elisabeth hauner

kunst

Party oder nicht Party – das ist hier die Frage

Im Oktober gibt es gleich zwei AnlĂ€sse, die es sich zu feiern lohnen wĂŒrde. Also mindestens zwei. Feste muss man feiern, wie sie fallen. Bevor der Grund dazu verfĂ€llt? Die Partylaune in den Herbstblues fĂ€llt? Muss man? Oder wĂ€re es hilfreich zu wollen, damit man nicht auf die Nase fĂ€llt, vor lauter mĂŒssen? Wir waren am Samstag mit den RĂ€dern am Isarkanal unterwegs bis zur Großhesseloher BrĂŒcke. Keine große Radltour, einfach eine gemĂŒtliche Fahrt mit dem Ziel den Kiosk dort heimzusuchen.  Ein GetrĂ€nk und eine (vegane ;-)) Bratwurst in der Semmel. Auf dem Weg ĂŒber eine kleine BrĂŒcke dorthin schon ein, in Wolfratshausen gestartetes, Feier-Floß bestaunt und bewunken. Es wurde angestoßen und auf ein Prosit der GemĂŒtlichkeit getrunken. Der Kiosk hat zurĂŒckversetzt einen kleinen Garten mit Tischen, die hĂŒbsch dekoriert waren. Ein Luftballon mit der Zahl 40 wies auf eine runde Geburtstagsfeier hin. Eine Combo bestehend aus Gitarrist und Saxophonist unterhielt nicht nur die GeburtstagsgĂ€ste sondern auch uns ganz wunderbar. Die Musik der beiden hat meine Feierlaune in Stimmung gebracht. Wieder zuhause hat Apple Music aus dem gewĂŒnschten John Denver Song "Leaving on a jet plane" anschließend eine großartige Playlist gebastelt, die uns beim backen und kochen inspiriert und dann zum tanzen animiert hat. Beste Voraussetzungen um mich dem Thema Party, oder nicht Party wieder zu zuwenden. Ich habe schon mal eine GĂ€steliste angefangen, mögliche Termine gecheckt und mir im Netz die ein oder...

mehr lesen

In 80 Tagen um die Welt

Nein ich werde nicht auf den Spuren von Phileas Fogg die Welt umrunden. Meine Abenteuer in den nĂ€chsten 80 noch verbleibenden (Arbeits)tagen werde ich im Endspurt in meinem aktiven Arbeitsleben bestreiten. Langsam wird es (immer schneller) ĂŒberschaubar. Was ist noch wichtig zu vermitteln? Wo kann ich noch unterstĂŒtzen? Bei welchem Thema mag ich noch "unangenehm" werden bzw. Fragen stellen? Was darf ich einfach los lassen, weil es eh niemanden interessiert? Und wo mach ich noch mit, obwohl es fĂŒr mich nicht mehr relevant ist? Am Dienstag haben wir (alle die in der Zentrale sitzen) einen Workshop zu unseren (wieder einmal) neu definierten Firmenwerten. Diese wurden in den letzten bald 32 Jahren mehrfach mit anderen Namen versehen und flossen als Eigenschaften, die es zu entwickeln galt, in die Jahresbewertung aller Mitarbeiter ein. "Disruptive Innovator" war mein absolutes Highlight in der vergangen Auswahl. Unerreichbar fĂŒr mich 😉 Jetzt ist es  "Game Changer".  Ich hatte kurz ĂŒberlegt, ob ich lieber arbeite, aber dann kam die Ansage von der obersten Chefin, dass der Termin nicht optional sei. Aha. O.K. Vielleicht kann ich ja noch was lernen, das mir auch ĂŒber meine Arbeitszeit hinaus hilfreich sein könnte. Z.B. zum Thema "We Care". Die neuen Werte gibt es ausschließlich in englischer Sprache und auch der Workshop wird in VortrĂ€gen und Gruppenarbeiten ausschließlich auf Englisch stattfinden. Unter "We Care" stehen drei Punkte: Einer davon nennt sich "Inclusive". Es gibt...

mehr lesen

Entspannt in den Urlaub

Am Freitag war mein letzter Arbeitstag vor einem lĂ€ngeren Urlaub. Eigentlich ein stressiger Tag. Diesmal nicht. Ich war so um 11 Uhr mit allem fertig inklusive Übergabe-E-Mail. Um 13:30 habe ich mein "Out of Office" eingestellt und den Laptop runter gefahren. Interessant. Ich bin auch nicht wirklich "urlaubsreif", weil die letzten beiden Wochen sehr entspannt waren. Der Chef auf den Malediven. Pfingstferien. Auch viele andere Kolleg*Innen im Urlaub und somit "Niemand" da, der dringend etwas gebraucht hĂ€tte. Wenn das so weiter geht, dann lande ich noch im "Bore Out" 😉 Ich freue mich tatsĂ€chlich auf ein bisschen "Action" und natĂŒrlich auf Sommer in Italien. Der Zug ĂŒber Bologna nach Pesaro startet frĂŒh um halb acht Uhr. Schon das Packen hat die Vorfreude gezĂŒndet und jetzt kommt die Aufregung dazu, die zu jedem Urlaub dazu gehört. Perspektivwechsel. Ortswechsel. Sprachenwechsel. Am Schluss dann noch Kunst in Venedig. Biennale. Mein letzter großer Sommerurlaub, ab November gehe ich dann auf Reisen, aber muss dazu keinen Urlaub mehr nehmen. Ist das ein Unterschied? Ja, ich vermute schon. Wir werden sehen. Ich bin dann keine Arbeitsbiene mehr. Ich bin dann eine ATZ'lerin. Im Retreat Anfang Mai haben wir eine Übung zu Zweit gemacht. Einer hat erzĂ€hlt, was er/sie alles ist. Z.B. Schwester, Freundin, Angestellter, Mutter, diszipliniert, aufmĂŒpfig, glĂŒcklich etc. 5 Minuten lang. Der/die Andere hat zugehört. Wechsel. In der zweiten Runde hat man nacheinander immer den gleichen Satz...

mehr lesen

Theorie und Praxis der VerÀnderung

In der Theorie hab ich ja schon einiges verstanden. (Ich glaube diesen Satz habe ich schon mehrfach in einem early-bird angebracht!?) Taten folgen zu lassen ist das andere. Kurz vor Ostern hat es mich dann wieder erwischt.  Mitten in einem Meeting mit einem Dienstleister. Plötzlich: Starre, Enge und der RĂŒckzug in die Verzweiflung. Lebenslust und Tatendrang - alles dahin. Wohin? Zum GlĂŒck hatte ich nach Ostern eine IFS (Inner Family System) Stunde bei Heike ausgemacht. Das hat mich wieder in mein GefĂŒhl und in meinen Körper gebracht hat. Vor allem die Anteile Angst, Wut, Starre, Verzweiflung/Hoffnungslosigkeit hatten ihren Auftritt. Mit einem Ritual konnte ich zumindest die Starre in der Sonne schmelzen und die Verzweiflung/Hoffnungslosigkeit wurde durch den Wind "ausgeblasen". Ein Tag Auszeit von der Arbeit gab mir Gelegenheit mein Nervensystem zu beruhigen. Keine MigrĂ€ne. Puh! Wieder zurĂŒck auf den Boden des Wesentlichen kommen. Geht gut mit MitgefĂŒhl. Mit lieben Menschen. Mit meinem Lieblingsmenschen. Mit Bewegung. Mit Schreiben, Lesen und Collagen kleben. Mit dem Bewusstsein, dass ich nichts muss und dass das das Leben ist. Punkt. Meine Zeit nicht zu verschwenden mit Selbstzweifel und Hoffnungslosigkeit. Die Hoffnung stirbt gefĂ€lligst zuletzt! Und dann ein wundervolles Wochenende mit einer Fahrradtour Richtung Sommer und einer spannenden Geschichte zu einer jungen Frau, die 1785 in MĂŒnchen aus Liebeskummer vom Nordturm der Frauenkirche gesprungen ist. Immer wieder zu...

mehr lesen

Die Komfortzone…

... ist, wie mein Wohnzimmer. Dort halte ich mich am liebsten auf. Der hellste Raum in meiner Wohnung. Wenn die Sonne scheint, ist es so unglaublich schön, dass ich oft gar nicht das BedĂŒrfnis habe raus zu gehen. Vielleicht noch auf meinen Balkon, um dann festzustellen, dass es aber noch ganz schön kalt ist - der Jahreszeit angemessen. Meine Komfortzone ist ein Entwicklungshemmer (man könnte auch sagen EntwicklungsHAMMER), weil er alles Neue einfach ungespitzt in den Boden rammt. Es könnte ja gefĂ€hrlich sein, wenn da so etwas aus dem Boden (Leben) ragt. Ich könnte darĂŒber stolpern, könnte mich daran verletzen und an einer Blutvergiftung sterben... Dieses Neue könnte aber auch mit seiner SchĂ€rfe eine Schnur durchtrennen, was mich dann mit einem Ballon der Begeisterung in ungeahnte Höhen aufsteigen lĂ€sst. Auf dem Weg dahin könnte mich ein eisiger Wind durchrĂŒtteln und dabei meine Gedanken sortieren, und dann der Sonne nĂ€her bringen, die mich wĂ€rmt. Auf dem Flug zum/mit dem Neuen könnte ich in einen Regenschauer geraten, der mich völlig durchnĂ€sst, aber auch reinigt von all den ĂŒbrig gebliebenen GlaubenssĂ€tzen, die bleischwer an mir hĂ€ngen. Die dadurch entstandene Leichtigkeit hat das Potential mich mit meinem Ballon bis zum Strand meiner Freude und Lebendigkeit zu tragen und mich mit dem Ausruf: "Ja genau! Das ist das Leben!" juchzend in die Fluten des Ozeans zu stĂŒrzen um kraftvoll die neuen Möglichkeiten zu erkunden. Maximaler Erkenntnisgewinn in meinem letzten Arbeitsjahr...

mehr lesen

Wutprobe statt Herzöffnung

Die dritte Rauhnacht, das war am 27. Dezember 2023, steht fĂŒr Wunder und Herzöffnung und fĂŒr den Monat MĂ€rz im Folgejahr. Das entstandene Bild passt zu diesen Themen. Meine aktuelle MĂ€rz-Wut passt so gar nicht dazu. Der Redeanteil in "3 nach 9" (Diese Talkshow gibt es seit sage und schreibe 35 Jahren! Unglaublich! Jetzt erst von Wolfgang entdeckt) von Professor Volker Busch war in diesem Zusammenhang sehr interessant und so habe ich meine Ohren gespitzt und mir den Teil in der Mediathek nochmals angesehen und dazu reflektiert. Er sprach vom "Mentalen Immunsystem", das uns gegen "psychische" Krankheitserreger wie schlechte Gedanken, pessimistische Zukunftsprognosen, Ärger und KrĂ€nkungen schĂŒtzt. All diese Dinge mĂŒssen verarbeitet und verdaut werden. Genau das leistet das Mentale Immunsystem. Er fĂŒhrte aus, dass Menschen dĂŒnnhĂ€utiger und reizbarer geworden seien. Bei vielen ist die ZĂŒndschnur wahnsinnig kurz geworden.  Genau! Passt, wie die Faust aufs Auge. Ich explodiere im Moment wirklich bei jeder Gelegenheit, die sich mir im Arbeitsalltag bietet. Bei völligen "Nichtsituationen". Manchmal einfach nur, weil ĂŒberhaupt eine Situation daher kommt. Auch Kolleg*Innen, die ich mag sind mir zu langsam oder zu drĂ€nglerisch, zu wichtigtuerisch oder zu wenig prĂ€sent. Also ist es grad völlig egal, wer wie ist - ALLES UND JEDER bringt mich auf die Palme. Eine Kollegin hat mir vorgeschlagen eine "Bullshitliste" zu erstellen. Auf die ich alles, was ich bis zum Antritt meiner Passiven...

