir waren auch nicht in einem der alteingesessenen Kaffeehäusern mit diesen "raunzenden" Obern - ich weiß gar nicht, ob es die überhaupt noch gibt? Wir waren kurz im "Schwarzen Kamel" nur gerade so lange um festzustellen, dass das nicht unsere Welt ist um dann im Cafe Aida in Rosa, in Sahneschnittchen und Mohnbeugerl mit Kaffeebegleitung einzutauchen. Dort gibt es dafür ältere, hektische...

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Warum alte Sorten so lebendig sind

Bücher waren als Kind und Jugendliche für mich die ganze Welt. Ich habe mir diese Zeit in Romanen erlesen. Ich selbst habe wenig erlebt. Ich habe in der Pubertät nicht aufbegehrt und meine Eltern und damit Streit herausgefordert, sondern ich habe Geschichten über Erwachsene gelesen. Ich wollte nie Kind sein, sondern ERWACHSEN. Dann würde ich all das können - ich müsste nur einfach 18 Jahre alt werden. Dann würde mir die Welt mit all seinen Möglichkeiten offen stehen. Dann würde mir keiner sagen, was ich zu tun hätte und ich bräuchte nicht mehr dauernd darauf zu achten ob mein Verhalten Konsequenzen für meine Mutter hätte. Das ist ja mal total schief gegangen. Ich habe auch mit der Volljährigkeit keine wilden Partys gefeiert, keine Nächte durchgemacht, bin nicht spontan mit dem Auto für zwei Nächte an den Gardasee (oder sonst wo hin) gefahren. Nichts. Meine Revolution bestand darin aus der Kirche auszutreten und zu Hause nicht darüber zu reden. In Sachen Leben bin ich lange eine Theoretikerin geblieben. Die Praxis war mir immer zu gefährlich - es hätte echt was passieren können. Ich habe mit 18 meine zweite Ausbildung angefangen, bin während der Ausbildung von zu Hause aus- und mit einem Kollegen und einem seiner Freunde in eine WG eingezogen. Dann wurde ich bei Etienne Aigner übernommen, habe fleissig und gern gearbeitet und bin da auch voran gekommen. Privat war ich nicht sonderlich "erfolgreich". Ich hatte eine 14 jährige Beziehung, an der das Beste für mich das Ende...

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Werte und rote Linien

Letzte Woche war ich mit meinem early-bird völlig unzufrieden. Ich hatte das Gefühl, dass er einfach unpassend, banal und völlig daneben war. Dass ich daneben war. Und das stimmt auch - ich stand noch neben mir. Gerade aus der Starre erwacht. Ich hatte den Wunsch etwas besonderes zu schreiben und habe mich völlig überfordert damit. Aus heutiger Sicht hätte ich schreiben können, dass ich es erst einmal  lasse, weil ich den Eindruck habe, dass nichts von dem was bei mir gerade passiert wirklich passend ist. Ich habe überlegt den early-bird insgesamt zu lassen, weil ehrlich - was habe ich in diesen Zeiten schon wesentliches zu berichten? Ich habe angefangen mich zu vergleichen mit Menschen, die ich persönlich kenne. Die ebenfalls einen Newsletter schreiben. Keine gute Idee. Im Team werde ich nicht müde meinen Jungs zu sagen, dass sie sich nicht vergleichen sollen - das bringt nur Unzufriedenheit. Ha! Erwischt! Dann habe ich mir mehrere Podcasts angehört. Habe mein Rauhnachtstagebuch 2021/2022 rausgezogen, mich auf den Balkon gesetzt und etwas gemacht, das ich mir eigentlich für den Januar vorgenommen hatte. Meine Werte aufzuschreiben. Und zu jedem Wert, was ich denn genau damit meine? Was bedeutet der Wert Spiritualität für mich? Oder der Wert Freundschaft? Was fällt mir zur Partnerschaft ein? Zu Familie, Gesundheit, Nachhaltigkeit/Bioökologie und Tierwohl? Was bedeutet Frieden, Soziale Gerechtigkeit, Kultur/Kreativität und Neues lernen für mich? Und wo sind diese roten...

