elisabeth hauner

kunst

Ein Spagat in Nachhaltigkeit?

Die letzte Woche war sehr umtriebig. Lesung, Konzert, Treffen mit Kolleginnen, Handwerk, Kunst, Film und Kryptowährung. Kryptowährung passt so gar nicht in diese Erlebnisse - finde ich. Um ehrlich zu sein, habe ich den Sinn immer noch nicht verstanden, aber das mag daran liegen, dass dieses Thema es bisher nicht geschafft hat mein tiefstes Interesse zu wecken. Nun "infiltriert" diese Währung den Kunstmarkt und so ist sie mit einem sehr interessanten Projekt in mein Bewußtsein gerutscht. 39 internationale Künstler:Innen haben sich in einem Projekt zusammengefunden um mit unterschiedlichsten Portraits von Basquiat eine NFT-Kunstsammlung anzulegen. Und erwerben kann man diese digitalen Bilder ausschließlich mit dieser "virtuellen" Währung. Nachdem Wolfgang diesen Künstler, der bereits mit 28 Jahren gestorben ist, sehr schätzt und ich seine Bilder auch sehr ansprechend finde, sind wir am Sonntagmittag in die Daiserstraße 9 geradelt um diese Sammlung in der ARTESPACE GALLERY aus der Nähe zu betrachten und etwas über NFT (Non-Fungible Token = Nicht austauschbarer Token) zu erfahren. Den Begriff "Token" kenne ich im Zusammenspiel von Geldeinzug im e-Commerce business. Das heißt aber nicht, das ich weiß was es bedeutet. Das gehört zu dem Teil meiner Arbeit, die (ähnlich wie Zahlentapeten in Exceltabellen) eher Unbehagen auslösen. Hier die Erklärung von Wikipedia: Ein Non-Fungible Token (NFT) ist ein „kryptografisch eindeutiges, unteilbares, unersetzbares und überprüfbares Token,...

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Auch der Advent hat etwas mit Geduld zu tun

Das war jetzt eine etwas längere, gar nicht so geplante, Pause. Aber wir waren unterwegs. Erst ein Wochenende auf einer tollen Geburtstagsfeier in Bayreuth und dann das Wochenende darauf andere Freunde in Straßburg besuchen. Wunderbare Begegnungen und mal wieder eine Veränderung des Blickwinkels. Auf die Welt "da Draußen", aber auch auf das Innerste, ganz tief drinnen. Dieses Wochenende wieder hiesig - ein entspanntes "Nachklingen" und Reflektieren - mindestens genau so wertvoll. Mir ist auf jeden Fall (wieder einmal) sehr bewusst geworden, wie wichtig und wertvoll Freundschaften sind und wie bereichernd es ist, diese über Jahre und Jahrzehnte zu pflegen. Darauf zu vertrauen, dass sich mein Gegenüber wirklich freut mich zu sehen und dass es möglich ist, den Faden auch nach längerer Pause wieder aufzunehmen. Ich bin baff erstaunt über die Großzügigkeit und die Offenheit, die mir entgegengebracht wird. Und was mich ganz besonders freut, ist die Tatsache, dass sich Wolfgang so leicht in neue Kreise hinein bewegt. Das unterstützt mich, denn mit mir bzw. bei mir ist das nicht immer so "geschmeidig". Gemeinsam gelingt es besser. Und es braucht Geduld. Ein weites und doch so bekanntes Übungsfeld. Dranbleiben und wenn ich mich in anderen Themen/Dingen verliere, immer wieder darauf zurück kommen. Nicht hartnäckig, sondern mit einem langen Atem - einem langen Aus-Atem. Los lassen. Lebendigkeit statt Perfektion. Was für eine Erleichterung! Im aktuellen ZEITmagazin sind ein paar...

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Was ein Gewürzkorb über mich erzählt

Zu meinem 44ten Geburtstag habe ich von einer Freundin einen tollen Korb mit Duschgel, Bodylotion und einem Saunahandtuch bekommen. Die Kosmetikartikel waren schnell verbraucht, das Handtuch habe ich irgendwann bei einem Saunabesuch vergessen, aber den Korb hatte ich noch. Er stand bis vor ziemlich genau vier Wochen in der Küche, chaotisch gefüllt mit all meinen Gewürzen. Er hat einen großen Teil der Arbeitsfläche in Beschlag genommen und wenn ich ein spezielles Gewürz benötigt habe, musste ich ihn teilweise komplett ausräumen um fündig zu werden. Beides hat mich mehr als ein Jahrzehnt nicht gestört. Ich kann mir solche Kleinigkeiten ewig "ansehen" ohne auch nur den Hauch eines Wunsches nach Veränderung zu verspüren. Genauso mein Bücherregal, in dem Bücher scheinbar ohne jegliche Ordnung und einige auch davor auf dem Boden liegen... Erst mal zurück zu den Gewürzen. Es gab schon ein paar Anmerkungen von meinem Lieblings-Gastkoch, die mich jedoch völlig unberührt ließen. Meine Küche, meine Gewürz(un)ordnung. Aber am Freitag, bevor Kunst in Sendling startete, hat mich der Rappel gepackt. Ich habe eine Schublade ausgeräumt und alle Gewürze, alphabetisch geordnet, eingeräumt. Das sah sehr übersichtlich aus und hat mir auch sehr gut gefallen. Allerdings mussten nun das ausgeräumte Besteck einen neuen Platz finden. O.k. also eine andere Schublade ausräumen - Küchenutensilien lagen jetzt auf der Arbeitsfläche. Das Besteck bekam eine neue Heimat. Die Lösung für die Utensilien war...

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Einfach mal ausatmen

Ich habe es immer wieder mit der Beurteilung von Menschen zu tun. Einerseits will ich Menschen nicht in Schubladen stecken und andererseits passiert das immer wieder ganz automatisch - das Bewerten. Angeblich auch ein Relikt aus der Evolution, weil wir Situationen und Menschen blitzschnell einordnen mussten um zu entscheiden, ob dieser Mensch ein Freund oder ein Feind ist. Also ein ÜberlebensMECHANISMUS. Als ich vor einigen Jahren begann Meditation intensiver zu praktizieren dachte ich mir: "Du meine Güte, was bin ich für ein wertender Mensch!" Das lag aber einfach daran, dass ich angefangen habe meine Gedanken in der Stille der Meditation überhaupt erst mal bewusst mit zu bekommen. Das Etikettieren hat mir geholfen meine Gedanken zu "sortieren" und den Prozess des Bewertens zu entlarven. Ich bewerte immer noch blitzschnell, aber dann erinnere ich mich, dass Gedanken nur Vorschläge sind. Ich muss sie nicht glauben. Andererseits leben wir in einer Leistungsgesellschaft und im Job spielt die Bewertung eine große Rolle. In der Firma in der ich arbeite gibt es dafür einen ganzen Prozess mit einem System über das sich prächtig streiten lässt. Weil es natürlich nicht gerecht ist - nicht gerecht sein kann, weil Menschen die Bewertung vornehmen. Objektivität herrscht vielleicht in den Wissenschaften, wobei sich z.B. in der Quantenphysik herausgestellt hat, dass so ein Teilchen ganz anders reagiert bzw. sich zeigt, wenn es beobachtet wird. Halleluja! Wie soll es dann bei Menschen...

