elisabeth hauner

kunst

Mitgefühl

Auf meinen letzten early-bird bekam ich unter anderen eine Rückmeldung zum Thema Migräne. Ich will jetzt dieses Thema nicht weiter strapazieren, sondern mich für den Hinweis auf ein Buch bedanken, das ich vor etwa 2 bis 3 Jahren bereits gelesen habe. "Zart besaitet" hatte mir glaub ich ein Arbeitskollege empfohlen (ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber es ist auch nicht so entscheidend). Auf jeden Fall war das nach einer Situation, die mich in der Gruppe im Arbeitskontext überrumpelt hat und auf die ich mit einer längeren Phase von Erschöpfung reagiert habe. Ich war noch nie sonderlich robust, weder körperlich noch mental und empfand das auch eher als Makel. Aber ich bin zäh und so habe ich mich in "jungen" Jahren oft überfordert, weil ich dachte, dass ich doch genauso viel wie die anderen beitragen müsste. Damit habe ich es bis zu einer Erschöpfungsdepression "gebracht" - das war 2007. Seit dem hat sich viel getan. Beim ersten Lesen hatte ich ganz viele AHA Erlebnisse und war zum einen erleichtert, weil es mir eine Perspektive gab. Zum anderen wollte ich diese Erkenntnis aber nicht wahrhaben, weil ich mich nicht in den Bereich der Hochsensiblen einreihen wollte. Und so habe ich das Buch auf die Seite gelegt, weil es mir "peinlich" war. Habe weiter gemacht und es schlicht  "vergessen". Wahrscheinlich eher verdrängt. Nun habe ich das Buch auf diesen Hinweis hin in der zweiten Reihe im Bücherregal wieder gefunden und die letzten Tage nochmals darin gelesen. Ich bin...

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Was wendet die Stimmung? 🌺

Ich frage mich immer wieder, wie es vor sich geht, dass die Stimmung eine Wende nimmt. Sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung. Wenn ich die Ursache ausmachen kann, habe ich schon "gewonnen". Erkenntnis gewonnen. Aktuell ist die Stimmung gut, die Freude nach wie vor präsent. Ich weiß, dass es nichts bringt diese Freude festhalten zu wollen, damit hätte ich schon "verloren". Die Leichtigkeit verloren. Wenn ich mit der Freude mit schwinge, ist es als ob ich mit einer Lupe auf die Welt schaue und kleine Freuden vergrößere - einfach indem ich sie überhaupt wahrnehme. Offenheit. Den Blick schärfen und das wahrnehmen, was schon da ist. Bin ich deshalb kurzsichtig um meinen Blick nicht permanent in die Ferne schweifen zu lassen? Beim Malen vom Bild zurück zu treten und aus Distanz darauf schauen (ohne Brille) eröffnet völlig neue Perspektiven. Und was ist das dann mit der Altersweitsichtigkeit - die sich langsam bemerkbar macht? Und was mit der rosaroten Brille, die egal in welchem Alter, zu einer völlig anderen Sichtweise führt? In der Achtsamkeit gibt es 4 Säulen: Die Achtsamkeit auf den Körper, die Achtsamkeit auf die Emotionen, die Achtsamkeit auf die Stimmung und die Achtsamkeit auf die Gedanken. Es pinnen 4 Post its im Bad neben dem Spiegel, damit ich mich direkt in der Früh daran erinnere. Es erhöht die Wahrscheinlichkeit die Auslöser, oder die Ursache zu erkennen, woran es liegt. Ursache und Wirkung. Das hat mich lange Zeit verrückt gemacht hat - dieses...

