elisabeth hauner

kunst

Struktur durch Ayurveda
12. September 2020

“Es geht darum seelischen Ballast loszulassen und seelische Eigenart zu behalten.” Den Satz von gestern finde ich spannend. Wert darüber nachzusinnieren. Ihn einzukreisen, von jeder Richtung zu betrachten in der Hoffnung, dass er mein Geheimnis preis gibt und meinem blinden Fleck Klarheit verleiht. Analog dem Gordischen Knoten den Alexander der Große mit einem Schwerthieb durchtrennte um die Herrschaft von ganz Asien zu erlangen. Gibt es die Möglichkeit des spontanen verstehens oder braucht die Frage nach “Was ist der Ballast bzw. was die seelische Eigenart?” noch Dranbleiben und Hingabe? Aber vielleicht kann ich den Knoten ein bisschen lockern um eine Ahnung davon zu bekommen, wie der gelöste Zustand aussehen könnte.

Inzwischen hat sich ein Tagesablauf etabliert. Kein überlegen. Alles Wege bekannt. Einzig die Behandlungszeit variiert. Gegen 5:00 Uhr aufwachen. Auf leisen Sohlen ins WLAN Zimmer im Nebenhaus schleichen. Den am Vorabend vorbereiteten Blog nochmal checken, ergänzen, ändern. Prüfen ob der Übertragunsschlüssel aktiv ist und der Newsletter rausgeht. Yoga. Meditation. 8:00 Uhr Frühstück. Spaziergang und Behandlung bzw. anders herum. Ruhen. Mittagessen zwischen 12:30 und 13:00 Uhr. Ruhen, möglichst auf der Liege im Garten – Sonne genießen. Duschen um das nicht eingezogene Öl abzuspülen nach 3 Stunden. Lesen, schreiben, reflektieren, zeichnen. 18:00 Uhr Abendessen. Angenehme Unterhaltung als Beilage. Spaziergang. Blog vorbereiten. Meditation. Schlafen. Mehr ist es nicht. Auch nicht weniger.

Ich mag Rituale, weil sie einen Rahmen schaffen, und damit einen Raum den ich flexibel auffüllen kann mit allem Möglichen. Ich darf nur nicht versäumen, sie hin und wieder zu überprüfen, zu hinterfragen, abzuwandeln oder auszutauschen bevor sie starr werden und ich mit Ihnen. Die Ayurvedastruktur löst sich von alleine wieder. Heute ist Bergfest – die Hälfte ist schon rum. Noch eine Woche zum verwöhnen lassen und einfach sein.

Für einen sanften Start in diesen Samstag noch ein wundervolles Stück von Ludovico Einaudi. Der einzige Pianist den ich bisher live gesehen/gehört habe in der ausverkauften Olympiahalle – eine andere Welt. Überraschend gehört habe ich das ganze Album “Islands” in Assisi zusammen mit meinen beiden Pilgerfreunden in einem bezaubernden, kleinen Kaffee. Mit Aussicht, Cappuccino und Torta di Mandorle – auch eine andere Welt 😉

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