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Kunst bewegt

Unter diesem Motto leitet eine der Organisator:Innen von Kunst in Sendling (KiS) Führungen zu verschiedenen Stationen dieser 3-tägigen Veranstaltung. Ich greife dieses Motto auf, weil mich diese Tage sehr bewegt haben. Sie haben mich berührt, angezündet und nach knapp zwei Wochen Corona meine Lebendigkeit angeschubst. Es fühlte sich an, als ob alle Zellen wieder prall gefüllt und Freude und Lust am Leben wieder eingezogen sind. Es war ganz wunderbar, dass Freund*Innen, Bekannte und auch viele neue Interessierte die Station 01, Ateliergemeinschaft "Fugger 4" besucht, und sich interessante Gespräche ergeben haben. Eigentlich hatte ich ein bisschen Bedenken, dass ich noch nicht fit genug sei und wollte eigentlich nur stundenweise anwesend sein. Und dann bin ich nur einmal früher gegangen und war nicht angestrengt, sondern im Gegenteil sehr aufgeweckt und fit als am Sonntag kurz vor 19 Uhr alle Wegweiser wieder abgenommen und das Atelier wieder in den "Normalzustand" zurückverwandelt war. Eines der Highlight war, dass diesmal eine der Führungen am Sonntag den Weg zur Station 01 fand. Bereits am Freitag war G. bei uns um uns ein bisschen zu interviewen und sich für diesen Anlass vorzubereiten. Als sie dann am Sonntag gegen 13:30 mit ungefähr zehn Personen bei uns hereinmarschierte, gab es eine ganz kurze Einweisung von ihr. Dann führte Sie alle zuerst zu meinem Platz und bat, dann völlig überraschend darum, dass ich doch einige Worte zu meiner Kunst sagen sollte. Und ich habe...

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Wir sind Number One

Dieses Wochenende war ich echt produktiv. Und fleißig am üben und machen. Und am Lernen - bis hin zur Interpunktion 🤓 - das ist bei mir eher Bauchgefühl. Sorry falls euch da das ein oder andere auffällt. Mir fällt es oft erst dann auf, wenn das Rechtschreibeprogramm rote Kringel setzt. Und das Programm hat - glaub ich - auch seine Schwächen... Und mir fällt auf, dass einiges nicht mehr funktioniert, z.B. jemanden zu finden, der sich verantwortlich fühlt. Der Fachkräftemangel ist angekommen in einer Welt in der das Analoge einfach per "copy paste" in das Digitale "hineingepflanzt" wird. Ich bin weit davon entfernt diesen Spruch, der allen jenseits der 60 angedichtet wird, anzuführen "Früher war alles besser". War es nicht. Ich bin ja auch noch keine 60. Aber ich hatte einen Ansprechpartner, der Ahnung von dem hatte, was er tut und der seinerseits Kontakte hatte, die er anrufen konnte um direkt eine Antwort auf eine konkrete Frage zu bekommen. Heute schreibe ich an Sammel-Email-Boxen. Oder ich mache ein Ticket auf. Wenn ich "Glück habe",  dann gibt es eine Hotline. Diese "Zusammenarbeit" mit Callcentern weiter auszuführen, da fehlt mir tatsächlich der Humor. Das Thema Verantwortlichkeit hat meinen Chef und mich letzte Woche, einschließlich dem Wochenende, an den Rand der Verzweiflung gebracht. Leider ist es noch nicht zu Ende - wahrscheinlich wird das eine weitere Lebensaufgabe... Also zurück zu meiner Produktivität 😜Ich war im Atelier und habe an zwei Bildern gearbeitet....

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Alte Wunden brauchen neue Strategien

Manche Kindheitswunden brauchen lange um zu heilen und das tun sie nicht von alleine. Also nach dem Motto: "Die Zeit heilt ALLE Wunden". Es braucht hinschauen, hin spüren und annehmen. Das ist ziemlich schmerzhaft, hilft aber nichts. Viele erlebte, positive Gegenbeispiele sind nötig um glauben zu können, dass es jetzt anders ist und nicht so, wie die Kindheitserinnerung immer noch glauben machen will. Außerdem liegen Jahrzehnte dazwischen und in vielen Bereichen bin ich tatsächlich erwachsen geworden. Erwachsen werden, das war mein sehnlichster Wunsch als Kind. Nicht mehr abhängig zu sein von einer Familie in der ich nicht gewollt war. Das ist meine tiefe Wunde. Nicht gewollt zu sein. Es gibt einen Spruch, der Albert Schweitzer zugeordnet wird, den mein Meditationslehrer öfters zitiert hat: "Ich bin Leben, das leben will unter Leben, das leben will." Und heute verstehe ich, dass damit auch gemeint ist, seinen Platz einzufordern und einzunehmen. Nicht darauf zu warten, dass der rote Teppich ausgerollt wird, sondern mit Selbstverständnis mitten rein zu springen. "Hier bin ich!" Nicht klein werden und in die Opferhaltung gehen, sondern den Automatismus enttarnen. Etwas Neues ausprobieren. Dabei wahrscheinlich auch Mal auf die Nase fallen. O.k. Dann klappt es das nächste Mal schon besser. Üben. Geduld. Vielleicht auch Geduld üben. Und Grenzen anerkennen. Ich werde wohl nie eine Entertainerin werden, aber das ist ja auch gar nicht nötig. Einen Schritt nach dem anderen und dabei...

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Es ist wie es ist

Es gibt Situationen, da kann ich das, was ich doch immer wieder betone, nämlich dass es darum geht die Anderen so anzunehmen, wie sie sind, einfach nicht mehr hören. Dann geht mir mein Gegenüber (oft in einem Teams Call) sowas von auf die Nerven, dass ich an mich halten muss nicht die Fassung zu verlieren und völlig hysterisch und unreflektiert loszuschreien. Zuletzt geschehen am Freitag in einem Call mit unserem Dienstleister. Ich will gar nicht ins Detail gehen. Es war aber gleich überhaupt nix zu spüren von Gelassenheit oder Gleichmut. Geduld? Fehlanzeige. Leider hat es mir keine "Erleichterung" gebracht. Im Gegenteil. Ich habe den Quatsch auf die ganze Menschheit ausgeweitet und hätte einfach nur "kotzen" können. Sorry für die Wortwahl, aber der Zustand ist nicht anders beschreibbar. Nachdem ich meinen Laptop zugeklappt hatte, habe ich mich spontan dazu entschlossen in die Stadt zu radeln. Kompensationskauf. Im Hugendubel habe ich drei Kochbücher erstanden, weil mir nämlich grad auch das Essen nicht mehr schmeckt, dass ich mir selbst vorsetze. Als ich auf der riesigen, langen, grünen Couch meine Auswahl traf habe ich eine kleine Szene beobachtet. Eine verschleierte Dame saß mit zwei Jungs im Alter von ca. sechs oder sieben Jahren ein paar Meter weiter. Sie spielten mit Holz Jojo's. Als die Frau aufstand um den Buchladen zu verlassen, warfen sie die Jojo's auf die Couch und liefen mit ihr hinaus. Der bisher sehr freundliche Mitarbeiter vom Infostand lief laut schimpfend...

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“Wohin geht’s?”