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Fastenzeit – oh je schon wieder verzichten! 🌸

Winterrückzug - Narrische Zeit - Fastenzeit - FRÜHLING! Wenn sich der Winter zurückzieht, wird die Zeit narrisch. Um nicht völlig überzuschnappen verzichtet sie klirrend auf Kälte und Schnee. Die Sonne steigt strahlend wieder höher am Himmel und zaubert ein Lächeln auf die Gesichter der Menschen. Sie fasten jetzt und und verzichten auf : Schlechte Laune ☺️ FRÜHLING! Am letzten Donnerstag kam von Jenny ein Tutspirations-Newsletter mit Wortspielereien zur Fastenzeit - ich musste lachen und fühlte mich beschwingt.  Energetisiert. Auf was werde ich mich fokussieren in der Fastenzeit? Ich hatte letzte Woche eine Stunde bei H. einer wunderbaren Achtsamkeitstrainerin und Meditationslehrerin. Sie hat sich in ihrem therapeutischen Tun auf IFS (InnerFamilySystem) spezialisiert. Es war an diesem Tag so viel Freude da, dass wir uns diesen Teil in mir mal genauer angesehen haben. Eine sehr berührende Stunde, die mich auch noch mit anderen Teilen in Verbindung gebracht hat. H. hat mich an die 4 Grossen Anstrengungen - eine Übung aus der Buddhistischen Lehre - erinnert. "Einen unheilsamen Gedanken, der noch nicht hochgekommen ist, vermeiden. Einen unheilsamen Gedanken, der hochgekommen ist, überwinden. Einen heilsamen Gedanken, der noch nicht hochgekommen ist, entfalten und schließlich einen heilsamen Gedanken, der bereits hochgekommen ist, erhalten." VERMEIDEN, ÜBERWINDEN, ENTFALTEN, ERHALTEN. Oft bin ich damit beschäftigt unheilsame Gedanken, also Ungeduld, Stress, Ärger, schlechte...

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Start des wöchentlichen early-bird 🌷

Guten Morgen an diesem Montag, den 1. Februar 2021 ⛅ Heute startet der wöchentliche early-bird - mit Achtsamkeit durch den Alltag. Ich habe mich gestern gefragt, warum ich ausgerechnet jetzt wieder einsteige in diesen Blog. Inzwischen ist der Lock-Down zum "Normalzustand" geworden, das Highlight ist der (hoffentlich) tägliche Spaziergang und es scheint so als ob eine gewisse Langeweile, aber auch ein Umdenken aufkommt. IM LOCKDOWN ZUM WUNSCH EGO. Der eigene Aktionsradius ist begrenzt und so gibt  es nicht unbedingt spannenden Erlebnisse zu berichten. Und vielleicht ist gerade das der beste Zeitpunkt wieder zu starten und mich am Montag in der Früh für die anstehende Woche zu sortieren. Ich habe gestern mit meinem Bruder telefoniert und er sagte doch glatt, dass wir ja wenigstens noch arbeiten können, ansonsten wäre es ganz schön öde. Spannend. Ich werde diese Woche diesen Standpunkt einnehmen und mich überraschen lassen, was ich von dort aus alles sehen kann. Der Montag ist ja genau wegen der Arbeit nicht unbedingt mein Lieblingstag. Vielleicht wird er das ja mit dieser Sichtweise? Wer weiß? Letzte Woche habe ich eine langjährige Mitarbeiterin in den Vor-Vor-Ruhestand verabschiedet. Das gibt es in dem Konzern für den ich arbeite nach wie vor und hin und wieder ereilen mich Phantasien, was ich denn alles machen würde, wenn ich nicht mehr arbeiten müsste 😉 Sie war 36 Jahre und 5 Monate in der Firma und meine Rede war entsprechend gefüllt und wurde durch den Dialog mit ihr...

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Die zwölfte Rauhnacht – Reflektion * Dankbarkeit

