elisabeth hauner

kunst

Mit 50 an 70 denken?
30. Mai 2021

Das Wochenende war toll – endlich mal kein Regen und die Temperaturen gehen auch langsam nach oben. Zusätzlich sinken die Inzidenzwerte – wenn das, bei aller Vorsicht, kein Grund ist sich ein Lächeln ins Gesicht zu setzen!

Gehandwerkert (also ich hab eher den Handlanger gegeben, aber das kann ich gut 😇), die Außengastronomie frequentiert, Kunst geguckt (Erich Oskar in der Kunsthalle – sehr empfehlenswert), geradelt  und Kaffee und Kuchen bzw. Tee mit Sonnenschein genossen 🙂

Zusätzlich hatte ich noch das Vergnügen ein Interview mit Wolfgang Schmidbauer (Psychotherapeut) vorgelesen zu bekommen. Ich liebe es vorgelesen zu bekommen – ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich als Kind viel vorgelesen bekommen hätte –  und genieße es um so mehr. Vor allem, wenn sich daraus zwischendrin immer wieder ein Faden der Diskussion und des Austauschs spinnt.  In dem Interview ging es darum wie Altern ohne Angst gelingen kann. Nachdem er gerade 80 Jahre alt geworden ist, kann W. Schmidbauer aus der eigenen Erfahrung und mit viel Humor auf dieses Thema blicken. Es ginge darum das Alter sowohl zu akzeptieren, als auch es zu vergessen. Also es solange zu vergessen wie möglich und wenn es dann unvermeidbar ist, es zu akzeptieren. Anzunehmen, dass Dinge nicht mehr so schnell oder vielleicht gar nicht mehr gehen. Sich vorwiegend mit Aktivitäten zu beschäftigen die Freude machen. Und wenn man sich dann doch mit Pflichtübungen der Art Steuererklärung auseinandersetzen muss, sich darauf zu freuen danach wieder in erfreuliche Themen eintauchen zu können.  Die Verpflichtung los zu lassen immer noch mehr erreichen und überall dabei sein zu müssen. Sich zu erlauben nicht mehr so produktiv zu sein. Ich könnte jetzt das ganze Interview wieder geben, weil ich es wirklich sehr interessant und bereichernd finde. Wen es interessiert – es ist im aktuellen Zeit Magazin und sollte im Zeitschriftenhandel noch erhältlich sein. Mein Fazit daraus ist, dass es sicherlich Sinn macht sich damit zu beschäftigen, wie man im Alter leben möchte und sich auch in diese Richtung zu entwickeln. Dabei bin ich schon wieder mal hinten dran. Ich hätte schon mit 50 damit anfangen können, aber das sehe ich jetzt eher entspannt. Herr Schmidbauer hat das Thema von 60 auf 70 und dann nochmal von 70 auf 80 verschoben😉 Man kann ja auch gar nicht wissen, wie alt man überhaupt wird und so erscheint mir der Ansatz das zu tun, was man gut kann und einem Freude bereitet ein sinnvoller Ansatz um sich darauf vorzubereiten. Dabei eher spielerisch vorzugehen (wenn es ums spielen geht, denke ich unweigerlich an Jenny ☺️), ohne den großen Ehrgeiz damit etwas erreichen zu müssen. Das bringt noch mehr Leichtigkeit. Sich selbst nicht so ernst zu nehmen – auch mit dem Wunsch Humor zu entwickeln. Dann lässt sich mit dem was kommt sehr viel besser umgehen. Ich würde noch den liebevollen Blick auf sich und seine nächsten Freunde, Partner und Familienmitglieder dazu ergänzen wollen. Sich gegenseitig unterstützen, den anderen an der Hand nehmen und ein Stück führen oder sich sanft lenken lassen. Das läßt das Miteinander sehr viel entspannter gelingen und erhält den wertvollen Austausch in diesem Kreise – und lässt aus dem Anfangsfaden eine kuschlige Decke entstehen, die dann im Alter wärmt, wenn man darunter schlüpft.

Ich wünsche Dir einen guten Start in eine weitere kurze (Arbeits-)Woche.

 

Heute keine Meditation, sondern die Frage was Du gut kannst und gerne machst?

Die Collage zeigt spontan ausgewählte Wörter und Bilder aus der Wochenzeitung “Zeit” vom 20.05. bis 26.05.2021

Älter werden und Humor – Jürgen von der Lippe im Interview 😉

Und dann doch wieder die Beatles “Help”…

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