Diese Frage war fett auf eine Postkarte gedruckt und einem meiner letzten Bücher als Einleger vom Diogenes Verlag beigefügt. Es gibt keine weitere Hilfestellung oder Anmerkung dazu. Einfach nur diese Frage. Also kann ich ihr meinen ganz eigenen Sinn geben um sie für mich zu beantworten und Du natürlich auch für Dich. Wohin geht's bei mir? Aus jetziger Sicht. Vor ein paar Jahren sollte es dringend und unbedingt in ein "Programm" gehen. In dem Konzern, bei dem ich arbeite, bedeutet das ab 54 Jahren mit einem hohen Prozentsatz des letzten Gehaltes bis zum frühestmöglichen Renteneintritt bezahlt zu werden, ohne einen Strich arbeiten zu müssen. Vor etwa 7 Jahren, als unsere Transformation begann war das eine sehr verlockende Aussicht und teilweise der einzige Hoffnungsschimmer am Ende des Tunnels. Ich konnte mich mit den Veränderungen überhaupt nicht identifizieren und wurde immer unzufriedener. Zum Glück ist mir der Absprung von diesem Gedanken gelungen und ich habe mich darauf besonnen, was gut daran ist, dass ich genau auf diesem Platz in dieser Firma bin. Seit dem macht es mir wieder überwiegend Spaß und es gelingt mir mich, und auch mein Team, immer wieder neu zu motivieren. Natürlich gibt es Momente, an denen ich völlig frustriert bin, weil mich die neue Art zu arbeiten (Buzzwords: Digitalisierung, AI, Cloudcomputing, Digital Storytelling etc.) überfordert und nervt. Aber es gelingt mir viel leichter aus so einem Frust wieder heraus zu steigen, weil ich aus Erfahrung weiß,...

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Zwischenmenschliches

kann zwischen den Menschen stehen bleiben und langsam aber sicher eine Mauer bauen. Stein für Stein. Unbewusst. Einfach drüber gehen, weil es bequemer erscheint. Ist es aber nicht. Irgendwann ist die Mauer dann so hoch, dass man nicht mehr drüber weg gehen kann. Man braucht eine Leiter. Manchmal sogar eine dritte Partei, die diese Leiter hält. Und wenn man diesen Zeitpunkt übersieht, kann es passieren, dass man gefangen ist und keinen Ausgang mehr findet, oder Zugang - je nachdem. Es braucht Mut, um mit Wörtern eine Brücke zu bauen, statt mit Schweigen eine Mauer. Die Unsicherheit überwinden, sich öffnen, erzählen und darauf vertrauen dass sein Gegenüber zuhört und sich einlässt. Danke Ich wünsche Dir einen guten Start in die neue Woche. Eine für mich sehr kurze Arbeitswoche. Eine Ein-Tages-Woche. Morgen wird aufgebaut in der Orangerie und am Mittwoch geht''s dann los 🙂   Diesmal die Zeitschnipsel aus der Wochenzeitung "Zeit" vom 28. Juli bis 03. August 2022 Das Lied "Hey there Delilah" von den Plain white t's habe ich live gehört am Samstag gegen 6 Uhr morgens. Ich habe bei Wolfgang übernachtet und in der Früh gemerkt, dass ich Migräne bekomme. Blöderweise hatte ich das sehr hilfreiche Mittel nicht dabei. Und so bin ich direkt los um es rechtzeitig einzunehmen und die Kurve zu bekommen.  Ich habe schon von der III. Etage die Musik gehört. Im I. Stock ist eine Jungs-WG, die wohl zusammen mit Freund:Innen die Nacht durchgemacht haben. Erst fühlte ich mich gestört und...

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Endlich Sommerferien! Und ein Bericht im Zeitmagazin, der mich beschäftigt…

Weder drücke ich die Schulbank, noch bin ich Lehrerin. Trotzdem freue ich mich immer, wenn die Sommerferien beginnen, weil sich München dann über Nacht leert. Das sieht man nicht zuletzt daran, dass es Parkplätze ohne Ende gibt - die ich gar nicht (mehr) brauche, weil ich fast alles mit dem Fahrrad oder den Öffis fahre. Aber vor allem fühlt es sich so an, als ob alles einen Gang runter geschalten wird. Und ich bin seit geraumer Zeit super gern langsam unterwegs. Im Job und auch privat. Mich beschäftigt ein Artikel aus dem Zeit Magazin. Ein sehr langer Artikel, den ich inzwischen drei Mal gelesen habe. Der Autor, mein Jahrgang, hat sich vor 5 Jahren dazu entschieden ein veganes Leben zu führen. Es geht nicht allein um die Ernährung, sondern inzwischen um die Haltung und die Lebensweise. Auch wenn ich keine Veganerin bin (ich bin eine 80% Vegetarierin und verzichte auf Milchprodukte, weil ich sie wegen der Lactoseintoleranz nicht gut vertrage) teile ich doch die Meinung, dass tierische Produkte mit dem Wissen um die Qual der Tiere eigentlich gar nicht mehr gehen. Und ja, auch wegen dem CO2 Ausstoß.  Trotzdem esse ich noch Eier und hin und wieder Fisch, ach ja und nicht zu vergessen auch mal Schinken zur Melone. Andererseits fahre ich weder einen SUV, noch jette ich permanent per Flugzeug durch die Weltgeschichte. Das müsste doch eigentlich reichen, als mein Beitrag gegen den Klimawandel? Es geht aber nicht um meinen Anteil, weil ich natürlich nicht die Welt retten kann. Es...

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Was geht? Sommerhighlights

Ich bin ja ein bekennender Fan dieser Jahreszeit. Endlich kann auch ich barfuß in den Schuhen und mit leichtem Gewand genusswandeln. Wärme verbreitet Urlaubsflair und lässt mich Performance Administration, Schnittstellenthemen und Survey Auswertungen mit regelrechtem Gleichmut betrachten. Wobei: Vorletzte Woche gab es auch arbeitstechnisch ein Highlight. Wir waren in der Nähe von Garmisch auf einer Hütte und haben gemeinsam gekocht. Mal nicht vor Wut, sondern in der Küche. Ein Vier Gänge Menue. Hohes Lob an die Organisatoren und alle Köch:Innen! Wunderbare Location (am Pfleger See), leckeres Essen und großartige Stimmung im ganzen Team. Am Samstag haben wir dann in der Akademie der Bildenden Künste die Semester- bzw. Abschlußarbeiten der Student:Innen bewundert. Besonders interessant war natürlich die Arbeit von Wolfgangs Sohn J. der zwischenzeitlich das vierte Semester abgeschlossen hat. Die Kreativität und die Phantasie der Studierenden hat mich begeistert. Diese sprühende Vielfalt stimmt mich sehr positiv für die Zukunft. Wenn sich Menschen mehr mit schönen Dingen beschäftigen, dann ist nicht mehr so viel Zeit für Power Shoppen oder andere Art des Hyperkonsums. Ein Hoch auf die Kreativität! Im August steht auch für M. und mich ein Event an. Wir stellen in der Orangerie im Englischen Garten aus. Vor über zwei Jahren hat uns M. einfach mal angemeldet und nun geht es am 10. August los. Es ist schon vieles organisiert und vorbereitet. Die Bilder ausgewählt, die Homepage auf...