Es hat geschneit heute Nacht. Ich hab das glitzern in der Dunkelheit sofort erkannt - es erhellt die Nacht. Die Balkontür aufgemacht. Brrrrrr - kalt. Gelauscht. Die Stille ist anders, wenn es geschneit hat. Alles ist gedämpft - schon mit 2 cm Schnee! Die Rauhnächte sind um 24 Uhr zu Ende gegangen und mit ihnen auch der dafür bereitete Raum des Rückzugs und der Stille. Du hast vielleicht schon die letzten zwei Tage gearbeitet und weißt was ich meine. Ich starte am Donnerstag wieder. Heute noch ein völlig freier Tag, der so was von versantelt wird 😉  Ich habe nichts konkretes vor und werde mich einfach mitnehmen lassen von den Inspirationen, die der Schnee mitgebracht hat. Hier noch der Blick zurück auf die zwölfte Rauhnacht die ganz im Zeichen der Reflektion und der Dankbarkeit stand. Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren die glücklich sind (Francis Bacon) Dankbarkeit ist ein Gefühl, das ich gut kenne.  Wenn sie mich "ergreift" durchströmt sie meinen ganzen Körper und ich habe den Eindruck völlig privilegiert zu sein. Die letzten zwölf Tage waren besonders - ein Retreat der anderen ART. Mein Rauhnachtstagebuch ist prall gefüllt. Fünfundsiebzig einerseits strukturierte und andererseits völlig frei gestaltete Seiten DIN A5. Text, Kritzelei, Tagesfakten, Zitate und Einsichten. Es wird mich durch dieses Jahr 2021 begleiten und ich bin sehr gespannt, ob ich in den Monaten etwas entdecken kann, was sich an den einzelnen Rauhnachts-Tagen gezeigt hat. Insgesamt...

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Die elfte Rauhnacht – Endlichkeit

Wir alle haben zwei Leben. Das zweite beginnt, wenn wir realisieren, dass wir nur eines haben. Ein starker Impuls. Dieses Zitat von Tom Hiddleston fand ich vor kurzem in dem von M. kreierten Jahreskalender. Seit vielen Jahren bekomme ich diese wunderbare Inspiration geschenkt. Der neue hängt schon an der Wand 🙂 Ich schaffe es tatsächlich mir  nur den aktuellen Monat anzuschauen und freue mich immer schon am letzten Tag des Monats auf das neue Kalenderblatt... Mein Orakel zur elften Rauhnacht - Der Narr Der Narr im Archetypus des VERrückten schenkt Dir die Gewissheit, dass das Leben für Dich sorgt. Seine Natur ist das außergewöhnliche, neue, ja sogar das absurde. Im Sinne einer höheren Weisheit handelt der Narr im Auftrag des großen Ganzen. Diese Energie bewegt Deine Aufmerksamkeit weg von den Grenzen, hin zu den Möglichkeiten. Sie unterstützt Dich beim ausprobieren Deiner Fähigkeiten. Er läßt Dich Dinge völlig neuartig angehen, bringt Spaß und Schabernack in Dein Leben und die Gabe über Dich selbst ganz herzhaft lachen zu können. Das passt ja ganz wunderbar zusammen! Die ENDlichkeit und der NARR. Praktisch ein DREAM TEAM! Im kreativen Impuls habe ich entdeckt, dass ich andere Handschrift-ARTEN nutzen kann um für Worte eine andere Aufmerksamkeit zu erwirken. Das hört sich ziemlich banal an. Ich habe das bisher selbst auf dem PC nur rudimentär genutzt. Eine ganz neue Dimension.  Es lockert auf und unterbricht die Monotonie meiner zwar schönen, aber mit der Zeit dann auch...

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Die zehnte Rauhnacht – Vision * Eingebung

Es gibt ein Zitat von Helmut Schmidt zu diesem Thema, bei dem ich immer wieder schmunzeln muss: "Wer Visionen hat sollte zum Arzt gehen" Ich gehöre zu den Menschen, die keine großen Visionen haben und der Welt mit ihren Schöpfungen ihren Stempel aufdrücken wollen. Und doch gibt es den Teil in mir der an einem Großen und Ganzen mitwirken will. Der Wunsch mit meinem DA SEIN einen Unterschied zu machen. Das funktioniert natürlich nur, wenn ich präsent bin, mich zeige und andere an meinen Schätzen teilhaben lasse. Aber auch für meine Werte zu stehen und zu streiten, falls nötig. Dabei immer wieder  Offenheit und Toleranz für andere Sichten und Meinungen zu zeigen, mich bereichern zu lassen und mir dabei im Kern treu zu bleiben. Ich ziehe am ersten Januar immer drei Tarot Karten - für drei Themen die mir wichtig sind. Liebe und Beziehung, Beruf / Berufung und Spiritualität. Die Karten haben Bezeichnungen und dazu gibt es jeweils eine Beschreibung und eine Geschichte. Gestern habe ich mich mit der Karte zum Bereich "Beruf / Berufung" näher beschäftigt. Es ist wunderbar vorgelesen zu bekommen und dann das zu teilen, was von dem Text etwas in mir berührt und zum klingen bringt. Die Karte "Authentisch sein / Vertrauen" erzählt davon, dass es nicht wirklich wichtig ist, welchen Weg man geht. Sondern WIE man ihn geht. Ehrlich, aufrichtig und authentisch führt jeder Weg zum Ziel. Der starke Partner an der Seite ist VERTRAUEN. In sich, aber auch in die anderen. Kein blindes Vertrauen,...