mehr lesen

Wutprobe statt Herzöffnung

Die dritte Rauhnacht, das war am 27. Dezember 2023, steht fĂŒr Wunder und Herzöffnung und fĂŒr den Monat MĂ€rz im Folgejahr. Das entstandene Bild passt zu diesen Themen. Meine aktuelle MĂ€rz-Wut passt so gar nicht dazu. Der Redeanteil in "3 nach 9" (Diese Talkshow gibt es seit sage und schreibe 35 Jahren! Unglaublich! Jetzt erst von Wolfgang entdeckt) von Professor Volker Busch war in diesem Zusammenhang sehr interessant und so habe ich meine Ohren gespitzt und mir den Teil in der Mediathek nochmals angesehen und dazu reflektiert. Er sprach vom "Mentalen Immunsystem", das uns gegen "psychische" Krankheitserreger wie schlechte Gedanken, pessimistische Zukunftsprognosen, Ärger und KrĂ€nkungen schĂŒtzt. All diese Dinge mĂŒssen verarbeitet und verdaut werden. Genau das leistet das Mentale Immunsystem. Er fĂŒhrte aus, dass Menschen dĂŒnnhĂ€utiger und reizbarer geworden seien. Bei vielen ist die ZĂŒndschnur wahnsinnig kurz geworden.  Genau! Passt, wie die Faust aufs Auge. Ich explodiere im Moment wirklich bei jeder Gelegenheit, die sich mir im Arbeitsalltag bietet. Bei völligen "Nichtsituationen". Manchmal einfach nur, weil ĂŒberhaupt eine Situation daher kommt. Auch Kolleg*Innen, die ich mag sind mir zu langsam oder zu drĂ€nglerisch, zu wichtigtuerisch oder zu wenig prĂ€sent. Also ist es grad völlig egal, wer wie ist - ALLES UND JEDER bringt mich auf die Palme. Eine Kollegin hat mir vorgeschlagen eine "Bullshitliste" zu erstellen. Auf die ich alles, was ich bis zum Antritt meiner Passiven...

mehr lesen

Spontan ist die neue Routine

Auf nichts ist mehr Verlass! Auch nicht darauf, dass der early-bird wenn, dann am Montag in der FrĂŒh kommt 😉 Es gibt nach wie vor keine richtige Routine in der Frequenz - und vielleicht ist das die neue Schiene: SPONTAN Es ist grade irgendwie viel los. Bzw. geplant und klappt dann doch nicht, was nicht schlimm ist, weil dann dadurch wieder Raum fĂŒr was anderes entsteht und manchmal bleibt einfach der Raum ĂŒbrig - ungefĂŒllt. Erholung pur. Mit einem Hauch von "fast schon wohltuender Langeweile". Das Lichtermeer auf der Theresienwiese. Mit (Leucht)-Kraft und ohne Randale. Nicht leise, aber auch nicht mit viel Geschrei. Mit GĂ€nsehaut, als die Teilnehmerzahl bekannt gegeben wurde. Die schweigende Mehrheit wird sicht- und hörbar. Es macht einen Unterschied! Gut so! Beinahe wĂ€ren wir auf einem Konzert von "Jazzrausch" in der kleinen Olympiahalle gewesen und fast schon im Kino um den Film "Anatomie eines Falls" anzuschauen. Holen wir nach, lĂ€uft nicht davon. Geklappt hat der Workshop im Kloster Congregatio (bei den Englischen FrĂ€ulein) beim Nymphenburger Schloßpark. Es ging darum ein Thema, das einen gerade beschĂ€ftigt mit Wachsmalkreiden zu  "erfassen" und bildhaft vorzustellen. Dabei lag der Fokus nicht darauf malerische Kunstwerke abzuliefern, sondern mittels Bildsprache - ohne Worte -  zu erzĂ€hlen.  Besonders spannend war folgende Übung: Aus dem "Themenbild" hat jeder einen Aspekt auf ein neues Blatt ĂŒbernommen. Im Kreis von 7 Personen hat dann jeder diesen "Bildausschnitt"...

mehr lesen

Eigentlich

Ja, eigentlich hatte ich vor, all die Weisheiten, die W. Schmidbauer auf der letzten Seite im Zeit-Magazin hinterlassen hatte, monatlich nacheinander als Thema zu wĂ€hlen und entsprechend fĂŒr mich zu interpretieren. Aber das Wort "eigentlich" (ĂŒbrigens ĂŒberhaupt nicht erwĂŒnscht in Gefahrgutschulungen, ich nehme an weil darin schon ein gewisser Zweifel mitschwingt und in diesem Bereich in jedem Fall Klarheit und Eindeutigkeit erforderlich sind - schon zwecks der persönlichen Zuordnung drohender Bußgelder 😉 ) lĂ€sst schon erahnen, dass ich es mir anders ĂŒberlegt habe. Eigentlich dachte ich auch, dass diese Gefahrgutschulung im Headquarter letzte Woche die letzte gewesen wĂ€re, die sich von mir vorbereiten und organisieren lassen wĂŒrde. Falsch gedacht. Unser externer Gefahrgutbeauftragte meinte, dass es dringend erforderlich sei, ein Training fĂŒr die betroffenen Mitarbeiter in Berlin anzusetzen und mir das Wort "eigentlich" hier in keinster Weise aus meiner Verpflichtung heraushelfen wĂŒrde. Na gut, dann fahr ich halt nochmal nach Berlin. Eine gute Gelegenheit sich von ein paar Kollegen direkt zu verabschieden und daraus ein langes Wochenende mit wunderbarer Begleitung zu planen. Apropos wunderbare Begleitung. Die fĂŒhrt mich zu meinem nĂ€chsten "Eigentlich". Denn eigentlich bin ich ĂŒberhaupt keine Partyschnecke. Aber das Geburtstagsfest am vergangenen Freitag (Jahreszahlen werden aus DatenschutzgrĂŒnden einfach weggelassen) war super Klasse. Ich habe lecker gegessen (und dabei die...

mehr lesen

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

Nein, ich werde nicht das wunderbare Gedicht "Stufen" von Hermann Hesse zitieren. Ich starte mit ein paar Worten von Wolfgang Schmidtbauer, seines Zeichens Psychotherapeut und Schriftsteller. Die letzte Seite im Zeit Magazin wird jeweils von einem, meist bekannten, Menschen mit Weisheiten gestaltet. SĂ€tze, die darĂŒber erzĂ€hlen, was der, oder diejenige gerne frĂŒher gewusst hĂ€tte. Die Auswahl von Wolfgang Schmidtbauer lĂ€dt dazu ein, sie immer wieder zu lesen und zu teilen. Meine absolute Nummer 1: "Wer im Leben alles richtig macht, wird nicht glĂŒcklich, sondern depressiv." Ich habe diese Weisheit fĂŒr mich minimal angepasst: "Wer im Leben versucht alles richtig zu machen, wird nicht glĂŒcklich, sondern depressiv." FĂŒr mich birgt der Versuch es richtig zu machen, die Versuchung es allen Recht machen zu wollen, um ja nicht anzuecken. Bzw. um ja keine eigene Stellung zu beziehen um AngriffsflĂ€che zu vermeiden. Da kenne ich mich ganz gut aus. Mein erster und an Jahren lĂ€ngster Chef, hat mal in einem JahresendgesprĂ€ch (Year End Review, fĂŒr alle die wissen wovon ich spreche ;-)) zu mir gesagt: "Oh mei Elisabeth, Du willst es immer noch gut machen, oder?". Ich hab mir innerlich gedacht "Na klar, Du Hirsch, was denn sonst?". Die Weisheit in seiner Frage konnte ich damals noch nicht erkennen... Richtig machen. Die Frage ist, was ist denn das eigentlich, "richtig"? Auch wieder das Normale, das was die Mehrheit macht, weil man es so macht? Ist es das ethisch korrekte? Oder das...

mehr lesen

Noch nicht einmal mehr 1 Jahr…

... und dann bin ich eine "Freifrau" - also eine "von Erwerbsarbeit" freie Frau. WOW! Der 1. November 2024 wir zu meinem persönlichen Feiertag erkoren. Aber wie gesagt, bis dahin ist noch ein knappes Jahr und das wird wahrscheinlich ganz anders, als ich es mir gerade noch vorgestellt hatte. Weil, meine Nachfolge ist schon geregelt und ich gebe mein Team bereits step by step an sie ab. Zum 1. Januar wird das ganze dann im System und Organigramm offizialisiert. Dann Ă€ndert sich auch mein Titel. Von "Supervisor" zu "Senior Expert". Die beste aller Freundinnen hat mich gefragt, ob es mir jetzt zu schnell gehen wĂŒrde? Und das kann ich mit einem klaren "Jein" beantworten. Ich hatte die vorzeitige Übergabe "angeregt". Aber Theorie und Praxis waren schon immer zwei paar Stiefel. Einerseits war ich nicht davon ausgegangen, dass ich noch dieses Jahr mit der Einarbeitung der Kollegin beginnen wĂŒrde. Vor allem hatte ich nicht auf dem Schirm, dass die Wiedereingliederung eines Bereiches, den ich vor ziemlich genau zwei Jahren abgegeben hatte, damit einher gehen wĂŒrde. Dies fĂŒhrt zu einer Doppelspitzen-Frauenpower. Zwei Kolleginnen, die in Teilzeit dann gemeinsam diese zwei Bereiche leiten werden. Ein Novum in diesem Konzern.  Andererseits bin ich total froh, dass die Verantwortung fĂŒr das Team mit dem Jahresende auch zu Ende geht. Und natĂŒrlich ist es komisch. Die Vorwegnahme des Aufhörens. Und jeder macht das ja anders. Die MitarbeiterfĂŒhrung und die fachliche Teamleitung. Es ist nicht...

mehr lesen

Ich hÀtte gerne einen Orden

Es gibt Dinge, fĂŒr die ich mir (aus meiner Sicht) einen Orden verdient hĂ€tte. Dazu gehören so banale Dinge, wie die Unterlagen fĂŒr die SteuererklĂ€rung zusammenzustellen und meinem Steuerberater zur Bearbeitung zu ĂŒbergeben. Dabei bekomme ich hinterher, wenn alles gut geht, sogar Geld zurĂŒck. Allerdings nicht unbedingt durch meine Vorarbeit, sondern durch die Zeit und das Geschick die mein Steuerberater da rein steckt... Oder ein quĂ€lendes ReklamationsgesprĂ€ch mit der Telekom zu fĂŒhren, weil das W-LAN instabil ist, dass darin mĂŒndet, dass per DHL ein neuer Speedrouter bei mir landet. Insgeheim ĂŒberlege ich zu diesem Zeitpunkt, ob ich von meinem Widerrufsrecht Gebrauch machen soll um folgendes NICHT tun zu mĂŒssen: Den Speedrouter 4 eigenstĂ€ndig anschalten, damit er sich verbindet. Er macht das völlig selbstĂ€ndig, aber ich habe hinterher das GefĂŒhl eine großartige IT Leistung vollbracht zu haben. Wenn dann jetzt die Teams-Besprechungen wieder mit Video funktionieren bin ich reif fĂŒr den IT-Nobelpreis in der Kategorie "Digitaler WeltbĂŒrger"... Vielleicht geht es Dir ja auch so? Es kann z.B. sein, dass man insgeheim einen roten Teppich ausgerollt und persönlich begrĂŒĂŸt werden möchte, wenn man anstatt mit dem Auto (gĂŒnstiger) mit der Bahn (fast doppelt so teuer!) fĂ€hrt, obwohl man vollkommen davon ĂŒberzeugt ist, mit der Wahl der Bahn das Richtige zu tun.  Und schwupps bin ich bei einem sehr interessanten Thema, das im Rahmen des KLIMAHERBSTES diskutiert wurde. Diese...