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Achtsamkeit in dieser Zeit

Ich bekomme ein paar wenige Newsletter zum Thema Achtsamkeit, Good News, Yoga und Meditation. Alle Verfasser*Innen haben sich die Frage gestellt, ob es in diesen Zeiten angemessen ist, zu diesen Themen zu schreiben. Alle bewegt die Situation in der Ukraine, in die der Krieg  in Europa - direkt vor unsere Haustüre, die Menschen vor Ort gebracht hat. Alle sind der Meinung, dass es sehr wohl wichtig ist auch unter diesen Umständen die eigene spirituelle und persönliche Entwicklung nicht beiseite zu schieben. Es hilft niemandem, wenn wir eine Nachrichtensendung und ein Spezial nach dem anderen "konsumieren" und alles andere vernachlässigen. Frieden beginnt immer in uns selbst. Und wenn wir in uns selbst keinen Frieden haben, dann ist die Eskalation im Außen fast eine Konsequenz. In einem sehr emotionalen Video von Veith Lindau, dass mir J. (DANKE!) geschickt hatte geht es auch genau darum. Sich mit der Meditation "weg zu beamen" ist keine Lösung. Es gibt gute und böse Menschen und beide Ausprägungen sind in uns allen angelegt. In mir. In Dir. Die große Hilfs- und Spendenbereitschaft aller angrenzenden Länder, aber auch gerade der deutschen Bevölkerung für die Flüchtenden macht Hoffnung, dass die guten Anteile überwiegen. In der Coaching Ausbildung ging es um die verschiedenen Stimmen und Qualitäten in uns. Bela, unsere Ausbilderin meinte, dass jede davon im Rampenlicht stehen wolle. Es würde nichts helfen, sie unter die Bühne zu verbannen, denn dort würden sie die Revolution...

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“Auge um Auge”

bedeutet, dass die ganze Welt erblindet.  Mahatma Gandhi Dieses Zitat habe ich am Sonntag Abend bei einer Zoom Veranstaltung des Buddha Hauses Berlin gehört. Neben Gandhi hat Dr. W. Reuther, der dieses Zentrum leitet, noch Zitate von Martin Luther King und dem Dalai Lama in seinen Vortrag über Gewaltlosigkeit eingewoben. Er hat mich unter anderen mit den Worten erreicht, das Gewaltlosigkeit immer bei uns selbst anfängt. Denn ich bin immer Teil des Problems, aber auch ein Teil der Lösung. Es braucht die Entscheidung und den Mut ein Teil der Lösung sein zu wollen. Wie gehe ich mit mir um, und wie mit Menschen in meiner Umgebung? Vermittle ich anderen ein Gefühl der Schuld oder Angst? Persönlichkeitsentwicklung hört nie auf. Es braucht eine innere Haltung von Mitgefühl. Mit mir und mit allen Menschen. Ich bin sehr betroffen. Ich habe Angst. Und ich bin wütend. Das ist alles o.k. Aber ich möchte mich nicht überwältigen lassen, von diesen Gefühlen. Ich kann in der großen Welt nichts ausrichten, nur in meiner nächsten Umgebung - da kommt es allerdings auf mich an. Und darauf, dass ich klar und da bin - mich auf meine Stärken besinne. M. hat gemeint, da hilft nur atmen und im Hier und Jetzt leben. Liebe einatmen und Mitgefühl ausatmen.   Ich wünsche Dir einen guten Start in die neue Woche!  Leider klappt es diesmal aus technischen Gründen nicht mit den Zeitschnipseln. Ich werde das lösen und sie dann beim nächsten early-bird dran hängen.    ...