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Die neunte Rauhnacht – Natur * Reichtum

Gestern war ein Santlertag - ein Pausentag. RauhnachtsAUSZEIT 🙂 Ich habe mir das Orakel für diese neunte Rauhnacht angehört und dabei sogar ein bisschen geschummelt 😉 Ich wollte die Karte Nummer 1 nehmen. Das war der Held. Den hatte ich schon. Also auf die zwei vorgespult und dann war.... ...mein Orakel zur neunten Rauhnacht - Der Krokus Mit dem Text habe ich mich beschäftigt. Die Essenz herausgefiltert - eine Übung, die sich für mich immer wieder lohnt. Was ist die Kernaussage (für mich)? Der Krokus zeigt Dir, dass Dir viel gelingen kann. Mit dieser Kraft der Erneuerung schaffst Du, wie der Krokus durch den halbgefroren Boden, den Durchbruch und folgst der machtvollen Inspiration Deiner innersten Impulse. Wissensdurst und Neugierde tragen Dich und verleihen Dir den Mut unerschrocken nach draußen zu schauen und neues, noch ungeahntes zu wagen und voran zu gehen. Als echte Überlebenskünstlerin trotzt sie Schwierigkeite und Rückschlägen. Sie lässt Dich die Herausforderungen annehmen, die Dich zu Deiner Sehnsucht führen... Ganz schön mächtig so eine Essenz. Erneuerung - heut zu Tage wird immer von Transformation gesprochen um zu verdeutlichen, dass es sich um einen tiefgreifenden Prozess handelt, der nicht von jetzt auf gleich stattfindet. Ein Durchbruch durch die Schallmauer liebgewonnener Gewohnheiten und durch geprägte Vorurteile. MUT und EINSATZFREUDE sind gefordert. Und zwischendrin INNEHALTEN. Ich habe einen Spaziergang gemacht mit schnellen Schritten um mich warm zu...

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Die achte Rauhnacht – Fülle * Das Neue

Die Türen des Jahres öffnen sich, wie die der Sprache dem Unbekannten entgegen.  Dieses Zitat von Octavio Paz habe ich in einer Sonderausgabe der "Zeit" entdeckt. Wie wunderbar, wenn mit wenigen Worten eine ganze Dimension zum Ausdruck gebracht werden kann. Worte haben für mich eine große Kraft - und im richtigen Kontext zur richtigen Zeit gewählt können sie ihr ganzes Potential in mir verströmen und mich völlig erfüllen. Mit der Fülle und dem Neuen habe ich so meine Themen. Zu Veränderungen habe ich schon einiges geschrieben. Die Fülle überfordert mich ganz schnell, ich weiß nicht was davon ich wählen soll. STRESS. Das beginnt bei seitenlangen Speisekarten und endet für mich im Chaos der Unübersichtlichkeit des Internets. Aus Angst mich darin zu verlieren war meine Strategie damit umzugehen bisher einfach das nehmen, was mir als erstes positiv ins Auge sticht.  Ich stoppe dort, freue mich und genieße meine Wahl. Das an nächster oder übernächster Stelle ein noch viel stimmigeres oder erfüllenderes Angebot auf mich warten könnte vernachlässige ich dafür. Die Qualität der Fülle konnte ich in der Vorbereitung der Rauhnächte durch die Herangehensweise von Jenny erkennen. Mit Begeisterung, Hingabe und viel Freude wählt sie die Inhalte aus und feilt so lange daran, bis etwas völlig rundes entstanden ist. Sie nennt es ein Buffet, an dem sich jeder das auswählen kann, was im Moment gerade stimmig und mit der verfügbaren Zeit vereinbar ist. Das kann mal nur eine Inspiration durch...