mehr lesen

Zammreissen ist angesagt

Ich war am Sonntag mit Wolfgang bei meiner ersten Wahlveranstaltung ĂŒberhaupt. Ich bin ja nicht so der Bierzelttyp. Zum GlĂŒck haben die GrĂŒnen ihren Landtagswahlkampfendspurt im Theater "Werk 7" im Werksviertel am Ostbahnhof eingelĂ€utet. Neben den Lokalmatadoren Katharina Schulze und Ludwig Hartmann war auch Annalena Baerbock vor Ort. Ich fand es schon besonders die Außenministerin live zu sehen und zu hören. Sie Ă€hnelt meiner neuen Chefin - eine Ladung gebĂŒndelte, neue Energie. Die GrĂŒnen haben in letzter Zeit viel Schelte bekommen, teils zu Recht und teils aus meiner Sicht völlig ungerechtfertigt. Ja, es werden Fehler gemacht. Aber wie heißt es so schön: "Wer ohne Fehler ist, werfe den ersten Stein". Reflektion ist in machen Kreisen nicht angesagt und so wurden bei einer Wahlveranstaltung der GrĂŒnen auf dem Land faule Eier, Tomaten und tatsĂ€chlich STEINE vor dem Zelt angeboten! Eine wirklich ganz besonders witzige Idee.  Wer so etwas als Scherz versteht darf nicht mit Toleranz rechnen. Da ist dann echt Schluss mit lustig. Vor kurzem habe ich die Diagnose "Reizdarm" bekommen und D. hat mich gefragt, was mich so sehr reizt, dass mein Darm auf diese Weise reagiert. Ich habe ihr geantwortet, dass ich wĂŒtend bin. Auf die Politik, auf die Arbeit, auf die Menschen und das Leben insgesamt. Es lĂ€uft so viel schief. Vor allem, weil wir Menschen nicht bereit sind zu akzeptieren, dass im Leben nichts fix ist und VerĂ€nderungen unabdingbar dazu gehören. Unsere Amygdala braucht...

mehr lesen

Humor ist…

... alternativlos. Ja, ich weiß der Begriff ist politisch vorbelastet - gerade deshalb passt er so gut zum Humor ?). Und ĂŒber sich selbst zu lachen ist eine Grundvoraussetzung um eigene Fehler, FettnĂ€pfchen in die man tritt, blöde Ausraster, (zu) laute Ansagen etc. aufzulösen. NatĂŒrlich gehört hier und da noch eine (ernst gemeinte) Entschuldigung dazu. Und dann darf es das sein. Achtsamkeit kann nicht 24/7 aufrecht erhalten werden (Erleuchtete ausgenommen - davon gibt es leider nicht so viele) und so passiert es schon mal dass mir jemand einen Knopf drĂŒckt und ich spontan reagiere. So geschehen letzte Woche im Arbeitskontext. Ich glaube, gerade weil ich ĂŒblicherweise eher bedĂ€chtig handle und reagiere erschrecken Menschen besonders, wenn ich laut und Ă€rgerlich auftrete. Wenn ich mich verhonepipelt fĂŒhle, dann hat die BedĂ€chtigkeit ein Loch. Wenigstens ernst ? könnten mich die Menschen im Arbeitskontext nehmen. Weil immerhin mache ich den Kram schon 31 Jahre! Und ich weiß doch, wie es geht. Wenn ich irgend etwas mit Sicherheit weiß, dann die Tatsache, dass das, was mich an anderen aufregt definitiv etwas mit mir zu tun hat.  Und es macht irgendwie so gar keinen Spaß das dann nĂ€her zu betrachten. Weil, es kann ja gar nicht sein, dass ich besserwisserische Anteile habe und zudem noch einen kleinen Komplex, weil ich nicht studiert habe (den habe ich wirklich schon x-fach mit Nachdruck bearbeitet und außerdem mit Erfahrung kompensiert). Und genau zuhören tue ich doch auch immer...

mehr lesen

Ein Chef geht…

Das Booklet ist gebunden mit lauter guten WĂŒnschen, Fotos und kleinen Anekdoten von aktuellen und Ex-Kolleg*Innen. Einige persönliche Videobotschaften von anderen Kollegen sind auf einen Stick gezogen. Das Geldgeschenk ist gebastelt und in einen noch schnell schwarz gestrichenen Rahmen geklebt. Die Rede ist geschrieben, geĂŒbt und von Wolfgang als "gut und genau so" abgesegnet worden und schließlich noch der Kuchen gebacken. Und heute ist es jetzt so weit, der letzte Tag von meinem Chef "im aktiven Dienst" bricht an. Also nicht ganz, weil er morgen seine Nachfolgerin noch kurz in die wesentlichen Themen und Personalien einfĂŒhren wird. Aber in jedem Fall wird er heute Nachmittag verabschiedet. Zum GlĂŒck live und in PrĂ€senz bzw. Hybrid, weil der ein oder die andere aus Österreich, Berlin oder Dresden trotz der Entfernung gern dabei sein möchte. Wer hier schon lĂ€nger bei mir mit liest weiß, dass mein Tor die VergĂ€nglichkeit ist. Die Konfrontation damit, dass Dinge und Menschen sich Ă€ndern, dass Projekte zu Ende gehen, Beziehungen von VerĂ€nderung geprĂ€gt sind, Menschen sich verabschieden und dass wirklich alles im Leben ein "Mindesthaltbarkeitsdatum" hat. DarĂŒber bin ich erreichbar. Emotional und philosophisch und vor allem sehr tief. Manchmal ist es schmerzhaft, manchmal etwas leichter, aber immer berĂŒhren mich diese Gelegenheiten und ich bin froh, wenn ich sagen kann, dass die Beziehung von Aufrichtigkeit, WertschĂ€tzung und liebevoller oder freundlicher Akzeptanz geprĂ€gt war. ...

mehr lesen

Die Haut in der man steckt

Meist kommen mehrere Dinge zusammen um ein Thema nĂ€her zu betrachten, mich damit zu beschĂ€ftigen und dann hier schreibend anzunĂ€hern. Diesmal war es ein Podcast vom B1 "Die blaue Couch" - auf der saß in dieser Folge Sabine Asgodom - im Juni 70 Jahre alt geworden. Der Film "The way we were" mit Barbara Streisand und Robert Redford. Ein FrĂŒhstĂŒck auf meinem Balkon mit Wolfgang mit einem (leider) geschlossenen Sonnenschirm, der frisch montiert seinem ersten Einsatz entgegenfieberte. Eine Ausstellung in der Villa Stuck zusammen mit M. und einem ausgiebigen Kaffee und Kuchen Ratsch im Innenhofcafe. Und schließlich die Reflektion der letzten Woche. "Der oder die... kann nicht aus seiner/ihrer Haut". Diesen Satz habe ich oft gehört und auch schon öfters verwendet. "Er / sie ist halt so..." Das hat P. eine ehemalige Kollegin ĂŒber meinen (noch) aktuellen Chef mal gesagt. Sie hat es damals aber nicht genervt oder resigniert gesagt, sondern mit einem Ton der eine gewisse Toleranz und ja, auch MitgefĂŒhl mitschwingen ließ. FĂŒr ihn organisiere ich gerade den Abschied, weil der neue Chef/Chef ihn noch gar nicht kennt und ich der Meinung bin, dass man nach 33 Jahren in der Firma einen gscheidn Abschied verdient hat. Vor allem, wenn man mit der von ihm an den Tag gelegten LoyalitĂ€t bis zum Schluss immer das Beste fĂŒr die Firma herausholen wollte. Das war mit ein Grund warum die ehemalige Kollegin (und auch ich) ihn manchmal auf den Mond hĂ€tten schießen wollen. Bei aller Toleranz. Aber nun...

mehr lesen

BedĂŒrfnisse und Strategien

Immer, wenn ich zur PedikĂŒre gehe, muss ich an einen YouTube Vortrag von Gerald HĂŒther denken. Darin echauffierte er sich darĂŒber, dass wir Menschen fĂŒr alles und jedes immer hĂ€ufiger einen "Spezialisten" aufsuchen. Wir wĂŒrden jegliche Kompetenz aus der Hand geben und als Beispiel nannte er den "ZehennĂ€gelschneider". Im tieferen Sinn ging es aber auch um Vereinsamung und dass gerade die Älteren in der Gesellschafft zu wenige persönliche Kontakte hĂ€tten und somit niemanden, den sie um UnterstĂŒtzung bitten könnten. In dem Zusammenhang finde ich das Beispiel allerdings nicht ganz so gelungen. Ich weiß nicht, ob ich es als "Freundschaftsdienst" einstufen wĂŒrde... Ich bin sehr dafĂŒr Aufgaben, die ich nicht sooo gerne mache outzusourcen (diese Wort war geschĂ€ftlich frĂŒher omniprĂ€sent - heute bekomme ich es kaum noch zu hören - was ist denn da passiert?), wenn es erschwinglich ist, und die Zeit die ich damit "gewinne" mit erfreulicheren Themen zu belegen. In diesem Fall habe ich die Zeit im Nagelstudio genutzt die Unterlagen aus dem GFK (Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg) Workshop vom 8. Juli nochmal durchzublĂ€ttern. Der Unterschied zwischen Wahrnehmung/Beobachtung und Interpretation wurden ebenso wie der Gegensatz von GefĂŒhlen und Gedanken (bzw. PseudogefĂŒhlen) vorgestellt und in Kleingruppen geĂŒbt. Grundlegende BedĂŒrfnisse und Strategien um diese zu erfĂŒllen wurden differenziert. Es ist erstaunlich, wie viele BedĂŒrfnisse manchmal mit einer Handlung erfĂŒllt werden...

mehr lesen

Das ist kein Reisebericht 😉

Wir lesen uns gerade literarische Kolumnen von Mariana Leky aus dem Buch "Kummer aller Art" vor. Also jetzt am Wochenende habe vorwiegend ich gelesen, weil eine heftige ErkĂ€ltung Wolfgang die Stimme versagt. Die Sprache und der Witz von Mariana Leky sind wirklich grandios. Man könnte dieses Buch fast auf Rezept verschreiben lassen, weil die Wirkung durchgĂ€ngig stimmungsaufhellend und sehr erheiternd ist. Ich habe mich gefragt, welchen Aspekt sie aufgreifen wĂŒrde, um fĂŒr den early Bird eine kleine New York Geschichte zu schreiben? Wir haben so viel unternommen und erlebt, dass ich mich tatsĂ€chlich sortieren muss. Deshalb fange ich von hinten her an, obwohl man ja das Pferd nie von hinten aufzĂ€umen sollte. Aber wenn man vor lauter EindrĂŒcken nicht mehr weiß, wo vorne und hinten ist, sei es erlaubt erst mal im "Hier und Jetzt" anzukommen 😉 Jetlag ist jetzt nicht mehr nur ein Wort fĂŒr mich, sondern ein Körpererlebnis der anderen Art. Obwohl - es fĂŒhlt sich Ă€hnlich an, wie eine fette Grippe - nur ohne Husten, Schnupfen und Fieber. Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Desorientierung, Bauchgrummeln mit nachhaltigen Anschlußsymptomen, unendliche MĂŒdigkeit und das ganz starke GefĂŒhl von einer Dampfwalze ĂŒberrollt worden zu sein. Wolfgang hatte die Grippesymptome noch on top 🙁 Also beschwere ich mich hier jetzt nicht großartig, sondern hake das Thema als Erfahrung ab. Braucht eigentlich kein Mensch, aber vielleicht doch um zu erkennen, dass es wirklich einen ganz eigenen Biorhythmus...

mehr lesen

Ich war noch niemals in New York…

...und ich war auch noch nie auf Hawaii. Aber die Reise nach New York steht nun sowas von kurz bevor, dass sich die Aufregung - ich glaube man nennt es "Reisefieber" 😉 - nicht mehr ignorieren lĂ€sst. Am Freitag habe ich noch eine liebe Kollegin verabschiedet, unseren neuen Chef/Chef kennen gelernt (er sieht aus wie dieser Fifa-Chef; klein, drahtig und ohne Haare) und unsere ProduktneueinfĂŒhrung mit begleitet. Es gibt GerĂŒchte, dass es lange Schlangen vor unseren Stores gegeben hat. Apple like. Eigentlich nicht "Consumercentric", aber anscheinend doch eine gewollte "Consumer- Experience". Auf all das darf ich die nĂ€chsten drei Wochen verzichten. Das ist erst mal eine Experience! Und morgen geht es dann tatsĂ€chlich los. Vollgepackt mit Insidertipps und einer langen Liste, auf der all das steht, was wir gern "mitnehmen" wĂŒrden. Museen, Musical, Bars, Stadtviertel, Highline, Livemusik... Und dann werden wir mal sehen, was wir alles weglassen werden, um uns einfach treiben zu lassen oder in einem Park abzuhĂ€ngen. New York erleben, staunen, riechen, schmecken - mit allen Sinnen wahrnehmen. Aber jetzt steht akut Koffer packen an. Mal sehen, was ich da "mitnehme" bzw. "weglassen" kann. Um dem Koffer ein bissen "Luft zu lassen", damit er fĂŒr die Heimreise ein paar Souveniers einatmen kann. Die dann eine besondere Bedeutung fĂŒr mich haben werden. Da werde ich eine Zeitlang den Aus-Atem verlĂ€ngern mĂŒssen. Das beruhigt. Wenn ich mir im Nachgang die Kreditkartenabrechnung ansehen...