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Die Kunst oder die Reismühle ist 6€ Fahrradmitnahme wert

Vom Urlaub nur so viel: Pesaro ist eine (Zug) Reise wert! Wir waren im 7. Urlaubshimmel und haben uns an der Adria ganz wunderbar erholt. Sommer, Sonne, Strand, Ausflüge, leckeres Essen und die Erfahrung, dass Italiener zum einen selbst sehr gemütlich Fahrrad fahren und zum anderen als Autofahrer erstaunlich rücksichtsvoll und zuvorkommend sind.  😊 Resümee: Wiederholung baldmöglichst! Aber jetzt erst mal Sommer in München und Umgebung. Wir haben auch im Urlaub Kunst geguckt. In Rimini. An der Piazza Cavour. Tolle Räume - tolle zeitgenössische, italienische Künstler. An diesem Samstag haben wir deutsche, zeitgenössische Künstler*Innen in der Reismühle in Gauting besucht. Tag der offenen Tür.  Ich war zum ersten Mal dort und bin schwer begeistert. Eine Künstlerenklave ähnlich der Wiedefabrik, aber deutlich "schicker" von den Räumen und sehr interessant von den "Schaffenden" dort. Wir haben mit den Bildern von Bianca Artope begonnen, eine wirklich bemerkenswerte Frau. Sie kreiert Bilder indem sie verschiedenen Fotos am Rechner zusammen und übereinander legt, druckt und dann mit (ich glaube) Epoxidharz auffüllt. Großartig! Ich packe dir unten den Link mit ein - es lohnt sich wirklich! Gelohnt hat sich auch die Fahrt mit der S-Bahn unter Mitnahme der Fahrräder. Auf der Webside angepriesen für € 3,10 und am Automaten kostete es dann fast das doppelte, € 6,--. Oder haben wir das falsche Ticket gezogen? Na, wie auch immer, es war super praktisch mit dem Radl zu S-Bahn und von dort...

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Aus der Zeit gefallen

Was war das für ein wundervoller Sommer-Sonnen-Sonntag! Da kommt Italienfeeling auf - gerade richtig um die Vorfreude so richtig anzuheizen. Nur noch diesen Tag im Homeoffice arbeiten, am Dienstag noch ein bissal was erledigen, packen und am Mittwoch in den Zug einsteigen 🙃 Warum wir mit dem Zug fahren? Wir wollen CO2 sparen - mit irgendwas muss man ja anfangen. Auch der Samstag konnte sich sehen lassen, wettermäßig und auch sonst. Wir sind mit einem leichten Umweg über ein ganz nettes Cafe in der Nymphenburger Straße  zur Olympiahalle geradelt. Sonne getankt und dann ab in die Arena zu "The new Roses", "Saga" und vor allem zu "Foreigner". Die Karten dafür gab es für lau von meinem Bruder, weil der vergessen hatte, dass an diesem Abend ein sechzigster Geburtstag gefeiert werden wollte. MIT ihm und seiner Frau. Und so kamen wir in den Genuss dieses Rockkonzerts. Für dieses Publikum (mindestens Ü-50) hat die Vorband bereits um 18:30 Uhr zu spielen begonnen 🤭  Ein richtiges Konzert mit ein paar Tausend Menschen, ohne Mundschutz und der Abstand hätte beim nachmessen auch verloren. Das waren keine Einmeterfünfzig mehr. Die Zeit des Abstandnehmens kommt im Herbst wohl von alleine wieder... Jetzt aber erst mal Party und das kann Foreigner auf jeden Fall 💃 🕺 Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Hits sie rausgebracht haben und wie textsicher ich bei vielen Liedern mitsingen kann. Und die Füße und Hände still halten geht sowas von überhaupt nicht. Alles in Bewegung und das dann...

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Santeln am Pfingstmontag

An diesem Pfingstmontag hab ich ein altes Hobby wieder entdeckt: Santeln Ich bin erst um 11 Uhr aufgestanden, hab mir ein Feiertagsfrühstück gemacht und mit dem Kaffee habe ich mich dann auf den Balkon gesetzt und gelesen. Ohne Punkt und Komma. Stundenlang. Einen Roman bis zum Schluss. O.k. ich hatte die letzte Woche schon ein paar Seiten angelesen. Das Buch hat mir M. bei ihrem Geburtstag in die Hand gedrückt. Sie hatte es schon und bekam von der Schenkerin die Erlaubnis es direkt weiter zu geben. Der Titel "Vom Ende der Einsamkeit" erschien mir im ersten Moment ein bisschen kitschig und so habe ich es erst mal auf die Fensterbank gelegt. Heute hat es mich völlig gepackt und in seinen Bann geschlagen. Eine Geschichte von drei Geschwistern, die aus der Sicht des jüngsten Sohnes mit sieben Jahren ihre Eltern bei einem Verkehrsunfall verlieren. Es war sehr berührend erzählt, was die drei mitgenommen haben in ihr Leben und wie sehr sie ihre Familiengeschichte geprägt hat. "Es sind die Brüche in denen man sich erkennt." Brüche, oder Umbrüche. Veränderungen, die wir selbst nie so initiiert hätten. Und eben deshalb sind wir so, wie wir sind. Zum Teil aber auch, weil wir genau zu dem Zeitpunkt mit diesem "Geistesfunken" in eben diese Familie hinein geboren wurden. Nachdem mein Bruder demnächst seinen sechzigsten Geburtstag feiert, beschäftige ich mich wieder mal ein wenig damit. Fotos sichten. Was war damals so los in der Welt und herangezoomt, was war in unserer Familie? Wie...

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Älter werden ist nichts für Weicheier,

nur leider gehöre ich zu den Sensibelchen unter dieser Kategorie 🙄 Mir fällt es immer wieder bei anderen auf. Das letzte Mal auf dem Konzert am vergangenen Montag in den Kammerspielen habe ich es bei  Werner Schmidbauer festgestellt. Übrigens ein sehr gelungener Abend, mit einem kleinen Ehemaligen Treff 🤠. Ein ganz anderer Typ, als vor sieben Jahren in der Arena von Verona. So lang ist das schon her. Ja mei. Es gibt Sprünge beim älter werden. Kein Grund für Luftsprünge, aber auch keiner dafür im Boden zu versinken. Wobei. Manchmal auch eine nicht zu verachtende Variante. Nein, nein. Keine Jammerei. Oder warum nicht auch mal jammern? Oder Fakten, die halt sehr emotional daher kommen 😉.  Es braucht einen aktualisierten Abgleich zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung. Der berühmte Schritt, den man zurück zu treten hat, um sich ein Bild machen zu können. Irgendwann funktioniert das mit dem viel zitierten Vogel Strauß einfach nicht mehr. Nicht nur im Außen, auch im Innen gibt es Veränderungen, die erst mal verdaut werden müssen. Neben der Vergesslichkeit - vor allem Namen könnten sich zu einem Drama aufbauschen, wenn ich das zulassen würde - sind Bewegungsabläufe nicht mehr ganz so geschmeidig wie noch vor, sagen wir mal 2 Jahren. Nach wie vor funktioniert das mit der "Namensfindung" noch mit Umschreibungen, genau so wie früher im Englisch Unterricht, wenn mir die ein oder andere Vokabel nicht eingefallen ist. Da lag es aber dran, dass ich nicht gscheid gelernt hatte. Was in jedem...