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Die siebte Rauhnacht – Hingabe * Flow

Ein gutes, neues Jahr wünsch ich Dir! Auf ein lichtes, leichtes und vor allem gesundes 2021! In den lezten Jahren war ich an Silvester im Retreat im Buddhahaus. Meine Rettung 😉 So konnte ich mich vor Parties drücken, die nicht wirklich mein Ding sind. Davor war ich ein oder zweimal im himmelsgrün beim malen - das war auch total schön 🙂 Dieses Jahr wieder eine andere Art für mich den Jahresübergang zu erleben. Ganz nah an den Rauhnächten und zu zweit. Mit dem Radl zum Viktualienmark um 8 Uhr morgens um mich dann in die Witte-Schlange einzureihen. Eine Dorade sollte in den Ofen zusammen mit Pesto-Kartoffel-Gratin. Ein besonderes Essen für diesen Abend. Die kreative Übung ließ eine Stunde wie nichts vergehen und doch noch Zeit für Power Napping um den Jahreswechsel nicht zu verschlafen. Am frühen Abend mit dem Radl zu St. Korbinian um eine Lichtandacht zu besuchen.  Eine Möglichkeit der Zentrierung um mit kindlicher Freude und staunen, begleitet von Livemusik, in den Flow zu kommen. Beifall! Und ein Dankeschön für den Tipp 🙂 Ein stilles Silvester - fast keine Böller vor Mitternacht und ein paar wenigen Raketen zum Jahreswechsel, die im Zusammenspiel mit Kirchenglocken in einem fast noch Vollmondhimmel ihre Sterne entfalten ließen. Wunderkerzen DIE ATTRAKTION an diesem Silvester. Eine WG schräg gegenüber auf dem Balkon mit Musik, freier Interpretation und ausgelassener Performanceeinlage. Es ist gut, dass diese Jahr 2020 zu Ende ist - abgeschlossen. Ein Jahr mit hoher...

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Die sechste Rauhnacht – Loslassen

Die Kunst eines erfüllten Lebens ist die Kunst des Lassens: Zulassen.Weglassen.Loslassen (Ernst Fenstl) Dieses Zitat kannte ich bis zu diesen Rauhnächten nicht. Ich finde es großartig! Offenheit, Reduktion auf das Wesentliche und gehen lassen was uns schwer macht. Eine Kunst? Ja eine große Kunst, weil es auch nicht darum geht als Asket ein Leben voller Entbehrungen zu fristen. Es geht aus meiner Sicht eher darum sich in der Mitte einzupendeln, nachdem man beide Extreme ausprobiert und festgestellt hat, dass weder das eine noch das andere der Weisheits letzter Schluß ist. Dazu ist es jedoch wesentlich erst mal innezuhalten und wahrzunehmen wo man sich befindet. Und dann sich dann an ein Rezept von Ayya Khema, einer ganz wunderbaren Weisheitslehrererin und Mystikerin erinnern: Erkennen, nicht tadeln - ändern. Ein ganz normaler Impuls ist etwas loshaben zu wollen, es anders haben zu wollen. Aus meiner Erfahrung funktioniert das nicht wirklich, sondern ist verbunden mit Widerstand, Enge und viel Anstrengung. Den eigenen Wachstums- und Entwicklungsprozess im Fluß zu halten hat viel damit zu tun sich mit den inneren Schatten auseinander zu setzten. Den Anteilen in uns, die wir nicht so besonders gern mögen und deshalb lieber auf andere Menschen projezieren und kritisieren. Ich will z.B. ein Gutmensch sein, klimaneutral und ressourcenschonend. Ja sicher ich bemühe mich. Dabei bin ich auch schon in das Extrem des völligen Vermeidens abgedriftet und habe die Gleichgültigkeit der...