mehr lesen

Eine Hochzeit und andere Mai-Lights

Der Wonnemonat Mai hat sich dieses Jahr wirklich sehr geziert. Wie eine Diva. Die sich ankĂŒndigt und dann doch noch eine interessantere Einladung bekommt und uns buchstĂ€blich im Regen stehen lĂ€sst. ZĂ€hneklappernd und mit zunehmender FrĂŒhlingsresignation die warme Jeans und die dicke Winterjacke in die VerlĂ€ngerung geschickt. WĂ€hrend der neue Hosenanzug immer noch im Schrank auf seinen ersten Auftritt warten muss. In diesem Kontext haben wir den Muttertag eingemummelt auf den Straßen Sendlings verbracht. Einstellige Temperaturen, aber immerhin trocken. Eine StadtfĂŒhrung von A. Die zweite dieser Art. Nach dem Schlachthofviertel nun interessante und kurzweilige Geschichten zu dem Teil MĂŒnchens, in dem ich bereits seit  19 Jahren lebe. Von Architekten und vor allem einer ArchitekTIN. Von Wohnungsbaugenossenschaften. Von Trambahnen, die von Pferden die Lindwurmstrasse hinauf zum Stemmerhof und noch weiter gezogen worden waren. Fotos, die Schulen und andere GebĂ€ude zeigen, die mitten in die Landschaft gepflanzt wurden. Stolpersteine, die an jĂŒdische Schicksale erinnern sollen und aus anderer Perspektive mit FĂŒĂŸen getreten werden. AufwĂ€rmen im Stemmerhof unter lauter Muttertagsgesellschaften und nach dem zweiten Teil der FĂŒhrung - endlich die Sonne. Ins Gesicht zu Kaffee und Kuchen beim CafĂ© Stenz. Dann am Montag wieder Regen. Abschluss der Schreibwerkstatt in Pasing mit wunderbaren Geschichten ĂŒber eine spĂ€te Liebe, die tragisch endet, einem Muttertagsevent mit veganer Ente und...

mehr lesen

Von der Seele schreiben

Ich nehme seit Ende April an einem Schreibkurs bei der Volkshochschule teil. Vier Abende. Der Titel "Von der Seele schreiben" hatte mich angesprochen. Und vielleicht auch etwas versprochen. Die vordergrĂŒndige Idee war "Schreibstoff"  zu sammeln und Techniken zu lernen um damit wieder eine RegelmĂ€ĂŸigkeit in den "early-Bird" zu bekommen. Neue Themen, die mich begeistern, die mir wichtig sind (oder das Potential dazu haben).  Am ersten Abend haben wir unter anderem ein "Elfchen" geschrieben. Das war mir bekannt aus einem Kurs bei Jenny. Als Hausaufgabe bis zum nĂ€chsten Kursabend sollten wir einen Text schreiben z.B. ĂŒber Tische, an denen wir gesessen haben. Oder Frisuren, die wir in unserem Leben schon hatten. Eine andere Idee war ĂŒber eine Erinnerung zu schreiben. Ich erinnerte mich an das erste Nachtmalen mit Nachtmahl am Karfreitag 2012. Es wurde ein ellenlanger Text, völlig uninspiriert und ohne EmotionalitĂ€t. Im Nachhinein betrachtet habe ich ein Protokoll geschrieben. Gespickt mit Daten und Fakten. Keine Geschichte. TatsĂ€chlich schreibe ich gerne Protokolle im BĂŒro (wer schreibt, der bleibt). Ich fand es immer sehr hilfreich mich nochmals mit dem besprochenem zu beschĂ€ftigen und Struktur in Themen zu bringen. Aufgaben zuzuordnen und Timings zu benennen. Völlig unemotional. Sachlich. Total ungefĂ€hrlich. FĂŒr den dritten Abend sollten wir Listen ĂŒber RĂ€ume und Orte in unserem Leben anfertigen. Verluste, die wir in unserem Leben gehabt haben. Nie gestellte Fragen und nie...

mehr lesen

Retreat mit Nebenwirkungen

Die Osterferien sind rum und zum GlĂŒck scheint sich auch der grippale Infekt, der mich jetzt 2 Wochen ohne mein EinverstĂ€ndnis "begleitet" hat, langsam zu verabschieden. Zumindest hat er letzte Woche schon das Fieber und die Gliederschmerzen in den Koffer gepackt und am Freitag den Husten dazu gelegt. Fehlt nur noch die Schnupfnase und der letzte Rest zum ganz gesund sein. Dann verfrachte ich ihn eigenhĂ€ndig zum Bahnhof und setzte ihn in den Zug nach "Nirgendwo" 😉 Die Woche vor der Karwoche bin ich am Mittwoch ĂŒber Gauting gefahren um eine andere Teilnehmerin des Retreats einzusammeln, und mit ihr gemeinsam Richtung Augsburg, um genau zu sein nach AltenmĂŒnster zu fahren. Zuletzt hatte ich im Sommer 2019, wĂ€hrend meines Sabbaticals, an einem PrĂ€senz-Schweige-Retreat teilgenommen. Wir waren frĂŒh dran und konnten in Ruhe unsere Zimmer und die Betten beziehen und hatten noch einen Moment bis zum Start mit dem Abendessen. Irritiert hat mich beim Eintreten in den Speiseraum der Anblick einer medizinischen Maske auf dem Gesicht von B., die ich beim "Women of the heart" Wochenende kennen gelernt hatte. Sie hustete und nieste was das Zeug hielt und ich fragte mich im Stillen, warum manche Menschen einfach alles teilen mĂŒssen. Und konkreter, warum sich B. nicht einfach ins Bett gelegt hatte um sich auszukurieren sondern anscheinend ganz "bewusst" das Risiko eingegangen war (dann auch ohne Maske), alle Teilnehmer anzustecken. Frechheit! Leider habe ich es nicht direkt zu ihr gesagt....

mehr lesen

Nein, ich bin kein Alien – meine BedĂŒrfnisse werden nur anders erfĂŒllt

Allerdings fĂŒhle ich mich manchmal völlig fremd und nicht dazu gehörig. Zuletzt in der vorherigen Woche. Ich war zu einem Projekt-Ende-Abendessen eingeladen.  Der Anlass war eigentlich noch gar nicht erreicht und Projektleitung (die ich sehr schĂ€tze) in einem Meeting, lt. verschiedenen Quellen aus diesem Grund massiv von der GeschĂ€ftsleitung angegangen worden. Dass ein Dienstleisterwechsel immer Minimum 6 bis 12 Monate braucht bis aus eckigen AnnĂ€herung wieder runde Prozesse werden, ist eigentlich völlig klar. Gerade dann, wenn völlig verkĂŒnstelt eine eierlegende Wollmilchsau fĂŒr kleines Geld im Lastenheft definiert wurde.  Sei's drum. Ich fand mich also letzten Donnerstag in einem schicken Chinesen in Schwabing wieder. Ich hatte im Grunde nur im Ausschreibungsprozess mitgearbeitet und kannte die HĂ€lfte der Gesellschaft nicht. Die GesprĂ€che drehten sich um tolle neue Projekte, tolle Flugreisen, das tolle bevorstehende Event in Berlin, tolle Selbstdarstellungen und noch tolleres Vokabular um diese tollen Geschichten "zu posten". Die gefĂŒhlt fĂŒnfzigseitige Speisekarte habe ich nur bis dahin gelesen, bis mir das erste Gericht zugesagt hat. Das habe ich dann bestellt, sonst hĂ€tte ich nie zu einer Entscheidung gefunden. In solchen Momenten frage ich mich, was ich da, wo ich gerade bin, eigentlich soll. Das veranlasst mich dann meistens dazu, erst ein Mal die Toilette aufzusuchen - um Zeit zu gewinnen.  Na ja ein Lottogewinn ist es nicht gerade - einfach eine kurze Pause. O.k....

mehr lesen

HĂŒhnersuppe gehört nicht in die Tastatur

Nein, nicht mal ein Tropfen. Leider hatte ich beim Kochen den Laptop genutzt um das Rezept anzuzeigen und jetzt geht die Leertaste nicht mehr geschmeidig, weil ich beim Kochen immer "rumtritschel". Kann ich nix dafĂŒr - habe ich von meiner Mutter geerbt. Aber weil ich das weiß, hĂ€tte ich besser das Pad genutzt. Gerade bei der Serie, die ich gerade hinter mir habe, wĂ€re es vorteilhaft sich zu konzentrieren, zu ĂŒberlegen und dann zu machen und nicht andersherum. Aber es hilft nicht ĂŒber verschĂŒttete HĂŒhnersuppe zu jammern, dafĂŒr muss man schon Milch verschĂŒtten. Und selbst da hilft lamentieren eher wenig. Und so will ich meine Zeit nicht damit verschwenden, sondern komme zum Punkt. Zum Schmerzpunkt. Allerdings wird auch das darĂŒber schreiben nicht wo viel bringen, außer vielleicht ein bisschen Erhellung oder Ärger bei Dir und Luft bei mir. Wobei ich gar nicht Ă€rgern will, sondern aufmerksam machen. Es geht um Retourenlogistik. Davon verstehe ich ein bisschen was, weil ich das bei uns im Unternehmen seit ein paar Jahren mache. Interessiert im Grunde keinen, außer man kann sich damit Nachhaltigkeit auf die Fahnen schreiben. Machen auch viele. Wir auch. Wenn gemogelt wird, nennt man das dann "Greenwashing". Dann wars aber natĂŒrlich wieder keiner. Was aber eine Marke die mit Z anfĂ€ngt, veranstaltet ist einfach perfide. Ich war gerade eben zum ersten Mal auf deren Website. Der Versand ist kostenlos und man hat sage und schreibe 100 Tage RĂŒckgaberecht. Interessanterweise...

mehr lesen

Gehirnforschung und KI

Heute habe ich gar keinen richtigen Plan - macht aber nix. Ich fange jetzt einfach mal an. Schaun ma moi, dann seng ma's scho. Aber von irgendwo muss ich ja starten... Ah ja, da gibt es etwas. Ich habe von R. einen Link zu einem Jahresauftagskongress bekommen, den Veit Lindau mit dem Titel "zukunftsWERK" im Januar initiiert hat. Er steht kostenlos online zur VerfĂŒgung und hĂ€lt GesprĂ€che mit ein paar mir bekannten und vielen neuen Namen bereit. Begonnen habe ich mit dem Interview mit Gerald HĂŒther, einem Hirnforscher, der nicht mĂŒde wird zu postulieren, dass man bis ins hohe Alter Neues lernen und vor allem die eigenen Denkstrukturen verĂ€ndern kann. Davon muss er mich tatsĂ€chlich nicht mehr ĂŒberzeugen, das hat bereits Rick Hanson, ein Neuropsychologe aus Kalifornien geschafft, der Ergebnisse seiner Hirnforschung im Zusammenhang mit dem Thema Achtsamkeit in die Welt trĂ€gt. Ich war vor etwa 15 Jahren bei einem Vortrag von ihm in der Schweisfurth Stiftung am Nymphenburger Schlosspark. Ich bin immer wieder verblĂŒfft, wie viel Englisch ich verstehe, wenn es um fĂŒr mich interessante Themen geht. Im beruflichen Kontext fehlen mir oft die Worte, aber das könnte auch noch andere Ursachen haben 😉 Das erinnere ich wahrscheinlich nicht zum ersten Mal...  Deshalb nun zu dem Video mit Gerald HĂŒther, da ich mir ein zweites Mal zusammen mit Wolfgang in der schönsten Ferienwohnung ever im AllgĂ€u vor einem knisternden Feuer im Ofen angehört habe. Gerald HĂŒther vermittelt seine Beobachtung,...