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Es braucht wieder mehr Leichtigkeit

Dieses Wochenende hat auf ganz einfache Weise klar gemacht, was es braucht: Mehr Leichtigkeit. Das wunderbare Wetter hat schon mal die Grundlage geschaffen. Dann die spontane Entscheidung am Samstag Nachmittag ein bissl rum zu radeln, sich in einen Biergarten in Gräfelfing zu setzten, Steckerlfisch und eine Brezen zu essen. Zu ratschen und dabei die Sonne auf der Haut zu spüren. Nix kompliziertes - ganz einfach. Der Rückweg über den Pasinger Stadtpark, immer wieder wunderschön und im Moment eine Augenweide der besonderen, grünen Art. Eine bezaubernde Kolumne von Axel Hacke vorgelesen bekommen, die von einem Buch erzählt, das ihn am Abend zur Ruhe kommen und die aktuell heftigen Themen für kurze Zeit vergessen läßt. Am Sonntag schon vor dem Frühstück eine Runde im Westpark drehen und direkt bei Öffnung vom Cafe Gans am Wasser einen Traumplatz finden und einen groooßen Cappuccino zelebrieren. Am Nachmittag zu Kaffee und Kuchen in den Garten von M. mit angenehm unbeschwerten Themen und dem Anstupsen der Vorfreude zu unserer Ausstellung im August in der Orangerie. Recht viel mehr braucht so ein Wochenende nicht, damit es einem leicht ums Herz wird. Vielleicht noch ein bisschen Nachrichten fasten und einen fokussierten Blick auf die Dinge, die richtig gut laufen. Und die Aussicht am Montag Abend mit dem Liebsten auf ein Benefizkonzert in den Kammerspielen zu gehen mit Künstlern wie Konstatin Wecker, Pipo Polina und Werner Schmidtbauer um nur einige zu nennen. Da kommt...

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Einfach mal Ruhe geben

Dieses Wochenende waren wir am Samstag nicht bei der "Langen Nacht der Musik" und am Sonntag nicht auf der Maidult um eine Pfanne für mich zu kaufen. Ich war nicht so richtig gut beinander.  Müdigkeit und irgendwie hat mir alles weh getan. Der Hals, der Rücken, das ganze Gestell. Erkältung? Oder was kann das sonst sein? Was hab ich falsch gemacht? Es war wohl zu viel an drei Abende hintereinander aus zu gehen. Oder brauche ich einfach einen Tag für mich und kann das nicht formulieren? Bla, bla, bla - bla, bla.... Na, ja am Samstag hat Wolfgang meinen neuen Kühlschrank eingebaut 😍, weil das bei der Lieferung mangels Verlängerungskabel nicht geklappt hat. Und wir haben leckeres Spargelrisotto gekocht. Am Sonntag wars dann bei mir nicht wirklich gut und ich hab mich nach dem Frühstück wieder ins Bett gelegt. Nochmal mehr als zwei Stunden geschlafen. Kurzer Spaziergang und kurz im Atelier um die Zeitschnipsel zu kleben. Dann hab ich mich mit einer dicken Decke auf die Couch gelegt und mir das Webinar von Stefanie Stahl zu ihrem Buch "Das Kind in dir muss Heimat finden" angesehen. Es ging um Bindung, Autonomie, die Glaubenssätze des Schattenkindes und die positiven Aspekte, die über das Sonnenkind ihren Ausdruck finden. Und vor allem um den Punkt, wenn man das alles doch verstanden hat, warum man dann die negativen Glaubenssätze nicht "einfach" los lassen, und aus seinen Mustern aussteigen kann? Auch ganz "einfach": WEIL MAN ETWAS DAVON HAT. AHA! Wo trifft das denn bei mir zu?...

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Kindheitserinnerungen und die Brücke in die Gegenwart

Ich war schon lange nicht mehr auf einer Beerdigung. Und ich war schon lange nicht mehr bei der Verwandtschaft in Niederbayern - 9 Jahre um genau zu sein. Da war Tante Frieda's achtzigster Geburtstag. Am letzten Freitag war ich auf ihrer Beerdigung in Oberköllnbach. Auf dem Weg vom Parkplatz zum Friedhof konnte ich feststellen, dass es den Kramerladen bei der Kirche immer noch gibt. Der hatte früher am Sonntag vor und nach der Messe auch offen. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir das was eingekauft haben. Denn an den Samstagen kam "Der Beck" am späten Nachmittag mit dem Kombi voller Lebensmittel auf den Hof. Riesige Laibe Brot, Mehl, dies und dass und vor allem aber Süßigkeiten. In Kindertagen war ich in den Sommerferien jeden Sonntag in der Messe. Und mindestens einmal wurde ich vom Weihrauch und/oder vom langen Stehen ohnmächtig. Der Messner hat mich rausgetragen und an der frischen Luft "abgesetzt". Ich hatte noch nie großes Stehvermögen. Am Freitag ist alles gut gegangen. Während der Trauerfeier habe ich mich erinnert. An die Zeit, als ich die großen Ferien bei Tante Frieda und Onkel Alois auf dem Bauernhof in Hölskofen verbracht hatte. Sie war eine kleine, energische Frau, die gern lachte und dabei rote Bäckchen bekam. Ein kleines Dorf. Milchkühe, Schweine, Bummerl und Hühner und Felder für Weizen, Kartoffeln und Mais, wenn ich mich recht erinnere. Und es gab Katzen. Tante Frieda hat mich immer "Katzenmama" genannt.  Ich habe stundenlang mit einem Wollfaden mit...

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Was wäre, wenn es so wie es jetzt ist genau richtig wäre?

Diese Frage von Byron Katie war (neben einem super leckeren Apfel-Mohn Kuchen) die Begleitung zum Cappuccino in einem winzigen Cafe in der Südlichen Auffahrtsallee.  Da wollte ich schon ewig mal rein und nachdem die Ampel auf dem Weg zum Cafe Ruffini rot war, hab ich zu G. gesagt, lass doch mal schauen, ob wir da ein Plätzchen finden. Haben wir ☺️. Das war wohl früher mal ein Schreibwarenladen (steht zumindest außen drauf). Innen nur Platz für ca. 8 Personen und draußen nochmal doppelt so viele. "The Work" ist eine tolle Möglichkeit alles was einem im Leben so passiert, mit dem man nicht so ganz einverstanden ist, tiefer und vor allem auch von den verschiedensten Seiten zu beleuchten. Ich kann hier nur bedingt aus eigener Erfahrung sprechen, aber die obige Frage hat etwas in Gang gesetzt. In jedem Fall einen freundschaftlich-philosophischen Diskurs über 1 1/2 Stunden in dem wir den Faden in einer anderen Farbe weiter spannen, den wir auf dem Spaziergang im Nymphenburger Schlosspark aufgenommen hatten. Es geht ja im Grund immer um diesen einen Moment in der Gegenwart. Es ist schon so viel darüber geschrieben und gesprochen worden, und doch kann es Sinn machen diese "Wahrheit" immer wieder mal aus der "Weisheitschublade" zu ziehen. Weil man sich verändert und irgendwann steht man vielleicht an einem Punkt an dem einen dieser Satz wie ein Blitz treffen kann. Man hat etwas verstanden. Also nicht nur kognitiv, sondern auch emotional und spirituell. Und die Wahrscheinlichkeit vom...

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Eine flache Sinuskurve ohne große Ausschläge

Im Westen nichts Neues. Ich wußte nicht, dass dieser Spruch ein Buchtitel ist. Hier beschreibt Oskar Maria Remarque den 1. Weltkrieg aus Sicht eines "einfachen" Soldaten. Gut, dass ich den Ursprung gegoogelt habe, sonst hätte ich diese Worte heute als Überschrift verwendet um vorweg zusammen zufassen, dass sich in der letzten Woche bei mir nichts Großartiges getan hat. Ich bin am Donnerstag Mittag ganz unspektakulär umgeknickt und habe mir dabei das rechte Außenband angerissen. Die nächsten 6 Wochen trage ich eine Schiene, die mir eine Entscheidung abnimmt. Nämlich die Wahl der Schuhe. Damit passe ich ausschließlich in meine Trackingschuhe. Das ist jetzt nicht wirklich kommod, aber es ist auch nicht richtig schlimm. Bis zu unserem Urlaub im Juni sollte alles wieder passen, also kein Problem. Am Donnerstag Abend hatten wir ein Ateliertreffen an dem vier von sechs der kreativen Gemeinschaft anwesend waren. Es hat mir gut getan zu erzählen, dass ich grad überhaupt nicht weiß was ich gestalten soll. Ich sollte doch in diesen Zeiten eine Aussage mit dem treffen, was ich kreiere. Damit boykottiere ich mich selbst total. Und so seziere ich die "Zeit" und füge Überschriften in einen neuen Kontext zusammen. Worte schienen mir die letzten Monate wichtiger zu sein. Ein intellektueller Umgang mit dem Zeitgeschehen. In der Diskussion, die einen weiten Bogen spannte von meiner kreativen Blockade zu den aktuellen Krisen in der Welt und wieder zurück wurde mir klar, dass ich, ob ich es nun...