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Die fünfte Rauhnacht – Freundschaft

Ein Freund ist ein Mensch, der die Melodie Deines Herzens kennt und sie Dir vorspielt, wenn Du sie vergessen hast. Dieses Zitat von Albert Einstein habe ich in meinem ersten Sylvester Retreat 2016 auf 2017 im Buddhahaus München geschenkt bekommen. In diesem Retreat habe ich mir Heinz zu meinem Meditationslehrer gewählt und zusammen mit zwei anderen Teilnehmerinnen darauf hingewirkt, dass er in München eine Meditationsgruppe außerhalb des Buddhahauses gründet. Seitdem treffen wir uns 14 tägig um etwas über das Dhamma - die Buddhalehre - zu erfahren. Ich bin keine Buddhistin um diese mögliche Frage proaktiv zu beantworten. Ich kann nur sehr viel anfangen mit dem Inhalt der von Selbsterfahrung geprägten, nicht auf blinden Glauben basierten, Philosopie. Seit März diesen Jahres wurden diese Treffen auf Zoom umgestellt, dafür wöchentlich. Heinz gibt uns als Übung eine Wochenreflektion mit. Anfangs habe ich die Aufgaben schlichtweg vergessen. Also ich wußte nicht mehr über was ich reflektieren sollte - ein sehr beliebter Abwehrmechanismus von mir neben Müdigkeit und "nicht verstehen". Irgendwann habe ich B. eine Teilnehmerin danach gefragt, weil ich wußte, dass sie mitschreibt. Geduldig hat sie mir lange Zeit die Übung per WhatsApp übermittelt, bis ich endlich anfing mir die Wochenreflektion selbst aufzuschreiben - in mein  Meditationsheft... In der Buddhalehre gibt es den Begriff des "Edlen Freundes" mit dem man sich über die Fragen des Lebens austauscht. Dazu eine  kleine...

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Die vierte Rauhnacht – Veränderung

Wir müssen bereit sein, uns von dem Leben zu lösen, das wir geplant haben, damit wir das Leben finden, das auf uns wartet - Oscar Wilde Ich bin immer wieder erstaunt, dass ein Tag so voller Widerstand, Trauer, Wut und Verzweiflung sein kann und der nächste kommt in völliger Unschuld daher mit einem Lächeln auf den Lippen. Ohne schweres Gepäck und voller Freude auf das was kommen mag. Allerdings habe ich schon am Abend des einen Tages den schweren Rucksack abgestellt um in die Leichtigkeit hineinzuschlafen. Ich habe die Veränderung eingeladen. ABER - ich habe eine TraumBLOCKADE. Egal ob ich gut, schlecht, lang oder kurz schlafe - einfach nix wundersames, tiefgreifendes da, um es mir zu merken und in mein Rauhnachtstagebuch zu schreiben. Dabei sollen die Träume in den Rauhnächten wegweisend und besonders sein. Na gut. Wenn ich dafür bewußt dazu beitragen kann meine Stimmung zu verwandeln bzw. die Offenheit habe sie durch einen kleinen Schubs oder aufmunternde, verständnisvolle Worte von Außen loszulassen,  werde ich mich jetzt mal nicht beschweren. Das allein ist schon MAGIC, da ich aus der Vergangenheit auch die Spirale kenne, die immer tiefer in den Widerstand führt... Nobody is perfect - auch die Rauhnächte nicht. Mit den Veränderungen ist das so eine Sache - schon seit der Schulzeit werde ich immer wieder damit konfrontiert, dass im Umgang damit Luft nach oben da ist. In meinem ersten  Zeugnis, das keine Noten sondern ein paar Sätze über mich enthielt, stand schon drin,...

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Die dritte Rauhnacht – Herzöffnung und Wunder