mehr lesen

Es geht: Um die Liebe

In dem Adventskalender, den ich bekommen habe war unter anderem ? ein Band mit Liebesgedichten. AusgewĂ€hlt von Konstantin Wecker. Wir lesen immer wieder ein paar und staunen ĂŒber die Worte, die teils sehr tiefgrĂŒndig, teils frivol (auch ein schönes Wort), aber auch mal derb daher kommen. Es gibt ein EinmerkerbĂ€ndchen (das ist fĂŒr mich mit ein Grund um mich fĂŒr ein Buch zu entscheiden - ich weiß das ist jetzt eher banal) und das ist bei dem Gedicht von Christian Morgenstern "Es ist Nacht" eingelegt. Eigentlich wollte ich eines der Gedichte raussuchen, die ich am Sonntag vorgelesen bekam. Aber wie gesagt, so ein EinmerkerbĂ€ndchen ist einfach unwiderstehlich. Es ist Nacht von Christian Morgenstern Es ist Nacht, und mein Herz kommt zu dir, hĂ€lts nicht aus, hĂ€lts nicht aus mehr bei mir. Legt sich dir auf die Brust, wie ein Stein, sinkt hinein, zu dem deinen hinein. Dort erst, dort erst kommt es zur Ruh, liegt am Grund seines ewigen Du. Das war eines der ersten Gedichte, die wir aus dem Band gemeinsam gelesen hatten. Ich kannte es nicht und war sehr berĂŒhrt. Im Herzen des anderen zur Ruhe zu kommen - erkannt oder gespiegelt im eigenen Sein. Wunderschön. Verliebt man sich und liebt man anders, wenn man jenseits der FĂŒnfzig ist? Ich denke ja, weil ganz andere Dinge wichtig werden. Es ist nicht mehr so wesentlich Recht zu haben und seine Art, Dinge zu tun, zu verteidigen. Man kann sich sehr viel offener begegnen und braucht sich nichts (mehr) vorzumachen.  Jeder hat schon das ein...

mehr lesen

WĂŒnsche, die sich in Asche transformiert erfĂŒllen (hoffentlich)

Die RauhnĂ€chte sind rum und damit sind 12 WĂŒnsche auf Zetteln dem Feuer ĂŒbergeben und zu Asche verbrannt. Ein letzter Wunsch ist ĂŒbrig geblieben um den ich mich selbst kĂŒmmern darf. Ich finde es schön, dass genau dieser Wunsch nicht in Flammen aufgegangen ist - er handelt von Freundschaft.  Alle anderen WĂŒnsche kann ich einfach dem Universum ĂŒberlassen und mich um die ErfĂŒllung dieses einen kĂŒmmern. Somit kann ich mir die guten VorsĂ€tze fĂŒrs neue Jahr sparen und gehe direkt in die Aktion der kleinen Schritte. Ich habe mal im Google eingegeben: Synonyme fĂŒr Wunsch und folgende Worte sind dazu aufgeploppt: Interesse, Verlangen, Streben, Anliegen, Sehnsucht, Illusion, BedĂŒrfnis, Begehren, Ersuchen, Begierde, Ansinnen, Ansuchen. Die Bedeutung des Wortes wurde in SIEBENUNDZWANZIG !! Kategorien aufgegliedert. WOW! Zwei davon hier als eine Art amuse gueule. Absicht. Innerer Antrieb. Das sind schon mal zwei gute KrĂ€fte, wenn man Routinen Ă€ndern will. Gewohnheiten sind sehr mĂ€chtig und brauchen einfach Zeit und viel Geduld zur Umwandlung. Denn sie haben eine Funktion und geben einen Rahmen, aus dem man nicht unbedingt fallen will - womöglich ohne Netz und doppelten Boden. Deshalb prĂŒfe, wer sich auf eine solche Änderung einlĂ€sst vorab sein SelbstmitgefĂŒhl und die Freundlichkeit zu sich selbst, damit ein kleiner Ausrutscher nicht gleich zum Abbruch der Aktion fĂŒhrt. Hilfreich ist eine Art "Notfallkoffer" mit Gedulds- und Nachsichtpflastern, damit man dabei bleiben kann, wenn der neue...

mehr lesen

Ein Jahreswechsel, mitten in FrĂŒhlingsgefĂŒhlen

Sylvester/Neujahr von 2021 auf 2022 war auch schon mild und sonnig, aber der Jahreswechsel auf 2023 hat nochmal eine Schippe drauf gelegt. Von 10 bis 12 Grad auf 16 Grad (in Stuttgart angeblich 20 Grad!) Ich habe in meinen Rauhnachtsheften nachgesehen. Es sind aktuell eher MildnĂ€chte anstatt RauhnĂ€chte. Der Wunsch nach RĂŒckzug und Reflektion ist nicht so dringlich, wenn die Sonne lacht... Trotzdem setzen wir uns jeden Abend so ein halbes StĂŒndchen, oder lĂ€nger an den Tisch und schreiben und gestalten das Rauhnachtsheft 2022 auf 2023. Dazu gehört eine Karte aus einem Stapel Tarot zu ziehen und sich gegenseitig die Geschichte dazu vorzulesen. An Sylvester zog ich die Karte "Tun". Die Geschichte dazu wird vorab mit dem Satz,  "Vertraue auf Allah, aber binde zuerst Dein Kamel an", zusammengefasst. Im Grunde geht es darum sich fĂŒr die eigenen Belange einzusetzen, sich anzustrengen und alles zu tun was möglich ist. Sich nicht vor der eigenen Verantwortung zu drĂŒcken und wenn etwas schief geht, das Schicksal dafĂŒr verantwortlich zu machen. Dann aber auch los zu lassen und mit dem was daraus erwĂ€chst o.k. zu sein.  Das gilt im Kleinen, wie im Großen. Das heißt auch den inneren Schweinehund zu ĂŒberwinden und mit "lieb gewordenen" Gewohnheiten zu brechen, um den selbst gesetzten Zielen nĂ€her zu kommen. Sich fĂŒr Neues zu öffnen um nicht im Stillstand zu versinken. Das ist in jeder Lebensphase etwas völlig anderes. Da ist es wichtig genau hin zu schauen, fĂŒr was man seine Kraft...

mehr lesen

Manchmal wĂ€re es mir lieber etwas zu umgehen, als damit umgehen zu mĂŒssen…

Sonntag Abend, meist die Zeit um den early-Bird zu schreiben, oder zumindest vorzubereiten. Ganz selten entsteht er direkt am Montag in der FrĂŒh. Diesmal sicher nicht. Um was geht es? Was beschĂ€ftigt mich gerade am meisten? Gesundheit bzw. die Abwesenheit der selbigen beschĂ€ftigt mich immer wieder. Eine entzĂŒndete Schulter mit "angeriffelter" Sehne, Fersensporn dem nun hoffentlich mit der fĂŒnften Stoßwellentherapiebehandlung der Garaus gemacht wurde, Schmerzen im unteren RĂŒcken, in den Muskeln oder Sehnen, aufflammende ErkĂ€ltung - ach nein das war dann doch eine MigrĂ€ne. Und jetzt scheint sich von jetzt auf gleich eine BlasenentzĂŒndung anzukĂŒndigen. Es geht mir sowas von auf die Nerven! Ja klar, es gibt immer Menschen denen es viel schlechter geht als mir. Und trotzdem jammere und schimpfe ich jetzt einfach mal, weil sich damit vielleicht die Erinnerung an das letzte urologische Erlebnis etwas in den Hintergrund schieben lĂ€sst. Nebenher werde ich viel trinken, soviel wie eben geht. Neben dem Spezialtee noch homöopathisches Cantharis in Wasser gelöst. Cranberrysaft wĂ€re gut - habe ich aber nicht da. Verdammt! 4. Advent, es brennen nicht nur die 4 orange farbigen Kerzen auf dem Adventskranz... Eine BlasenentzĂŒndung hĂ€tte Frida Kahlo sicher mit Handkuss genommen. Neben einer angeborenen Erkrankung der WirbelsĂ€ule hatte sie auch noch als ganz junge Frau einen heftigen Unfall in einer Straßenbahn, bei dem sie von einer Haltestange durchbohrt worden war... UnzĂ€hlige Operationen...

mehr lesen

Ein Spagat in Nachhaltigkeit?

Die letzte Woche war sehr umtriebig. Lesung, Konzert, Treffen mit Kolleginnen, Handwerk, Kunst, Film und KryptowĂ€hrung. KryptowĂ€hrung passt so gar nicht in diese Erlebnisse - finde ich. Um ehrlich zu sein, habe ich den Sinn immer noch nicht verstanden, aber das mag daran liegen, dass dieses Thema es bisher nicht geschafft hat mein tiefstes Interesse zu wecken. Nun "infiltriert" diese WĂ€hrung den Kunstmarkt und so ist sie mit einem sehr interessanten Projekt in mein Bewußtsein gerutscht. 39 internationale KĂŒnstler:Innen haben sich in einem Projekt zusammengefunden um mit unterschiedlichsten Portraits von Basquiat eine NFT-Kunstsammlung anzulegen. Und erwerben kann man diese digitalen Bilder ausschließlich mit dieser "virtuellen" WĂ€hrung. Nachdem Wolfgang diesen KĂŒnstler, der bereits mit 28 Jahren gestorben ist, sehr schĂ€tzt und ich seine Bilder auch sehr ansprechend finde, sind wir am Sonntagmittag in die Daiserstraße 9 geradelt um diese Sammlung in der ARTESPACE GALLERY aus der NĂ€he zu betrachten und etwas ĂŒber NFT (Non-Fungible Token = Nicht austauschbarer Token) zu erfahren. Den Begriff "Token" kenne ich im Zusammenspiel von Geldeinzug im e-Commerce business. Das heißt aber nicht, das ich weiß was es bedeutet. Das gehört zu dem Teil meiner Arbeit, die (Ă€hnlich wie Zahlentapeten in Exceltabellen) eher Unbehagen auslösen. Hier die ErklĂ€rung von Wikipedia: Ein Non-Fungible Token (NFT) ist ein „kryptografisch eindeutiges, unteilbares, unersetzbares und ĂŒberprĂŒfbares Token,...

mehr lesen

Auch der Advent hat etwas mit Geduld zu tun

Das war jetzt eine etwas lĂ€ngere, gar nicht so geplante, Pause. Aber wir waren unterwegs. Erst ein Wochenende auf einer tollen Geburtstagsfeier in Bayreuth und dann das Wochenende darauf andere Freunde in Straßburg besuchen. Wunderbare Begegnungen und mal wieder eine VerĂ€nderung des Blickwinkels. Auf die Welt "da Draußen", aber auch auf das Innerste, ganz tief drinnen. Dieses Wochenende wieder hiesig - ein entspanntes "Nachklingen" und Reflektieren - mindestens genau so wertvoll. Mir ist auf jeden Fall (wieder einmal) sehr bewusst geworden, wie wichtig und wertvoll Freundschaften sind und wie bereichernd es ist, diese ĂŒber Jahre und Jahrzehnte zu pflegen. Darauf zu vertrauen, dass sich mein GegenĂŒber wirklich freut mich zu sehen und dass es möglich ist, den Faden auch nach lĂ€ngerer Pause wieder aufzunehmen. Ich bin baff erstaunt ĂŒber die GroßzĂŒgigkeit und die Offenheit, die mir entgegengebracht wird. Und was mich ganz besonders freut, ist die Tatsache, dass sich Wolfgang so leicht in neue Kreise hinein bewegt. Das unterstĂŒtzt mich, denn mit mir bzw. bei mir ist das nicht immer so "geschmeidig". Gemeinsam gelingt es besser. Und es braucht Geduld. Ein weites und doch so bekanntes Übungsfeld. Dranbleiben und wenn ich mich in anderen Themen/Dingen verliere, immer wieder darauf zurĂŒck kommen. Nicht hartnĂ€ckig, sondern mit einem langen Atem - einem langen Aus-Atem. Los lassen. Lebendigkeit statt Perfektion. Was fĂŒr eine Erleichterung! Im aktuellen ZEITmagazin sind ein paar...