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Eye wei(d) open

Urlaub ist was wunderbares. Kunst auch. Die Kombination ist großARTIG - auch mit Wintereinbruch in Begleitung von Kälteeinbruch im April. Und vor allem zusammen mit Wolfgang. Zeit für eine Liebeserklärung 😍 Wir waren in Wien. Von Donnerstag bis Sonntag nur K+K: Kunst und Kaffeehäuser. Nicht ausschließlich, aber doch überwiegend 😉 In Wien kostet ein 3-Tages Nahverkehrsticket € 17,10 und das haben wir bei dem Wetter auch sehr stark genutzt. Mit der U-Bahn und oberirdisch mit der Tram. Unterirdisch ist, dass es bei uns sowas gar nicht gibt. Grade mal ein Tagesticket für € 8,20 - arme München-Touristen. Aber es geht hier ja nicht um München, und schon gar nicht um den MVG - es geht darum, wie man seine Zeit in Wien (auch) verbringen kann. Ich war schon ein paar mal in Wien. Privat und geschäftlich. Zuletzt mit der Firma im Januar 2019 mit Festessen, Falco Musical und Abtanzen in der Hofburg. Ganz GROSSES Kino. Diesmal sehr privat, auch wenn wir uns den IQOS Store in der Kärtner Straße (von außen) angeschaut haben. Kein "Blowing in the wind", sondern ein "blowing wind" bei gefühlten 4 Grad. Wir waren auch nicht in einem der alteingesessenen Kaffeehäusern mit diesen "raunzenden" Obern - ich weiß gar nicht, ob es die überhaupt noch gibt? Wir waren kurz im "Schwarzen Kamel" nur gerade so lange um festzustellen, dass das nicht unsere Welt ist um dann im Cafe Aida in Rosa, in Sahneschnittchen und Mohnbeugerl mit Kaffeebegleitung einzutauchen. Dort gibt es dafür ältere, hektische...

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Warum alte Sorten so lebendig sind

Bücher waren als Kind und Jugendliche für mich die ganze Welt. Ich habe mir diese Zeit in Romanen erlesen. Ich selbst habe wenig erlebt. Ich habe in der Pubertät nicht aufbegehrt und meine Eltern und damit Streit herausgefordert, sondern ich habe Geschichten über Erwachsene gelesen. Ich wollte nie Kind sein, sondern ERWACHSEN. Dann würde ich all das können - ich müsste nur einfach 18 Jahre alt werden. Dann würde mir die Welt mit all seinen Möglichkeiten offen stehen. Dann würde mir keiner sagen, was ich zu tun hätte und ich bräuchte nicht mehr dauernd darauf zu achten ob mein Verhalten Konsequenzen für meine Mutter hätte. Das ist ja mal total schief gegangen. Ich habe auch mit der Volljährigkeit keine wilden Partys gefeiert, keine Nächte durchgemacht, bin nicht spontan mit dem Auto für zwei Nächte an den Gardasee (oder sonst wo hin) gefahren. Nichts. Meine Revolution bestand darin aus der Kirche auszutreten und zu Hause nicht darüber zu reden. In Sachen Leben bin ich lange eine Theoretikerin geblieben. Die Praxis war mir immer zu gefährlich - es hätte echt was passieren können. Ich habe mit 18 meine zweite Ausbildung angefangen, bin während der Ausbildung von zu Hause aus- und mit einem Kollegen und einem seiner Freunde in eine WG eingezogen. Dann wurde ich bei Etienne Aigner übernommen, habe fleissig und gern gearbeitet und bin da auch voran gekommen. Privat war ich nicht sonderlich "erfolgreich". Ich hatte eine 14 jährige Beziehung, an der das Beste für mich das Ende...

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Werte und rote Linien

Letzte Woche war ich mit meinem early-bird völlig unzufrieden. Ich hatte das Gefühl, dass er einfach unpassend, banal und völlig daneben war. Dass ich daneben war. Und das stimmt auch - ich stand noch neben mir. Gerade aus der Starre erwacht. Ich hatte den Wunsch etwas besonderes zu schreiben und habe mich völlig überfordert damit. Aus heutiger Sicht hätte ich schreiben können, dass ich es erst einmal  lasse, weil ich den Eindruck habe, dass nichts von dem was bei mir gerade passiert wirklich passend ist. Ich habe überlegt den early-bird insgesamt zu lassen, weil ehrlich - was habe ich in diesen Zeiten schon wesentliches zu berichten? Ich habe angefangen mich zu vergleichen mit Menschen, die ich persönlich kenne. Die ebenfalls einen Newsletter schreiben. Keine gute Idee. Im Team werde ich nicht müde meinen Jungs zu sagen, dass sie sich nicht vergleichen sollen - das bringt nur Unzufriedenheit. Ha! Erwischt! Dann habe ich mir mehrere Podcasts angehört. Habe mein Rauhnachtstagebuch 2021/2022 rausgezogen, mich auf den Balkon gesetzt und etwas gemacht, das ich mir eigentlich für den Januar vorgenommen hatte. Meine Werte aufzuschreiben. Und zu jedem Wert, was ich denn genau damit meine? Was bedeutet der Wert Spiritualität für mich? Oder der Wert Freundschaft? Was fällt mir zur Partnerschaft ein? Zu Familie, Gesundheit, Nachhaltigkeit/Bioökologie und Tierwohl? Was bedeutet Frieden, Soziale Gerechtigkeit, Kultur/Kreativität und Neues lernen für mich? Und wo sind diese roten...

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Auch ein später Vogel kann einen Wurm “reinbringen”

Es sieht so aus, als ob ich mich ans spätere Aufstehen gewöhnen könnte 😉 Und - ich habe heute noch Urlaub. Großartig! Ich kann mir vorstellen, dass heute sowieso ein Thema vorherrschen wird: Die Bundestagswahl und deshalb ist ein später early-bird sicherlich zu verkraften. Es fühlt sich so an, als ob ich schon ewig Urlaub hätte - das liegt sicher an der Vielfalt die wir genossen haben. Venedig ist immer wieder bezaubernd und bietet allen Sinnen die Möglichkeit aufzugehen in einem Potpourri von Farben und Formen. Die Architektur Biennale hat bei mir eher Fragen aufgeworfen, als inspiriert. Und mir mal wieder gezeigt, dass mein Englisch ganz viel Luft nach oben hat. Trotzdem war der Besuch der Giardini, aber vor allem des Arsenale ein Highlight. Wir haben "die Hände" von Lorenzo Quinn bestaunt und waren überrascht herauszufinden, dass er der Sohn des Schauspielers Anthony Quinn ist.  Damit die Kunst nicht zu kurz kommt haben wir dieses Bedürfnis zusätzlich noch im Peggy Guggenheim Museum "gestillt". Ein Abstecher nach Murano und ein Strandspaziergang am Lido waren für mich weitere neue Erlebnisse, die ich nicht missen möchte. Es gibt noch vieles zu erkunden und so werden wir sicherlich wieder kommen. Was die Touristenmassen angeht würde sagen, dass sie noch nicht wieder zurück sind, aber es war doch einiges los. Der zweite Urlaubsstopp am Gardasee in einem Ferienhaus 😘 war beschaulich. Einkaufen, kochen, durch die Städtchen Desenzano und Riva flanieren und den neuen Weg von...