Heute war ich sehr früh wach - und trotzdem nicht die Erste in der Straße. Um 3:45 Uhr war schon (oder noch) Licht in zwei Wohnungen, die im Blickfeld meines Schlafzimmerfensters liegen und sicherlich noch in einigen anderen Wohnungen in München und ganz Deutschland. Ich mag diese Morgenstunden - der Tag birgt noch sein ganzens Potential in sich. Da kommt mir das Bild von der Mohnblume in den Sinn. Die Kapsel die in einem Moment aufspringt und zerknitterte Blütenblätter frei gibt, die sich in ihrem Tempo entfalten und glätten. So empfinde ich den frühen Morgen. Das erscheint mir gerade als ein sehr großes Wunder. Jeden Tag aufs Neue, was für ein Geschenk! Der gestrige Tag war eine komplette Themaverfehlung. Setzten - 6. Da kann der Tag natürlich nichts dafür, sondern meine unbewußte Erwartungshaltung, dass dieser Tag der Herzöffnung und Wunder ganz besonders sein MÜSSE. Diese Haltung hat mich eng gemacht. HerzVERSCHLUSS und WunderFLUCHT... Eigentlich wollte ich schreiben, dass ich das erst abends im Gespräch gemerkt habe. Jetzt passt für mich besser: "Zum Glück konnte ich das abends im Gespräch noch reflektieren". Die richtigen Fragen und viel Zeit um die Antworten kommen zu lassen - Geduld mit mir. DANKE. Sind die Erwartungen, die ich von anderen aufnehme vielleicht meine eigenen? Zu hohe Erwartungen, wie ich zu sein habe um in diese Gesellschaft zu passen und nicht anzuecken? Mit zu schwimmen im Strom der Allgemeingültigkeiten und dem was per se als gesellschaftlich...

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Achtsamkeit mit Güte

Urlaub wäre jetzt total schön. Sich ins Auto setzten und einfach nur für eine Woche nach Österreich oder an den Gardasee düsen. Zum südlichsten Teil Deutschlands - nach Italien. Die Leichtigkeit des Dolce Vita genießen. Pasta, Pizza, Vino und Gelato ??. Selbst wenn es wieder geht, sind wir als Deutsche wohl nicht mehr so gern gesehen. Über die Hälfte der Italiener ist mehr als wütend auf uns. Und das nicht ohne Grund. Wir haben ihnen in großer Not nicht geholfen; haben ein „Ausfuhrverbot“ von Schutzkleidung erhoben. Jetzt sind wir hinsichtlich der Schuldenfrage nicht kooperativ und großzügig. Sicherlich haben wir als Land mit dem shut down auch grosse Herausforderungen zu bewältigen, aber Italien hat richtige Probleme. Jetzt werde ich hier politisch, dabei habe ich davon nicht so wirklich Ahnung. Deshalb begebe ich mich wieder auf die Ebene der Menschlichkeit. Gestern habe ich von Solidarität und Hilfsbereitschaft geschrieben, die so spürbar ist. Sie scheint an der Grenze zu enden. Ich schaue nur einmal am Tag Nachrichten und ich war gestern wirklich betroffen davon zu sehen, dass in Italien die europäische Fahne verbrannt wird. Ich mag Italien, die Landschaft, die Städte und die Menschen und schicke ihnen hiermit meine volle Solidarität und mein Mitgefühl. Ich wünsche mir, dass es politische Auswirkungen zeigt in finanzieller Unterstützung, begleitet von einer aufrichtigen Entschuldigung. Wenn ich mich recht entsinne, dann können wir das im Grunde ziemlich gut. „Nicht nur...

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Das eigene Tun färbt ab

Guten Morgen ihr Lieben Ich habe gestern zum einen Erfahrungen gemacht - die mich wirklich positiv stimmen; (gehört da ein Semikolon hin? ??) nämlich dass Besonnenheit und für andere mitdenken sowohl dankbar wahrgenommen wird, als auch abfärben kann. Zum anderen hat mich der Einfluss den Corona und die Auswirkungen die das Virus auch noch haben kann betroffen gemacht. Die Auswirkungen können nicht grundsätzlich mit hygienischen Maßnahmen und Abstand halten abgewendet werden. Ich hatte für meinen heutigen Beitrag einen anderen Plan. Jetzt sind meine Worte nachdenklicher. Ich kann spüren dass alles mit allem zusammen hängt und keiner von uns eine Insel ist. Wir sind auf andere angewiesen und ich bin Dankbar für den Beitrag den jeder Einzelne einbringt um andere zu unterstützen. „Ein idealer mitfühlender Freund“ Eine Übung nach Paul Gilbert.