mehr lesen

Was ein GewĂŒrzkorb ĂŒber mich erzĂ€hlt

Zu meinem 44ten Geburtstag habe ich von einer Freundin einen tollen Korb mit Duschgel, Bodylotion und einem Saunahandtuch bekommen. Die Kosmetikartikel waren schnell verbraucht, das Handtuch habe ich irgendwann bei einem Saunabesuch vergessen, aber den Korb hatte ich noch. Er stand bis vor ziemlich genau vier Wochen in der KĂŒche, chaotisch gefĂŒllt mit all meinen GewĂŒrzen. Er hat einen großen Teil der ArbeitsflĂ€che in Beschlag genommen und wenn ich ein spezielles GewĂŒrz benötigt habe, musste ich ihn teilweise komplett ausrĂ€umen um fĂŒndig zu werden. Beides hat mich mehr als ein Jahrzehnt nicht gestört. Ich kann mir solche Kleinigkeiten ewig "ansehen" ohne auch nur den Hauch eines Wunsches nach VerĂ€nderung zu verspĂŒren. Genauso mein BĂŒcherregal, in dem BĂŒcher scheinbar ohne jegliche Ordnung und einige auch davor auf dem Boden liegen... Erst mal zurĂŒck zu den GewĂŒrzen. Es gab schon ein paar Anmerkungen von meinem Lieblings-Gastkoch, die mich jedoch völlig unberĂŒhrt ließen. Meine KĂŒche, meine GewĂŒrz(un)ordnung. Aber am Freitag, bevor Kunst in Sendling startete, hat mich der Rappel gepackt. Ich habe eine Schublade ausgerĂ€umt und alle GewĂŒrze, alphabetisch geordnet, eingerĂ€umt. Das sah sehr ĂŒbersichtlich aus und hat mir auch sehr gut gefallen. Allerdings mussten nun das ausgerĂ€umte Besteck einen neuen Platz finden. O.k. also eine andere Schublade ausrĂ€umen - KĂŒchenutensilien lagen jetzt auf der ArbeitsflĂ€che. Das Besteck bekam eine neue Heimat. Die Lösung fĂŒr die Utensilien war...

mehr lesen

Einfach mal ausatmen

Ich habe es immer wieder mit der Beurteilung von Menschen zu tun. Einerseits will ich Menschen nicht in Schubladen stecken und andererseits passiert das immer wieder ganz automatisch - das Bewerten. Angeblich auch ein Relikt aus der Evolution, weil wir Situationen und Menschen blitzschnell einordnen mussten um zu entscheiden, ob dieser Mensch ein Freund oder ein Feind ist. Also ein ÜberlebensMECHANISMUS. Als ich vor einigen Jahren begann Meditation intensiver zu praktizieren dachte ich mir: "Du meine GĂŒte, was bin ich fĂŒr ein wertender Mensch!" Das lag aber einfach daran, dass ich angefangen habe meine Gedanken in der Stille der Meditation ĂŒberhaupt erst mal bewusst mit zu bekommen. Das Etikettieren hat mir geholfen meine Gedanken zu "sortieren" und den Prozess des Bewertens zu entlarven. Ich bewerte immer noch blitzschnell, aber dann erinnere ich mich, dass Gedanken nur VorschlĂ€ge sind. Ich muss sie nicht glauben. Andererseits leben wir in einer Leistungsgesellschaft und im Job spielt die Bewertung eine große Rolle. In der Firma in der ich arbeite gibt es dafĂŒr einen ganzen Prozess mit einem System ĂŒber das sich prĂ€chtig streiten lĂ€sst. Weil es natĂŒrlich nicht gerecht ist - nicht gerecht sein kann, weil Menschen die Bewertung vornehmen. ObjektivitĂ€t herrscht vielleicht in den Wissenschaften, wobei sich z.B. in der Quantenphysik herausgestellt hat, dass so ein Teilchen ganz anders reagiert bzw. sich zeigt, wenn es beobachtet wird. Halleluja! Wie soll es dann bei Menschen...

mehr lesen

Kunst bewegt

Unter diesem Motto leitet eine der Organisator:Innen von Kunst in Sendling (KiS) FĂŒhrungen zu verschiedenen Stationen dieser 3-tĂ€gigen Veranstaltung. Ich greife dieses Motto auf, weil mich diese Tage sehr bewegt haben. Sie haben mich berĂŒhrt, angezĂŒndet und nach knapp zwei Wochen Corona meine Lebendigkeit angeschubst. Es fĂŒhlte sich an, als ob alle Zellen wieder prall gefĂŒllt und Freude und Lust am Leben wieder eingezogen sind. Es war ganz wunderbar, dass Freund*Innen, Bekannte und auch viele neue Interessierte die Station 01, Ateliergemeinschaft "Fugger 4" besucht, und sich interessante GesprĂ€che ergeben haben. Eigentlich hatte ich ein bisschen Bedenken, dass ich noch nicht fit genug sei und wollte eigentlich nur stundenweise anwesend sein. Und dann bin ich nur einmal frĂŒher gegangen und war nicht angestrengt, sondern im Gegenteil sehr aufgeweckt und fit als am Sonntag kurz vor 19 Uhr alle Wegweiser wieder abgenommen und das Atelier wieder in den "Normalzustand" zurĂŒckverwandelt war. Eines der Highlight war, dass diesmal eine der FĂŒhrungen am Sonntag den Weg zur Station 01 fand. Bereits am Freitag war G. bei uns um uns ein bisschen zu interviewen und sich fĂŒr diesen Anlass vorzubereiten. Als sie dann am Sonntag gegen 13:30 mit ungefĂ€hr zehn Personen bei uns hereinmarschierte, gab es eine ganz kurze Einweisung von ihr. Dann fĂŒhrte Sie alle zuerst zu meinem Platz und bat, dann völlig ĂŒberraschend darum, dass ich doch einige Worte zu meiner Kunst sagen sollte. Und ich habe...

mehr lesen

Wir sind Number One

Dieses Wochenende war ich echt produktiv. Und fleißig am ĂŒben und machen. Und am Lernen - bis hin zur Interpunktion ? - das ist bei mir eher BauchgefĂŒhl. Sorry falls euch da das ein oder andere auffĂ€llt. Mir fĂ€llt es oft erst dann auf, wenn das Rechtschreibeprogramm rote Kringel setzt. Und das Programm hat - glaub ich - auch seine SchwĂ€chen... Und mir fĂ€llt auf, dass einiges nicht mehr funktioniert, z.B. jemanden zu finden, der sich verantwortlich fĂŒhlt. Der FachkrĂ€ftemangel ist angekommen in einer Welt in der das Analoge einfach per "copy paste" in das Digitale "hineingepflanzt" wird. Ich bin weit davon entfernt diesen Spruch, der allen jenseits der 60 angedichtet wird, anzufĂŒhren "FrĂŒher war alles besser". War es nicht. Ich bin ja auch noch keine 60. Aber ich hatte einen Ansprechpartner, der Ahnung von dem hatte, was er tut und der seinerseits Kontakte hatte, die er anrufen konnte um direkt eine Antwort auf eine konkrete Frage zu bekommen. Heute schreibe ich an Sammel-Email-Boxen. Oder ich mache ein Ticket auf. Wenn ich "GlĂŒck habe",  dann gibt es eine Hotline. Diese "Zusammenarbeit" mit Callcentern weiter auszufĂŒhren, da fehlt mir tatsĂ€chlich der Humor. Das Thema Verantwortlichkeit hat meinen Chef und mich letzte Woche, einschließlich dem Wochenende, an den Rand der Verzweiflung gebracht. Leider ist es noch nicht zu Ende - wahrscheinlich wird das eine weitere Lebensaufgabe... Also zurĂŒck zu meiner ProduktivitĂ€t ?Ich war im Atelier und habe an zwei Bildern gearbeitet....

mehr lesen

Alte Wunden brauchen neue Strategien

Manche Kindheitswunden brauchen lange um zu heilen und das tun sie nicht von alleine. Also nach dem Motto: "Die Zeit heilt ALLE Wunden". Es braucht hinschauen, hin spĂŒren und annehmen. Das ist ziemlich schmerzhaft, hilft aber nichts. Viele erlebte, positive Gegenbeispiele sind nötig um glauben zu können, dass es jetzt anders ist und nicht so, wie die Kindheitserinnerung immer noch glauben machen will. Außerdem liegen Jahrzehnte dazwischen und in vielen Bereichen bin ich tatsĂ€chlich erwachsen geworden. Erwachsen werden, das war mein sehnlichster Wunsch als Kind. Nicht mehr abhĂ€ngig zu sein von einer Familie in der ich nicht gewollt war. Das ist meine tiefe Wunde. Nicht gewollt zu sein. Es gibt einen Spruch, der Albert Schweitzer zugeordnet wird, den mein Meditationslehrer öfters zitiert hat: "Ich bin Leben, das leben will unter Leben, das leben will." Und heute verstehe ich, dass damit auch gemeint ist, seinen Platz einzufordern und einzunehmen. Nicht darauf zu warten, dass der rote Teppich ausgerollt wird, sondern mit SelbstverstĂ€ndnis mitten rein zu springen. "Hier bin ich!" Nicht klein werden und in die Opferhaltung gehen, sondern den Automatismus enttarnen. Etwas Neues ausprobieren. Dabei wahrscheinlich auch Mal auf die Nase fallen. O.k. Dann klappt es das nĂ€chste Mal schon besser. Üben. Geduld. Vielleicht auch Geduld ĂŒben. Und Grenzen anerkennen. Ich werde wohl nie eine Entertainerin werden, aber das ist ja auch gar nicht nötig. Einen Schritt nach dem anderen und dabei...

mehr lesen

Es ist wie es ist

Es gibt Situationen, da kann ich das, was ich doch immer wieder betone, nĂ€mlich dass es darum geht die Anderen so anzunehmen, wie sie sind, einfach nicht mehr hören. Dann geht mir mein GegenĂŒber (oft in einem Teams Call) sowas von auf die Nerven, dass ich an mich halten muss nicht die Fassung zu verlieren und völlig hysterisch und unreflektiert loszuschreien. Zuletzt geschehen am Freitag in einem Call mit unserem Dienstleister. Ich will gar nicht ins Detail gehen. Es war aber gleich ĂŒberhaupt nix zu spĂŒren von Gelassenheit oder Gleichmut. Geduld? Fehlanzeige. Leider hat es mir keine "Erleichterung" gebracht. Im Gegenteil. Ich habe den Quatsch auf die ganze Menschheit ausgeweitet und hĂ€tte einfach nur "kotzen" können. Sorry fĂŒr die Wortwahl, aber der Zustand ist nicht anders beschreibbar. Nachdem ich meinen Laptop zugeklappt hatte, habe ich mich spontan dazu entschlossen in die Stadt zu radeln. Kompensationskauf. Im Hugendubel habe ich drei KochbĂŒcher erstanden, weil mir nĂ€mlich grad auch das Essen nicht mehr schmeckt, dass ich mir selbst vorsetze. Als ich auf der riesigen, langen, grĂŒnen Couch meine Auswahl traf habe ich eine kleine Szene beobachtet. Eine verschleierte Dame saß mit zwei Jungs im Alter von ca. sechs oder sieben Jahren ein paar Meter weiter. Sie spielten mit Holz Jojo's. Als die Frau aufstand um den Buchladen zu verlassen, warfen sie die Jojo's auf die Couch und liefen mit ihr hinaus. Der bisher sehr freundliche Mitarbeiter vom Infostand lief laut schimpfend...

mehr lesen

„Wohin geht’s?“

Diese Frage war fett auf eine Postkarte gedruckt und einem meiner letzten BĂŒcher als Einleger vom Diogenes Verlag beigefĂŒgt. Es gibt keine weitere Hilfestellung oder Anmerkung dazu. Einfach nur diese Frage. Also kann ich ihr meinen ganz eigenen Sinn geben um sie fĂŒr mich zu beantworten und Du natĂŒrlich auch fĂŒr Dich. Wohin geht's bei mir? Aus jetziger Sicht. Vor ein paar Jahren sollte es dringend und unbedingt in ein "Programm" gehen. In dem Konzern, bei dem ich arbeite, bedeutet das ab 54 Jahren mit einem hohen Prozentsatz des letzten Gehaltes bis zum frĂŒhestmöglichen Renteneintritt bezahlt zu werden, ohne einen Strich arbeiten zu mĂŒssen. Vor etwa 7 Jahren, als unsere Transformation begann war das eine sehr verlockende Aussicht und teilweise der einzige Hoffnungsschimmer am Ende des Tunnels. Ich konnte mich mit den VerĂ€nderungen ĂŒberhaupt nicht identifizieren und wurde immer unzufriedener. Zum GlĂŒck ist mir der Absprung von diesem Gedanken gelungen und ich habe mich darauf besonnen, was gut daran ist, dass ich genau auf diesem Platz in dieser Firma bin. Seit dem macht es mir wieder ĂŒberwiegend Spaß und es gelingt mir mich, und auch mein Team, immer wieder neu zu motivieren. NatĂŒrlich gibt es Momente, an denen ich völlig frustriert bin, weil mich die neue Art zu arbeiten (Buzzwords: Digitalisierung, AI, Cloudcomputing, Digital Storytelling etc.) ĂŒberfordert und nervt. Aber es gelingt mir viel leichter aus so einem Frust wieder heraus zu steigen, weil ich aus Erfahrung weiß,...