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early-bird pur

Heute muss es tatsächlich schnell gehen - schneller als sonst 😉 Gestern war volles Programm und so war nicht die Zeit den early-bird in Ruhe vorzubereiten, bevor ich heute in der Früh nur nochmal drüber gehe um das was sich über Nacht gewandelt hat noch anzupassen, zu korrigieren oder zu ergänzen. Heute kommt das, was jetzt zwischen 5 und 6 Uhr da ist. early-bird pur. Gestern waren wir mit meiner family beim Bluesfrühshoppen im niederbayrischen Eberstall. Wie sich der in diese Region verirrt hat? Da hat mein Schwager mitgeholfen. Inzwischen gibt es eine kleine "Fangemeinde", die einmal im Jahr den Klängen von Gitarre, Mundharmonika und Banjo lauscht und auch mal ganz spontan ein Tänzchen wagt. Black Patti - gute Laune inbegriffen. Kaffee und Kuchen im Garten meiner Schwester. Familie, vertraut und doch im neuen Kontext - gestern habe ich es besonders genossen. Aktuelle Themen. Zuhören. Verschiedene Sichten. Scherzen. Ich habe wirklich Glück, weil wir keine "Grabenkämpfe" haben, sondern uns über die Jahrzehnte immer mehr so sein lassen können, wie wir sind. Und abends dann das TRIELL. Auch wenn die CDU jetzt kämpfersicher auftritt, kann ich einfach mit dem Typen nichts, aber schon gleich gar nichts anfangen. Diese "persönliche" Animosität muss ich mir bei Gelegenheit mal genauer anschauen. Denn, dass was uns an anderen stört hat ja immer was mit einem selbt zu tun und sagt in dem Fall sehr viel mehr über mich aus, als mir lieb sein kann. Punkte konnte bei mir neben der...

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Alles Gute passiert immer langsam

Schwupps und schon ist September. Dieses Wochenende mit wunderbarem Sonnenschein. Wie toll ist das denn! Nach der langen Regenstrecke eine wahre Wohltat. Motorrad fahren, Spazieren gehen, Biergarten und Balkon - die vier Optionen, die wir aus dem Spätsommer Potpourrie gewählt haben. Was für ein Luxus - das wird mir gerade bewußt. Ich habe erst gestern meinen Kalender 😘 auf September umgestellt und folgenden Text von der jungen Schauspielerin, Poetry Slammerin und Sängerin Julia Engelmann gefunden: "Alles Gute passiert immer langsam. Also warum hab ich nie Geduld? Ich denke viel zu viel an alle anderen. Und ich gebe mir zu oft die Schuld." Poetry Slam habe ich noch nicht live gesehen, nur mal kurz einen Ausschnitt in einer Aufzeichnung. Und so habe ich auf einer Plattform nach Julia Engelmann gesucht und zwei kurze Ausschnitte angeklickt. Ich finde es ganz unglaublich, wie sie mit Worten jongliert und dabei ihre Welt hinterfragt. Die einen malen, die anderen machen Musik, andere wählen Schreiben als Ausdruck für ihr innerstes Sein. Jede Form ist willkommen und Poetry Slam möchte ich unbedingt demnächst mal live sehen, wenn das möglich ist. Also die Geduld. Ein Dauerbrenner. Wenn wir in Bewerbungsgesprächen junge Leute nach ihren Stärken und Schwächen befragen, dann ist auch immer die Ungeduld ein Thema. Es ist wohl ein Privileg der Jugend ungeduldig sein zu dürfen. Ist es umgekehrt auch ein Vorzug des Reifens geduldiger zu werden? Ich glaube schon. Manchmal führt aber auch...

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Die zwei Seiten der Medaille

Wenn ich gut drauf bin, dann kann ich sie sehen - beide Seiten der Medaille. Wenn ich schlecht drauf bin sehe ich nur die eine - die "negative" Seite der Vergänglichkeit. Zum Glück passt das grade mit der Stimmung und mein Blick ist offen für das "sowohl als auch". Am Samstag war das Malatelier "himmelsgrün" zum letzten Mal für eine Atelierzeit geöffnet. Es war "full house" - dem Anlass angemessen. Ein letztes Mal mit anderen zusammen - natürlich unter Corona-Auflagen - Kreativität, Inspiration und Austausch. Neuneinhalb Jahre, mit Lockdown - Unterbrechung, so schnell vergangen und doch schon so lange her. Ich kann mich noch gut erinnern, an mein erstes Nachtmalen mit Nachtmahl am Karfreitag kurz nach der Eröffnung. Ich saß in der Nische und wollte unbedingt was österliches auf die Leinwand bringen - hat sowas von nicht funktioniert 😉. Viele Kurse später, vor allem durch die "machART" (ein sehr schönes Format über einen längeren Zeitraum mit den gleichen Teilnehmer*Innen) habe ich begriffen, worum es eigentlich geht. Darum sich einzulassen, loszulassen von Vorstellungen, auszuprobieren, zu spielen und genau das zu machen, was grade dran ist ohne ein Ergebnis erzielen zu müssen. Und hinzuspüren, was dabei passiert. Daraus zu lernen, aber nicht schulisch sondern seelisch. Eine Möglichkeit zu wachsen und Flügel zu bekommen um abzuheben vom Alltag und den dazugehörigen Sorgen und Ängsten. Es geht ums Tun. Etwas das erfüllt und einem die Seele weitet. Ansonsten wird das Leben...

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Ich war noch nie eine Nachteule

Ich war am Sonntag im Stadtmuseum. Hab mir zum einen den Teil "Typisch München" angeschaut. Es war interessant zu erfahren, dass 1966, als klar war, dass die Olympiade in München stattfinden würde ein ganzer Schwung Hilfskräfte aus dem damaligen Jugoslawien nach München kam. Einem Filmausschnitt kann man entnehmen, wie Menschenmassen am Münchner Hauptbahnhof ankommen. Ansonsten wäre es wohl nichts geworden mit der erforderlichen Infrastruktur und den benötigten Stadien. Bei den Spielen war ich 7 Jahre alt und kann mich nicht erinnern irgend etwas davon mitbekommen zu haben. Tja, da war ich einfach zu jung und meine Eltern hatten für Sport nicht viel übrig. Außer Fußball. Natürlich. Mein Vater war  - ein 60er Fan. Der Hauptgrund, warum ich zum St.-Jakobs-Platz geradelt bin, war die Ausstellung: "Nachts. Clubkultur in München". Ich war wirklich bass erstaunt, was ich alles verpasst habe!  Vorne weg das "Atomic Cafe". Muß wohl eine Institution gewesen sein, die 2015 schließen musste, weil die Miete nicht mehr bezahlbar war. Von den vorgestellten Clubs kenne ich noch das "Feierwerk" - das ist direkt bei mir ums Eck. Zu einem Konzert habe ich es trotz der Nähe bisher nicht geschaftt, vielleicht klappt das ja nochmal. Im "Cord" war ich mal mit A. einer zu der Zeit sehr guten Freundin. Das muss mindestens 10 Jahre her sein. An dem Abend spielten "Ginger Redcliff", Keyboard und Bass. Die gefielen mir und so hab ich direkt die CD gekauft. Ansonsten habe ich leider nie wieder was von...