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Es darf auch durchschnittlich sein

Guten Morgen ihr Lieben Jeder Tag ist anders. Jeder Tag ist völlig neu. Es kann ein schöner Tag werden, oder ein voll ätzender Tag. Es gibt noch eine dritte Möglichkeit: Ein völlig durchschnittlicher, normaler Tag ohne großartige Höhen oder Tiefen. Einen der angenehm ist, ohne „aufzufallen“. So einen hatte ich gestern. Ich hab meine Morgenroutine absolviert. Von 8 bis 17 Uhr gearbeitet mit 1 Stunde Pause dazwischen und einem Plausch mit einer Kollegin, die aus der Elternzeit direkt im homeoffice wieder eingestiegen ist. Ein Spaziergang, ein kurzer Schwatz mit Abstand, Abendessen und dann noch der Meditationsabend per Skype mit Heinz. Verbindung schaffen, Austausch, Stille, Mettameditation. Das Angebot sich in dieser Zeit wöchentlich „zu treffen“ ?? Verbindung und Austausch hilft uns wahrzunehmen, dass wir nicht allein sind mit unseren Gefühlen, Sorgen und Ängsten. Aber auch mit Freude, Zuversicht und Liebe. Eine Übung, die du im Sitzen oder im Liegen durchführen kannst. „Astronaut sein“ Du findest diese in dem Büchlein "Selbstmitgefühl entwickeln" von Christine Brähler

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Selbstmitgefühl und Kreativität

Guten Morgen Heute ist der Neunte Tag. Den gestrigen Tag empfand ich nicht so toll. Bei genauerer Betrachtung stellte ich für mich fest, dass ich keine Routine will - es fühlt sich seltsam an und die Vorstellung, dass diese Weise zu leben normal wird gefällt mir nicht. Was genau? Der Abstand zu den Menschen. Niemanden in den Arm nehmen zu können und zu halten - gehalten zu werden. Aha, so ist das also. Und das so zu empfinden ist völlig o.k. Es ist eine Zeit, die vorüber gehen wird - wie alles im Leben. Also werde ich mich selber halten und in jeder Hinsicht für mich sorgen. Heute ist Meditationsabend - Heinz lädt per Skype ein. Wunderbar. Und ab morgen gibt es bei Jenny ein Format, das „tut und gut“ heißt in dem sie uns kreative Zeit schenkt. Wen es interessiert, der kann sich auf der Website „himmelsgrün“ KOSTENLOS anmelden. Es ist für mich gesorgt- ich muss mich gar nicht alleine halten! Und hier der heutige Impuls aus dem Büchlein „Selbstmitgefühl entwickeln“ von Christine Brähler. Alles Liebe für diesen Tag Elisabeth

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Güte und Mitgefühl

Guten Morgen ihr Lieben, ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche. Noch gibt es keine Routine für uns alle. Noch am Freitag war mir alles klar. Nach der gestrigen Verkündung des bundesweiten Kontaktverbotes bin ich mir nicht mehr sicher. Gilt jetzt das Kontaktverbot auch in Bayern, oder bleibt es bei uns bei der Ausgangsbeschränkung? Asterix lässt grüßen. Aber ich bin mir sicher, dass Herbert uns (PMG Mitarbeitern) das heute in seiner klaren, pragmatischen Art per Email auseinander dividiert. Vielen Dank Herbert! Gestern war ich nach dem virtuellen Frühstück eine große Runde Sonne tanken im Westpark. Danach habe ich gelesen. Im Buch „Der Elefant, der das Glück vergaß“. Darin habe ich in einer großen Auswahl von Buddhistischen Geschichten eine gesucht, die es uns erlaubt in Zeiten wie diesen zu schmunzeln oder sogar zu lachen. Ich glaube, dass es super wichtig ist, den Humor nicht zu verlieren. Was nicht bedeutet sich lustig zu machen oder den Ernst und die Tragweite der Situation zu verkennen. Aber all die Geschichten sind vor Corona geschrieben- es passt einfach keine so recht. Was dagegen immer passt ist die Metta Meditation. Es geht darum Güte und Mitgefühl zu entwickeln für sich, seine Liebsten und für alle Menschen. Ayya Khema (die Lehrerin meines Meditationslehrers) hat wohl gesagt, dass man es erst mal einfach tun soll. Das Gefühl kommt dann schon mit der Zeit... Ich werde Sätze vorsprechen, die du dann innerlich leise für dich wiederholst. Finde für die...

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