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Hautsache

Puh, waren wir aktiv dieses Wochenende. Am Freitag hat Wolfgang für ein befreundetes Paar und mich gekocht. Am Samstag waren wir im Haus der Kunst in der Ausstellung von Heidi Bucher "Metamorphosen" und am Sonntag haben wir den Stand der "Umbaustelle" bei einem meiner beiden Neffen gecheckt. Wow, die sind so fleißig und haben schon so viel geschafft in diesen 6 Wochen. Bis Ende April bekommen die das mit der Unterstützung ihrer vielen Helfer sicherlich hin und können einziehen in ihr neues Nest. Die Ausstellung im Haus der Kunst war beeindruckend. Ich bin immer wieder begeistert, auf welche Ideen Menschen kommen. Heidi Bucher war eine 1926 in der Schweiz geborene Frau aus "gutbürgerlichem" Hause. Ihre Basis bildete eine Ausbildung (da hieß es noch Lehre - bei mir auch noch) zur Damenschneiderin. Es sind auch ein paar kleine Fundstücke zu diesem Thema in einem Schaukasten zu sehen. Das Werk, das hier fast 20 Jahre nach ihrem Tod ausgestellt wird ist wirklich bemerkenswert. Sie hat die Oberflächen von Räumen mit  flüssigem Kautschuk bestrichen und nach der Trocknung wieder abgezogen. Wie eine Haut. Eine Arbeit, die vollen körperlichen Einsatz erfordert hat, wie in verschiedenen Videos zu sehen ist. Anschließend hat sie sich eingehüllt in die Latexbahnen, wie in einez zweite Haut. Begonnen hat sie mit ihrem 4-stöckigem Elternhaus. Die Hintergrundbeschreibungen sind interessant und wir haben uns die Frage gestellt, ob sie zu der Zeit möglicherweise für ein bisschen verrückt...

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Menschen, die es können,

sollten ihrem Herzen folgen. Unter anderen mit diesem Satz, hat uns Sophie Passmann mit ihrer fast schon euphorischen Filmkritik ins Kino gelockt.  "Licorice Pizza". Also Lakrize auf der Pizza. Geht gar nicht! Und dieser Film erweist sich als ziemlich durchgeknallter, nie langweiliger und temporeicher MGM Streifen. Hin und wieder war ich etwas ratlos, wie die ein oder andere Szene nun in die Geschichte passte, aber die Musik aus den 70er Jahren in denen sie spielt, lässt einen einfach weiter springen in den nächsten Abschnitt. Tolles Kino! Allerdings, wie alles im Leben eine Frage des Geschmacks. Uns hat der Film "angezündet". Wir waren genau zu siebt im Filmsaal und ich hoffe für die Kinobetreiber, dass das ausschließlich der Uhrzeit (Start um 17 Uhr) geschuldet war. Der eingehende Satz hat mich durch die letzte Woche begleitet. Viele Fragen sind aufgetaucht. Tue ich es? Meinem Herzen folgen? Was soll das heißen: "...wer kann"? Nach dem Motto: "Rette sich wer kann"? Geht es darum etwas können zu müssen? Geht es um Geschicklichkeit, oder darum für sich zu erkennen, was es bedeutet dem eigenen Herzen zu folgen?  Und wenn man es dann weiß, was braucht es , um es auch zu tun? Geld? Mut? Talent? Glaube an sich selbt, Selbstverständnis, Geduld, ein bisschen Verrücktheit, oder am Ende Lebenserfahrung? Muß ich immer wieder nach Innen horchen, ob das was ich tue, nach wie vor mein Herz erfreut? Kann ich diese leise Stimme in mir hören, oder übertöne ich sie mit Aktionismus oder...

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Unverschämt gut

Mit den Worten "Es geht mir unverschämt gut" habe ich letzte Woche eine Nachricht an meine Heilpraktiker Freundin D. begonnen. Um dann im nächsten Satz zu hinterfragen, ob ich die Einnahmefrequenz des homöopathischen Mittels, das sie in detektivischer Detailarbeit für mich herausgefunden hatte, von täglich auf wöchentlich oder gar 14-tägig verändern solle? Die Antwort war : "Auf wöchentlich." Und nun werde ich beobachten, wie sich mein Seinszustand damit verhält. Was heißt unverschämt gut? Was bedeutet es genau und woher kommt das? Damit beschäftigte ich mich nun seit einigen Wochen, weil ich es zum einen nicht glauben kann, dass es schon so lange anhält und zum anderen doch alles berücksichtigen möchte, was darauf einzahlt. Beginnt vielleicht "einfach" die jahrelange Yoga- und Meditationspraxis und meine Art der Lebensführung, die sowohl ausreichend Schlaf, als auch einigermaßen vernünftige Ernährung berücksichtigt, Wirksamkeit zu zeigen? Ist es der Kurs bei Heike zum Thema Selbstmitgefühl und Selbstregulation bzw. die Therapie-Stunden im Kontext des IFS (Inner Family System)? Was hat das Bild mit dem "aufsteigenden Mittelfinger", dem Ausdruck der Wut, damit zu tun? Unvollendet wie es ist? Welchen Einfluß hat meine Partnerschaft (ich wähle dieses Wort ganz bewußt) mit Wolfgang? Und welche Rolle spielen diese vermaledeiten Wechseljahre in diesem Gefüge? Brauchte es all diese "Komponenten" im Verbund? Bedingen sie sich gegenseitig? Ich habe beschlossen, in Sherlock Holmes...