mehr lesen

Zwischenmenschliches

kann zwischen den Menschen stehen bleiben und langsam aber sicher eine Mauer bauen. Stein fĂŒr Stein. Unbewusst. Einfach drĂŒber gehen, weil es bequemer erscheint. Ist es aber nicht. Irgendwann ist die Mauer dann so hoch, dass man nicht mehr drĂŒber weg gehen kann. Man braucht eine Leiter. Manchmal sogar eine dritte Partei, die diese Leiter hĂ€lt. Und wenn man diesen Zeitpunkt ĂŒbersieht, kann es passieren, dass man gefangen ist und keinen Ausgang mehr findet, oder Zugang - je nachdem. Es braucht Mut, um mit Wörtern eine BrĂŒcke zu bauen, statt mit Schweigen eine Mauer. Die Unsicherheit ĂŒberwinden, sich öffnen, erzĂ€hlen und darauf vertrauen dass sein GegenĂŒber zuhört und sich einlĂ€sst. Danke Ich wĂŒnsche Dir einen guten Start in die neue Woche. Eine fĂŒr mich sehr kurze Arbeitswoche. Eine Ein-Tages-Woche. Morgen wird aufgebaut in der Orangerie und am Mittwoch geht''s dann los 🙂   Diesmal die Zeitschnipsel aus der Wochenzeitung "Zeit" vom 28. Juli bis 03. August 2022 Das Lied "Hey there Delilah" von den Plain white t's habe ich live gehört am Samstag gegen 6 Uhr morgens. Ich habe bei Wolfgang ĂŒbernachtet und in der FrĂŒh gemerkt, dass ich MigrĂ€ne bekomme. Blöderweise hatte ich das sehr hilfreiche Mittel nicht dabei. Und so bin ich direkt los um es rechtzeitig einzunehmen und die Kurve zu bekommen.  Ich habe schon von der III. Etage die Musik gehört. Im I. Stock ist eine Jungs-WG, die wohl zusammen mit Freund:Innen die Nacht durchgemacht haben. Erst fĂŒhlte ich mich gestört und...

mehr lesen

Endlich Sommerferien! Und ein Bericht im Zeitmagazin, der mich beschĂ€ftigt…

Weder drĂŒcke ich die Schulbank, noch bin ich Lehrerin. Trotzdem freue ich mich immer, wenn die Sommerferien beginnen, weil sich MĂŒnchen dann ĂŒber Nacht leert. Das sieht man nicht zuletzt daran, dass es ParkplĂ€tze ohne Ende gibt - die ich gar nicht (mehr) brauche, weil ich fast alles mit dem Fahrrad oder den Öffis fahre. Aber vor allem fĂŒhlt es sich so an, als ob alles einen Gang runter geschalten wird. Und ich bin seit geraumer Zeit super gern langsam unterwegs. Im Job und auch privat. Mich beschĂ€ftigt ein Artikel aus dem Zeit Magazin. Ein sehr langer Artikel, den ich inzwischen drei Mal gelesen habe. Der Autor, mein Jahrgang, hat sich vor 5 Jahren dazu entschieden ein veganes Leben zu fĂŒhren. Es geht nicht allein um die ErnĂ€hrung, sondern inzwischen um die Haltung und die Lebensweise. Auch wenn ich keine Veganerin bin (ich bin eine 80% Vegetarierin und verzichte auf Milchprodukte, weil ich sie wegen der Lactoseintoleranz nicht gut vertrage) teile ich doch die Meinung, dass tierische Produkte mit dem Wissen um die Qual der Tiere eigentlich gar nicht mehr gehen. Und ja, auch wegen dem CO2 Ausstoß.  Trotzdem esse ich noch Eier und hin und wieder Fisch, ach ja und nicht zu vergessen auch mal Schinken zur Melone. Andererseits fahre ich weder einen SUV, noch jette ich permanent per Flugzeug durch die Weltgeschichte. Das mĂŒsste doch eigentlich reichen, als mein Beitrag gegen den Klimawandel? Es geht aber nicht um meinen Anteil, weil ich natĂŒrlich nicht die Welt retten kann. Es...

mehr lesen

Was geht? Sommerhighlights

Ich bin ja ein bekennender Fan dieser Jahreszeit. Endlich kann auch ich barfuß in den Schuhen und mit leichtem Gewand genusswandeln. WĂ€rme verbreitet Urlaubsflair und lĂ€sst mich Performance Administration, Schnittstellenthemen und Survey Auswertungen mit regelrechtem Gleichmut betrachten. Wobei: Vorletzte Woche gab es auch arbeitstechnisch ein Highlight. Wir waren in der NĂ€he von Garmisch auf einer HĂŒtte und haben gemeinsam gekocht. Mal nicht vor Wut, sondern in der KĂŒche. Ein Vier GĂ€nge Menue. Hohes Lob an die Organisatoren und alle Köch:Innen! Wunderbare Location (am Pfleger See), leckeres Essen und großartige Stimmung im ganzen Team. Am Samstag haben wir dann in der Akademie der Bildenden KĂŒnste die Semester- bzw. Abschlußarbeiten der Student:Innen bewundert. Besonders interessant war natĂŒrlich die Arbeit von Wolfgangs Sohn J. der zwischenzeitlich das vierte Semester abgeschlossen hat. Die KreativitĂ€t und die Phantasie der Studierenden hat mich begeistert. Diese sprĂŒhende Vielfalt stimmt mich sehr positiv fĂŒr die Zukunft. Wenn sich Menschen mehr mit schönen Dingen beschĂ€ftigen, dann ist nicht mehr so viel Zeit fĂŒr Power Shoppen oder andere Art des Hyperkonsums. Ein Hoch auf die KreativitĂ€t! Im August steht auch fĂŒr M. und mich ein Event an. Wir stellen in der Orangerie im Englischen Garten aus. Vor ĂŒber zwei Jahren hat uns M. einfach mal angemeldet und nun geht es am 10. August los. Es ist schon vieles organisiert und vorbereitet. Die Bilder ausgewĂ€hlt, die Homepage auf...

mehr lesen

Die Kunst oder die ReismĂŒhle ist 6€ Fahrradmitnahme wert

Vom Urlaub nur so viel: Pesaro ist eine (Zug) Reise wert! Wir waren im 7. Urlaubshimmel und haben uns an der Adria ganz wunderbar erholt. Sommer, Sonne, Strand, AusflĂŒge, leckeres Essen und die Erfahrung, dass Italiener zum einen selbst sehr gemĂŒtlich Fahrrad fahren und zum anderen als Autofahrer erstaunlich rĂŒcksichtsvoll und zuvorkommend sind.  ? ResĂŒmee: Wiederholung baldmöglichst! Aber jetzt erst mal Sommer in MĂŒnchen und Umgebung. Wir haben auch im Urlaub Kunst geguckt. In Rimini. An der Piazza Cavour. Tolle RĂ€ume - tolle zeitgenössische, italienische KĂŒnstler. An diesem Samstag haben wir deutsche, zeitgenössische KĂŒnstler*Innen in der ReismĂŒhle in Gauting besucht. Tag der offenen TĂŒr.  Ich war zum ersten Mal dort und bin schwer begeistert. Eine KĂŒnstlerenklave Ă€hnlich der Wiedefabrik, aber deutlich "schicker" von den RĂ€umen und sehr interessant von den "Schaffenden" dort. Wir haben mit den Bildern von Bianca Artope begonnen, eine wirklich bemerkenswerte Frau. Sie kreiert Bilder indem sie verschiedenen Fotos am Rechner zusammen und ĂŒbereinander legt, druckt und dann mit (ich glaube) Epoxidharz auffĂŒllt. Großartig! Ich packe dir unten den Link mit ein - es lohnt sich wirklich! Gelohnt hat sich auch die Fahrt mit der S-Bahn unter Mitnahme der FahrrĂ€der. Auf der Webside angepriesen fĂŒr € 3,10 und am Automaten kostete es dann fast das doppelte, € 6,--. Oder haben wir das falsche Ticket gezogen? Na, wie auch immer, es war super praktisch mit dem Radl zu S-Bahn und von dort...

mehr lesen

Aus der Zeit gefallen

Was war das fĂŒr ein wundervoller Sommer-Sonnen-Sonntag! Da kommt Italienfeeling auf - gerade richtig um die Vorfreude so richtig anzuheizen. Nur noch diesen Tag im Homeoffice arbeiten, am Dienstag noch ein bissal was erledigen, packen und am Mittwoch in den Zug einsteigen ? Warum wir mit dem Zug fahren? Wir wollen CO2 sparen - mit irgendwas muss man ja anfangen. Auch der Samstag konnte sich sehen lassen, wettermĂ€ĂŸig und auch sonst. Wir sind mit einem leichten Umweg ĂŒber ein ganz nettes Cafe in der Nymphenburger Straße  zur Olympiahalle geradelt. Sonne getankt und dann ab in die Arena zu "The new Roses", "Saga" und vor allem zu "Foreigner". Die Karten dafĂŒr gab es fĂŒr lau von meinem Bruder, weil der vergessen hatte, dass an diesem Abend ein sechzigster Geburtstag gefeiert werden wollte. MIT ihm und seiner Frau. Und so kamen wir in den Genuss dieses Rockkonzerts. FĂŒr dieses Publikum (mindestens Ü-50) hat die Vorband bereits um 18:30 Uhr zu spielen begonnen ?  Ein richtiges Konzert mit ein paar Tausend Menschen, ohne Mundschutz und der Abstand hĂ€tte beim nachmessen auch verloren. Das waren keine EinmeterfĂŒnfzig mehr. Die Zeit des Abstandnehmens kommt im Herbst wohl von alleine wieder... Jetzt aber erst mal Party und das kann Foreigner auf jeden Fall ? ? Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Hits sie rausgebracht haben und wie textsicher ich bei vielen Liedern mitsingen kann. Und die FĂŒĂŸe und HĂ€nde still halten geht sowas von ĂŒberhaupt nicht. Alles in Bewegung und das dann...

mehr lesen

Santeln am Pfingstmontag

An diesem Pfingstmontag hab ich ein altes Hobby wieder entdeckt: Santeln Ich bin erst um 11 Uhr aufgestanden, hab mir ein FeiertagsfrĂŒhstĂŒck gemacht und mit dem Kaffee habe ich mich dann auf den Balkon gesetzt und gelesen. Ohne Punkt und Komma. Stundenlang. Einen Roman bis zum Schluss. O.k. ich hatte die letzte Woche schon ein paar Seiten angelesen. Das Buch hat mir M. bei ihrem Geburtstag in die Hand gedrĂŒckt. Sie hatte es schon und bekam von der Schenkerin die Erlaubnis es direkt weiter zu geben. Der Titel "Vom Ende der Einsamkeit" erschien mir im ersten Moment ein bisschen kitschig und so habe ich es erst mal auf die Fensterbank gelegt. Heute hat es mich völlig gepackt und in seinen Bann geschlagen. Eine Geschichte von drei Geschwistern, die aus der Sicht des jĂŒngsten Sohnes mit sieben Jahren ihre Eltern bei einem Verkehrsunfall verlieren. Es war sehr berĂŒhrend erzĂ€hlt, was die drei mitgenommen haben in ihr Leben und wie sehr sie ihre Familiengeschichte geprĂ€gt hat. "Es sind die BrĂŒche in denen man sich erkennt." BrĂŒche, oder UmbrĂŒche. VerĂ€nderungen, die wir selbst nie so initiiert hĂ€tten. Und eben deshalb sind wir so, wie wir sind. Zum Teil aber auch, weil wir genau zu dem Zeitpunkt mit diesem "Geistesfunken" in eben diese Familie hinein geboren wurden. Nachdem mein Bruder demnĂ€chst seinen sechzigsten Geburtstag feiert, beschĂ€ftige ich mich wieder mal ein wenig damit. Fotos sichten. Was war damals so los in der Welt und herangezoomt, was war in unserer Familie? Wie...