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Sommerloch

Fast könnte man meinen, dass die Münchner in einem Sommerloch verschwunden sind. Aber den Staumeldungen vom Samstag nach, haben sich nun wohl vor allem Familien in den wohlverdienten Urlaub Richtung Süden aufgemacht. Ein Grund warum ich den August in München so gern mag. Weil so viele weg sind 😉 Man bekommt in (fast) allen Restaurants ohne Reservierung einen Platz. Und so haben wir am Freitag spontan Italien-Flair bei "Da Bruno" im Mühlenviertel genossen. Ein super schöner, lauer Abend mit leckerer Pasta und angeregtem Gespräch. Auch der Samstag war entspannt bei einem Konzert von "Trio Lias" in der ersten Reihe auf dem S-Beach vom Tollwood. Zwei Gitarren, eine Trompete und Gesang. In solchen Momenten tut es mir immer leid, dass ich nie ein Instrument gelernt habe. Musik ist was ganz wunderbares und berührt auf einzigartige Weise. Und jetzt spring ich mal (thematisch). Ich bin sehr betroffen von der Gesamtaussage des neuen Weltklimaberichtes. Ich glaube, dass sehr viel getan und noch mehr gelassen werden muss, um zukünftigen Generationen ein Leben auf diesem Planeten zu ermöglichen. Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten und mich nicht hinter der Aussage verstecken, dass ich als Einzelne eh nichts bewirken kann. Das glaube ich nicht. Ich fahre kaum mehr mit dem Auto, sondern fast alles mit dem Fahrrad. O.k. jetzt ist Sommer. Es wird sich zeigen, wie ich im Herbst und Winter mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln klar komme. Ich bin auf "grünen" Strom umgestiegen und versuche...

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Pause

Bin nicht fit heute. M. meint eine Sommergrippe? Wird sich zeigen. Ich wünsche Dir einen guten Start in diese neue Woche 🌞   Die Collage zeigt spontan ausgewählte Wörter und Bilder aus der Wochenzeitung "Zeit" vom 15.07. bis zum 21.07.2021  

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Intuition

In der aktuellen Zeit endet ein Bericht zum Thema "Die Macht des Bauchgefühls" mit einem, Albert Einstein zugeordnetem, Zitat: "Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk, und der rationale Verstand ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat." Ich habe den über 2 Seiten ausgeführten, kritischen Text zweimal gelesen. Einmal für mich allein und einmal laut vorgelesen - wodurch sich ein sehr intensives Gespräch entwickelt hat. Ich bin kein Zahlenmensch, in Sachen Intuition ging und geht es darum meinem spontanen Gefühl zu vertrauen und den Mut zu haben damit "zu gehen". Fakten spielen schon auch eine Rolle, aber eine untergeordnete. Die Intuition ist eine sehr leise Stimme, die ich leicht überhören kann. Manchmal nur die Andeutung von einem Zeigefinger, der sich heben will und den ich nicht wirklich ernst nehme. Wo ich mir und meiner Erfahrung nicht "vertraue". Und ganz oft bedeutet sie zu hören, unangenehme Entscheidungen treffen zu müssen. Oder noch eine Runde in einem Gespräch zu drehen. Mich zu zumuten mit einer inneren Haltung, die nicht dem Mainstream entspricht und damit der unterschwellige Angst ins Gesicht zu sehen, dass mich Andere dafür bewerten. Aus dem Bericht hat sich für mich als Essenz herauskristallisiert, daß Intuition über die Jahre erworbenes, transformiertes Wissen ist. Dies erlaubt den Schluß, dass man in Bereichen in denen man ein Experte/Expertin ist auch verstärkt auf seine Intuition...

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Mitgefühl

Auf meinen letzten early-bird bekam ich unter anderen eine Rückmeldung zum Thema Migräne. Ich will jetzt dieses Thema nicht weiter strapazieren, sondern mich für den Hinweis auf ein Buch bedanken, das ich vor etwa 2 bis 3 Jahren bereits gelesen habe. "Zart besaitet" hatte mir glaub ich ein Arbeitskollege empfohlen (ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber es ist auch nicht so entscheidend). Auf jeden Fall war das nach einer Situation, die mich in der Gruppe im Arbeitskontext überrumpelt hat und auf die ich mit einer längeren Phase von Erschöpfung reagiert habe. Ich war noch nie sonderlich robust, weder körperlich noch mental und empfand das auch eher als Makel. Aber ich bin zäh und so habe ich mich in "jungen" Jahren oft überfordert, weil ich dachte, dass ich doch genauso viel wie die anderen beitragen müsste. Damit habe ich es bis zu einer Erschöpfungsdepression "gebracht" - das war 2007. Seit dem hat sich viel getan. Beim ersten Lesen hatte ich ganz viele AHA Erlebnisse und war zum einen erleichtert, weil es mir eine Perspektive gab. Zum anderen wollte ich diese Erkenntnis aber nicht wahrhaben, weil ich mich nicht in den Bereich der Hochsensiblen einreihen wollte. Und so habe ich das Buch auf die Seite gelegt, weil es mir "peinlich" war. Habe weiter gemacht und es schlicht  "vergessen". Wahrscheinlich eher verdrängt. Nun habe ich das Buch auf diesen Hinweis hin in der zweiten Reihe im Bücherregal wieder gefunden und die letzten Tage nochmals darin gelesen. Ich bin...

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Muss man alles selbst tun?

Die Frage ist, ob man wirklich immer alles selber machen muss? Oder ist es nicht einfach schlau zu delegieren (wo es geht) oder out zu sourcen, wenn man die Möglichkeit dazu hat. Oder jemanden um Hilfe zu bitten. Einfach so. Nein, nicht ganz so leicht, weil man erst mal drauf kommen muss, dass das auch im Bereich des möglichen ist. Wenn Familie nicht in der Nähe ist, helfen Freunde oder Nachbarn. Bei mir im Haus hängen vier Zettel von Nachbarn, die gerne Einkäufe übernehmen für diejenigen, die entweder körperlich nicht in der Lage sind, oder weil zur Risikogruppe zugeordnet besser zu Hause bleiben. Eine Freundin hat mir schon letztes Jahr „nebenan.de“ empfohlen. Da werden Werkzeuge verliehen, Möbel von A nach B gebracht oder neben Büchern alle möglichen Dinge verschenkt oder günstig abgegeben. Diese Zeit bringt sehr viel Solidarität mit sich. Hilfsbereitschaft. Neben den überbelasteten Menschen gibt es auch viele, die nicht so viel oder wenig zu tun haben und gerne helfen. Selber machen, kann uns neue Erfahrungen bringen. Es gibt was neues zu lernen, auch Dinge die man nicht so gern mag. Ich hab viel gelernt zum Thema Online Kommunikation und hilfreichen Tools, weil es für mich wichtig ist um verbunden zu bleiben. Und trotzdem bin ich weder auf Facebook noch auf Instagram oder Twitter unterwegs. Und meine Website werde ich auch nicht selbst bauen, weil es Menschen gibt, die das beruflich und richtig gut machen. Deshalb werde ich das outsourcen, weil es für mich möglich ist....

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