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Biografie und Einstellung

Der Start im Büro nach dem Urlaub am letzten Montag war "überwältigend". Tiefenentspannung trifft auf Meeting Marathon und ellenlange ToDo Liste. Zum Glück konnte ich mich dann am Dienstag wieder beruhigen und ab Mittwoch wieder in mein Tempo kommen. Das Jahresendgespräch mit meinem Chef hatte ich schon im Dezember, aber die Gespräche mit meinen beiden Team Mitgliedern waren zum Ende der Woche terminiert. Ich mag diesen Austausch, der ja nicht nur auf diese Termine reduziert stattfindet. Mit einem guten Gefühl war ich so ins Wochenende gestartet. Und es ist auch ein Haken auf der ToDo Liste, die natürlich sofort neue Inhalte bekommt. Es ist nie fertig - das habe ich inzwischen verinnerlicht. Das hat mir geholfen mein Tempo zu finden und ein gewisses Selbstverständnis dafür zu entwickeln. Am Freitag ein Treffen mit Frauen mit denen ich seit der Coachingausbildung freundschaftlich verbunden bin. Intensive Gespräche. Lebensrückblick aus der Sicht einer bald 69 Jährigen, der uns neue Einblicke gab. Sie schreibt im Rahmen einer Logo Therapieausbildung gerade ihre Biografie. Sehr spannend. Entwicklung einer jahrzehntelangen Ehe. Auf die Frage, wie es denn da jetzt so sei, meinte sie ziemlich trocken: "Man hört nicht mehr so gut. Und man hört sich nicht mehr zu." Ich bin froh, dass ich zum einen noch ein paar Jährchen jünger bin und zum anderen eine doch im Vergleich sehr frische Beziehung führe. Das mit dem Hören und Zuhören funktioniert noch ganz gut ? Am Samstag waren wir bei...

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Kurz vor dem Alltag

Ich habe den Eindruck länger als eine Woche Urlaub gehabt zu haben. Das fühlt sich gut an und schenkt mir für den Start im homeoffice Leichtigkeit und Neugierde. Von letztem Dienstag bis Samstag Abend waren wir im Allgäu. Winterurlaub. Ferienwohnung. Toll! ? Mit Schneestapfen, Kaminofen einheizen und auf dem Sofa rum lümmeln, tanzen, kochen und genießen. Rauhnachtsausklang. Eine andere Welt. Ich bekomme vorgelesen. Aus dem Buch "Hast Du uns endlich gefunden" von Edgar Selge. Wolfgang ist schon fast in der Mitte angekommen und gibt mir zum Einstieg eine Zusammenfassung über die wesentlichen Gegebenheiten und die Protagonisten. Edgar Selge hat eine frische Art zu schreiben. Offen und ohne (falsche?) Scham erzählt er aus seiner Kindheit - gut bürgerlich. Dieses Wort habe ich von Wolfgang erklärt bekommen - ich bin ein Arbeiterkind. Nachkriegszeit. Selge ist 17 Jahre älter als ich. In diesem Fall bin ich vom Glück der "späten" Geburt "gesegnet". Kein Krieg, kein Hunger, keine Vertreibung, keine direkte Schuld. Dankbarkeit. Meine Eltern waren 13 und 15, als der Krieg 1945 zu Ende ging. Ich kann mich nicht erinnern, dass sie je davon erzählt hätten. Muss mal meine Geschwister fragen, ob die vielleicht noch Erzähl-Erinnerungen zum Auskramen haben. Den ganzen Sonntag Zeit um anzukommen in meinen vier Wänden. Das mag ich gern, wenn zwischen Urlaub und Arbeit noch ein bisschen Luft ist. Eine lange Yoga- und Meditationsstrecke vor dem Frühstück. Rumsanteln während die Waschmaschine...

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