mehr lesen

Älter werden ist nichts fĂŒr Weicheier,

nur leider gehöre ich zu den Sensibelchen unter dieser Kategorie ? Mir fĂ€llt es immer wieder bei anderen auf. Das letzte Mal auf dem Konzert am vergangenen Montag in den Kammerspielen habe ich es bei  Werner Schmidbauer festgestellt. Übrigens ein sehr gelungener Abend, mit einem kleinen Ehemaligen Treff ?. Ein ganz anderer Typ, als vor sieben Jahren in der Arena von Verona. So lang ist das schon her. Ja mei. Es gibt SprĂŒnge beim Ă€lter werden. Kein Grund fĂŒr LuftsprĂŒnge, aber auch keiner dafĂŒr im Boden zu versinken. Wobei. Manchmal auch eine nicht zu verachtende Variante. Nein, nein. Keine Jammerei. Oder warum nicht auch mal jammern? Oder Fakten, die halt sehr emotional daher kommen ?.  Es braucht einen aktualisierten Abgleich zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung. Der berĂŒhmte Schritt, den man zurĂŒck zu treten hat, um sich ein Bild machen zu können. Irgendwann funktioniert das mit dem viel zitierten Vogel Strauß einfach nicht mehr. Nicht nur im Außen, auch im Innen gibt es VerĂ€nderungen, die erst mal verdaut werden mĂŒssen. Neben der Vergesslichkeit - vor allem Namen könnten sich zu einem Drama aufbauschen, wenn ich das zulassen wĂŒrde - sind BewegungsablĂ€ufe nicht mehr ganz so geschmeidig wie noch vor, sagen wir mal 2 Jahren. Nach wie vor funktioniert das mit der "Namensfindung" noch mit Umschreibungen, genau so wie frĂŒher im Englisch Unterricht, wenn mir die ein oder andere Vokabel nicht eingefallen ist. Da lag es aber dran, dass ich nicht gscheid gelernt hatte. Was in jedem...

mehr lesen

Es braucht wieder mehr Leichtigkeit

Dieses Wochenende hat auf ganz einfache Weise klar gemacht, was es braucht: Mehr Leichtigkeit. Das wunderbare Wetter hat schon mal die Grundlage geschaffen. Dann die spontane Entscheidung am Samstag Nachmittag ein bissl rum zu radeln, sich in einen Biergarten in GrĂ€felfing zu setzten, Steckerlfisch und eine Brezen zu essen. Zu ratschen und dabei die Sonne auf der Haut zu spĂŒren. Nix kompliziertes - ganz einfach. Der RĂŒckweg ĂŒber den Pasinger Stadtpark, immer wieder wunderschön und im Moment eine Augenweide der besonderen, grĂŒnen Art. Eine bezaubernde Kolumne von Axel Hacke vorgelesen bekommen, die von einem Buch erzĂ€hlt, das ihn am Abend zur Ruhe kommen und die aktuell heftigen Themen fĂŒr kurze Zeit vergessen lĂ€ĂŸt. Am Sonntag schon vor dem FrĂŒhstĂŒck eine Runde im Westpark drehen und direkt bei Öffnung vom Cafe Gans am Wasser einen Traumplatz finden und einen groooßen Cappuccino zelebrieren. Am Nachmittag zu Kaffee und Kuchen in den Garten von M. mit angenehm unbeschwerten Themen und dem Anstupsen der Vorfreude zu unserer Ausstellung im August in der Orangerie. Recht viel mehr braucht so ein Wochenende nicht, damit es einem leicht ums Herz wird. Vielleicht noch ein bisschen Nachrichten fasten und einen fokussierten Blick auf die Dinge, die richtig gut laufen. Und die Aussicht am Montag Abend mit dem Liebsten auf ein Benefizkonzert in den Kammerspielen zu gehen mit KĂŒnstlern wie Konstatin Wecker, Pipo Polina und Werner Schmidtbauer um nur einige zu nennen. Da kommt...

mehr lesen

Einfach mal Ruhe geben

Dieses Wochenende waren wir am Samstag nicht bei der "Langen Nacht der Musik" und am Sonntag nicht auf der Maidult um eine Pfanne fĂŒr mich zu kaufen. Ich war nicht so richtig gut beinander.  MĂŒdigkeit und irgendwie hat mir alles weh getan. Der Hals, der RĂŒcken, das ganze Gestell. ErkĂ€ltung? Oder was kann das sonst sein? Was hab ich falsch gemacht? Es war wohl zu viel an drei Abende hintereinander aus zu gehen. Oder brauche ich einfach einen Tag fĂŒr mich und kann das nicht formulieren? Bla, bla, bla - bla, bla.... Na, ja am Samstag hat Wolfgang meinen neuen KĂŒhlschrank eingebaut ?, weil das bei der Lieferung mangels VerlĂ€ngerungskabel nicht geklappt hat. Und wir haben leckeres Spargelrisotto gekocht. Am Sonntag wars dann bei mir nicht wirklich gut und ich hab mich nach dem FrĂŒhstĂŒck wieder ins Bett gelegt. Nochmal mehr als zwei Stunden geschlafen. Kurzer Spaziergang und kurz im Atelier um die Zeitschnipsel zu kleben. Dann hab ich mich mit einer dicken Decke auf die Couch gelegt und mir das Webinar von Stefanie Stahl zu ihrem Buch "Das Kind in dir muss Heimat finden" angesehen. Es ging um Bindung, Autonomie, die GlaubenssĂ€tze des Schattenkindes und die positiven Aspekte, die ĂŒber das Sonnenkind ihren Ausdruck finden. Und vor allem um den Punkt, wenn man das alles doch verstanden hat, warum man dann die negativen GlaubenssĂ€tze nicht "einfach" los lassen, und aus seinen Mustern aussteigen kann? Auch ganz "einfach": WEIL MAN ETWAS DAVON HAT. AHA! Wo trifft das denn bei mir zu?...

mehr lesen

Kindheitserinnerungen und die BrĂŒcke in die Gegenwart

Ich war schon lange nicht mehr auf einer Beerdigung. Und ich war schon lange nicht mehr bei der Verwandtschaft in Niederbayern - 9 Jahre um genau zu sein. Da war Tante Frieda's achtzigster Geburtstag. Am letzten Freitag war ich auf ihrer Beerdigung in Oberköllnbach. Auf dem Weg vom Parkplatz zum Friedhof konnte ich feststellen, dass es den Kramerladen bei der Kirche immer noch gibt. Der hatte frĂŒher am Sonntag vor und nach der Messe auch offen. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir das was eingekauft haben. Denn an den Samstagen kam "Der Beck" am spĂ€ten Nachmittag mit dem Kombi voller Lebensmittel auf den Hof. Riesige Laibe Brot, Mehl, dies und dass und vor allem aber SĂŒĂŸigkeiten. In Kindertagen war ich in den Sommerferien jeden Sonntag in der Messe. Und mindestens einmal wurde ich vom Weihrauch und/oder vom langen Stehen ohnmĂ€chtig. Der Messner hat mich rausgetragen und an der frischen Luft "abgesetzt". Ich hatte noch nie großes Stehvermögen. Am Freitag ist alles gut gegangen. WĂ€hrend der Trauerfeier habe ich mich erinnert. An die Zeit, als ich die großen Ferien bei Tante Frieda und Onkel Alois auf dem Bauernhof in Hölskofen verbracht hatte. Sie war eine kleine, energische Frau, die gern lachte und dabei rote BĂ€ckchen bekam. Ein kleines Dorf. MilchkĂŒhe, Schweine, Bummerl und HĂŒhner und Felder fĂŒr Weizen, Kartoffeln und Mais, wenn ich mich recht erinnere. Und es gab Katzen. Tante Frieda hat mich immer "Katzenmama" genannt.  Ich habe stundenlang mit einem Wollfaden mit...

mehr lesen

Was wÀre, wenn es so wie es jetzt ist genau richtig wÀre?

Diese Frage von Byron Katie war (neben einem super leckeren Apfel-Mohn Kuchen) die Begleitung zum Cappuccino in einem winzigen Cafe in der SĂŒdlichen Auffahrtsallee.  Da wollte ich schon ewig mal rein und nachdem die Ampel auf dem Weg zum Cafe Ruffini rot war, hab ich zu G. gesagt, lass doch mal schauen, ob wir da ein PlĂ€tzchen finden. Haben wir â˜ș. Das war wohl frĂŒher mal ein Schreibwarenladen (steht zumindest außen drauf). Innen nur Platz fĂŒr ca. 8 Personen und draußen nochmal doppelt so viele. "The Work" ist eine tolle Möglichkeit alles was einem im Leben so passiert, mit dem man nicht so ganz einverstanden ist, tiefer und vor allem auch von den verschiedensten Seiten zu beleuchten. Ich kann hier nur bedingt aus eigener Erfahrung sprechen, aber die obige Frage hat etwas in Gang gesetzt. In jedem Fall einen freundschaftlich-philosophischen Diskurs ĂŒber 1 1/2 Stunden in dem wir den Faden in einer anderen Farbe weiter spannen, den wir auf dem Spaziergang im Nymphenburger Schlosspark aufgenommen hatten. Es geht ja im Grund immer um diesen einen Moment in der Gegenwart. Es ist schon so viel darĂŒber geschrieben und gesprochen worden, und doch kann es Sinn machen diese "Wahrheit" immer wieder mal aus der "Weisheitschublade" zu ziehen. Weil man sich verĂ€ndert und irgendwann steht man vielleicht an einem Punkt an dem einen dieser Satz wie ein Blitz treffen kann. Man hat etwas verstanden. Also nicht nur kognitiv, sondern auch emotional und spirituell. Und die Wahrscheinlichkeit vom...

mehr lesen

Eine flache Sinuskurve ohne große AusschlĂ€ge

Im Westen nichts Neues. Ich wußte nicht, dass dieser Spruch ein Buchtitel ist. Hier beschreibt Oskar Maria Remarque den 1. Weltkrieg aus Sicht eines "einfachen" Soldaten. Gut, dass ich den Ursprung gegoogelt habe, sonst hĂ€tte ich diese Worte heute als Überschrift verwendet um vorweg zusammen zufassen, dass sich in der letzten Woche bei mir nichts Großartiges getan hat. Ich bin am Donnerstag Mittag ganz unspektakulĂ€r umgeknickt und habe mir dabei das rechte Außenband angerissen. Die nĂ€chsten 6 Wochen trage ich eine Schiene, die mir eine Entscheidung abnimmt. NĂ€mlich die Wahl der Schuhe. Damit passe ich ausschließlich in meine Trackingschuhe. Das ist jetzt nicht wirklich kommod, aber es ist auch nicht richtig schlimm. Bis zu unserem Urlaub im Juni sollte alles wieder passen, also kein Problem. Am Donnerstag Abend hatten wir ein Ateliertreffen an dem vier von sechs der kreativen Gemeinschaft anwesend waren. Es hat mir gut getan zu erzĂ€hlen, dass ich grad ĂŒberhaupt nicht weiß was ich gestalten soll. Ich sollte doch in diesen Zeiten eine Aussage mit dem treffen, was ich kreiere. Damit boykottiere ich mich selbst total. Und so seziere ich die "Zeit" und fĂŒge Überschriften in einen neuen Kontext zusammen. Worte schienen mir die letzten Monate wichtiger zu sein. Ein intellektueller Umgang mit dem Zeitgeschehen. In der Diskussion, die einen weiten Bogen spannte von meiner kreativen Blockade zu den aktuellen Krisen in der Welt und wieder zurĂŒck wurde mir klar, dass ich, ob ich es nun...

mehr lesen

newsletter
anmeldung

early bird blog

blog(s) auswÀhlen:
tabIndex = 0 onclick